Heute FAZ kaufen – „Das Janusgesicht der Staatsschulden“ – Blogger dazu


NEU – Nachdenkseiten zum Artikel und den FAZ-Lesern 🙂
Weissgarnix-Blog zum Artikel

auf Seite 12 – ist komplett „unser Reden“ von Carl Christian von Weizsäcker. Solange die Nullgrenze bei den Zinsen besteht, müssen wir Staatsschulden machen statt zu Sparen, ansonsten kommt die Depression.

Auszüge:
„Denn die Nominalzinsen können nicht unter Null fallen. Für das vorhandene hohe Kapitalangebot sehe ich daher keine spürbare Aufnahmefähigkeit in der Güterproduktion.“

„Staatliches Schuldenmachen verdrängt private Investitionen in Deutschland NICHT.“

„Der allseitige Wettlauf um die Reduktion der Defizite könnte in einer Depression enden.“

Und ja, die Staatsschulden sind unsere privaten Vermögen – wer hätte dies gedacht.
Da gibt es doch tatsächlich noch eine Habenseite zum Soll.

Einleitung:
„Staatsschulden sind zugleich privates Vermögen. Beide Seiten des Phänomens sind zu beachten, wenn es um den optimalen Haushalt geht. Bei niedrigen Realzinsen und hohen Exportüberschüssen ist ein Abbau der Staatsschulden die falsche Politik.“

die FAZ hat mich erhört und der Artikel ist nun frei zugänglich – Danke FAZ

„und Sie dreht sich doch“

die Reaktion der Leser? sehr negative Meinungen überwiegen –
also doch lieber Minuszinsen auf Sparvermögen?
oder wollt Ihr „Grosse Depression“ und Krieg?

16 Kommentare zu „Heute FAZ kaufen – „Das Janusgesicht der Staatsschulden“ – Blogger dazu“

  1. @ → Hans
    09 Juni, 2010 um 08:38 Uhr

    → Zitat: Ich kann mir allerdings trotzdem nur schwer vorstellen, dass das 100%ig anonym sein soll bzw. dass es da keine Schlupflöcher für unliebsame Spione geben soll.
    —/-

    Das Risiko des Missbrauchs wird dadurch minimiert das das Geld nur noch sehr schwer verlustlos geparkt werden kann, eben in langfristigen Anlagen.
    Um dann an verhältnismäßig kleine Summen zu kommen müßten unliebsame Spione einen ungeheuren technischen Aufwand treiben, das steht einfach in keinem Verhältnis.

    Das Risiko mit physisch vorhandenem Geld betrogen zu werden dürfte deutlich höher sein.

    Gegen das Virtuelle Portmonee spricht einzig der Ehrlichkeitsfaktor, denn mit der Anonymität bleibt auch die Kriminalität und das gilt es abzuwägen, denn Kriminalität verursacht nicht nur primär einen ordentlichen Schaden, sondern sie kostet auch sekundär nämlich in der Bekämpfung ne Menge Geld.
    Der marktwirtschaftliche Aspekt, nämlich der gläserne Verbraucher, müßte in dem Fall unter freiwirtschaftlichen Produktionsbedingungen betrachtet werden, denn die unterscheiden sich doch von den kapitalistischen ganz erheblich.
    Da ist es vielleicht einerseits in Umweltpolitischer Hinsicht von Vorteil, Vorlieben u. Gewohnheiten des Verbrauchers zu kennen, aber auf der anderen Seite würde eine Nachfrage hochwertiger individueller Güter überhaupt kein Raster zwecks Gewinnmaximierung mehr zulassen.
    Für jemanden der unter kapitalistischen Bedingungen, durchautomatisiert Massenmüll produziert, sieht das freilich ganz anders aus.

  2. Zu Geldkarten gehören Schattenkonten, über die (ggf. erst bei der nächsten Kontaktaufnahme mit einem Server) gebucht wird. Allenfalls Zwischenschritte sind also nur auf den Karten selbst, im Endeffekt aber wird jede Buchung auf zentralen Servern gespeichert.

    Man weiß zumindest, wem die Schattenkontonummer ursprünglich zugeteilt wurde. Theoretisch könnte man natürlich Geldkarten handeln und damit die Spur verwischen. Aber wir kennen ja unsere Regierungen und Gerichte, die würden dann den ursprünglichen Inhaber der Mitstörerhaftung bezichtigen, falls doch damit Schindluder betrieben wird.

    Deshalb bin ich auch gegen die völlige Abschaffung von Bargeld, die Entwicklung in Schweden könnte aber dennoch interessant sein.

  3. @ Andreas Zeist

    Danke für die Info mit dem virtuellen Portmonee!

