10 Kommentare zu „Prof. Bernd Senf“

  1. Hallo liebe Leute!
    Mir gehen die Anti-Schuld Aktivisiten und Geldschöpfungsverschwörungstheoretiker auch schon mächtig auf den _ack. Und es gibt viele davon. Senf, Huber, Hörmann, etc.
    Mein Frage ist warum Ihr den zugegebenermaßen netten aber geblendeten und blendenden Hrn. Senf in diesem Artikel hervorhebt. Welcher Teil seines Inhalte sind nun der Rede wert?

    Viele dieser unerkannten Widersprüche beanspruchen auch einen Großteil eurer Kommentare und Kommentare der Leser. Unabhängig zu diesen Stückwerken, welchen Leitartikel könnt Ihr mir dazu auf euren Blog empfehlen?

  2. Tatsächlich ist die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ eine Folge der strukturellen Verzerrung im Geldsystem. Diese Folgeerscheinung wird aber von Huber und Senf als Ursache dargestellt.

    Was ich meine, sehen wir derzeit: Die EZB nimmt nun griechische Ramsch-Anleihen als Sicherheiten für Bargeld. Das ist in sofern eine Geldschöpfung aus dem Nichts, als dass diese Anleihen eben gar nicht mehr soviel wert sind, wie die Geschäftsbanken dafür Euro (Geldbasis) bekommen. Wir legen aber gerade nicht den Grundstein zur Krise, sondern sind mittendrin.

    Alles Gute wünscht
    …. Michael Hönnig

  3. Ja Klaus,

    völlig richtig, so einfach ist dass, deshalb ärgere ich mich über Verkomplizierer wie Senf und Huber die mit „skandalöser Geldschöpfung aus dem Nichts“ oder FED- Bashing Nebelkerzen werfen.

    Geldschöpfung ist die Kreditvergabe – also Monetarisierung von Pfand und/oder künftigen Einkommen. Solange nicht Kreditvergabe an schlechte Schuldner von den Konsumverzichtern erwzungen wird, gibt es keine Kreditgeldschöpfung aus dem Nichts sondern nur die Monetarisierung von Pfändern.

    herzliche Grüße, Jörg

  4. Hallo Jörg,
    wenn ich eine Umlaufsicherungsgebühr einführe, werden automatisch die Guthaben in den Kreislauf gebracht und das Geldhorten beschränkt, dann sind die „Guthabenjunkies“ gezwungen, das Geld anders zu investieren und der relle Zins fällt auf das notwendige Mass, welche die Banken erheben können.
    Wahrscheinlich ist es aber noch nicht schlimm genug, als dass man zu solchen Maßnahmen greifen müsste.
    Statt eines amens sage ich
    herzliche Grüße
    Klaus

  5. ach Klaus,

    die ganzen „Geldsystemkomplizierer“ nerven gewaltig – Geld ist Schuld des Wirtschaftskreislauf für Deine noch nicht nachgefragte Gegenleistung – dokumentierter Verzicht auf Konsum oder Investition der durch neue Verschuldung(Nachfrage ohne derzeitige Leistung) ausgeglichen werden muss.

    Geld hast Du, wenn Du was geleistet hast(oder als Transferempfänger Ansprüche auf anderer Leute Leistung) und die Gegenleistung noch nicht nachgefragt.

    Also ist Geld kausal Schuld des Wirtschaftssystems – Geld ohne Schuld des Wirtschaftssystems ist kein Geld, sondern ein Zettel.

    So ein Blödsinn, den Sinn des Geldes als dokumentierte(r) Anspruch = Schuld Dritter zu problematisieren, statt die Schuldenerzwingung von Staat und Subprime durch die Guthabenjunkies(Nachfrageverzichter!!!).

    Wer etwas gegen Schulden tun will, muss etwas gegen Guthaben tun – nicht wertlose Zettel drucken.

    Wenn es per Saldo keinen Nachfrageverzicht gibt – dann gibt es keine fehlende Nachfrage und keinen verschuldungszwang. Es fehlt auch kein konsumierter Zins – es fehlt immer nur die Ersparnis aus allen Einkommensarten und die Kredittilgung im Wirtschaftskreislauf.
    Zu jedem offenen Anspruch gehört eine offene Schuld – nirgendwo in der Wirtschaft gibt es isolierte Soll oder Haben Buchungen. Nicht mal in der Zone gab es dies.

    Senf, Huber und Co. – hört endlich mit dem Nebel um das Geld auf – es gibt ein nur primitives Wirtschafts- und Geldproblem – der Guthabenzins kann heute nicht so tief fallen, dass die Guthabenausweitung auf den Kreditbedarf solventer und freiwilliger Schuldner(Investoren mit Bedarf nach Fremdkapital) begrenzt werden kann – wegen dem hortbaren Bargeld.

    S = solvent freiwillig I

    die ökonomische Zauberformel für Frieden und Freiheit

    Amen, Jörg
    PS
    Die Chinesen sind mit fast 50% Sparquote(wobei nicht komplett monetär) die schlimmsten Weltverschulder überhaupt – weil Sie kein Sozialsystem mit Umlage haben, was einen Großteil des Zuvielsparerproblem lösen kann.
    Da Minsuzinsen zur Guthabenbegrenzung nur schwer durchsetzbar sind -sollten man wohl zuerst für Risiko/Altersvorsorge auf Umlagebasis werben. Wenn ich jetzt 20% des Einkommens in eine Rentenkasse zahle und der Renter gibt es aus -bedarf es keiner Verschuldung. Wenn ich 20% meines Einkommens monetär spare – braucht es exakt in dieser Höhe
    neue Verschuldung. S ist immer gleich I – aber eben heute durch Zuvielsparen weder freiwillig(Staat) noch solvent(Subprime)

