WARUM gibt es Finanzkrise und Wirtschaftskrise?


weil es heute hortbares Bar-Geld gibt. Dadurch müssen die Einkommen nicht unbedingt die Produkte und Leistungen kaufen, aus deren Vorfinanzierung diese entstanden sind.

Dies mag auf den ersten Blick überhaupt nicht plausibel erscheinen, wer hortet heute Bares? WARUM sollte hortbares Bargeld also die Ursache der Wirtschaftskrisen sein?

Das Problem ist nicht, dass heute massiv Bargeld gehortet wird, sondern dass man Bargeld massiv horten KÖNNTE.

Die Zusammenhänge sind also etwas komplexer – also hangeln wir uns mal die Kausalkette lang:

Wir brauchen immer Inflation – weil wir die Deflation wegen dem hortbarem Bargeld wissentlich NICHT mit Geldpolitik im Griff haben.

Inflation = Übernachfrage = Verschuldungswachstum* > Nachfrageverzicht der Einkommen
Deflation = Unternachfrage = Verschuldungswachstum* < Nachfrageverzicht der Einkommen

Inflation können wir mit geldpolitischen Mitteln regeln – das Verschuldungswachstum kann mit Zinserhöhungen und Begrenzungen bei der Notenbankgeldmenge reduziert werden.

Deflation können wir heute NICHT mit geldpolitischen Mitteln regeln. Unter Null können die Guthabenzinsen mit hortbarem Bargeld nicht absinken. Und eine Ausweitung der Notenbankgeldmenge führt im Krisenfall nicht mehr zu einer Ausweitung der nachfragenden Kreditvergabe. Dies weil nicht die Notenbankgeldmenge, sondern die Verfügbarkeit freiwilliger Schuldner mit Pfand, dann das Nadelöhr der Kreditnachfrage ist.

Ohne Eingreifen des Staates ist die Deflation das Spielende des Systems, die Kredite platzen, eine immer stärkere Abwärtsspirale landet in Crash und Krieg. Deshalb greift der Staat jetzt als „Retter“ ein, er verschuldet sich und startet Konjunktur- oder Kriegsprogramme, bis er mangels Kreditwürdigkeit von seine Notenbank mittels Druckerpresse „gerettet“ muss.

Unser Finanzsystem ist deshalb heute vergleichbar mit einem Auto, was nur ein Gaspedal, aber keine Bremse hat.
Es kann den Schuldenberg nur aufwärts fahren und es kann auf diesem Berg auch nicht anhalten. Deshalb wird heute immer vom Wachstum gesprochen, starkes Schuldenwachstum zur Aufrechterhaltung der Inflation wird in Wahrheit gebraucht. Aber so genau will es der Bürger ja zum Glück der Wachstumsbeschwörer nicht wissen.

Heute denken viele, wir haben die Krisen, weil so viele Schulden gemacht wurden. Dass ist schon richtig, aber WARUM wurden so viel Schulden gemacht? Weil wir die Deflation nicht mit Geldpolitik regeln können! Weil wir den Nachfrageverzicht nicht über negative Guthabenzinsen in die Selbstinvestition lenken können. Weil wir deshalb immer versuchen müssen, das System über starkes Verschuldungswachstum im „Inflationsmodus“ zu halten.

Hortbares Bargeld – steht also am Anfang der Kausalkette von Verschuldungszwang und Krisen
Nachzulesen auch bei Ex-Bundesbank-Vorstand Prof. Ottmar Issing

Nichthortbares Bargeld würde die Regelung der Deflation ermöglichen. Wir könnten auf dem Schuldenberg anhalten und wir könnten vom Schuldenberg in unwirtlicher Höhe sogar langsam wieder bis in den grünen Bereich herunter fahren. Ohne Bremse droht unserem Wirtschaftswagen dagegen die ungebremste Fahrt über die eisige Klippe.

Krise hin und Verschuldung her? Ihnen dreht es schon bei dem Gedanken an befristetes Bargeld und potentielle Minuszinsen den Magen um? Hier steht, warum der Hortungsschutz Ihrem Bauch genauso gut tut wie Ihrem Vermögen.

ansonsten siehe bitte auch die Handlungsoptionen hier

*mit Verschuldungswachstum meinen wir den Kreditsaldo freiwilliger solventer Schuldner – Lustschulden – keine Frustschulden

29 Kommentare zu „WARUM gibt es Finanzkrise und Wirtschaftskrise?“

  1. Ja Michel, den Irrtum haben wohl die meisten Deutschen – die Hyperinflation war 1923 – die Deflation mit ihrer explodierenden Arbeitslosigkeit als Wegbereiter der Extremisten ab 1929.

