20 Kommentare zu „Global Change 2009 Teil 1 – die Jahrhundertchance nutzen“

  1. Wenn wir eine gemeinsame kleine friedliche Revolution gemacht haben dann sind wir auch ein Volk geworden.

    Das mit den Zinsen ist einfach zu sagen – Zinsen sind sehr Bös.

    Wenn aber Zinsen auch negativ sein können dann werden sie gut – weil sie verschwinden – sich selbst fast abschaffen.

    Das Sparen entfällt dann von ganz allein, denn wenn es keinen Zins gibt oder das gesparte sogar schrumpft, dann kauft man etwas anderes dafür.

    Sparen wir in Gold, Aktien, Bildern, Bücher … alles O:K.

  2. Servus

    als erstes, großes lob an den film 🙂

    hab zwei fragen…

    als erstes,
    das mit den zinsen hab ich noch nicht ganz verstanden. wie sieht da denn die genaue lösung aus?
    das geld wird doch immer noch durch kredite geschöpft oder?

    und zweites,
    aus welchem grund hab ihr euch für das bisherige geldsystem entschieden und nicht das natürliche (was laufend an wert verliert) ?

    sorry für alle fehler, ein legastheniker spät abends tut sich etwas schwer 🙂

    mfg xaxl

    1. hallo xaxl,

      zu einem Schuldgeldsystem sehe ich keine wirkliche Alternative – Geld was keine Leistung vollstreckbar
      schuldet ist nichts wert.
      wie es prinzipiell funktionieren soll ist insbesondere hier beschrieben.

      Grüße Jörg

  3. Hallo zusammen,

    zuerst mal ein grosses Lob, weil Ihr euch Gedanken um unsere gemeinsame Zukunft macht.

    Nach meiner Erfahrung tun dies nur sehr wenige, die meisten leben in ihrer kleinen Welt – Familie, Freunde und Bekannte vor Ort – und interessieren sich nicht für die Gesellschaft in der sie leben.

    Nun zu meinen Fragen:

    Wie wollt Ihr überhaupt an die Vermögen herankommen bzw. wie wollt Ihr die aktuellen Führungskräfte in Politik und Wirtschaft davon ueberzeugen euch bei eurem Vorhaben zu helfen ?

    Was macht Ihr wenn die Vermögen viel geringer sind als die Schuldenberge ?

    Ich denke hier an den die riesigen Kosten unserer Sozialsysteme, den ZinsesZins-Effekt der die Schulden rasch vermehrt, aber auch an die riesigen Ansprüche (Gehälter und Pensionen beispielsweise unserer Minister und ihrem Millionenheer von Beamten.

    und nicht zuletzt:

    Wie wollt Ihr aus den vielen unmündigen Befehlsempfänger (Industriearbeiter, Minister und ihr Millionenheer von Beamten, Angestellte,…) auf die Schnelle Unternehmer, sehr selbstständige Mitarbeiter und ganz allgemein marktwirtschaftlich denkende und handelnde Menschen machen ?

    Nur dann ist nämlich eine freie und faire Marktwirtschaft denkbar.

    Gruss

    Martin

  4. @Jörg
    Moin,
    Ich versuchte, glaube ich, zuviele Punkte in zu wenigen Sätzen anzugehen.
    Die „überraschende Spekulationskrise“ gab es meiner Meinung nach nicht. Dann Jeder sollte wissen: Wenn Geld Geld verdient geht es der Wirschaft schlecht, da es keinen Gegenwert für den Wertezuwachs gibt. Ich weiß das seit der 8.Klasse.

    Punkt 1:
    Den Geldmarkt zu einer freien Marktwirtschaft zu machen bedeutet im Prinzip die Banken abzuschaffen. Denn Banken sind auch Unternehmen, die Gewinne machen müssen. Die EZB gibt Leitzinsen entsprechend der Marktlage heraus. Wenn Die Banken Geld brauchen, leihen sie sich das bei der EZB oder beim Kunden über Spareinlagen. Außerdem können die Banken Geld günstiger verleihen. => niedrige Leitzinsen => niedrige Sparzinsen => niedrigere Kreditzinsen. Bei steigenden Zinsen ist es analog.
    Die paar Prozentpunkte Differenz zwischen Sparzinsen und Kreditzinsen müssen die Banken zum decken ihrer Kosten und zum erzielen von Gewinnen nutzen.

