Stützel-Schüler Dr.Flassbeck gibt vernünftige Auskünfte


besonders Teil 2 ist genial – Vergleich PIIGS/Wiedervereinigung = mein Reden – sind unsere „Eliten“ denn völlig gaga? Wie lange wollt Ihr alle bei dem bescheuerten Exportwahn noch zuschauen?

21 Kommentare zu „Stützel-Schüler Dr.Flassbeck gibt vernünftige Auskünfte“

  1. @ Jörg

    „Kollektive Ignoranz der Buchhaltung durch die Ökonomen haben uns erst an diesen Abgrund geführt.“

    Wo soll ich bitte unterschreiben? 😉

    Jawohl: Die Mathe haben die Ökonomen in ihre Theorie eingefährt, um mit ihr unsinnige (idiotische) Geschichten zu erzählen. Dass 1€ Kosten plus noch 1€ Kosten 2€ sind, und dass sich damit nur Waren für 2€ kaufen lassen, dass ist ihnen irgendwie völlig entgangen. Wirklich KLASSE!

  2. @ Jörg

    Das ist jetzt eine andere „theoretische Baustelle“

    Lassen wir zuerst die Aslandsbeziehungen und – Auswirkungen weg. Wir können in einer theoretischen Analyse nicht alles auf einmal berücksichtigen.

    1. Jaja, lassen wir die Fakten(blöde Buchhaltung ist doch keine Ökonomie – Ökonomie ist die jeweilige Glaubensrichtung vertreten und nicht Buchhaltung schaun 🙂 einfach weg,

      NEIN – genau dies ist der Fehler und die Genialität der einfachen Saldenmechanik – Betrachtungen innerhalb nationaler Denk/Systemgrenzen und kollektive Ignoranz der Buchhaltung durch die Ökonomen haben uns erst an diesen Abgrund geführt.

  3. dass die deutschen Unternehmen eben auch keinen Bock auf Ausgabenüberschüsse haben, sondern auch noch 20Mrd. Geldsparen und deshalb VOM GELDSPAREN eine nicht solvente Verschuldung von Staat oder Ausland erzwungen wird!

    Kurzformel der deutschen Geld-Sparleistung:

    S = insolvent I

  4. „Der Netto-Kreditbedarf der Unternehmer zur Aufrechterhaltung der Liquiditätskonstanz ist in jeder empirischen Wirtschaft stets genau gleich den Einnahmeüberschüssen der Nichtunternehmer.“

    Gut, eine Firma wächst durch Ersparnisse außerhalb. Ein Bauer oder ein Tischler würden eher aus eigenem Einkommen sparen, um zB eine neue Maschine zu kaufen. Aber diese Miniunternehmen sollen wir einfach nicht berücksichtigen. Was ist da problematisch?

  5. @ Systemfrager

    Tabu ist konkret, dass Guthabenwachstum das Verschuldungswachstum auslöst

    ohne Einnahmeüberschüsse einer Gruppe kann es keine Ausgabenüberschüsse der anderen Gruppe geben:

    z.B. Stützel Saldenmechanik Seite 81

    Größenmechanik:
    „Der Netto-Kreditbedarf der Unternehmer zur Aufrechterhaltung der Liquiditätskonstanz ist in jeder empirischen Wirtschaft stets genau gleich den Einnahmeüberschüssen der Nichtunternehmer.“

  6. @ Jörg

    „Solange das Thema aber tabu ist, …“

    Welches Thema meinst du konkret? Tabu ist eigentlich nichts, nur man will etwas nicht ernst nehmen. Und dann kann die Ursache auch darin liegen, dass man
    – etwas einfach falsch ist (zB Zinseszins)
    – nicht überzeugend argumentiert/erklärt/bewiesen wird
    (gut, auch die Orginalität an sich bremst, aber nicht Jahrzehnte oder Jahrhuderte)

  7. @Systemfrager –

    >“Thomas und ich sind die zwei einzigen Geldspar – Kritiker dieses >Landes,” – das ist sozusagen “leicht Übertrieben”.

    das Smiley galt auch für diese Aussage 🙂

    die Banken sind n.m.E. übrigens nicht die „Schuldenmacher“, keine Ausgabeüberschüsse(Schulden) ohne Einnahmeüberschüsse.

    Die Einnahmeüberschüsse = Verzicht auf Konsum und Selbstinvestition sind die Ursache der Ausgabenüberschüsse = Schulden.

    Solange das Thema aber tabu ist, ist WEITERSO gar keine schlechte Idee. Weil in einer deflationären Depression aus dieser Fallhöhe und Grad der Arbeitsteilung werden wir wohl keinen Frieden für unsere Kinder mehr haben.