  2. @ Jörg Buschbeck

    Du schreibst: „die letzte Deflation ist die Ursache, dass weder mein Vater noch meine Mutter Ihren Vater je kennengelernt haben, u.u.“

    Ich verstehe nur Bahnhof: Ich dachte bisher immer, dass es die Hyper-INflation war, die Hitler an die Macht gebracht hat und keine DEflation. Bitte klär mich in Geschichte auf, oder hast Du die Begriffe vertauscht?

  3. Achso, daher weht der Wind. Ich bedauere wirklich sehr, dass deine Familie diesen Verlust erleiden musste. Trotzdem ist an deren Tod der Krieg Schuld – nicht das Geld. Nun kann man darüber diskutieren, ob der Krieg aus rein materiellen oder eher idiellen Gründen ausbrach. Insbesondere für D tendiere ich zu der letzteren Variante. Den auch einem Menschen wie AH muss klar gewesen sein, dass Kriegsproduktion für eine Volkswirtschaft nicht nachhaltig ist. Seine Bestreben war doch eher der sozialistische Gedanke der Subsistenzwirtschaft für jede deutsche Familie. Darum brauchte man fruchtbares Land – vornehmlich in Osteuropa bis zum Ural. Alle anderen Aktionen (Frankreich, Afrika usw.) waren doch aus rein wirtschaflichen Gründen unnütz. Was uns zu der Frage bringt: Ist Deflation = Kriegsgefahr? Es soll ja Menschen geben, die glauben, dass ohne Fiatgeld keine Kriege finanzierbar sind….

  4. Lieber Daniel,

    die letzte Deflation ist die Ursache, dass weder mein Vater noch meine Mutter Ihren Vater je kennengelernt haben, u.u.

    Ich hätte aber gar nichts gegen eine Deflation, wenn wir vorher ein Geldsystem einführen, was deflationsfest ist, MArktwirtschaft ist aus meiner Sicht naturdeflationär, Ihr Betrieb im Inflationsmodus eine durch das Hortgeld erzwungen vergewaltigte Krücke. Keiner hat hier auch was gegen das Sparen, es sollte nur eben eine Anregung zur Selbstinvestition geben, wenn die solventen Fremdinvestoren aus sind.

    Grüße

  5. @ Jörg

    Warum muss in Euren Systemvorstellungen immer alles regel- und beherrschbar sein? Warum scheut Ihr die Deflation und liebt die Inflation. Inflation ist doch nichts anderes als Diebstahl durch geldentwertung. Warum lassen wir nicht einfach auch deflationäre Tendenzen zu, während denen sich Überkapazitäten am Markt abbauen können? Ich halte das Horten von Bargeld für genauso legitim wie das Anlegen von Vorräten. Wenn ich mir Geld zur Seite lege, weil ich befürchte im Alter ohne Versorgung dazu stehen, dann ist das wesentlich weitsichtiger als alles zu verkonsumieren und dann auf den staatlichen Raub zu hoffen… ganz ehrlich: Euere Visionen sind nicht alltagstauglich.

  6. @Dieter,

    Ja, aber 🙂

    das Halten von Sachwerten ist ein Risiko gegen merkelgarantierte Schuldscheine. Und in einer Deflation gibt es einen garantierten Wertverlust von Sachwerten.

    Deshalb brauchen wir zuerst erstmal ein monetäres Mittel gegen Deflation – entweder mögliche Minuszinsen oder eben einen dosierten geregelten Hubschraubereinsatz like Heli-Ben.

    Dessen Erwartung verhindert nach dem 3. regulärem Start künftig die Hortung. Hubschraubererwartung schlägt Deflationserwartung.

