Neue Fälle von schwerem Missbrauch von ökonomischen Glaubensgemeinschaften gedeckt – schwäbische Hausfrauen unter Verdacht

Im Zusammenhang mit der Eurokrise sind schwäbische Hausfrauen und auch Millionen globaler Guthabenhalter unter Verdacht des schweren Zahlungsmittelmissbrauchs geraten.

„Die Missbrauchshandlungen laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Dabei werden Zahlungsmittel auf Guthabenkonten missbräuchlich als Wertaufbewahrungsmittel blockiert,statt die Einnahmeüberschüsse nachfragend in Sachwerte zu investieren. Aufgrund der Unentbehrlichkeit des Zahlungsmittelumlaufs für die Volkswirtschaft wird bei Zahlungsmittelblockade deren Neuproduktion erzwungen. Da diese Neuproduktion in der volkswirtschaftlichen Praxis aber die Kreditaufnahme ist, geraten wegen heute fehlenden Kreditbedarfs solventer privatwirtschaftlicher Kreditnehmer nun die Staatsfinanzen in die zwangsweise Überschuldung.“ so Jörg Buschbeck, Vorstand des Global Change 2009 e.V.

„Eine international konfliktträchtige Missbrauchsvariante wird dabei in Deutschland und China praktiziert. Dabei werden über Exportüberschüsse ausländischen Zahlungsmittel zu Missbrauchszwecken nach Deutschland und China entführt. Eine weitere Neuproduktion stößt nun aufgrund globaler Überschuldung aber an Ihre Grenzen. Es droht ein wirtschaftlicher Kreislaufkollaps und der Missbrauchsskandal ist kaum länger unter der Decke halten.“

Der erste Schritt ist laut Buschbeck die Aufklärung zum Zahlungsmittelmissbrauch. Schwäbische Hausfrauen haben in ersten Befragungen keinerlei Schuldbewusstsein erkennen lassen. „Jährliches Guthabenwachstum ein Problem? Aber dies machen doch fast alle Schwaben so? Und außerdem hat uns die Kanzlerin erst kürzlich als Vorbild für das Wirtschaften in der ganzen Welt gelobt

Die Kanzlerin gibt sich auf Nachfrage ahnungslos: „Keiner meiner Ökonomen hat mir je gesagt, dass permanenter Guthabenaufbau die Verschuldung erzwingt.

Die Ökonomen geben erstaunliche Auskünfte: „Der kausale Zusammenhang von Guthabenwachstum und Schuldenwachstum ist uns zwar theoretisch bekannt, jedoch praktisch nicht bewusst. Über dieses Tabuthema denkt und spricht man einfach nicht.*

Der Mantel des Schweigens innerhalb der von der Realität entkoppelten ökonomischen Glaubensgemeinschaften ist also die tiefere Ursache des Zahlungsmittelmissbrauchs. Die Konfession der Keynesianer hat zusätzlich der hemmungslosen staatlichen Neuverschuldung zur Vertuschung des Missbrauchs das Wort geredet. Die ökonomischen Glaubensgemeinschaften der Neoklassiker und Monetaristen haben den Guthabenaufbau in Ihrer Gemeinde sogar als förderlich für die wirtschaftliche Entwicklung dargestellt.
Die Erfahrungen der letzten friedlichen Revolution in Deutschland zeigen Auslachen als gute Strategie für den Umgang mit überlebten Personen mit beschränktem Denkvermögen. Alle Ökonomen, die über das Schuldenproblem fabulieren, aber das Guthabenproblem und einfachste saldenmechanische Zusammenhänge nicht sehen können, gehören schleunigst weggelacht, bevor Sie noch weiteren Schaden anrichten.

*diese Aussagen sind fiktiv

31 Kommentare zu „Neue Fälle von schwerem Missbrauch von ökonomischen Glaubensgemeinschaften gedeckt – schwäbische Hausfrauen unter Verdacht“

  1. => … und zwar weil du ganz offensichtlich noch immer KEIN vernünftiges Buch über Geldtheorie gelesen hast !

    klar – bin ein Volldepp weil ich immer noch selber denke und nur auf die Fakten schau 🙂

    Ich bin aber jederzeit sachlichen Argumenten zugänglich, aber (Halb)Götter fordern ja Glauben an Heilige Schriften. 🙂

    Und dann ist die Lechner-Bibel auch noch ausverkauft bei Amazon

  2. Oooohhh MAAAaannnn ! Onkel OttooOooo !!

    du schreibst:

    „Ist Keynes oder Krugman der Depp oder eher die Leute welche heute immer noch einen Multiplikator zwischen ZUSÄTZLICHER Zentralbankgeldmenge und Kreditvergabe vermuten?“

    => … ganz ehrlich, in diesem Fall bist DU der „Depp“ !!!

    => … und zwar weil du ganz offensichtlich noch immer KEIN vernünftiges Buch über Geldtheorie gelesen hast !