    Punkt 2.
    Wie wollt Ihr Monopole verhindern? Als Beispiel habe ich die Mineralölwirtschaft aufgeführt. Offiziell haben wir da kein Monopol, jedoch ein Ogolipol. Wenn dies verhindert werden soll durch den Staat, der dies nur durch höhere Steuern machen kann oder durch Verbote. Höhere Steuern auf Mineralölkonzerne bedeutet, die legen die Steuern aus ihr Produkt um was wiederum bedeutet, das Benzin wird teurer. Jedoch wird es keine neuen Firmen geben, die Benzin herstellen und vertreiben können, weil dazu riesige Investitionskosten nötig sind bevor begonnen werden kann zu produzieren. Dieses Geld muß hinterher wieder erwirtschaftet werden. Er wird das Benzin also nicht günstiger anbieten (wollen).

    Punkt 3.
    Ich will Euren Film nicht schlecht machen, jedoch fehlen mir konkrete Angaben.

    Punkt 4.
    Das bestehende System finde ich auch nicht gut und das der Zusammenbruch kommt, weiß ich auch, jedoch glaube ich nicht, das dies durch die „Einführung“ der freien Markwirtschaft im Geldmarkt (von der ich ausgehe, daß wir dies schon haben) etwas daran ändert.

    Meine Meinung ist:
    Das Problem mit unserem System liegt in dem Grundsatz begründt, daß das System auf Wachstum ausgelegt ist.
    (vereinfacht) Ein Betrieb muß jedes Jahr 2% mehr Umsatz/Absatz machen um die gleiche Anzahl Mitarbeiter halten zu können. Dies ergibt sich u.a. aus dem technischen Fortschritt.

    Gucken wir uns die Bereiche Autoindustrie, Handymarkt und Kartoffelproduktion an.

    Auto:
    Jetzt hat jeder ein Auto. Es müß nur noch Ersatz für Alte geschaffen werden. d.h. der Markt schrumpft. Der Absatz muß aber steigen ansonsten müssen Leute entlassen werden. Dies würde auch keine andere Geldwirtschaft ändern.

    Handy:
    siehe Auto.

    Kartoffeln:
    Die Produktion stieg bis alle versorgt waren. Anschließend wurden die Kartoffeln, die mehr produziert wurden als benötigt wurden weiter verarbeitet zu Fertigprodukten, Chips, usw. ABER ein jeder Mensch kann nur soviel essen bis er satt ist. Also wenn der Markt für z.B. Kartoffelpüree wächst, schrumpf der Markt für Rohkartoffeln. Ein Wachstum ist nicht mehr möglich.

    Daraus folgt, daß in Wirtschaftsbereichen, die diesen Endpunkt erreicht haben mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren als einen bekommen.
    Auffangen kann man dies nur durch Schaffung neuer Märkte/Bedürfnisse. Jedoch kann jeder Mensch nur eine gewisse Menge an Gütern und Dienstleistungen verbrauchen. Allein schon aus Zeitgründen.

    Ich hoffe jetzt sind meine Ausführungen klarer geworden.

    Das Hauptproblem unseres Systems ist nicht der Geldmarkt sondern, daß die Wirtschaft auf Wachstum ausgelegt ist.
    Ein freier Geldmarkt könnte einige Symptome beseitigen, jedoch das Hauptproblem nicht beseitigen.

    Gruß
    Harald

    1. @Harald
      Du hast schon recht – die Wachstumszwänge kommen aus dem Finanzsystem und aus dem Arbeitsmarkt.

      Deshalb fordern wir ja Finanzmarktreform und Arbeitsmarktreform – also auch dort die Monopole zu brechen.

      Im Finanzmarkt haben wir ein Hortungsmonopol was uns zwingt soviele monetäre Schulden zu machen wie gespart wird.
      siehe bitte hier:
      http://www.global-change-2009.com/blog/was-sie-uber-geld-wissen-sollten-oder-alles-wird-gut-mit-gutem-geld/2009/04/

      Im Arbeitsmarkt haben wir in der Industrie das Produktivitätswachstum – es bleibt aber heute aus Geldmangel auch genügend sinnvolle Arbeit ungetan.
      In einem völlig freien Arbeitsmarkt mit einem bedingungslosen Grundeinkommen als sozialem Ausgleich regelt sich dies alles ohne weitere Staatseingriffe ein. Der Mechanismus sind dann natürlich auch fallende Löhne in Bereichen die ein überschüssiges Arbeitsangebot haben.

      Ohne die Möglichkeit der Geldhortung kann aber IMHO niemals Geld fehlen und damit Zwangswachstum erzwingen!