  7. Wenn man bei Mises nachschaut, dann wird dort dem sachwertgestützten Gelde im Sytem einer wettbewerblichen Geld- Ordnung eine interessante Zukunft bescheinigt. Nachzulesen unter http://www.parteidervernunft.de. Da hier verschiedentlich auf Adam Smith Bezug genommen wird, darf ich hier 2 Zitate von ihm aufzeigen, die sowohl mit den marktwirtschaftlichen Marktmechanismen in Kombination mit unseren Verhaltens-mechanismen deutlich den Weg aufzeigen der zu Prosperität und Wohlstand führt. Aus seinem Buch „The Wealth of Nations“
    „Don’t try to do good, let good emerge as a byproduct of selfishness“ (Versuchen wir das Gute nicht zu tun, sondern lassen wir es so ganz nebenbei durch die Eigennutzorientierung der Menschen entstehen)
    „Consumption is the sole end and purpose of all production“ (Konsum ist das Ende und der Grund einer jedweden Produktion)
    Unter diesen Maximen könnte Global Change verwirklicht werden; hin zum freien Austausch von Waren Gütern, Dienstleistungen und Menschen: grenzenlos.

  8. @Jens
    Geld ist kein Ding -also ist es immer ein „Nichts“ wenn man die stoffliche Betrachtung wählt.

    Geld soll ein verbindlicher Leistungsanspruch sein, also muss es eine verbindliche Leistungsschuld geben, die hoffentlich in Pfänder vollstreckbar ist – die Banken sind nur böse, wenn Sie Kredite eben nicht vollstreckbar vergeben. Dass man dies zugelassen hat, liegt nachweislich am Überangebot an Sparvermögen.

    Die Zusammenhänge von hortbarem Bargeld und Giral sind im Beitrag mit Kausalkette erläutert. Für die fehlende Nachfrage ist es erstmal egal wie der Nachfrageverzicht(Guthabenausweitung) dokumentiert wird.

  9. Es ist nicht das hortbare Bargeld, sondern die GELDSCHÖPFUNG aus dem NICHTS durch private Banken gegen eine begrenzte Menge an Sicherheiten bzw. Ressourcen, welche diese Gauner im Überschuldungsfall ein zu kassieren wünschen.

    Es ist schon richtig, das Geld nicht hortbar sein darf, dies bezieht sich jedoch nicht auf die im Vergleich zur Gesamtmenge verschwindend geringe Menge an Bargeld.
    Das digitale Geld welches für Phantasieprodukte und Wetten der Finanzindustrie herhalten muss anstatt für Waren und Dienstleistungen den Besitzer zu wechseln ist die wahre Ursache.

  10. lieber Herr Ahlers,

    Öko-Horterschutzbehauptungen – kommt eher selten. 🙂

    Also eine Geldreform, wo man danach auch Deflation regeln kann, ist der beste und einzige Weg, genau aus diesem Wachstumszwang herauszukommen. Er speist sich heute nämlich aus genau dieser Unmöglichkeit der Deflationsbeherschung. Die Wirtschaft muss real wachsen, damit neue Kredite zum Hortungsausgleich genommen werden.

    Im übrigen bitte immer zwischen realem Wachstum und nominalen Wachstum(in Geldzahlen) unterscheiden. Wenn Sie dank Minuszinsen lieber verbriefte amerikanische Jetzt-Miet-Wohnungen kaufen, dann steigen die Dinger nominal im Wert, müssen aber real nicht neu gebaut werden.

    Aber wenn Sie ein richtiger Öko sein wollen – dann reduzieren Sie bitte Ihr vorfinanziertes Einkommen – dann platzt auch eben diese Finanzierung nicht, wenn Sie gar keinen Nachfragebedarf in Höhe Ihres Einkommens haben – ansonsten ist auch das Hochkaufen bestehender Sachwerte eine Alternative.

    Es geht hier und mir aber eh nicht um persönliche Schuldzuweisung oder Anstiftung zu altruistischen Handlungen. Entscheident ist, dass die Rahmenbedingungen und Spielregeln per Saldo zu einer ökonomisch und ökologisch stabilen Gesellschaft führen.

    liebe Grüße, Jörg Buschbeck

  11. @Der Sachse
    „…aber so kenn ich dich.“

    Nanu – woher kennen wir uns?

    „…müssen wir die Gier als grundlegende Eigenschaft akzeptieren.“

    Kann sein :(. An mir selbst kann ichs zwar nicht recht nachvollziehen – ich gehöre ja eher zu denen, die sich des Nachfrageverzichtes schuldig machen, aber global siehts tatsächlich so aus.

    Jo, ich glaub das provoziert mich an diesem Konzept: Dass wenn man nichts mehr braucht, dass man dann des Nachfrageverzichts beschuldigt wird, als sei das unsozial.

    Dahinter steckt ja auch der Wahnsinn vom unendlichen Wirtschaftswachstum – und das ist leider logisch, ökologisch, biologisch, evolutionsgeschichtlich und letztlich auch physikalisch unmöglich: alles ist iwann ausgewachsen.

