WARUM man sich auf einen Schutz vor HORTEN für Bargeld freuen sollte?

weil es auch ein Schutz vor dem MORDEN ist, weil man MEHR NETTO bekommt und…

1.Hortungsschutz und Gleichgewichtszins erspart uns den kapitalistischen „Klassiker“ in der Deflation die „Umlaufsicherung“ durch Krieg bzw. einen Bürgerkrieg nach einem Crash

2. Hortungsschutz und Gleichgewichtszins durchbricht das „Gefangenendilemma der Deflation – wer investiert verliert – da keiner investiert verlieren alle“.
Ein „deflationsfestes Finanzsystem“ erspart große Verluste bei Sparanlagen und Investitionen.

3. MEHR NETTOkaufkraft Ihres Einkommens und Ihrer Guthaben.
tendenziell noch niedrigere Zinsen als heute bedeuten:
weniger Steuern – da weniger Zinsen auf Staatsschulden gezahlt werden müssen
höhere Kaufkraft durch weniger Zins und Renditeanteile in den Preisen und Mieten.
höhere Kaufkraft von Einkommen und Sparanlagen durch entfallendes Inflationsziel von 2%

Realzins versus Nominalzins – der Realzins bestimmt die Kaufkraft Ihrer Ersparnisse!
Schwundgeld ist heute – in der Misswirtschaft des Kapitalsozialismus hattenen wir wohl seit Euroeinführung negative Realzinsen mit echtem Kaufkraftverlust.
In der „entstörten Marktwirtschaft“ gibt es mal negative Nominalzinsen bei Deflation –
aber minus 2% Zinsen bedeuten z.B. bei 2% Deflationsrate auch Kaufkraftstabilität der Sparguthaben!

Die drohenden Minuszinsen zahlt ja auch kaum jemand – für Kleinsparer bis z.B. 20.000 Euro könnte man noch einen Freibetrag machen. Und was darüber hinaus übrig ist, wird halt investiert. Es geht ja nicht darum, den Leuten was wegzunehmen, sondern das große Geld in die Investition zu bringen. Diese Investitionen könnten auch als WERTGELD verbrieft werden, um mit Gewinn auf größere Anschaffungen zu sparen

Also ist das Sanktionieren des Hortens identisch mit der Sanktionierung des Mordens – so wie kaum jemand wegen Mord im Knast sitzt -so zahlt auch kaum jemand Hortungsschutzgebühren auf Bargeld oder Guthaben.

Es gibt überhaupt keine Verlierer durch den Hortungsschutz, auch wenn der Bauch erst einmal grummelt,
Selbst die Superreichen, mit netto stark sinkenden Kapitaleinkünften, profitieren durch den Erhalt von Frieden und Wohlstand sowie das Durchbrechen des deflationären Gefangenendilemmas bei den Vermögenspreisen. Es gibt eine neue „Friedensdividente“ und einen enormen Wohlstandsgewinn aus Abschaffung der ganzen Fehlallokationen des jetzigen Systems.

8 Kommentare zu „WARUM man sich auf einen Schutz vor HORTEN für Bargeld freuen sollte?“

  1. hallo Johannes,

    macht man doch schon lange so, aber dies hat ja gerade mit dem zweiteren – notleidende Verschuldung zu tun.

    Inflationserwartung/Übernachfrage = Verschuldungspläne > Geld-Sparpläne + Tilgungen bereinigt um Exportsalden

    Für Deutschland bedeutet diese Formel > 20% VE Neuschuldnerbedarf – 8% VE derzeit nicht durch private Verschuldungspläne abgedeckt.

    Da sich die Politik da aber nicht zu einem sauberen Weg = mehr Staatsschulden und mehr Staatsausgaben entschließen kann, dann müßte man ja dem Wähler erstmal Staatsschulden als positiv erklären, fördert man lieber „schlechte“ Verschuldung des Auslands etc.

    Ich arbeite aber gerade an einem Beitrag, wie man die privaten Sparpläne ohne das auch beim Normalbürger verhasste Gesell-Geld senkt.

    Dazu bräuchte man n.m.E. eine Schuldenautomatik exakt am Nullzinspunkt, einen Grundeinkommenszuschlag im Deflationsfall

    Der Großteil eines Grundeinkommens muss natürlich aus Steuern finanziert werden, ein von einer monetativen
    Staatsgewalt festgelegter Staatsschulden-Zuschlag bei Unternachfrage, könnte aber n.m.E. das fehlende Marktsignal des negativen Zinses ganz gut ersetzen.

