Filme


Radiointerview in HRinfo, 2010 – man beachte bitte die Prognosen.

Gastvortrag auf dem GCN-Geldkongress von 2011

Unser Film aus 2009 – uraufgeführt am Rande des G20  in London

6 Kommentare zu „Filme“

  1. Hallo Jörg und andere, (darf ich doch so schreiben?)vielen Dank für den Film. Leider konnte ich aus Zeitgründen nicht alle Teile anschauen. Trotzdem ich nicht alle Aussagen teile, ich halte den Film für eine weitaus anschaulichere und treffendere Darstellung als beispielsweise Hefte der Bundeszentrale für politische Bildung.
    Ich wünschte mir in einer neueren Fadssung eine etwas genauere Trennung zwischen einem Sparen im Sinne einer Zurückstellung eines Kaufwunsches und eines Sparens als Vermögensbildung. Möglicherweise ist das in einem anderen Teil enthalten. Sparen im ersteren Sinne ist volkswirtschaftlich belanglos, da über recht kurze Zeiträume sich Ansparen und Ausgeben in der Summe die Waage halten.
    Gefährlich ist Sparen im Sinne einer Vermögensbildung. Denn in ienem solchen Falle will der ‚Sparer‘ sein Geld nie (?) zurück, sondern nur die Zinsen genießen.’Nie‘ soll nur den Unterschied zur ersten Sparform verdeutlichen. Dem Normalsparer steht ein Zins zu in Höhe der Inflationsrate, es wäre anders nicht ‚gerecht‘.
    Leider, ‚rudi‘ hat in seinen ersten Punkten recht. Nur, ‚rudi‘ Banken verleihen sowohl gespartes Geld, also Einlagen – bis zu einer gewissen Höhe -der ‚Kunden‘ (natürlich nicht dieselben Scheine, die die Kunden einzahlen!) und sie verleihen Geld, dass sie sich vorher bei der EZB (früher BB) oder bei einer anderen Bank borgen. Die Zinsen der Verbindlichkeiten bei den Kreditgebern ( bspw. EZB) müssen verschieden sein von den Zinsen der Forderungen an den Kreditnehmer. Lpgisch,oder?
    Soweit das, was mir gerade aufstößt.
    Wo kann denn der Text der Filme eingesehen werden? Denn Hinmgucken und Hinhören bringt mir nichts.
    Danke.

  2. @Willi

    „Warum das Sparen hier als “prinzipiell gestörter Leistungsaustausch” bezeichnet wird, während er in Wirklichkeit erst den Leistungsaustausch über die Zeit hinweg ermöglicht, wird im Film natürlich nicht verraten.“

    Wird hier aber in mehreren Beiträgen recht einfach erklärt.

    Diese Gelddenke war einmal, heute läuft (Schulden) es anders.
    Nix Omi, nix Sparbuch, sondern (solvente) Schuldner sucht eine Bank.
    Sparer werden allein für selbstgebastelte „Produkte“ benötigt, aber ganz bestimmt nicht um den klassischen „Leistungsaustausch“ zu sichern.

    Wie es läuft wird z.b hier erklärt, ich erlaube mir es hier hinein zu kopieren.

    Noch eine Frage vorab: Wo findet hier der Leistungsaustausch statt?

    „Die falschen Vorstellungen über Geld und Kredit stehen dem Verständnis der Geldpolitik bei fast jedem Menschen im Wege. Diese falschen Vorstellungen resultieren einmal aus der jedem Menschen aus frühester Jugend gewohnten mikroökonomischen Sicht der Dinge. Später kommt in Schule und Universität und durch Politik und Massenmedien eine gezielte Irreführung hinzu. Kurz zusammengefasst also hier die falschen Vorstellungen:

    1. Banken verleihen Geld, das vorher gespart worden ist (falsch)
    2. Wenn ich Geld spare, dann leiht die Bank es jemandem, der damit etwas kauft (falsch)
    3. Die Zinsen sind hoch, weil zu wenig Geld gespart wurde (falsch)
    4. Die Zinsen sind hoch, weil zu viele sich verschulden möchten (falsch)
    5. Die Banken können nicht mehr Geld verleihen, weil sie keines mehr haben (falsch)
    6. Mehr Kredite beleben die Konjunktur nicht, weil jemand dafür sparen muss (falsch)
    7. Banken können kein Geld schöpfen, sondern verleihen nur, was sie haben (falsch)
    8. In Krisen wird Geld gehortet und wir finden es auf den Bankkonten (falsch)
    9. In Krisen wird Bargeld gehortet und das Bargeld fehlt den Banken zum Leihen (falsch)

    Einige weitere falsche Vorstellungen sind mit dem Thema der Mindestreserven und mit dem Bargeld, also dem Notenbankgeld verbunden. Mindestreserven sind künstliche Vorschriften, ähnlich denen zum benötigten Eigenkapital der Bank. Mit dem Wesen der Geldschöpfung haben sie nichts zu tun; man könnte der Bank auch vorschreiben, dass sie für 10% ihrer Einlagen eine Mindestreserve an Kartoffeln im Keller einlagern müsste. Debatten um Mindestreserven und das sogenannte „Fraktionale Banking“ werden nur zur Verwirrung des Publikums geführt.