    Unbestreitbar werden Gier und deren Folge „WirtschaftswachstumWahnsinn“ in der nächsten Zeit die Menschheit vom Planeten räumen.
    Es sieht sogar sehr danach aus, dass der Prozeß bereits unumkehrbar eingeleitet ist – ich meine den CO2-Wert der Athmosphäre, der ca. 30fach über dem gesamt-erdgeschichtlichen Maximum liegt. Betrachtet man die Korrelation von Hitzeperioden und CO2-Gehalt, kommt man kaum umhin, eine 2-stellige globale Temperaturerwärmung zu erwarten.

    „Welches System könnte für dich besser sein?“
    Naja – ich bin auf der Öko-Schiene. Vom WirtschaftswachstumsWahnsinn muß man wegkommen, weil das bedeutet direkt Umweltzerstörung und Ressourcenvernichtung.
    Mist – ich muß weg

  12. Lieber Jörg Buschbeck,

    wenn es darum geht Herrn Ahlers zu überzeugen,nicht zu überreden, dann könnte es hilfreich sein, auf die entsprechenden Thesen vom Prof. Senf hinzuweisen? So es die gibt. Weiß ich aber nicht.

    VG
    aus Mitteldeutschland

  13. @Sachse

    es geht natürlich immer um den Saldo – wird per Saldo der Wirtschaftsubjekte mehr Vermögen in Sachwerten gehalten sinken die Schulden – umgekehrt dito.

    zu den Veränderungen
    ein BGE kannst Du freilich auch nur in Deutschland einführen – einen umlaufgesichrten Euro sicher nicht.

    Wenn es große Veränderungen gibt, dann wohl eh nur über Eskalation der lage -und die sind dann wohl tatsächlich global.

    Der GC -Film aus 09 baut ja auch auf dem Szenario des Bankenruns auf und wollte Anregungen für eine friedliche Wende am Tiefpunkt der Entwicklung geben.

    lG, Jörg

  14. @Hr.Ahlers
    1) Wieso macht der Staat Schulden, wenn ich 100000 euro auf dem Konto habe, aber nicht, wenn ich ebenso viel als Gold im Keller zu liegen habe?

    Wenn Sie einen Nachfrageverzicht aus Einkommen über 10.000 Euro auf dem Konto dokumentieren, dann muss diesen Nachfrageverzicht
    von jemand anderem ausgeglichen werden. Wenn Sie Gold kaufen,
    gibt es keinen Nachfrageverzicht durch Sie.

    Die Nachfrage nach Schuldscheinen(Sparen, Horten) erzwingt deren Neuproduktion – ansonsten ist Wirtschaftsinfarkt. Können Sie jetzt bald schön in Griechenland und anderen Ländern beobachten, wo man die Produktion der Schuldscheine staatlicherseits einschränken möchte/muss – das gibt bald einen hübschen Knall. Kommt wieder völlig überraschend und war absolut nicht vorhersehbar.

    2) Wäre es ebenso dienlich, wenn ich mir wertpapiere kaufe, die mir einen gewissen Goldbesitz bescheinigen?

    Alles was als „Sammlerobjekt“ Sachwerte und keine Schulden dokumentiert verhindert Verschuldung – deshalb auch meine Idee mit dem WERTGELD = Kreditfreie verbriefte und damit liquide Sachwerte für den Sparer.

    Unterschied zu Fonds ist der Verzicht auf Kredithebel -der in guten Zeiten zwar die Rendite hebt – in schlechten das Eigenkapital aber auffrisst.

    3) Ja, an welche Parteien hätte Sie so gedacht?

    Die dürfen Sie erst noch gründen 🙂

    Sparer Für Staatsverschuldung

    SFS – Partei der schwäbisch keynesianischen Hausfrauen.
    Slogan – Alle Macht den Hortern. 🙂

    Grüße JB
    Im übrigen, wenn Sie das Thema wirklich interessiert – die Webseite ist voller Erläuterungen. Stützels Saldenmechanik
    hätten wir zu bieten wenn es jemand mit Titel (Ex-Wirtschaftsweiser) sein soll.

    http://www.global-change-2009.com/blog/2-2-4wirtschaftsweiser-wolfgang-stutzel-hat-es-lange-vor-global-change-erkannt/2010/05/

  15. Ich noch mal:

    Sag mal Jörg, glaubst du, dass man so etwas in einer für die Welt wichtigen Volkswirtschaft separat einführen könnte?
    Sagen wir mal….in Deuschland. Freiwillig werden das die Herren der Schloßallee natürlich nicht zulassen. Aber es könnten sich da so notwendig Situationen ergeben.