    Bei Übernachfrage(Inflation) könnte diese Schuld durch Kürzung des
    steuerfinanzierten Grundeinkommens zurückgeführt werden.

    So könnte eine Nullzinssteuerung mittels Grundeinkommenszuschlag bzw. malus die alte Zinssteuerung des Geldmarktes ersetzen, Nullzins ohne Gesell-geld, welches ich nach unendlichen SCHEIN-Diskussionen für nicht konsensfähig halte.

    siehe auch
    http://finanzcrash.com/forum/read.php?1,90072,90104#msg-90104

  2. Ich habe noch zwei Fragen zu den Ansatz.

    Warum kann man nicht einfach die Inflation (oder Inflationserwartung) erhöhen um diesen Effekt zu erreichen. Das wäre zwar keine vom Markt gesteuerte Lösung, aber besser als nichts.

    Und zweitens, selbst wenn man es schafft Sparer mit negativen Zinsen zum investieren zu bewegen, sehe ich noch nicht wie dass Vermögenswertblasen und sonstige Fehlinvestitionen verhindert. Solange es AAA bewertete „Papiere“ gibt, welche hohe Renditen abwerfen, warum sollte man da in Windräder investieren?

    Viele Grüße,
    Johannes

  3. Nein David,

    mir kann man nicht zu nahe treten, bin froh wenn sich mal jemand mit mir abgibt. 🙂

    Und ich freu mich auch, wenn mal jemand sieht wie ich gerade hier racker. Geht aber auch darum, in nächster Zeit mal wieder etwas mehr für meine 4 Firmen zu tun, deshalb habe ich jetzt auch mal den Überblick fertiggestellt, in der Hoffnung, dass mal „irgendwer“ außer Dir, „irgendwas“ von den Grundlagen begreift.

    Danke und liebe Grüße, Jörg

  4. Stimmt Jörg,

    > das Problem ist nicht die Hortung, sondern deren Erwartung!

    Ja das ist mir inzwischen glasklar geworden (uff, immerhin etwas).

    Was anderes dämmert mir allerdings nun auch, und deshalb mach ich mir jetzt nämlich Sorgen dass Du Dich übernimmst mit einem geradezu titanischen Aufgabenportfolio! Es steht mir zwar nicht zu, aber ich wage zu erahnen, dass Du nicht nur gerade dabei bist, die gesamte (theoretische) Ökonomie, und zwar zum ersten Mal in der Geschichte, von A bis Z auf die solidesten Füße zu stellen. Nein, damit nicht genug, Du baust auch noch ein detailliertes, glasklares Modell für eine sustainable economy (welches erstmals NICHT einen sog. „Neuen Menschen“, und damit ein totalitäres System, benötigt). So, als würde das nicht schon mal reichen so als zeitraubendes „kleines“ Hobby, außerdem lässt Du es dir nicht nehmen, Dich einigen destruktiven Pickelgesichtern, Entschuldigung wollte sagen feinsinnigen kritischen Denkern, im Gelben Forum persönlich und exklusiv unermüdlich und immer wieder tagelang zu widmen, anstatt in großen Vortragssäälen abzuräumen, wo m.E nämlich zukünftig unbedingt Dein Platz sein muss.

    Aber immer noch nicht genug, nun stellst Du an Dein Werk zudem auch noch den geradezu übermenschlichen Anspruch, dass es nicht nur von Frau Merkel verstehbar sein soll, sondern dass es uns alle tatsächlich (unter kompletter Auslassung des G.O.) vollkommen sanft „hinüberführt“ in jene bessere Welt.

    Gerade und ausgerechnet letzterer Anspruch allerdings erfordert wiederum zwingend (bitte korrigiere mich) die (vorübergehend) negativen Zinsen auf unseren Sparkonten. Gut, ist eigentlich auch klar, denn das Geld ist tatsächlich ja heute schon weg, nur hat es noch keiner gemerkt. Nun führt aber alleine die Erwähnung von „Negative Zinsen auf der Spaßkasse für alle!“ unweigerlich zum Klappe-zu-Effekt nicht nur bei Herrschaften wie Eichelburg und Merkel, sondern auch bei 99% aller anderen Mitmenschen, inklusive der durchaus exklusiven und man sollte meinen aufgeklärten Leserschaft des Gelben Forums.

