5 Kommentare zu „Oskar Negt fordert das bedingungslose Grundeinkommen“

  1. Hallo Heinz,

    ja 1500,- werden nicht zu finanzieren sein – da sind wir einer Meinung. Aus meiner Sicht geht es beim Grundeinkommen aber eh nicht um ein sozialistisches Schlaraffenland – sondern um die sozial verträgliche Einführung der Marktwirtschaft im Arbeitsmarkt.

  2. Nachtrag:

    Die Geldmenge von 960 Mrd. € besteht also zum Zeitpunkt Januar 08. Darum muss für das Steueraufkommen nur einzwölftel von 1,47 Bill € angenommen werden. Das sind 123 Mrd. € nur allein für das BGE. Das Gesamtsteueraufkommen ist für einen Monat allerdings nur 50 Mrd. €. Das Gesamtsteueraufkommen erhöht sich damit im Monat auf 173 Mrd. €.

  3. @ Jörg

    Hallo Jörg,

    Das Geld der Steuer kann ebenfalls nur in der Geldmenge M1 dargestellt werden. Die Steuer ist also nur eine Teilmenge von M1 und kann darum niemals größer sein als M1 selbst.

    Wenn wir beispielsweise Götz Werner nehmen mit seiner Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens, dann stellen wir fest, dass bei ihm diese Teilmenge eine Größe annimmt, die größer ist als die derzeitige Geldmenge M1.

    Ich habe die Idee des BGEs von Götz Werner einmal hochgerechnet: 1500€/pro Kopf und Monat. Dafür allein braucht man Steuereinnahmen in Höhe von 1,47 Billionen Euro.

    Seine Idee lässt sich also nur durch eine gewaltige Verschuldung verwirklichen. Wobei vollkommen offen ist, wer sich da verschulden will oder sollte.

    Nach einem “Monatsbericht März 2008” betrug die Geldmenge M1 im Januar 2008 960,6 Mrd. €.

    Mit anderen Worten: Das Geld ist nicht da!

    Gruß
    Heinz

  4. @Limonade

    natürlich musst Du ein Grundeinkommen aus Steuern finanzieren – aber man könnte im Gegenzug andere Staatsausgaben und die Sozialbürokratie abbauen.

    Und man könnte n.m.E. mit einem Grundeinkommen Akzeptanz für die dringende Besteuerung schädlicher Sachen, wie z.B. Ressoursenverbrauch schaffen.

    Zahle 200 Euro Ressoursensteuer und bekomme 400 Euro (Anteil von Verschwendern,Gewerbe;Industrie) Grundeinkommen wieder –
    zahle 10 Euro Hortungssteuer auf Bargeld und bekomme 100 Euro mit dem Grundeinkommen wieder.

    Und natürlich die Besteuerung der Marktmonopole – 80 % Steuern auf extrem hohe Monopoleinkünfte z.B. Millionen – Bankerboni.
    Der Skandal ist doch nicht das Sie gezahlt werden – sondern das Sie aufgrund der monopolisierten Marktsituation gezahlt werden können!

    Grüße Jörg

  5. >Das Geld ist ja da< diese Behauptung von Oskar Negt ist falsch. Bei der kaufkraftfähigen Geldmenge M1 – und nur um diese kann es in dieser Diskussion gehen – kann nicht So-Mir-Nichts-Dir-Nichts vom Staat zur Verfügung gestellt werden, einfach aus dem Grunde, weil diese Geldmenge M1 ausschließlich nur aus Schuld (Kredit) existiert. Diese Geldmenge M1 konnte u.a. nur darum in ihrer Größe gehalten werden, weil der Staat sich fortlaufend verschuldete. Hätte der Staat das nicht getan, wäre das Geldsystem schon lange vorher zusammengebrochen.

    Es müsste also ein vollkommen neues Geld kreiert werden. Ein Geld, das noch niemand gesehen hat. Seiner Kritik über die Bankenrettungen und über Sloterdijk pflichte ich bei. – Limodane

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