Ramsch-Anleihen als Sicherheit für EZB-Kredite

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung in den letzten Tagen meldete, werden nun auch die praktisch wertlosen griechischen Anleihen als Sicherheit für Zentralbankgeld angenommen.

Das ist vergleichbar damit, dass ich beim Finanzamt meine Steuern mit einigen Schuldtiteln gegen Kunden bezahlen könnte, aus deren Insolvenzmasse aber die auf meinen Rechnungen genannten Summen nie gezahlt werden können. Das Finanzamt aber ist schlauer als die EZB, denn das Finanzamt lässt sich auf so einen „Kuhhandel“ (leider) nicht ein.

Ab jetzt könnte man tatsächlich von der Geldschöpfung aus dem Nichts reden, ja sogar fast von der Finanzkapitalschöpfung aus dem Nichts. Aber natürlich gilt das nur für die Geschäftsbank, die dieses Geschäft macht. Im gleichen Zuge nimmt mittelfristig das Kapital aller anderen an Wert ab. Denn es wird nichts wirklich geschöpft, sondern nur umverteilt.

Insofern ist es auch eine völlig andere Situation als viele Geldsystemkritiker (z.B. Prof. Senf und Prof. Huber) als Ursache der Krise sehen. Die Geldschöpfung aus dem Nichts ist eine Folge der Krise, nicht deren Ursache.

1 Kommentar zu „Ramsch-Anleihen als Sicherheit für EZB-Kredite“

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