  8. @ Jörg

    „Thomas und ich sind die zwei einzigen Geldspar – Kritiker dieses Landes,“ – das ist sozusagen „leicht Übertrieben“.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du ihm folgen würdest, wenn er sagt: Lassen wir die Banken ruhig Geld schaffen und Schulden machen – also alles wie bisher, nur TURBO. Und mehr sagt er wirklich nicht – der Rest ist nur die „Medienkompetenz“.

  9. @ Jörg
    Ich dachte mir fast schon, mein Kommentar wird nicht durchgeschaltet

    Es wurde mir neulich bei WGNX der Zutritt verboten. Das ist schon interessant, wie alle Freunde der uneingeschränkten Freiheit meine Freiheit nicht ertragen können. (Sieht so aus, ich bin der letzte, der noch Adam Smith nicht verraten hat.) Ja, zuerst gefiel WGNX nicht, wie wenig ich seine Gäste – seine neoliberale Prominenz – in seinem „Österreichischen Herbst“ schätze, und als ich sein Buch gelesen habe, wurde mir alles klar. Damit ich mich nicht wiederhole, hier meine 2 Kommentare bei Misik:
    weiter>>>

    1. @Systemfrager – also ich bin dieses Jahr ein Strobl Fan geworden, er hat sich toll auf unsere Grund-Botschaft zubewegt und alte Überzeugungen über Bord geworfen. Thomas und ich sind die zwei einzigen Geldspar – Kritiker dieses Landes, wir müssen deshalb schon aus personellen Gründen zusammenhalten. 🙂

      Und vor allem hat er was, was ich nicht habe = emotionale Intelligenz und Medienkompetenz!

      Das Buch hat nur das Problem, bezüglich Thomas aktuellen Erkentnisstand schon veraltet zu sein, er hatte es fast fertig, bevor ich Ihn so intensiv bearbeitet habe.
      http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=153725

      und dann z.B. solche Beiträge folgten:
      http://www.weissgarnix.de/2010/07/22/wir-basteln-uns-eine-anti-orthodoxe-geldpolitik/

  10. @hallo Systemfrager,

    schön von Dir zu hören, da fallen mir natürlich gleich meine Sünden wieder ein, also der versprochene Kommentar zu Deinem Beitrag. Ich stell Ihn dann gleich mal verlinkt zur Diskussion hier ein, und werde mich auch im alten Jahr dazu noch gewohnt kritisch äußern.

    @hallo David,

    Du sprichst den hüpfenden Punkt an, die technisch einfache Geld-Marktlösung, bei negativen Nachfrageverzichtsbedarf einfach eine negative Nachfrageverzichstprämie zu ermöglichen, dürfte wohl keine Akzeptanz finden. Sach-Diskussionen zu diesem Thema kann man mit „normalen“ Menschen auch fast nicht führen. Solche Gespräche strotzen von kognitiven Dissonanzen und sachlichen Scheinargumenten. Der Bauch spielt bei kopflastigen Gesell- Lösungen verrückt.

    Deshalb habe ich im Link unten, insbesondere am Ende des Beitrags, einige Alternativen abgewogen:

    http://www.global-change-2009.com/blog/guthabenwachstum-schuldenwachstum/2010/09/

    lG, Jörg

  11. OK vielen Dank Jörg,

    und wie kommen wir zur Selbstinvestition? Euro-Abschaffung wäre wahrscheinlich ein möglicher Schritt dahin (–> Kapitalexporte werden erschwert).

    Oder wie waren nochmal die von Dir genannten „einfachen Zusammenhänge“? (Diese sind mir in der letzten Zeit etwas abhanden gekommen — hab wohl zuviel im „Gelben“ gelesen;)).

    Ist das hortungsgeschützte Bargeld immer noch auf Platz 1 der Maßnahmen, und das hortungsgeschützte Sparkassenbüchle immer noch notwendig (einmal abgesehen von der Akzeptanzfrage)?

    Oder gibt es inzwischen andere, genauso effektive Wege? Was wäre diesbezüglich eigentlich von „Willi Weise“ zu halten…?

    LG David

  12. Hallo David,

    Selbstinvestition oder Umverteilung

    Wenn wir keine solventen Schuldner(Fremdinvestoren) für unseren Konsumverzicht mehr haben, können wir entscheiden die Selbstinvestition anzuregen oder zu „Bedürftigen“ umzuverteilen.

