»Manchmal frage ich mich, warum ich so anders denke« – Stützel Schüler erzählen

»Manchmal frage ich mich, warum ich so anders denke«, sagt Bofinger heute, »und dann muss ich an Stützel denken.« Der mittlerweile verstorbene Professor Wolfgang Stützel wurde sein Ziehvater an der Universität in Saarbrücken. Stützel war überzeugter Vertreter der Lehre von John Maynard Keynes. Jenes oft zitierten britischen Ökonomen, der in den dreißiger Jahren erstmals die These verbreitete, dass die Nachfrage das Angebot bestimme und nicht umgekehrt.

hier der ganze Artikel zu Prof. Bofinger

aber Stützel = Keynesianer – da fragen wir mal seinen Schüler O.Issing

Für mich persönlich gibt es noch einen zweiten Grund zur Freude, heute hier bei der Preisverleihung der Hayek-Stiftung vor Ihnen stehen zu dürfen. Ich bin ein Stückchen stolz darauf, ein Schüler von Professor Wolfgang Stützel zu sein, der bei Walter Eucken studiert hat, dem Begründer der Freiburger Schule und Wegbereiter Hayeks. Stützel hat mich in seinen Vorlesungen über Ordnungspolitik, über die langfristige Wirkung wirtschaftspolitischer Instrumente, mit der Einbeziehung der Rechtswissenschaften in die Wirtschaftswissenschaften immer wieder begeistert. Heute kommt die Ordnungspolitik an den rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten viel zu kurz. So dürfen wir uns nicht wundern, dass Politik und Wirtschaft oft als kurzfristiger Aktionismus wahrgenommen werden. Stützel ging es um den großen Rahmen; er kam von der Mikro- zur Makroökonomie, nicht umgekehrt; Zählen, Messen, Wiegen waren seine Ausgangsbasis. Hinzu kam das Faszinosum des Verbalen, richtige Grundsätze müssen eben auch lebendig und faszinierend vermittelt werden. Stützel zitierte Hayek oft, unter anderem den Beleg, dass sozial gut gemeinte Eingriffe in die Marktwirtschaft am Ende oft ungemein unsoziale Resultate hervorbrachten. Und er verwies gern auf Hayeks Kritik an sogenannten „Wiesel-Wörtern“, womit er den oft missbräuchlichen Gebrauch von „Gerechtigkeit“ oder „sozial“ meinte, wichtige Anliegen, für die es aber keine eindeutige Festlegung gibt, so dass oft Täuschung, Missbrauch oder Illusionen mit dem Einsatz solcher Begriffe einhergehen.

hier die Rede von Prof. Issing

also war Stützel wohl doch eher, wie hier von Bofinger beschrieben, ein Selberdenker ohne ökonomische Glaubenskonfession – in der Saldenmechanik geht es um WARUM fragen, und eben nicht um WER’s – deshalb steh ich so auf Stützel

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