    ===> … denn GENAU diesen Punkt, das keynesianische „Versagen der expansiven GeldPol.“, die sogenannte „Liquifalle“, haben Keynes und alle seine Jünger NIE verstanden, sondern gehen einfach völlig unreflektiert zur Forderung nach Kommunismus/Faschismus über. Genau dieser Punkt wird aber von den Ösis präzise und ausführlich erklärt.

    => … du musst einfach mal ein Buch darüber lesen. Ehrlich. Ich schwör’s dir !

    Tip: Lechner „Währungspolitik“, Kapitel 5.

    ===> LIESS
    ===> ein
    ===> BUuuuUCH !!!

    Gruss,
    ~ HG ~

  3. danke MNB-habs geflickt – und sehr gute Geldanlage, wer Stützel verstanden hat kann Wirtschaft berechnen statt nur Vermutungen anzustellen, auch wenn es immer nur ex-post-Betrachtungen sind.

    Das wäre mal ein „post-mortum“- Nobelpreisträger – geht so was?

  4. der link in „…aber das Guthabenproblem und einfachste saldenmechanische Zusammenhänge nicht sehen können…“ ist tot

    buch liegt aber inzwischen aufm nachttisch. trotz happiger 49+3 euronen

    gruss

  5. Zur Entlastung der Konfession der Keynesianer möchte ich vorbringen, dass die hemmungslose staatliche Neuverschuldung weniger zur Vertuschung des Problems dienen soll, als vielmehr zur realen Entwertung der Geldvermögen.

    Es ist selbstverständlich besser, schon lange vorher mit niedrigen Zinsen die Geldvermögensbildung zu begrenzen. Aber es gibt da ein weiteres Problem.

    Kapitalprofite können nämlich nur im Umfang des realen Wachstums einer Wirtschaft zuzüglich der Konsumausgaben der Kapitaleigner entstehen. Ganz einfach gesagt: Kapitalisten sind damit nicht zufrieden, das ist denen zu wenig!

    Daher setzen die Kapitalisten es durch, dass „Stabilitätspolitik“ betrieben wird. Dann können sie nämlich zusätzlich zu ihrem Sachvermögen noch Geldvermögen bilden, was die Profite erst einmal gewaltig steigen lässt.

    Jedenfalls so lange, bis die Blase der Geldvermögen platzt. An dem Punkt sind wir gerade.

  6. Danke, Jörg.
    Bei Dir oder über Dich kann man einiges lernen.
    Auch das Dokument zum Bankensystem der Bundesbank hat mir weitergeholfen.
    Von Gesell wusste ich auch nichts.

  7. Nicht verzagen – wiki fragen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geldverm%C3%B6gen

    exakte aktuelle Zahlen bekommst Du garantiert auf der Webseite der Bundesbank – auch die Problematik des inländischen Zuvielsparens ist beim Statistischen Bundesamt in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung festgehalten.

    Auf diesem Narrenschiff schaut nur kein lügender Kapitän oder betrunkener Steuerman mehr in die Bord-Bücher. :o) :o(

    SOS SOS SOS

  8. Hallo Jörg,

    der Punkt ob in der BRD 4600 Mrd gehortet werden oder nur 460 Mrd scheint mir schon wichtig.

    Wo hast Du denn die Zahl 640 Mrd her?

    Danke und Gruß,
    Geppetto

  9. @David
    ja, das hortbare Bargeld ist das einzige Problem, bei Abschaffung könnte die Staatsnachfrage runter und die Banken würden die nicht gebrauchten Einlagen mit Minuszinsen wegschicken, wenn die Zentralbank die Überschuss-Salden(Zentralbankgeld)auch negativ verzinst.

    Anleihen würden im Kurs aufwerten – Kredite zu Minuszinsen geht gar nicht – notfalls eine Kreditsteuer für das BGE drauf. Nullzinskredite für die Wirtschaft sind schlecht – da die Zinsen ja auch mal wieder steigen können und dann die Kredite platzen.

  10. Sinken denn die Zinsen derzeit nur deswegen noch nicht auf Null, weil die Zentralbanken sie künstlich „hoch“ halten… oder was ist der Grund?

    Müsste man denn „nur“ hortungsgeschütztes Bargeld einführen, und die Zinsen würden aufgrund der Krisensituation alsbald unter Null fallen?

    Und Griechenland würde dann von seinen Gläubigern dicke Kohle für seine Schuldenberge einkassieren…. oder wie ist das mit Schulden bei negativem Zinsstand…?

  11. Liebe Leute,

    hat evtl. jemand

    a) diesen Artikel in der heutigen FAZ gelesen — und kann einmal in verständlichen Worten ausdrücken, was T. Mayer dort von sich gegeben hat;

    und ist es möglich,

    b) den alternativen Lösungsweg darzustellen, der durch den Ansatz von GC-09 (für die von T. Mayer dort diskutierte Problematik) eröffnet würde — sofern ein solcher Lösungsweg existiert?

