Steuereinnahmen in Griechenland brechen weg, Globalsätze kann man nicht durch Ignoranz überwinden (Querschüsse)

wie sagte Ilse Kling immer in der Lindenstraße : „Wenn’s schie macht“ – zu Querschüsse „wenn’s schlau macht“

Größenmechanik:

Es besteht keinerlei Korrelation zwischen Sparen im Sinne eines Ausgaberückgangs und Sparen im Sinne eines Einnahmeüberschusses. Vielmehr führt ein Ausgaberückgang einer Gruppe nur dann zu einem Einnahmeüberschuss, wenn die Komplementärgruppe einen Ausgabeüberschuss vor- oder hinnimmt. Andererseits kommt es bei jeder Gruppe auch ohne Ausgaberückgang stets zu einem Einnahmeüberschuss, wenn die Komplementärgruppe einen solchen Ausgabeüberschuss vornimmt.

Das bedeutet: Die Staaten können nur entschulden, wenn die Privaten per Saldo Geldvermögen abbauen. Die Staaten werden aber auch automatisch – ohne depressionsauslösende und kontraproduktive „Sparprogramme“ – entschuldet, wenn die Privaten dies tun!

3 Kommentare zu „Steuereinnahmen in Griechenland brechen weg, Globalsätze kann man nicht durch Ignoranz überwinden (Querschüsse)“

  1. @ Jörg

    „Das bedeutet: Die Staaten können nur entschulden, wenn die Privaten per Saldo Geldvermögen abbauen. Die Staaten werden aber auch automatisch – ohne depressionsauslösende und kontraproduktive „Sparprogramme“ – entschuldet, wenn die Privaten dies tun!“

    Da komme ich gedanklich nicht mit. Das liegt vielleicht daran, dass Fluss- und Bestandsgrößen in einem Gedankengang vermengt werden. Kannst du mal ein Zahlenbeispiel liefern?

  2. @Regiomark

    Es ist aber eben ein realwirtschaftliches Geldvermögensproblem und kein direktes Zahlungsmittelproblem, sondern nur ein indirektes (bargeldbedingte Nullzinsgrenze). Solange der hortbare Euro parallel existiert, nützt die Umlaufsicherung eines Nebengeldes kaum etwas.

    http://www.global-change-2009.com/blog/die-kollektive-bildungslucke-%E2%80%93-die-zwei-naturgesetze-der-geldwirtschaft/2012/02/

    Deswegen gehe ich die Sache in meinem Monetative-Vorschlag grundlegender auf der Geldvermögensebene an.

    Aufgabe 3 der Monetative: Herstellung außenwirtschaftlichen Gleichgewichts

    National gilt für ein Exportüberschussland wie Deutschland:
    Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen abzgl. Exportüberschüsse

    National gilt für ein Importüberschussland wie Griechenland:
    Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen zzgl. Importüberschüsse

    Dauerhafte Exportüberschüsse sind deshalb keine gute Sache – sie haben schon einige Kriege ausgelöst. Heute wird auf uns Deutschen deswegen wohl nicht geschossen werden, vielmehr wird man uns zu einem Transfer der „überschüssigen“ Einnahmen zwingen. Spätestens an diesem Punkt sollten wir keine Zeit mehr auf Diskussionen verschwenden, wer denn nun an dieser Situation des Ungleichgewichts schuld sei. Wir haben jetzt mit der Monetative das bisher fehlende Instrument, binnenwirtschaftliches Gleichgewicht auch ohne Exportüberschüsse oder extreme Staatsschulden herzustellen. Mit Werkzeug E, der variablen Ausfuhrumsatzsteuer, können wir mit der Besteuerung von Exporten eine Einnahme schaffen, die wir direkt über Werkzeug B wieder der Stärkung der Binnennachfrage zuführen können.

    Dabei ist vorerst bedächtig mit kleinen Steuersätzen vorzugehen, denn die etwas stärkere Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf den Binnenmarkt ist ein längerfristiges Projekt. Wichtig ist jetzt vor allem, dass es überhaupt ein Mittel und einen Plan für dieses Projekt gibt. Mit einer internationalen Umsetzung der Monetative-Reform in der gesamten Euro-Zone haben wir dafür auch sehr viel Zeit – die Euro-Krise wäre endlich beendet.

    Nullzinsfinanzierung von Staatsschulden erlaubt Prolongierung statt Abschreibung

    Unbedingt sollten wir deshalb die Monetative als Lösungsansatz auch in den EU-Krisenländern vorschlagen. Eine Sanierung von deren Staatshaushalten ist mit dem vorgeschlagenen Lösungsansatz ebenso möglich. Die Nullzinsfinanzierung der neuen Staatsschulden verhindert die Abschreibung der bestehenden Schulden. Die Staatsschuldenstände selbst Griechenlands liegen noch deutlich unter der Japans, und es gibt bei Nullzins keinen Grund, dort Forderungsabschreibungen vorzunehmen – Nicht nur wegen des wirtschaftlichen Schadens, sondern auch wegen der moralischen Demütigung der Schuldnerländer und unnötiger Vorwürfe der Gläubigerländer. Dies alles kann einer erfolgreichen europäischen Entwicklung nicht zuträglich sein.

    http://www.global-change-2009.com/blog/ein-grundlegender-losungsansatz-fur-die-systemkrise-%E2%80%93-notenbanken-werden-zur-%E2%80%9Emonetative%E2%80%9C/2012/01/

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