    @all
    Wenn ich mir ein Monoplyspiel nehme, wie müßte ich die Regeln verändern, um im neuen System zu spielen? Geht das?

    VG

  16. PS:
    Und natürlich geht das nur mit BGE oder wie man das auch immer nennt.

    Der Staat zwingt mich ja heute Geld zu Horten, da er die Menschen in ständiger Angst hält. z. B. erschafft er die Angst vor Altersarmut

    Das müßte ja nicht so sein. Man könnte natürlich jedem eine gesetzl. Rente zahlen, die auch seiner Lebensleistung entspricht. Heute schon. Aber das ist nicht gewollt. Lieber subventioniert man die Private Versicherungswertschaft aus Steuermitteln ( Riester und Rürup ) Man hätte das doch auch in die gesetzl. Rentenkasse stecken können. Leider wären diese Gelder und das private Sparvermögen damit nicht direkt an die Finanzmärkte gelangt.
    Auch Subventionen wirken asozial, gesellschaftszerstötend, weil diese ja aus dem Steueraufkommen finanziert werden und die Menschen unfreier machen.

    VG

    Aus Sachsen

  17. @jörg,
    „wenn Sie Goldbarren kaufen investieren Sie in Sachwerte – dann wird alles gut. Sie geben damit die Blockierung von Schuldtilgungsmitteln auf.“

    Hallo Jörg, du meinst natürlich nicht im derzeitigen System. Ich war eben etwas verwirrt. Jetzt würde ja nur das Geld den Besitzer wechseln und dieser könnte es dann horten.

    Es ist etwas schwierig komplett in die andere Welt umzuschalten. Manchmal beim Nachdenken weiß ich dann gar nicht mehr ob ich Weibchen oder Männchen bin. Gedankenpudding!
    Aber es wird besser.

    @ Eckhard Ahlers,
    „Wenn ich das richtig verstanden habe, scheint es mir kolossaler Blödsinn.“

    Vorsicht mit solchen Bewertungen, aber so kenn ich dich. Hast du vielleicht tatsächlich was falsch verstanden?

    Da der Mensch der Maßstab aller Dinge ist, müssen wir die Gier als grundlegende Eigenschaft akzeptieren. In ALLEN Ausprägungen. Die Frage ist, in welchem System kann die extreme Ausprägung am Besten gesteuert werden, da diese sonst gesellschaftszerstörend wirkt? Also asozial.
    Es gibt ja auch die Wissbegier! Eine sehr positive Eigenschaft übrigens.

    Eine perfekte Finanzordnung wird es nie geben. Das kann max. als höchstes Ziel stehen, aber nie erreicht werden.

    Die hier diskutierten Vorschläge sind aber schon mehr als brauchbar.

    Frage an Eckhard:

    Welches System könnte für dich besser sein? Das jetztige doch wohl kaum.

    VG aus Sachsen

    Hallo Jörg, die Banknotenaufkleber kommen gut an. Besonders bei Selbständigen.
    Kommentar unseres Fleischers:“ Genau, das Geld muß wandern, vom einen zum andern!“ 🙂

  18. ups – da scheint was mit der Website nicht hinzuhauen – ich probiers nochmal.
    Also meine Fragen waren:
    1) Wieso macht der Staat Schulden, wenn ich 100000 euro auf dem Konto habe, aber nicht, wenn ich ebenso viel als Gold im Keller zu liegen habe?
    2) Wäre es ebenso dienlich, wenn ich mir wertpapiere kaufe, die mir einen gewissen Goldbesitz bescheinigen?
    3) Ja, an welche Parteien hätte Sie so gedacht?

  19. Hui, da mussich jetzt aber schwer drüber nachdenken.
    >>wenn Sie Goldbarren kaufen investieren Sie in Sachwerte – dann wird alles gut. Sie geben damit die Blockierung von Schuldtilgungsmitteln auf.<>Alternativ macht der Staat Schulden für Ihre Horterei -so wirds halt werden.<>wählen Sie einfach Parteien, welche versprechen die Schuldenbremse wieder aus dem Grundgesetz bringen. <<
    wusste ich gar nicht, dass im Grundgesetz eine Schuldenbremse enthalten ist – an welche Parteien hätten Sie so gedacht?