    „Im Supermarkt am Scanner ist dein Konto nicht mehr im Spiel…“

    Ich kann mir allerdings trotzdem nur schwer vorstellen, dass das 100%ig anonym sein soll bzw. dass es da keine Schlupflöcher für unliebsame Spione geben soll.

  4. Noch wäre es möglich einen großen Teil der Vermögen, der Lebensleistung, vieler Leute zu retten, indem man nämlich Bargeld und Sichtguthaben mit einer Demurrage (Liegegebühr) beaufschlagt und so das Kapital unter Angebotsdruck setzt.
    Schulden sind völlig unkritisch, jedenfalls wenn der Zins der Wirtschaftsleistung entspricht, gefährlich sind die Guthaben und die müssen abgebaut werden, alles andere ist kalter Kaffee das BGE zu oberst.

  5. → Zitat: Hans
    08 Juni, 2010 um 22:30 Uhr

    Inwiefern soll ein virtuelles Portmonee anonym sein? —/-

    Weil du es am Geldautomaten aufladen mußt und nur dann kommuniziert es mit deinem Konto.
    Im Supermarkt am Scanner ist dein Konto nicht mehr im Spiel und wenn dein Portmonee geklaut wird ist auch nur das weg was drin war.

    Du lädst das Ding also und dein Guthaben wird bis zum Scanner weiter mit der Umlaufsicherung beaufschlagt.
    Das ist die einzige Möglichkeit das Bargeld unter Angebotsdruck zu setzen, alles andere wäre viel zu aufwändig.

    Natürlich hast du Recht wenn du sagst das der Interneteinkauf meine Anonymität eh kippt, jedoch unterliegt die Entscheidung einen solchen Anonymitätsverlust hinzunehmen, meinem freien Willen und das ist nicht der Fall, wenn ich gezwungen werde mit meiner Kreditkarte einzukaufen.

    → Zitat: Ob ich nun zu 75% (mit Bargeld) oder 100% (ohne Bargeld) gläsern bin, wäre mir persönlich wirklich schon egal.—/-

    Mir nicht
    Die Bank muß nicht wissen wie viel Kohle ich bei den Pflasterschwalben gelassen habe und die Bank muß auch nicht wissen von was ich den Installateur bezahlt habe.
    Stell dir mal vor du bekommst von deinem alten Herrn regelmäßig ne ansehnliche Subvention und jedes Mal hat das Arbeitsamt davon Kenntnis.

  6. Kurzer Nachtrag: Einen Chip würde ich mir allerdings unter keinen Umständen freiwillig einpflanzen lassen (wie das vielleicht so manchem Mitglied der sogenannten Elite vorschwebt).

    Und für die Abschaffung des Bargeldes wäre ich natürlich nur, wenn das mit der Einführung von Negativzinsen verbunden wäre.

  7. @ Andreas Zeist

    Inwiefern soll ein virtuelles Portmonee anonym sein?

    Anonym sind wir außerdem jetzt auch schon nicht mehr wirklich – der Internethandel wird in Zukunft sicher noch mehr an Bedeutung gewinnen.
    Der gläserne Mensch sind wir im Prinzip schon heute, da sollte man sich keine Illusion machen (außer man verzichtet freiwillig auf Internet und Handy).
    Ob ich nun zu 75% (mit Bargeld) oder 100% (ohne Bargeld) gläsern bin, wäre mir persönlich wirklich schon egal.

  8. @ -> Michael Hönnig
    08 Juni, 2010 um 17:26 Uhr

    Die Schweden müssen jetzt einen Schritt weiter gehen u. Sichtguthaben u. Bargeld mit einer Demurrage belegen.
    Karte statt cash ist aber Käse weil nicht anonym.
    Es muß ein virtuelles Portmonee sein, aufladbar am Geldautomaten, welches die Umlaufsicherung weiter berechnet.
    Ein solches würde auch kriminellen Handlungen weitestgehend standhalten.

  9. Höchst erfreulich — wenn auch vorläufig noch zu befürchten, dass kaum maßgebliche Akteure den Artikel a) lesen b) verstehen c) die richtigen Schlüsse daraus ziehen werden.

    Ich glaube, die Zeit ist reif für eine konzertierte Aktion der deutschen „Intellektuellen“ — mit ganzseitigen Anzeigen in allen Zeitungen, Unterschriftenlisten, Petitionen, Verfassungsklagen usw……

    Dummerweise habe ich wegen des Zinsdrucks kaum mehr Zeit für irgendwas neben der Arbeit….

    Kleiner Scherz, ganz so schlimm ist es NOCH nicht.

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