    Es ist also einfach Unsinn, was oft erzählt wird, dass die Bank aus einem bestimmten Betrag an Kundengeldern ein Vielfaches an ausgeliehenem Kredit machen würde. Der Grund ist einfach der, dass Banken überhaupt kein vorher eingezahltes Kundengeld benötigen. Die Bank braucht für die Vergabe eines Kredits einzig und allein einen Schuldner mit Sicherheiten, der unter den gerade herrschenden Aussichten für die Geschäfte und zu dem aktuellen Zins einen Kredit will. Hier eine kurze Aufzählung, wie es wirklich ist:

    1. Banken schöpfen mit jedem Kredit neues Geld
    2. Dieses Geld hätte es ohne den Kredit nicht gegeben
    3. Durch dieses Geld ist eine zusätzliche Güternachfrage entstanden
    4. Ohne den Kredit hätte es diese Güternachfrage nicht gegeben
    5. Alles Geld ist schon Kredit und Geldvermögen und Schulden sind genau gleich hoch
    6. Die Bank kann das Geld, das Sie auf Ihr Konto einzahlen, nicht nochmal verleihen
    7. Wenn Sie weniger kaufen, also Geld sparen, schaden Sie nur der Konjunktur
    8. Wenn Sie Ihr Geld ausgeben, ist es nicht weg, sondern nur auf einem anderen Konto
    9. Bargeld ist nur bedrucktes Papier, das die Banken sich bei der Zentralbank leihen
    10. Mit jedem Kredit entsteht eine Bankeinlage in der Höhe der Kreditsumme
    11. Diese Bankeinlage muss niemand vorher sparen, sie entsteht durch Buchung
    12. Die Bankeinlage auf dem Konto ist die Gegenbuchung zur Kreditforderung
    13. Die neu geschaffene Einlage kann der Kunde nach seinem Belieben verwenden
    14. Wird das Geld bar ausgezahlt, hat die Bank praktisch eine Einlage der Zentralbank
    15. Wird Geld bar eingezahlt, geht es zurück zur Zentralbank in die Papierpresse
    16. Bargeld ist für die Zentralbank wertlos, weil es da eine Forderung an sich selbst ist
    17. Die Barauszahlung sämtlicher Bankeinlagen an die Kunden ist grundsätzlich möglich
    18. Bargeld ist eine unverzinste Forderung zur Gutschrift bei der Bank oder Zentralbank

    wieter hier
    http://keynesianer.blogspot.com/2010/10/nochmal-zur-geldschopfung.html

  3. hallo Jörg Buschbeck,

    vielen dank für deine antwort – als unternehmer.
    ehrlich gesagt, mir wäre eine antwort als mensch, bürger, steuerzahler, vater, sohn,… oder so ehrlich gesagt lieber gewesen, weil etwas weniger klientelbehaftet, jedenfalls mehr am allgemeinwohl orientiert. du verstehst? unternehmen leisten ohne frage ihren beitrag zum allgemeinwohl, aber geld ist nicht nur für unternehmer da und auch nicht nur aus dieser perspektive zu betrachten. und der freie markt kann auch nicht alles unpersönliche, unmenschliche aus der welt herausregeln, meine ich. deshalb interessiert mich vornehmlich der aspekt MENSCH.

    und warum sollen ‚kreditbeamte‘ nichts riskieren können/wollen? und was eigentlich riskieren – die SOLLEN das zum wohle aller steuern, der persönliche faktor (der mut etwas zu riskieren) ist in meiner vorstellung von beamten (o.ä.) nicht gefragt.

    andere frage: wie kriegen wir aus dem ganzen hunger nach veränderung (guter titel: global change) eine GEMEINSAME bewegung (kritische masse) hin?

    herzliche grüße, alex

  4. hi alex,

    Geld ist kausal Kredit – ein Kreditnehmer verspricht spätere Leistung, mit diesem Leistungsanspruch kann man zahlen oder Ihn halt sammeln(Sparen). Geld ohne späteres Leistungsversprechen
    hätte also gar keinen Wert, deshalb Geld = Kredit.

    Und jetzt sollen diese Kredite von einer Kreditbehörde, von Kreditbeamten die nichts riskieren wollen, vergeben werden?

    Jedes Ding hat sein Maß, den Privatbanken muss die staatliche Haftung entzogen und auch die Pfänderüberdeckung vorgeschrieben werden – aber Kreditbehörde, da sag ich Dir als Unternehmer –
    NEIN-DANKE-BITTE-NICHT 🙂

    Grüße, Jörg

  5. hallo zusammen, der film gefällt mir von der machart sehr gut, aber…

    meinem bisherigen verständnis nach sind die banken als privatwirtschaftliche unternehmen doch der eine teil des problems. in eurem modell würden die banken so wie bisher nicht weiterexistieren können, denn sie wären ja nur noch für den geldumlauf zuständig.
    warum also nicht gleich staatliche banken?

    als ein anderer wesentlicher teil des problems gilt zudem die exponentialfunktion des zinssystem, von welchem bisher ebenfalls nur die banken profitieren, woran euer modell wohl auch nix ändert.

    und ein weiterer faktor des übels, der ebenfalls bei den banken angesiedelt ist und dessen erträge ebenfalls dort abgeschöpft werden ist die geldschöpfung über kreditvergabe selbst.
    würde das geld unabhängig geschöpft werden (durch aufträge der öffentlichen hand in den kreislauf kommen), müsste sich das gemeinwesen nicht verschulden und hätte gleichzeitig ein steuerungsinstrument um de-und inflation wirksam vorbeugen zu können [stichwort: MONETATIVE].

    wie denkt ihr darüber?
    viele grüsse, alex

    als anregung

Und was denkst Du so?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s