Bundesbankzahlen 2010 – die privaten Deutschen haben noch mehr über ihre Verhältnisse gespart – die Guthabenkrise eskaliert


Anmerkung: Zahlen laut Korrektur durch Buba 08/2012 aktualisiert

Die privaten Einnahmeüberschüsse und damit das Wachstum der privaten Geldvermögen sind in Summe auf 249 Mrd. € gestiegen – dies ist ein Wachstum um über 15 % gegenüber 2009 (213 Mrd. €). Die privaten Körperschaften (GmbHs, AGs) haben ein starkes Wachstum beim Geldsparen und liegen jetzt bei 45 Mrd. € Einnahmeüberschüssen.

Die deutsche Privatwirtschaft spart also per Saldo selbst kräftig Geld und braucht keinerlei Ersparnisse Dritter – Sie braucht per Saldo (Staats) Schuldner für ihre eigenen Geldsparpläne! Die 249Mrd.€ sind die Summe aus ca. 150 Mrd.€ Einnahmeüberschüsse von Privat und Einzelfirmen, ca. 45Mrd.€ der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften und ca. 54Mrd.€ der finanziellen Kapitalgesellschaften(Banken/Versicherungen).

Beweis unserer Staatsschuldenformel anhand der Zahlen von 2010 (stimmt jedes Jahr)

Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen abzgl. Exportüberschüsse

deutsches Staatsschuldenwachstum 2010 = 249Mrd.€ Finanzierungssaldo der Privatsektoren abzgl. 143 Mrd.€ Exportüberschüsse

deutsches Staatsschuldenwachstum 2010 = 106 Mrd.€

Zu den Bundesbank-Zahlen bitte hier entlang – bitte SEITE 17 Spalte FINANZIERUNGSSALDEN auswerten.

Zu den Konsequenzen bitten wir hier um Diskussion

11 Kommentare zu „Bundesbankzahlen 2010 – die privaten Deutschen haben noch mehr über ihre Verhältnisse gespart – die Guthabenkrise eskaliert“

  1. Gewinne sind aller Vermögenszuwachs, dies kann Sachvermögenszuwachs oder Geldvermögenszuwachs (einnahmeüberschüsse) sein. Gewinne können konsumiert oder real investiert werden, deshalb bedeutet der kapitalistische Zwang zu Gewinnaussichten für reale Investitionen noch lange keinen Schuldenwachstumszwang

    ABER

    Bei sinkenden Sachwertrenditen, steigt die Neigung Geldhaltung = Einnahmeüberschüsse realen Investitionen vorzuziehen. Und bei Krisenerwartungen wird dann noch der Konsum zu den Investitionen gekanzelt…

    Zu jenner – die Verwendung des Wortes zins für realwirtschaftliche Risikoprämien/renditen halte ich für extrem irreführend. Zumal bei diesen Investitionsrenditen immer noch die Abschreibung des Investitionsgutes abgeht.

    Echte Sparzinsen sind heute unter 10% BIP mit sinkender Tendenz…nix Zinseszins-Spielende – nur Neuschuldnermangel für die Geld-Sparer

  2. @Jörg
    erhol‘ Dich bloß gut!

    Also: Die Unternehmen haben Kredite … und Einnahmeüberschüsse (also Gewinne). Soweit komm‘ ich noch mit ;-).

    Hat also nix damit zu tun, dass lt. Jenner ~31% Zinsen in den Preisen stecken? Andere Baustelle? Richtig oder falsch (inhaltlich, die Feststellung von Jenner)?

  3. @Vogel – bin im Urlaub, deshalb kurz

    Ja, Du ziehst falsche Schlüsse, die Unternehmer haben freilich Kredite – nur wächst das Saldo nicht, bei den 250Mrd.€ geht es ja um Saldenwachstum Einnahmeüberschüsse.

    Von den bis zu 40% Volkseinkommen „Kapitalerträge“ gehen fast 20% Abschreibungen für Sachwerte ab, dies wird oft unterschlagen…

  4. Tach Jörg,

    sry, ich kapier‘ ‚mal wieder nich:
    „Die deutsche Privatwirtschaft spart also per Saldo selbst kräftig Geld und braucht keinerlei Ersparnisse Dritter – Sie braucht per Saldo (Staats) Schuldner für ihre eigenen Geldsparpläne!“
    Die deutsche Privatwirtschaft schwimmt also im Geld. Dann kann das hier ja nicht stimmen, dass die Wirtschaft um einen Faktor >3 höher verschuldet ist als der Staat, was dazu führt, dass:
    „Jeder dritte Euro der Konsumenten wird für den Zinsen- und Dividendendienst ausgegeben, der dadurch bewirkte reißende Geldstrom von unten nach oben übertrifft das Ausmaß der größten Massensteuer.“ aus: http://www.gerojenner.com/portal/gerojenner.com/Professor.html

    Oder verwechsle ich da etwas?

    Beste Grüße

  5. Nachtrag: bei den 2009er Zahlen komm ich einfach nicht drauf:

    „Private Haushalte und Einzelunternehmen 150,1 Mrd.
    Nichfinanzielle Kapitalgesellschaften 19,87 Mrd.
    Finanzielle Sektoren 29,01 Mrd.

    Summe private Einnahme-Überschüsse = 198,98 Mrd.

    Exportsaldo = 119,66 Mrd.“
    —————————-
    laut Deiner Bundesbankstatistik sehe ich:

    Private Haushalte und Einzelunternehmen 151 Mrd.
    Nichfinanzielle Kapitalgesellschaften 26,48 Mrd.
    Finanzielle Sektoren 14,84 Mrd.

    Summe private Einnahme-Überschüsse = 192,32Mrd.

    Exportsaldo = 138,69 Mrd

    Bleibt für mich nur eine rechnerische Neuverschuldung i.H.v. 53,63 Mrd.
    Ausgewiesen sind aber 72,67.

    Großes Fragezeichen über meinem Kopf 😕

  6. Hallo Jörg,

    mal ne Frage zu den zahlen 2010. Die ausführungen erschließen sich mir zwar logisch, laut statistischem Bundesamt hatten wir 2010 aber einen Exportüberschuss von 154 863 Mrd.
    Ich verstehe noch, dass die keine ordentliche Komma-Setzung hinbekommen, aber nicht wieso die Abweichung zu der von dir genannten Rechnung bei über 24 Mrd Euro liegt.
    Liegt das an statistischen ungenauigkeiten?

    Grüße
    Manuel Schürmann

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