9 Kommentare zu „Global Change 2009 Teil 3 Arbeit lohnt sich wieder…“

  1. hallo Zantl,

    also unfreiwillig Arbeitslose gibt es bei einem Grundeinkommen nicht mehr, jeder der arbeiten will, findet zu seinem Marktwert eine Arbeit und hat dann Arbeitslohn und Grundeinkommen. Rentenversicherung braucht es extra. Man hat dann Rente + BGE

    lG

  2. Hübsches Bild, gute Arbeit und Erklärungen insgesamt. Was mich jedoch beschäftigt ist die Frage nach Rentnern und Arbeitslosen.
    Wo passen Bedürftige in das Bild?

  3. Hallo Jörg,

    genau so ist es: der „Staat sind wir“.

    Und aus diesem Grund, hat es, und deshalb höchstwahrscheinlich wird es auch, kein „guter Staat“ geben.

    Ist ein Staat in der Lage, „Monopole“ unter Kontrolle zu halten, d.h. er lässt sich nicht von den „Monopolen“ korrumpieren, dann ist er auch in der Lage und gewillt, das Allgemeinwohl, die Gereichtigkeit zu fördern, mit oder ohne negative Zinsen.

    Negative Zinsen machen die Menschen, die den Staat bilden, nicht besser.

    Sollten negative Zinsen aber „Monopole“ automatisch zerbrechen, wie sie Hortung zerbrechen, dann wäre das schon viel interessanter.

    Viele Grüße,
    Geppetto

  4. @Geppetto
    zumindest in der DDR war es so, dass es dann mal ganz fix ging und fast von heut auf morgen aus braven Systemlingen auf einmal Revolutionslinge wurden.

    Der Staat sind wir – wir haben die Politiker die wir in unserer Oberflächlichkeit gewählt haben und die so sind wie wir. Wer das Gegenteil behauptet, hat n.m.E. ein Problem mit der Erlichkeit zu sich selbst.

  5. Auch beim besten Willen, kann ich vieles nicht nachvollziehen.

    Die Idee des „guten Staates“ ist n.m.E. äußerst problematisch.
    Ich kenne kein einziges Beispiel.

    Darüber hinaus ist es vollkommen klar, daß mit einem „guten Staat“ alles zum Guten und Gerechten geregelt wird, und zwar mit oder ohne negativen Zinsen.

    Und umgekehrt. Es ist erstmal davon auszugehen, daß trotz negativer Zinsen der „reale Staat“ zwangsläufig durch die eine oder andere Lücke im System, den Kurs auf Bankrott fährt.

    Ich finde es trotzdem sehr positiv, daß es Menschen gibt, die nach einer besseren Welt trachten, und auch so viel Energie investieren.
    Hut ab!
    Wahrscheinlich machen sie 1% des Volkes aus: Die andern, gucken Fernsehen, setzen dem Partner die Hörner auf, spielen Lotto oder investieren in Eintrittskarten fürs Fußballstadion.
    Zumindest in Italien war es so.