      Grüße Jörg

  5. Moin,
    Netter Film, nette Idee, jedoch außer der Aussage: Das Geld muß nach Angebot und Nachfrage gehandelt werden.
    Wie dies umgesetzt werden soll, darüber wird nichts gesagt. Und Geld, welches zur Bank auf Sparkonten gebracht werden und von der Bank als Kredit (fauler oder nicht) hat die Krise nicht herauf beschworen, sondern der Wertpapierhandel. D.h. Spekulationen auf Wertsteigerungen von Irrealen Gütern.
    In einer freien Marktwirtschaft gibt es immer ein Auf und Ab. (Aufschwung, Rezession) Das liegt im System begründet. Dieser Wertpapier- und vor allem Spekulationshandel verstärkt die Sache nur erheblich.
    Was dem bestehenden System helfen würde ist das Verbot von Spekulationen.
    Eine Andere Frage ist wie soll der Staat Monopole verhindern? Im Ölmarkt gibt es kein Monopol aber die Preise orientieren sich nicht nach Marktgesetzen.
    Wenn Die Mineralölkonzerne stärker besteuert würen, dann wird der Sprit noch teurer und der kleine Mann dafs dann wieder zahlen und die Konzerne haben dann wieder eine Begründung für Preiserhöhungen.
    Wie gesagt: nette Idee aber leider fehlt ein konkretes Konzept über das diskutiert werden kann.

    Gruß
    Harald

    1. @Harald

      Danke für Kommentar – nur habe ich Schwierigkeiten
      Ihn zu verstehen. Also wir erläutern im Film sehr konkret wie die Finanzreform zu machen ist und wie
      künftige Schuldenblasen vermeidbar sind. Einfach indem man Sie nicht mehr zum Systemerhalt braucht! Lassen Sie sich doch bitte von den Massenmedien nicht das Märchen von der „überraschenden Spekulationskrise“ erzählen.

      Grüße Jörg

  6. Hallo, ich habe mir euren Film angeschaut und für mich scheint es auch plausibel zu sein. Die Frage die ich mir stelle ist die, wenn man nicht sparen soll, sondern das Geld wieder investieren soll – wie sollen dies Leute machen, welche nur über sehr wenig Geld verfügen aber trotzdem Rücklagen fürs Studium oder so bilden wollen?

    1. Hallo Peter,

      danke, aber Sparen wird doch nicht verboten – die Kaufkraftstabilität von Sparvermögen steigt sogar. Wir haben seit Jahren negative Realzinsen – mit minus 2% Zinsen fährst Du da bei 2% Deflation als Sparer besser!

      Grüße Jörg

  7. Es liegt doch eher daran:

    Menschen werden heute durch irgendwelche Finanzprodukte um ihr Geld gebracht, weil sie sie nicht verstehen. Sie werden solange belaabert, bis sie was abschließen.
    KapitalLV z.B. ist staatlich geförderter Betrug.
    Irgendwie muß immerjemand verlieren, damit andere gewinnen.

    Die Börse muß mit einer Tranaktionssteuer belegt werden. 10% vom Gewinn wird zuallerst abgeführt an den Staat. und die restlichen 90% werden dann wie bisher 100% angesehen und weiter verrechnet.

    Außerdem: HAftung für alle Manager und Politker. Wer sich irgendwas zu schulden kommen läßt – muß alles zurückzahlen und wird enteignet !

  8. Wo gibt’s die goldenen Bändchen zu kaufen (um das Projekt zu unterstützten) bzw. wo steht mehr dazu (Bastelanleitung, wie getragen, Reaktionen, …)?

    Ist ein RSS-Feed in Planung?

  9. Obwohl ich einige Ansichten nicht teile, Gratulation zu diesem Werk!

    Was ich mit Ihnen teile, ist die Besorgnis vor einer nahenden Katastrophe, die wir alle gemeinsam verhindern müssen.

  10. Eine wirklich gelungene Erklärung für die Krise und die Lösung.
    Doch leider bleibt eine ganz einfache Frage ungeklärt!
    Wie bekommen wir die trägen Wessis (bin selber einer!) zu einer ähnlichen Leistung wie es uns die Ossis vorgemacht haben?

    Eine friedliche Revolution.

    Ein Volk das über viele Jahre eingeschläfert wurde durch Konsum und politische Vedummung. Gesteuert durch Medien die nur ein Ziel haben. Den Bürger vom Nachdenken abzulenken.
    Doch es gibt eine echte Chance! Die Krise!!
    Nur in der Krise ist denkbar, dass die Politker demokratisch abgewählt werden und die Bürger an die Macht kommen.

    Die Lösung!

    Unterstützen Sie http://www.williweise.de

    Durch Direktmandate sollen wesentlichen Ziele wie das bedingungslose Grundeinkommen umgesetzt werden. Politsch ohne Rechte oder Linke ausrichtung einfach nur eine Politk für den Menschen, die Tiere und die Umwelt.
    299 Direktmandate
    1000 Dozenten für das bedingungslose Grundeinkommen.

    Wir freuen uns über jeden Unterstützer, wie diesen Film.

    Ralph Weishaupt

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