2005 – ein Mailwechsel mit einem „NATIONALökonom“


Ich finde es unerträglich, wie ein geistiger Vater der unsäglichen deutschen Exportüberschüsse = Verschuldung der Anderen, erst die Targetsalden der Bundesbank „entdeckt“ und sich jetzt auch noch als „Rebell“ aufführt. Da werden „völlig schmerzfrei“ die Folgen der eigenen Politikberatung beklagt.

Ich habe Hans Werner Sinn vor über 7 Jahren geschrieben, empört über sein Werk „Basarökonomie“. Ein Buch, in dem er dem deutschen Michel wieder mal erklärt hat, dass er eigentlich zu teuer ist. Ich hatte nach Lektüre wieder mal einen Begriff erfunden:

Deflationspolitik – nachgegoogelt gab es den aber schon, für die Politik Brünings vor der Machtergreifung…

gesendet: Samstag, 19. März 2005 14:11
An: SINN
Betreff: Deflationspolitik

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hans-Werner Sinn,

….
Ihre Vorschläge zu Lohnsenkungen sind nichts anderes als die Befürwortung von Deflationspolitik. Dies ist sicher kein soziales Problem – müssen sich die Leute halt einschränken – es ist der Weg in die politische und wirtschaftliche Katastrophe. Wir träumen den „Wachstumstraum“ und erwachen in einer Welt in der jeder alles zu verlieren hat.

bitte geben Sie das Wort „Deflationspolitik“ mal bei google ein und klicken auf den ersten Link.

Mit freundlichen Grüßen aus dem bereits NPD-verseuchten Sachsen

Jörg Buschbeck
Vorstandsvorsitzender BUSO Bund Solardach eG

Sehr geehrter Herr Buschbeck,
die Dinge sind nicht so, wie Sie denken. Deutschland leidet bereits unter massivem Deflationsdruck. Da sich dieser Druck nicht in fallenden Löhnen und Preisen entladen kann, gibt es die Massenarbeitslosigkeit. Eine Deflation per se ist nicht das Problem, sondern ein Teil der Lösung desselben. So hat auch die Deflation in der Weltwirtschaftskrise nicht die Krise geschaffen, sondern mitgeholfen, sie zu beseitigen. Die deutsche Arbeit wurde nämlich wieder wettbewerbsfähiger. (Borchardt) Es ist ähnlich wie beim Fieber. Das Fieber ist keine Krankheit, sondern die Abwehrreaktion des Körpers gegen eine Krankheit, die den Stoffwechsel beschleunigt. Zum Glück inflationieren die anderen europäischen Länder derzeit, so dass wir real deflationieren können, indem wir mit unseren Preissteigerungen hinter jenen der anderen hinterher bleiben. Das lindert das Problem. Noch rascher käme die Linderung, wenn alle Preise und Löhne bei uns zurückgingen. Wir hätten dann eine reale Abwertung, die wir über eine offene Abwertung wegen den Euro nicht mehr hinbekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hans-Werner Sinn

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