noa bank-Bashing durch Spiegel Online (Blick Log)

Wer diesen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass der Blick Log den Newcomern im Bankbereich eine relativ zu ihrem Geschäftsvolumen hohe Aufmerksamkeit entgegenbringt. Das liegt vor allem daran, dass ich als ehemaliger Banker der Überzeugung bin, dass sich auch im Wettbewerb der Banken noch viel mehr tun muss. Und ein Weg dazu sind innovative Vertriebsansätze und Produkte. Institute, die moderne und spannende Ansätze verfolgen sind die häufig erwähnten Häuser noabank, Fidor Bank und Smava.

Ich weiß heute nicht, ob ihre Geschäftsmodelle allesamt aufgehen. Ich weiß aber, dass alle stark wachsen und mittlerweile die Aufmerksamkeit der etablierten Institute erwecken. Ich habe bei verschiedensten Gelegenheiten die Leiter aller drei Häuser persönlich kennen lernen dürfen. Sowohl Alexander Artopé (Geschäftsführer Smava), Matthias Kröner (Vorstand Fidor) und auch Francois Jozic (Gründer noa bank) machen auf mich einen hoch engagierten, sehr professionellen und von ihren Ideen tief überzeugten Eindruck. Sie stecken alle viel Herzblut, Zeit und Geld in ihre Visionen einer neuen Form des Bankings.

Mir ist aber schon seit Monaten klar, dass es früher oder später zu einer Auseinandersetzung mit der etablierten Finanzwelt (Zitat Kröner: ““Ablehnen, kritisieren, nachmachen”) kommen muss. Francois Jozic hatte das bereits vor einigen Wochen angedeutet. Aber auch Smava und Fidor mussten sich bereits Angriffe des “Establishments” gefallen lassen. Neue Ideen werden zwar in Sonntagsreden immer gefordert, aber im Alltag nicht gern gesehen.

Gestern hat Spiegel Online einen, wie ich finde, sehr heftigen Angriff auf die noa bank gefahren unter dem Titel: “Noa in der Kritik – “Grüne” Bank mit dubiosen Gründern”. Inhaltlich hat sich bereits Lothar Lochmaier, der in Deutschland wohl beste Kenner der neuen Banken, in zwei Blogbeiträgen mit dem Spiegel Artikel zur noa bank befasst (siehe “Noa Bank: Spiegel Online setzt zum Angriff an” und Noa Bank: Wie verdient das Finanzinstitut eigentlich sein Geld?). Für diese deutlich differenziertere Sichtweise interessieren sich aber weder FTD noch Süddeutsche, die beide unkritisch die Inhalte des Spiegel Beitrags übernehmen.
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