Super Thomas – und nun noch die Frage WARUM

Thomas Strobl, WEISSGARNIX entdramatisiert heute wieder die Staatsschulden.

Nun wäre aber die Akzeptanz der wachsenden Staatsschulden viel höher, wenn wir dem Bürger auch mal deutlich verraten würden, wozu wir diese komischen Staatsschulden eigentlich unbedingt brauchen.

Dr. Flassbeck hat es hier getan

und hier Richard Koo aus japanischer Sicht

Dann könnte der Bürger entscheiden, ob er lieber die Ursache der Verschuldung abstellen will, oder doch die wachsenden Staatsschulden akzeptieren.

siehe dazu auch die Staatsschuldenformel

Der Staat muss mit seinen Schulden das monetäre Sparen der Bürger ausgleichen, da unsere Wirtschaft nun mal durch Finanzierung aus Abschreibungen per Saldo keinen Verschuldungsbedarf mehr hat.

Es gilt der Stützel Satz:
Größenmechanik:
„Der Netto-Kreditbedarf der Unternehmer zur Aufrechterhaltung der Liquiditätskonstanz ist in jeder empirischen Wirtschaft stets genau gleich den Einnahmeüberschüssen der Nichtunternehmer.“

Wenn aber die Unternehmer gar keinen Kreditbedarf für Investitionen haben, dann werden Sie zu Zwangsinvestoren in Ihren Lagerbestand.
Investitionsstopp, Mitarbeiterabbau, Angstsparen, platzende Kredite, extreme Pleitewelle eine Kettenreaktion des Zusammenbruchs kommt in Gang. Dann kommen politische Extremisten an’s Ruder – es knallt und zwar wieder richtig.

8 Kommentare zu „Super Thomas – und nun noch die Frage WARUM“

  1. Ja Jacob,

    Ware raus – Exportüberschuss

    Geld rein – geht an die monetären Sparer

    Geld wieder raus – als Kredit der Banken der Sparer

    Kredite platzen jetzt – wegen Systemfehler
    http://www.global-change-2009.com/blog/der-systemfehler-in-einem-satz-schulden-haben-einen-ruckzahltermin-guthaben-nicht/2010/06/

    Geld noch mal raus als Staatsschulden für Rettungspakete/Transferunion

    also sind die Exportüberschüsse die verdeckten Staatsschulden – das Schlimme gegen staatliche Investition im Inland =
    Ausland pleite – Ware auch noch weg (Geschenk)

    http://www.global-change-2009.com/blog/unhaltbare-leistungsbilanzen-vom-wirtschaftsquerschussblog/2010/06/

  2. Die deutschen Ersparnisse werden nicht gehortet, sondern fließen zum Teil ins Ausland ab. Das liegt einerseits an der höheren Verzinsung in kapitalarmen Ländern, aber anderseits an dem Bedürfnis leitender Landesbanker, zum „Global Player“ zu werden.
    Die EZB hat seit der Euro-Einführung die Geldumlaufmenge schneller wachsen lassen, als dieses aufgrund der Bargeldnachfrage notwendig gewesen wäre.

    Das Geld wird entweder durch Kreditvergabe an Geschäftsbanken oder durch Nutzung des Zentralbankgewinns für europäische Staatsausgaben in Umlauf gebracht.

  3. Nix bediehnen, NIX Zinsen!

    Zinsen kann man mit QE auf Null drücken – oder hubertsches Vollgeld drucken -so what

    Wozu für erzwungene Staatsschulden was zahlen?

    Im Wirtschaftskreislauf fehlen die 8% monetäre Ersparnis der schwäbischen Hausfrauen als Nachfragelücke – kann man nicht laufen lassen, sonst kommt das Spielende.

    Also haben wir es ohne Guthabenbremse mit staatlicher Zwangsnachfrage zu tun – Tilgen kann man die nicht jederzeit – sondern erst wenn die lieben Guthabenhalter halt mal irgendwann Ihre Guthaben zurückzahlen möchten. Ob dies in 3Jahren oder in 300 Jahren ist – WEISSAUCHNIX -alles ist besser als Krieg und schlechter als Guthabenbegrenzung.

    siehe hier
    http://www.global-change-2009.com/blog/der-systemfehler-in-einem-satz-schulden-haben-einen-ruckzahltermin-guthaben-nicht/2010/06/

    und nein auweia – es ist immer alles ausgeglichen aber:

    1. Geld-Sparen ERMÖGLICHT Verschuldung Dritter
    und
    2. Geld-Sparen ERZWINGT Verschuldung Dritter.

    Der erste Fall ist NACH dem Krieg – der zweite Fall ist VOR dem Krieg.