  20. @Peter

    danke,

    bei der Kreditvergabe entstehen die vorfinanzierten Einkommen, auch die Zinseinkommen. Und die müssen halt wieder nachfragen, nicht unbedingt Konsumprodukte, es dürfen auch Sachwerte sein.

    Was von den vorfinanzierten Einkommen nicht nachfragt erzwingt Neuverschuldung – Zinseinkommen haben da keine Sonderrolle – warum auch?

    Das Zinseinkommen ist eine Einkommensart wie andere auch.
    Moralisch oder nicht kann man gut streiten – mit der Neuverschuldung hat aber nur der Nachfrageverzicht aller Einkommen zu tun.

    lG, Jörg

  21. Hallo,

    die eigentliche Ursache der Krise ist ja Ihrer Meinung nach nicht der „fehlende Zins“, sondern, daß dieser nicht negativ werden kann, und so zum Konsum zwingt.

    Alles Papier-Geld, welches in die Welt kommt, wird doch aber ausschließlich gegen Kredit ausgegeben, wogegen will man es denn auch sonst überlassen ( Geld = Schuld ).
    Kredit bedeutet Zinsen, die bei der Kreditvergabe nicht mit entstanden sind.
    Neue Verschuldung ist erforderlich = Schneeballsystem.
    Wieso „fehlt“ der Zins nicht ?

    Hochachtung übrigens für Ihre geleistete Arbeit hier und beste Grüße
    aus Sachsen-Anhalt.

  22. @Allers

    danke für Ihren ehrlichen Anmerkungen,

    wenn Sie Goldbarren kaufen investieren Sie in Sachwerte – dann wird alles gut. Sie geben damit die Blockierung von Schuldtilgungsmitteln auf.

    Alternativ macht der Staat Schulden für Ihre Horterei -so wirds halt werden. Also hören Sie bitte wenigstens als Verursacher damit auf, über Staatsschulden zu meckern – wählen Sie einfach Parteien, welche versprechen die Schuldenbremse wieder aus dem Grundgesetz bringen.

    danke JB
    PS
    eine negative Nachfrageverzichtsprämie ist kein Zwang sondern einfach der aktuelle Marktpreis für Nachfrageverzicht. Aber ich bin Demokrat -also Staatsschulden ahoi bis die Horter mal alle gestorben sind.

  23. Wenn ich das richtig verstanden habe, scheint es mir kolossaler Blödsinn.

    Angenommen, Bargeld verfällt. Dann könnte man im Deflationsfall negative Zinsen einführen, und meine NachfrageBereitschaft erzwingen, da ich meinen Konto-Besitz ja nicht mehr als Bargeld unters Kopfkissen packen kann – habe ich das Konzept richtig verstanden?

    Wie wollt ihr verhindern, dass ich dann Goldbarren im Keller stapel?

    Ich **verabscheue** es, zu Konsum gezwungen zu werden – denkt euch was anderes aus!!

  24. Hallo,

    warum verstehen es so viele Menschen nicht? Warum interessiert es niemanden? Weil man im täglichen Leben nicht damit konfrontiert wird. Die Medien und Politiker und machen einen großen Bogen um das Thema. Aufklärung ist das A und O.
    Ich lese regelmäßig diesen Blog, habe mich aber bisher wie Viele nicht zu Wort gemeldet. Wir stehen hinter dem Projekt! Es dauert nur noch eine Weile bis jeder Unterstützer aktiv wird.

    Beste Grüße.

  25. Gratulation Jörg,

    der nach m.E. wohl bester Beitrag hier, alles auf`n Punkt gebracht!
    Doch wie weiter, Artikel auf den Rücken tätowieren und ab in´s Strandbad ?

    Nee es bleibt dabei, 99% der Menschen verstehen nichts davon und wollen auch es auch nicht.
    Gesell hatte Glück und musste seine „Prophezeiung“ nicht mehr miterleben und das wünsche ich dir, euch, uns auch.
    Resignation ?
    Ja klar!

  26. Das mit dem Bargeld wäre leicht zu lösen aber dann dürfte das digitale Geld nur noch sehr begrenzt in Bargeld eingetauscht werden, zuzüglich eines Negativzinses.

  27. Geld kann man nicht essen, auch gibt es zu wenig Wärme ab, wenn man es verheizt!
    Das Leben richtet sich ausschließlich nach den Naturgesetzen.

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