Weltinvestitionstag die 2. – die Staatsschuldenformel ist ganz simpel


Staatsschuldenformel bringt Licht in Diskussionen um Export und Sparen
Staatsverschuldung = privates Geld-Sparen – private Verschuldung – Exportüberschüsse

Gilt natürlich immer für die Salden eines Betrachtungszeitraums im Nachgang betrachtet. Keine Angst, die Formel stammt eigentlich nicht von mir, dies ist die einfache geniale Saldenmechanik von Prof. Wolfgang Stützel. Ich hatte Sie aber auch schon ein zweites Mal erfunden, bevor ich auf Stützel gestoßen bin.

Dass ich diese Saldenmechanik zum zweiten Mal erfunden hatte liegt daran, dass diese einfachen Zusammenhänge eigentlich in dieser Klarheit nirgendwo in der öffentlichen Diskussion stattfinden. Sonst würde wohl vieles klarer gesehen.

Man beachte auch, dass eben 5-7% BIP Exportüberschüsse von Deutschland bedeuten, dass andere Länder in dieser Größenordnung Exportdefizite haben. Wenn wir von ca. 8% BIP „Zahlungsmittelmissbrauch“ durch die Exportüberschüsse mit 3% Staatsschulden davon kommen, was wollen andere Länder machen, die 5% BIP Exportdefizite und plötzlichen Sparbedarf des Staates haben? Es geht einfach mathematisch logisch nicht – weshalb diese Unterschussländer nun zusehens pleite sind und wir Sie retten dürfen.

Bedeutet deutsche Exportüberschüsse sind versteckte, zeitlich aufgeschobene deutsche Staatsschulden. Das ganze Drama gibt demnächst ganz großes Rettungs-Kino mit deutschen Hauptdarstellern in der Rolle des Retters. Aber wer rettet uns vor ökonomischer Verblödung?

5 Kommentare zu „Weltinvestitionstag die 2. – die Staatsschuldenformel ist ganz simpel“

  1. @MNB

    richtig, aber welche politischen Konsequenzen man aus der formel zieht, dazu kann man ja verschiedener Meínung sein – aber wer Staatsschulden sparen will, der muss bei denen sparen welche Geld sparen, und nicht bei armen Leuten, welche eh nicht zum Sparen kommen.

    Oder die Leute mit hohen Überschüssen müssten halt mehr investieren – Lösungen gibt es einige Varianten

  2. Es gibt mMn auch noch eine politische Definition.

    Staatsverschuldung = (Feigheit bzw. Unwillen, Steuern und Abgaben zu erhöhen)* + (Feigheit bzw. Unwillen, Subventionen und Ausgaben zu kürzen)**

    * Feigheit der Durchsetzung der Besteuerung von Vermögen, die ums Verrecken nicht mehr am Konsum teilnehmen können, weil auch kein Milliardär mehr als 10 Schnitzel am Tag futtern kann. Ergo Vermögenssteuern, Erbschaftssteuern, Aufhebung von Bemessungsgrenzen für Sozialabgaben etc.

    ** Feigheit, gegen Lobbyisten Subventionen abzubauen und soziale Leistungen zu kürzen, welche einem den nächsten Wahlsieg kosten.

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