Dr.Flassbeck spricht es erstmalig in der ARD aus


Staatsschulden explodieren, weil wir über unsere Verhältnisse sparen

Aber warum müssen Schulden – noch dazu Staatsschulden – überhaupt sein?

Darauf hat Heiner Flassbeck, Makroökonom bei der UNO in Genf, eine Antwort. Er erklärt den ökonomischen Zusammenhang folgendermaßen: „Solange die Bürger sparen, muss sich auch jemand verschulden.“

8 Kommentare zu „Dr.Flassbeck spricht es erstmalig in der ARD aus“

  1. na nichts außer hortungsgeschütztem Bargeld und ordentlichen Kreditvergaberegeln, ist ja genau unser Vorschlag.

    Binnenwirtschaftliches Gleichgewicht entsteht, wenn überflüssiger Nachfrageverzicht nach Konsumgütern in die Selbstinvestition von Sachwerten mittels beliebig niedriger Guthabenzinsen gelenkt wird.

    Und diese beliebig niedrigen Guthabenzinsen haben wir heute mit hortbarem Bargeld nicht – deshalb Investitionsfalle wenn die Renditen sinken und Renditemaximierung gesamtgesellschaftliches geisteskrankes Zerstörungsprojekt. Argument TINA – there is no alternative – erst am WE haben wir wieder von Alternativlosigkeit hören müssen.

    Mit hortbarem Bargeld ist alles doof – Wirtschaft doof – Finanzsystem doof – Arbeitsmarkt doof – Resousenverschwendung doof -Sozialstaat doof :o)

  2. Hallo Jörg,

    danke für die Antwort. Ich fürchte, ich habe mich nicht die richtigen Worte gefunden. Ich versuche es noch mal.

    Es ist das Jahr 2020. Alle westilchen Nationen mussten den Staatsbankrott erklären. Die Weltwirschaft brach zusammen. Jetzt läuft die Wirtschaft langsam wieder an, und zwar auf der Basis von neuen Währungen. In jeder Verfassung ist nun verankert, daß der Staat und seine Länder und Kommunen keine Schulden aufnehmen dürfen.

    Manche Bürger konnten bereits etwas auf die hohe Kante stellen, und vertrauen der Bank ihre ersten Ersparnisse an.
    Das scheint auch gut so zu sein, weil es gibt da eine unternehmirsche Person, die eine Eisdiele eröffenen möchte und einen Kredit sucht.
    Sie eröffnet die Eisdiele, ist erfolgreich, und kann bald ihr Kredit zurückzahlen.
    Die Bürger erhalten ihr Entgelt in Form von Zinsen, die Bank in Form von Gebühren.

    Das wiederholt sich tausend mal und
    mit der Zeit ist der Markt gesättigt, niemand braucht mehr Kredit, die Bank zahlt keine Zinsen mehr und die Sparer müssen nun der Bank sogar eine Gebühr für Aufbewahrungskosten für ihre Ersparnisse entrichten.

    Mir scheint, alle leben glücklich und es ist keine Krise weit un breit in Sicht.

    Was fehlt noch in diesem Modell?
    Was habe ich übersehen?
    Was ist falsch?

    Danke im Voraus.
    Viele Grüße.
    Geppetto

  3. Hi Gepetto,

    der „jemand“ ist der zwangsweise in seinen Lagerbestand investierende Unternehmer – danach werden natürlich Leute entlassen und/oder Pleite angemeldet – damit geht der Ausfall
    ins Bankensystem – Dominoday in der Wirtschaft.

    Deshalb springt der Staat vor dem deflationären Crash bis zu seinem Bankrott ein. Auch die Schuldenbremse hat diesen Notausgang – vergiss Gesetze – die sind schnell geändert siehe Wochenende.

    Grüße, Jörg

  4. Ich brauche eine Verständnishilfe.

    Wer ist „jemand“ in einem idealen Land, in dem per Verfassung der Staat keine Schulden machen darf, und auch nicht macht?

    1. Liebe Frau Kurjo,

      Geldhaltung blockiert die Kredittilgungsmittel – aus welcher Einkommensart diese Geldhaltung stammt, ist hierbei zunächst egal.
      Sorry – aber Sie verbreiten leider „Halbwissen“. :o(

      Der Spar -Zins ist nicht das Problem sondern eher die Lösung.
      Er muß den Saldo Geldhaltung auf den Saldo Kreditbedarf guter Schuldner begrenzen.

      Für dieses Gleichgewicht müßte er im Moment allerdings negative Werte annehmen können und würde auch langfristig nur um den Nullpunkt pendeln.

      Der Vorsorgebedarf der Menschen wird dadurch in Direktinvestition zu kleinen Renditen gelenkt werden. Diese können aber auch verbrieft und damit liquide gehalten werden.

      Grüße Jörg Buschbeck

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