Bravo Grüne – deutsche Exportüberschüsse ruinieren Deutschland und Europa


Die deutschen Exportüberschüsse haben sich längst zu einem Loose/Loose Projekt entwickelt. Schön, dass die Grünen jetzt die Sanktionierung dieses ökonomischen Selbstmordes auf die politische Tagesordnung bringen. Mir würde in der aktuellen Zusammenbruchsphase des Euro kein wichtigeres politisches Projekt einfallen. Warum sind die deutschen Exportüberschüsse denn eigentlich so eine üble Sache?

Dazu muss man wissen, dass das Staatsschuldenwachstum volkswirtschaftlich identisch mit dem privaten Geldvermögenswachstum* ist. Über Exportüberschüsse kann man aber die Staatsschulden für die eigenen Sparer in andere Länder exportieren und Deutschland tut dies ganz massiv.

Dies hat zwar nun den Scheinvorteil, dass unsere Staatsschulden sehr viel langsamer wachsen als die der Anderen, aber dieses Pendel schlägt gerade gewaltig zurück. Da die anderen Euroländer dadurch um so höhere Staatsschulden haben, schlittern Sie gerade in die Pleite und wir dürfen uns entscheiden, ob wir die Forderungen der Sparer abschreiben oder auf deutsche Staatsschulden umbuchen.

So oder so sind unsere Handelspartner pleite, Europa in neuem Unfrieden, es gibt neuen Deutschenhass, und die Exportüberschüsse waren ein Geschenk. Das Spiel kennt nur noch Verlierer und dies nur, weil unsere in Geldfragen oft ungebildeten Volkswirte größtenteils nicht in der Lage sind, die saldenmechanischen Zusammenhänge zu beachten.

*private Geldvermögen (Privatguthaben minus Privatschulden)

2 Kommentare zu „Bravo Grüne – deutsche Exportüberschüsse ruinieren Deutschland und Europa“

  1. Hallo,

    gestern, am 29.11. hat Prof. Sinn bei Report München mal wieder völlig ungestraft und unwidersprochen den dt. Leistungsbilanzüberschuss glorifiziert. Bzw. die Idee der Grünen lächerlich gemacht. So ärgerlich. Hofberichterstattung.

    Weiter so!

  2. Vielleicht noch ein wichtiger Hinweis zum Thema negativer Zins:

    Ich denke man sollte immer ausdrücklich bei jedem öffentlichen Vortrag dazusagen das es nicht darum geht dauerhaft (!) für alle Zeiten negative Zinsen einzuführen, sondern eben immer nur in bestimmten Phasen in denen die Sparneigung zu groß wird.

    Wenn nämlich ein unbedarfter Bürger zum ersten Mal in seinem Leben das Wort „Negativer Zins“ hört, geht bei ihm sofort die rote Laterne an, da es sich für ihn wie „Dauerhafter negativer Zins“ anhört.

    Das führt zu einer unnötigen Blockadehaltung und zu einer sehr schnellen Ablehnung des Konzeptes. Deshalb würde ich wie gesagt immer darauf hinweisen das es sehr wohl auch lange Perioden postiver Zinsen gibt, nur eben auch mal kurze Phasen in denen der Zins ins negative abtauchen kann und darf.

    Ansosnten Super Arbeit Herr Buschbeck!

    Ich freue mich schön auf die häppchenweisen Erklärungen zum Geldsystem. Youtube ist ein Super Medium dafür.

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