„Es regnet Hirn“ in der ARD


„Fazit

Nur eines ist sicher: Wenn alle Staaten die Krise durch mehr Exporte überwinden wollen wie Deutschland, dann brauchen wir einen zweiten Planeten, der sich bei uns verschuldet. Aber das steht vorläufig noch in den Sternen.

Ein Beitrag von Ingo Blank“

dann kommen wir wohl doch bald zu Lösungen?

Aufgabe 3 der Monetative: Herstellung außenwirtschaftlichen Gleichgewichts

National gilt für ein Exportüberschussland wie Deutschland:
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen abzgl. Exportüberschüsse

National gilt für ein Importüberschussland wie Griechenland:
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen zzgl. Importüberschüsse

Dauerhafte Exportüberschüsse sind deshalb keine gute Sache – sie haben schon einige Kriege ausgelöst. Heute wird auf uns Deutschen deswegen wohl nicht geschossen werden, vielmehr wird man uns zu einem Transfer der „überschüssigen“ Einnahmen zwingen. Spätestens an diesem Punkt sollten wir keine Zeit mehr auf Diskussionen verschwenden, wer denn nun an dieser Situation des Ungleichgewichts schuld sei. Wir haben jetzt mit der Monetative das bisher fehlende Instrument, binnenwirtschaftliches Gleichgewicht auch ohne Exportüberschüsse oder extreme Staatsschulden herzustellen. Mit Werkzeug E, der variablen Ausfuhrumsatzsteuer, können wir mit der Besteuerung von Exporten eine Einnahme schaffen, die wir direkt über Werkzeug B wieder der Stärkung der Binnennachfrage zuführen können.

Dabei ist vorerst bedächtig mit kleinen Steuersätzen vorzugehen, denn die etwas stärkere Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf den Binnenmarkt ist ein längerfristiges Projekt. Wichtig ist jetzt vor allem, dass es überhaupt ein Mittel und einen Plan für dieses Projekt gibt. Mit einer internationalen Umsetzung der Monetative-Reform in der gesamten Euro-Zone haben wir dafür auch sehr viel Zeit – die Euro-Krise wäre endlich beendet.

Nullzinsfinanzierung von Staatsschulden erlaubt Prolongierung statt Abschreibung

Unbedingt sollten wir deshalb die Monetative als Lösungsansatz auch in den EU-Krisenländern vorschlagen. Eine Sanierung von deren Staatshaushalten ist mit dem vorgeschlagenen Lösungsansatz ebenso möglich. Die Nullzinsfinanzierung der neuen Staatsschulden verhindert die Abschreibung der bestehenden Schulden. Die Staatsschuldenstände selbst Griechenlands liegen noch deutlich unter der Japans, und es gibt bei Nullzins keinen Grund, dort Forderungsabschreibungen vorzunehmen – Nicht nur wegen des wirtschaftlichen Schadens, sondern auch wegen der moralischen Demütigung der Schuldnerländer und unnötiger Vorwürfe der Gläubigerländer. Dies alles kann einer erfolgreichen europäischen Entwicklung nicht zuträglich sein.

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