  6. Ich habe mich ja schon mit verschiedenen Modellen in dieser Richtung beschäftigt. Das hier klingt sehr nach Ron Paul, und Bernd Senf bzw. Gesell, Prof. Berger etc. aber wirklich nachvollziehen kann ich es nicht, weil es doch eine „Black Box“ darstellt, eine Vision, und vor allem scheint mir „das Brechen der Monopole“ durch „das Gewaltmonopol des Staates“ eine echte Revolution zu erfordern. Der Staat ist ja nicht „unparteiisch“ in diesem Thema. Und verschiedene ideologische „Programmierungen“ der „Öffentlichkeit“ müssen sehr kräftig und mächtig umprogrammiert werden. Durch viele, viele Leute.
    Diese Kliquen, Gangs und Monopole scheinen mir sehr, sehr mächtig zu sein. Sie einfach zu „brechen“, daran glaube ich nicht. Es erfordert einen globalen, gewaltfreien Widerstand, der vor allem die Mächtigen bloßstellt und die ideologische Gehirnwäsche rückgängig macht, die im Westen seit Jahrzehnten die öffentliche Meinung beherrscht. Denn das Kapital, das die Mächtigen hinter sich haben, ist ja auch ideologische Macht, (TV, Zeitungen, Profi-Politschwätzer, etc)
    Das dauert, denke ich. Und erfordert vor allem Klarheit. Echte Klarheit, nicht nur Glauben und Konzepte. Nicht, daß das Modell schlecht ist, ich verstehe es nur nicht vollständig. Aber vor allem scheint mir die Frage, wie wird man ein so starker „Sender“ und mit einem so deutlichen, klaren und konstruktiven Signal, dass nicht nur die Reichweite, sondern auch die Resonanz mit den bestehenden Bedürfnissen in der (Dauer)krise eine einfache und ganz natürliche Sache wird. Das sind meine momentanen Überlegungen dazu. Die Richtung finde ich gut. Dieter Maas

  7. Also hier werden ein paar Behauptungen aufgestellt, die ich ersteinmal näher erklärt haben will:

    1. Infolge der Staatsverschuldung hat sich ein starker Kaufkraftverlust des gesparten Geldes ergeben. – Warum?

    2. In der Marktwirtschaft sei es umgekehrt: der Geldwert ist stabil oder steigend. – wie in einer Deflation, oder wie?

    3. Nachdem die Renditen auf der Bank gesenkt werden, würden auch die Renditen der Sachanlagen sinken. Angeblich, weil das Kapital dann nicht mehr knapp ist. – widerspricht sich das nicht mit Punkt 2?

    4. 1000€ Ertrag bei 10% Zinsen, macht einen Sachwert von 10.000€. Bei 1% Zinsen sei der Sachwert jetzt 100.000€? – Kann man das nicht eher mgekehrt sehen: die 1000€ sind nur noch 100€ Wert? Inflation zum Schuldenabbau?

    5. Das Bedingungslose Grundeinkommen fördert Kreativität und Leistungsbereitschaft. Außerdem findet jeder Arbeit, der arbeiten will. – Also das müsst Ihr mir erklären!

    6. Jeder kriegt zusätzlich zum Grundeinkommen den aktuellen Marktwert seines Leistungsangebots. – Wie soll unter diesen Umständen das Grundeinkommen finanziert werden? Müssten nicht diejenigen, die arbeiten, jene die nicht arbeiten mitfinanzieren? Wie hoch darf der Anteil jener sein, die nicht leistungsorientiert arbeiten wollen?

    1. @Erik,

      So,so – du willst die Behauptungen erklärt haben. Ich fasse mich deshalb kurz. Hintergrundinformationen findest Du im Blog und speziell zum Grundeinkommen auf den im Blog verlinkten Webseiten.

      zu Punkt4. Die Ertragswertberechnung durch Abdiskontierung über einen Kapitalisierungszins ist übrigens „Stand der Technik“.

      „1. Infolge der Staatsverschuldung hat sich ein starker Kaufkraftverlust des gesparten Geldes ergeben. – Warum?“

      Der Staat fragt nach ohne zu leisten – das ist grundsätzlich inflationär.

      2. In der Marktwirtschaft sei es umgekehrt: der Geldwert ist stabil oder steigend. – wie in einer Deflation, oder wie?

      Ja – Deflation regelbar zu gestalten ist eines unserer Hauptziele.

      3. Nachdem die Renditen auf der Bank gesenkt werden, würden auch die Renditen der Sachanlagen sinken. Angeblich, weil das Kapital dann nicht mehr knapp ist. – widerspricht sich das nicht mit Punkt 2?

      wiso?

      Grüße Jörg Buschbeck

  8. sehr guter ansatz!
    ich binde mir das goldene bändchen gerne ans“auto“!
    ich hoffe man hört noch mehr von euch! (oder von uns?)
    ich bin arbeiter aus BY

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