    Alternativen also reichlich vorhanden – dies sind aber politische Fragen. Auch wie man eine Selbstinvestition anregt – aber zuerst müssen die einfache Zusammenhänge mal politisch kommuniziert werden – erst dann können sie diskutiert werden.

    lG, Jörg

  13. Danke Jörg, soweit klar das PROBLEM und die von der Poltitik eingeschlagene „Lösungs“richtung.

    Aber was wäre die Alternative? Die Deckel abarbeiten lassen? Geht ja nur im übertragenen Sinn, es können ja nicht alle zu uns kommen und ihre Mercedesse abarbeiten. Also doch imperialistisch die Welt aufkaufen von den Exporterlösen, bevor diese entwertet werden?

    Gibt es denn keine Win-Win-Lösung? Was ist mit der unsichtbaren Hand? Wo bleibt der optimistische GC-Now-Lösungsansatz? Da muss es doch was geben??

    LG David

  14. @David

    „Wie sieht eine kooperative, arbeitsteilige Lösung aus? Was bedeutet dieses scheinbar unlösbare Problem für den Euro“

    wie sieht es aus – wenn der arbeitlose Zecher „die Deckel“(Euro) beim Wirt nicht zahlen kann?

    Entweder der Wirt lässt die Deckel abarbeiten oder wirft Sie wertlos weg.

    Bedeutet – kurzfristig deutsche Importüberschüsse oder die deutschen Geld-Guthaben sind entweder „futsch“ oder werden nahzu komplett auf deutsche Staatsschulden umgebucht – bedeutet mal eben schnell mindestens eine Verdopplung.

    Danach Transferunion – Exportindustrie liefert die Ware – Gewinne werden mit Merkelgarantie gehortet – Steuerzahler zahlen die Transferunion. Transferunion bekommt dafür den schönen Namen = „Vollendung der politischen Einheit Europas“ – da zahlt man doch gern?

    dumm, dümmer, deutsche Exportüberschüsse (= NUR VORLÄUFIGE Einnahmeüberschüsse)

    Grüße

  15. Woohaa, der Teil 2 hat es aber in sich! Wir sind so blöd und SCHENKEN der Welt unsere schönen Mercedesse und Audis, da die Welt uns dafür ja nur wertloses Papier(=Schuldscheine) liefern kann, die aber schlussendlich nicht gegen irgendwas „Reales“ eingelöst werden können.

    Aber wie ist der Ausweg? Wie können Nationen dauerhaft koexistieren? Mercedesse gegen Oliven tauschen? Keine Mercedesse mehr bauen?

    Oder bleibt uns nichts anderes übrig als uns von unseren Exportüberschüssen „die Welt“ zu kaufen, wie es die Chinesen ja gerade auch machen?

    Wie sieht eine kooperative, arbeitsteilige Lösung aus? Was bedeutet dieses scheinbar unlösbare Problem für den Euro?

    Grüße David.P

  16. Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass eine dem Kapitalismus verfallene Nation, das durch den Zins erzwungene exponentielle Wachstum alleine stemmen kann.
    Binnenmärkte mit bestehender Infrastruktur generieren im wirklich aller günstigsten Fall, noch ein lineares Wachstum und das auch nur temporär.***
    Wer den Unterschied zwischen einer linearen zu einer exponentiellen Wachstumsrate kennt, dem ist auch klar, dass ein lineares Wirtschaftswachstum keinesfalls geeignet ist, um exponentielle monetäre Zuwächse zu deckeln, in der Folge müssem andere Märkte erschlossen werden, muß Wachstum exportiert werden.
    Das dabei auftretende Problem ist, dass des Einen Überschuß, des Anderen Defizit ist, siehe Griechenland.

    Wer also nun verlangt, aus dem Export auszusteigen, der verlangt den Abschied von Zins und Zinseszins, denn genau der ist für den Wachstumszwang verantwortlich.

    Eine Wirtschaft am echten Bedarf muß sich auf jeden Fall eines Tauschmittels bedienen, dessen Zins der Wirtschaftsleistung selbsttätig angepasst ist, der auch bedarfsgerecht ins Minus gehen kann, ohne dass das Geldsystem gleich abraucht.
    Möglich ist das ausschließlich mit einem Freigeld, in einer Freiwirtschaft, denn nur eine solche wäre imstande, sich, einmal abgesehen von der Erwirtschaftung hier nicht verfügbarer Rohstoffe, ausschließlich auf die Binnenmärkte zu konzentrieren.

    ***
    Die Entwicklung des Wachstums moderner Industriegesellschaften hat das IWS untersucht und dessen Ergebnisse findet man unter dem Stichwort: Kernaussage des Instituts für Wachstumsstudien

  17. Man verliert durch den Dauerexport auch seine Produkte, die aus einem besonderen Eigenleben in Wirtschaftsräumen entstehen. Ich würde eine 3% ExportImportsteuer vorschlagen, die dann direkt an die Gemeinden geht und somit an die Firmen vor Ort.

Und was denkst Du so?

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