  4. na und wie bedient der Staat seine wachsenden Schulden. Mit Abgaben- und Steuererhöhungen und Leistungskürzungen. Das muss man den Bürgern auch sagen. Am Ende müsste der Staatshaushalt aus 100% Schuldendienst bestehen.

  5. Sparen, ein Muss. – Wir müssen sparen! – Endlich: die Schuldenbremse!

    Ins Grundgesetz gehört, dass jedes Jahr zehn Prozent weniger Regen auf uns fällt. Bis 2016. Dann sind wir sahariert. Und eine Schuldenbremse gehört ins Gesetz. Wie, die ist schon drin? Dann sind wir laut Agenda 2016 auch saniert.

    Wer erklärt es mir bitte?! – Die Summe alles Hergestellten und Ge(dienst)leisteten hat einen Gesamtpreis. Darin enthalten sind alle Bruttolöhne und -gehälter, alle Eigentümer- und Unternehmergewinne, Finanzmittel für die Unternehmensentwicklung (Investitionen) sowie selbstverständlich alle Steuern, die auf Gewinne, Produkte und Leistungen der Unternehmen gelegt sind. Anders geht die Kalkulation des einzelnen Unternehmens nicht auf.

    Das Staatswesen finanziert sich aus Abgaben und Steuern. Dass es ebenfalls Löhne, Gehälter, dazu Renten zahlt, fällt in der Gesamtrechnung nicht ins Gewicht, denn alles entstammt seinem Ursprung nach der beschriebenen Kalkulation der Preise.

    Bis hierher ist stimmig, dass die Summe aller Einkünfte der Summe aller Preise gleich ist.

    Unter Zuhilfenahme von zwei der vier Grundrechenarten wird aber ersichtlich, dass die Rechnung nicht mehr aufgeht, wenn irgendjemand Geld spart. Die Summe der Unternehmensgewinne, Löhne und gezahlten Steuern kann, wenn Geld gespart wird, nie, nimmer und niemals so groß sein wie die Summe der Preise alles dessen, was geleistet und hergestellt worden ist. Der Betrag des gesparten fehlt. Auf dem Markt bleibt etwas liegen. Viele würden es gern nach Hause tragen, haben aber nicht das Geld.

    Fakt aber ist: Unternehmer, auch Arbeitnehmer sparen. Üppig verdienende „legen an“, um anonym an den Quellen von Gewinn, Rendite, Profit zu partizipieren.

    Wie geht das? Wie bleibt die Rechnung so, dass sie einen Kreislauf abbildet? Man braucht dazu zusätzliches Geld aus dem Nichts. Es entsteht mit dem aus der Bank gezauberten Kredit. Der Staat, der Unternehmer, du und ich können es haben. Der Unternehmer, wenn er eine gute Bilanz präsentieren kann, du und ich, wenn wir eine adäquate Gehaltsbescheinigung vorweisen. Wir können das aus dem Nichts entstandene Geld leihen, vorausgesetzt, dass wir nach Ablauf der Leihfrist mehr zurückbezahlen.

    Der Staat muss es leihen, da er über Transfers und Investitionen den nicht gekauften Leistungsrest vom Markt räumen muss. Seine Steuereinnahmen (die ja nur aus Löhnen und Gewinnen stammen) reichen dazu nicht aus.

    So werden die Leistungen und die Herstellungen eine Zeitlang immer umfangreicher und das Verliehene aus dem Nichts wird immer mehr. Das Geschuldete selbstverständlich auch, und zwar bis auf die Kommastelle gleich. Bis endlich die Schuldenbremse bremst.

    Die Schuldenbremse ist die fehlende Gehalts- und Schufa-Bescheinigung für dich und mich, der faule Bilanztrick für den schlaflosen Unternehmer und es ist der Bundestagsabgeordnete, der den Arm hebt für „Ja“, besser „Jawoll“, am besten „Hurra, wir müssen sparen!“

    Von nun an wird gespart und gebremst. Und wenn auch das Gesetz mit den zehn Prozent weniger Regen nicht funktioniert, kann es gut sein, dass die Karre samt gebremsten Rädern im Schlamm zu versinken droht. Inmitten dieses Festivals der Ökonomie fuchteln die führenden Gurus mit gottgefälligem Halleluja und absurden Aufschwungprognosen, die immer verwirrter anmuten, und langsam versteht man zumindest, dass da nichts zu verstehen ist.

    Für das Sichtbarmachen des Aufschwungs der Zinseszinskurve, die daraus entsteht, dass ständig mehr zurückzuzahlen ist als geliehen, braucht man die dritte Grundrechenart und ein gewisses Verständnis für finanzakrobatisches Seiltanzen, wie es einst ein gewisser Charles A. Ponzi vorgeführt hat.

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