    Daher (und da wir, wenn nicht den globalen G.O., so doch demnächst zumindest wohl die eine oder andere „Walterreform“ erleben werden, die uns die notwendigen negativen Sparzinsen somit vielleicht schon „ersparen“ wird) – sollte man sich nicht vielleicht zunächst auf die vollkommen stimmige Beschreibung der Gleichgewichtsökonomie NACHHER beschränken – in der negative Zinsen ja eben gerade NICHT mehr notwendig sind, sondern in der einzig das kleine Hardwareupdate bei den bunten Zetteln gemacht werden muss…? Erstmal DAMIT diesen schwedischen Sprengstoffpokal abräumen, und dann schauen, ob man die negativen Spaßzinsen, ähm Sparzinsen überhaupt noch groß einführen muss? Wär das nicht eine Herangehensweise?

    Entschuldige bitte vielmals den länglichen Sermon, ich hatte mal wieder keine Zeit mich kürzer zu fassen. Sollte ich Dir mit Teilen des Obigen zu nahe getreten sein, entschuldige ich mich ebenfalls schon an dieser Stelle dafür, genauso wie für meine sicherlich sträflich vereinfachte Darstellung der Zusammenhänge.

    LG David

  5. ja David,

    Du hast recht, das system würde sich bei ca Nullzins für risikolose Sparanlagen stabilsieren, das fast jede Investition mehr als Null erwirtschaftet.

    NUR, um dahin zu kommen, müssen die Erwartungen passen, und da jetzt keine saubere Regelung definiert ist, kommen wir nicht dahin.

    Wie auch hier beschrieben, dass Problem ist nicht die Hortung, sondern deren Erwartung!
    http://www.global-change-2009.com/blog/wirtschaftskrise/2010/05/

    Siehe Keynes, die Erwartungen bestimmen alles

  6. Lieber Jörg,

    > es ist so schröckelich, wir bräuchten Minuszinsen auch auf Konten

    …ja schon, aber doch nur in der Krise, um rückwärts wieder den Hang runterzukommen anstatt jenseits abzustürzen? Doch nicht nachher, im stabilen System?

    LG David

  7. Hallo David,

    nein, es ist so schröckelich, wir bräuchten Minuszinsen auch auf Konten.

    Da wir eben gar keine freiwilligen und solventen Kreditnehmer mehr haben. Deutschland spart auf Konten 200Mrd. über seine Verhältnisse.

    Dass ist ja gerade das Problem. Dass dies selbst Freiwirte falsch sehen, liegt daran, dass das Say’sche Theorem die Theorie ist, und Buschis Theorem die Praxis:

    http://www.global-change-2009.com/blog/die-unternachfrage-des-ratsels-losung/2010/09/

    Ich bin aber auch ein ganzes Stück weg von nominalen Minuszinsen, eben weil Sie emotional nicht ausgehalten werden.
    Und denke eher darüber nach, wie man auch die ZinsERWARTUNGEN bei knapp über Null halten kann, dann würde auch genügend privat investiert. Weil die Erwartungen und nicht das aktuelle Zinsniveau die Investitionen bestimmt.

  8. Vielleicht habe ich es überlesen, aber ich finde bisher noch keine klare Aussage darüber, ob es ausreicht, Demurrage ausschließlich auf das Bargeld zu erheben, und alles andere (insbesondere der Gleichgewichtszins) ergibt sich dann weitgehend von selber — da so die Flucht ins Bargeld bei drohender Deflation ausgeregelt wird.

    Die Gegner des Freigelds oder der Umlaufsicherung werden ja immer ganz wild, weil sie meinen, man wolle ihnen nicht nur den Sparstrumpf madig machen, sondern auch den Zins auf ihrem Sparkonto bei der Kreissparkasse ins Minus drehen.

    Ich verstehe die Sache bisher aber so, dass bereits die Umlaufgebühr ausschließlich aufs Bargeld dazu führt, dass die Fantasiezinsen aus Ackermanns Spielcasino (unter Wegfall des Mindestzinses/Risikozuschlags) auf die Höhe des Wachstums der Realwirtschaft zurückgeführt werden können, da die Kredite dann vorzugsweise wieder in die Realwirtschaft fließen.

    Letzteres gilt doch aber auch für das Geld auf dem Sparkonto, das ja dort nicht liegt, sondern beispielsweise an die Realwirtschaft verliehen wird. Wieso brauche ich dann einen Hortungsfreibetrag für den Privatsparer? Das Geld wird doch sowieso nicht in bar gehortet, sondern eben auf die Bank getragen, die es ebenfalls nicht hortet, sondern als Investitionsgüterkredit vergibt?

    LG
    David.P

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