    Vielen Dank schonmal
    Grüße David.P

  12. Hallo Jörg,

    8 Tsd pro Bürger habe ich geschätzt, weil es in Bayern lt. einem Artikel um die 9 Tsd sind.

    4600 Mrd sind ein Geldvermögen von 58 Tsd pro Bürger: kann das stimmen?

    Viele Grüße,
    Geppetto

  13. Ja richtig Herr Hönnig, ich gehe übrigens für ein „Idealsystem“ davon aus, dass der negative Gleichgewichtszins nominal so hoch wie das Produktivitätswachstum sein müsste. Aber diese Rechnerei unterschätzt die moralische Wirkung negativer Zinsen, warscheinlich reicht schon ein kurzzeitiger Minuszins und die theoretische Möglichkeit für ausreichende Investition auch bei kleinen Renditen. Grüße

  14. Statt „Bei Gleichgewichtszinsen um den Nullpunkt .. “ würde ich formulieren:

    „Wenn die Gleichgewichtszinsen erreicht würden …“

    Denn dass Gleichgewichtszinsen prinzipbedingt „um Null“ liegen müssen, hat noch niemand bewiesen. Wichtig ist, dass sie auch erreichbar sind, wenn sie mal 150 Jahre lang bei -8% lägen.

  15. Guter Artikel!

    Würde der deutsche Staat die 640 Mrd privater Sparguthaben einziehen, dann säße er auf nur 1160 Mrd Schulden, statt den aktuellen 1800 Mrd.
    In ca. 10 Jahren würde dann der aktuelle Stand von 1800 Mrd wieder erreicht sein.

    Würden alle deutschen Sparer ihre 8000,- Guthaben ausgeben, dann fände ein Koniunkturschubst statt.

    Nee, Moment!

    Hält der Sparer sein Guthaben beim Staat, dann ist dieser einfach nur pleite, und der Sparer würde auch in diesem Fall sein Guthaben gar nicht in BarG umwandeln können.

    Richtig oder falsch?

    1. lieber Geppetto,

      wo hast Du den diese Zahlen her?

      die privaten Geldvermögen sind wohl so um die 4 600 Milliarden.

      Es reicht auch völlig wenn der Staat künftig keine Überschusssalden an Sparleistung mehr ausgleichen muss. Bei Gleichgewichtszinsen um den Nullpunkt sind die bestehenden Staatsschulden grad egal.

      Nur die immer von „Rückzahlen der Schulden“ schwätzen, sollten bitte auch an das „Rückzahlen der Guthaben“ denken.

      Grüße, Jörg

  16. @DavidP
    hatten Sie die „Patentidee“ unten überhaupt gesehen?
    In der bisher fehlenden „Stand der Technik Analyse“ und der „Beschreibung“, könnte man doch schön
    beschreiben um dann bei den Ansprüchen präzise zu werden?

    Danke für eine Rückmeldung dazu – JB

  17. Hallo David,

    ich bitte aber zu beachten, dass beides wichtig ist. Die Freiwirte – die unserer Analyse und Lösungsidee sehr nahe sind (aber unserer Meinung nach eben doch knapp daneben), haben es 100 Jahre lang verpasst (oder sich gar geweigert), ihre Kritik und Lösung in die Worte der Ökonomen zu verpacken. Mit welchem Erfolg, kann man leicht sehen: Unter Ökonomen sind die Freiwirte nur Spinner.

    Davon abgesehen, ist der Vorgang eine Erfindung in ein Patent zu formulieren meinem Eindruck nach eher das Gegenteil von Vereinfachung. Ich habe selbst mehrere Patente initiiert und beim Kontrolllesen der Patentschriften jedesmal gedacht: Schon erstaunlich, wie umständlich (aber eben präzise) man solche Trivialitäten ausdrücken kann. 😉

    Alles Gute wünscht
    … Michael

  18. Hammer! Weiter so — jetzt hab ich zum ersten Mal ansatzweise das Kernproblem verstanden. Das ist genau die geeignete Sprache, der Masse die Sache richtig beizubringen.

    Du wirst allerdings wohl gemerkt haben, dass es viel schwieriger ist und viel länger dauert, einen SOLCHEN Artikel wie den obigen zu schreiben, als dasselbe in den originären ökonomischen Begriffen zu erläutern. Geht mir jeden Tag so, wenn ich eine Erfindungsmeldung erfolgreich in eine Patentanmeldung „übersetzen“ soll…

    Nur eine winzige Bitte: Den Text unbedingt vollkommen sarkasmusfrei halten! Sobald der Laie/Leser auch nur eine Spur von Sarkasmus erkennt, schließt er nämlich sofort darauf, dass der Verfasser selbst von der Aussichtslosigkeit seiner Ansätze ausgeht! Kleiner psychologischer Trick.

    Denn vollkommen wertungsfreie Texte sind vorliegend am ehesten geeignet, wie eine Bombe einzuschlagen. Schließlich ist hier schlicht der „Inhalt selbst“ Bombe genug — auch ohne jede Ausschmückung.

    Viele Grüße David.P

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