  6. Hallo Jörg,

    Geld ist dann ein Schuldverhältnis, wenn es so wie in der heutigen angloamerikanischen Finanzwelt von einem privaten Bankenkonsortium z.B. FED emittiert wird und der Staat dieses Geld als Anleihen gegen Zins! an die Banken ausgibt. Die Banken können dieses Geld in den Kreislauf bringen und verdienen daran. Sie verdienen auch an den Staatsanleihen und sie verdienen daran, eingelagerte Guthaben zu nutzen, diese auch gegen Zinsen in den Kreislauf zu bringen, die sogenannte Giralgeldschöpfung.
    Das ist der geniale Trick der Finanzoligarchie, immer Geld zu verdienen auf Kosten der Schuldner, die auf der anderen Seite stehen.
    Eine Lösung wäre die schuldfreie Emission von Geld durch eine unabhängige Zentralbank, das dann von Banken in den Kreislauf gebracht werden mit einem Aufschlag als Provision, das klassische Geschäft.
    Ein zweiter Ansatz ist die Einführung einer Umlaufsicherungsgebühr, um das Geldhorten mit dem Zinseszinseffekt zu erschweren.
    Geld ist eben a priori kein Schuldverhältnis, es wurde nur im aufstrebenden Kapitalismus durch die Einschaltung privater Banken under Freigabe des Zinses zu einem solchen gemacht.
    Jetzt sind wir möglicherweise auf Grund natürlicher Wachstumsgrenzen am Ende angelangt.
    Interessant wäre zu erfahren, was die Chinesen machen.
    Die haben meines Erachtens eine staatliche Zentralbank.

    Mit besten Grüßen
    Klaus

    P.S.
    Prof. Senf hält einen Vortrag am 12.05.10, 18:00
    im Zentrum zeit-und-raum
    Grunewaldstr. 18
    10823 Berlin

  7. Hallo Gerhard,

    an der Stelle, dass die Geldschöpfung an sich ein Problem wäre, bleiben fast alle stecken, die sich mit dem Thema Geldsystem befassen. Nur die Zeit, wie lange man dort steckenbleibt, unterscheidet sich.

    Die einen denken eine Minute drüber nach, andere ihr Leben lang und halten sie dann für die Ursache der Probleme – oder zumindest eine der Ursachen.

    Letztere unterliegen oft mindestens dem Fehler, Liquidität und Kapital zu verwechseln. Daraus entsteht oft mindestens einer der beiden folgenden Fehlschlüsse:

    1. Sie missverstehen Geldschöpfung als Kapitalschöpfung – meist indem Sie einen oder mehrere der mit der Geldschöpfung im Zusammenhang stehenden Schritte bzw. Schuldverhältnisse ignorieren.

    2. Sie interpretieren u.a. den Mindestreservesatz (z.B. 2%) und den daraus errechenbaren theoretischen Geldschöpfungsmultiplikator (bei 2% ist das Faktor 50) so, als dass die Geschäftsbanken jede Einlage 50mal verleihen könnten und also quasi auch 50mal Zinsen kassieren, für 1mal Zinsen bezahlen könnten.

    Beides sind aber eben Irrtümer.

    Ja, am Geldsystem ist etwas falsch. Aber es nützt gar nichts, es an einer nicht kaputten Stelle zu reparieren, eher macht das alles noch schlimmer.

    Alles Gute wünscht
    … Michael Hönnig

  8. Ich erinnere mich leider nicht mehr an alles, was Prof. Senf da erzählt hat (ich glaube es waren so 10 Videos). Aber es scheint mir nicht unerheblich zu sein, was er z.B. über die Kreditvergabe erzählt hat, dass Geldschöpfung heute von den Banken durch Kredite durchgeführt wird (ca. 10:1) und wie es anders gehen sollte. Ein unhaltbarer Zustand, wie wir alle wissen, der nach einer Lösung schreit. Dazu das Problem Zins und (Staats-) Verschuldung. Ich denke, da liegt eine Unmenge an Anregungen, Feststellungen, Herleitungen und Lösungen für schleichende und aktuelle Probleme drin. Sein möglicher Beitrag sollte wirklich nicht unterschätzt werden. Das Anschauen der Videos halte ich für eine Pflichtveranstaltung.

    Gerhard

  9. der herr senf ist kompetent und ehrlich auf dem gebiet der finanzen. doch der kommentar dazu von euch ist ein ausdruck euer selbst. ihr habt gute wesentliche vorschläge, doch ihr geht nicht zum erkennbaren kern. die ursachen bleiben bestehen. somit ist es nur eine variation des status quo mit einer tendenz zum besseren. überigend ist geldschöpfung und zinsproblem wesentlich, sagt auch der herr senf. ihr spielt es herunter bzw bietet eine scheinlösung an. aba trotzdem viel erfolg

    1. lieber m,

      wenn Du Deine Kritik mal etwas in konkrete Argumente packen könntest -könntest Du anhand der Antwort sehen, ob wir nur an der Oberfläche kratzen. Die sogenannte Geldschöpfung ist die Kreditvergabe – wenn Du denkst dass es auch ohne Kredite geht – bitte sehr – aber sag dann auch den Spareren Bescheid, dass nicht mehr gespart werden darf.

      Geld ist kein Ding – sondern ein Schuldverhältniss -etwas anderes war es noch nie und kann es nie sein -weil dies der Sinn von Geld ist!

      Du hast etwas geleistet und der Wirtschaftskreislauf schuldet Dir die Gegenleistung.

      Und wenn man eben verstanden hat, dass Geld kein „Ding“ ist, hat dies Konsequenzen die Lösungen anders zu sehen als die „Gelddingdenker“.

      Grüße Jörg

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