neuer Artikel in Grundlagenbeiträge – Wolfgang Waldners „VWL-Schwindel“


Ein kurzer Verriss der Volkswirtschaftslehre
Vor einem Studium der VWL möchte ich eindringlich warnen, wenn es Ihnen nicht das größte Vergnügen bereitet, sich indoktrinieren zu lassen. Die völlig falsche Darstellung der makroökonomischen Zusammenhänge ist nämlich seit Ricardo und Say der einzige Zweck der Volkswirtschaftslehre. Eine wissenschaftliche Diskussion und Kritik dieser falschen Modell-Darstellungen ist nicht möglich, weil die mächtigen wie zahlungskräftigen Interessen der Krisenprofiteure diese Diskussion mit allen Mitteln verhindern. Wer innerhalb des Wissenschaftsbetriebs die Irrlehren der VWL anzweifeln würde, würde sofort erledigt wie ein Atheist auf einem Lehrstuhl der Theologie, nur mit den schmutzigeren Mitteln der Finanzoligarchen, die von den Krisen profitieren, zu deren Verschärfung die VWL-Professoren ihren Studenten absurde ökonomische Theorien lehren müssen.

Das schockierende Erlebnis von Wirtschaftskrisen, bankrottierenden Unternehmen und der Verelendung von Abermillionen lohnabhängiger Arbeiter und ihrer Familien wurde meist der Anlass für die Beschäftigung mit makroökonomischen Zusammenhängen. Die Aufgabe der Ökonomen war es daher seit David Ricardo und Jean Baptiste Say, allein schon die Möglichkeit von Absatzkrisen generell zu leugnen und vor allem die gezielte Verursachung der Krisen durch die Geldpolitik zu verbergen. Am Ende dieses Essays über die Volkswirtschaftslehre sollen Sie kurz und knapp die ganzen Verwirrspiele und Trugschlüsse der VWL seit Ricardo und Say kennengelernt und durchschaut haben. Nehmen Sie sich die Zeit für die unterhaltsame Lektüre und ersparen Sie sich damit ein VWL-Studium.

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16 Kommentare zu „neuer Artikel in Grundlagenbeiträge – Wolfgang Waldners „VWL-Schwindel““

  1. Habe gerade noch eine ältere Diskussion in deinem Blog gelesen, wo Du behauptest:

    > Und Geldvermögen (nicht Zahlungsmittelbestände) sind ein realwirtschaftliches Phänomen einer Differenz der Käufe und Verkäufe – es ist schlicht das Saldo daraus …

    Das ist sehr zutreffend beschrieben. Geldvermögen sind nichts anderes als Nachfrageschulden, welche leider keinen Tilgungstermin haben, im Gegensatz zu den Nachfrageguthaben, welche ja termingerecht zu tilgenden Geldschulden sind.

    Beo2

  2. >> Unter SPAREN verstehe ich das vorübergehende, befristete Verschieben bzw. Blockieren von Liquidität (GELD, Zahlungsmittel), d.h. sofort verfügbarer Kaufkraft, in eine/r GeldANLAGE (aller Art). Hierdurch entsteht eine Geldforderung/-guthaben des Geldhalters. Sowohl Geld/Liquidität als auch Geldguthaben bilden zusammen das Brutto-Geldvermögen des Geldhalters – und abzüglich von Geldschulden entsteht das Netto-Geldvermögen.
    > Nein, dies ist Geldsparen und nicht Sparen allgemein.

    Richtig, ich rede von monetärem Sparen, d.h. von Bildung von Einnahmenüberschüssen bzw. vom Aufbau von Geldvermögen.

    > Sparen ist alles Einkommen, was nicht für Konsum ausgegeben wird. Setzt sich deshalb EINZELWIRTSCHAFTLICH zusammen aus Geldvermögensbildung (Einnahmeüberschüsse) und Sachvermögensbildung (Nachfrage nach Investitionsgütern).

    Das sehe ich anders: „Nachfrage nach Investitionsgütern“ fällt bei mir nicht unters Sparen, und auch nicht unters „Sparen allgemein“, sondern unters Geld-Ausgeben, Entsparen und Abbau von Geldvermögen, nämlich für Realgüter. Dies sind bei mir monetäre Ausgaben, welche das Geldvermögen des Investors sowie seinen Einnahmenüberschuss schmälern. Diesen Einnahmenüberschuss bezeichne ich als „Ersparnis“, und nur dieser wird zunächst gespart.

    >> Und klar, das Netto-Geldvermögen in einer geschlossenen Wirtschaft bzw. in der Welt muss logischerweise Null sein.
    > Da es volkswirtschaftlich betrachtet aber keine Geldvermögen gibt, ist reales Sparen mit realem Investieren identisch.

    Nachfrage nach Investitionsgütern ist für mich monetäre Ausgabe und kein „reales Sparen“, sondern Geld-Ausgeben, nämlich für real Wirtschaftsgüter (insb. Sachwerte). Dies schmälert die Einnahmeüberschüsse bzw. Geldvermögen der Investoren.

    > S=I ist also eine Beschreibung von Identitäten, welche auch nicht erst durch irgendwelche Marktmechanismen (Zinsen) zusammengeführt werden müssen.

    Was ist „S“ – das Geld-Sparen bzw. Geldvermögensaufbau ? Falls Ja, so bedeutet das zunächst Investitionsverzicht des Sparers, also „- I“. Nun wird ein Schuldner benötigt, der das „S“ wieder in die Realwirtschaft zurückschleust (= Darlehen). Hierbei wird also Liquidität/Kaufkraft von Person A auf Person B weitergereicht bzw. verliehen, welche als Ersatzinvestor auftritt – was eine Nullsumme an Investitionszuwachs bedeutet. Also gilt:

    – I (von A) => S (von A) => I (von B)

    Ergo: Eine Geld-Sparquote, egal wie hoch sie ist, kann niemals zu einem Anstieg der Investitionen führen (bzw. zu einer positiven Investitionsquote), da sie zunächst ein Investitionsverzicht ist.

    Eine positive „I“ (Investitionsquote) kann nur durch eine Erhöhung der Geldmenge sowie durch Allokation dieser Zusatzmenge in reale Investitionen entstehen.

    > Und hier liegt tatsächlich die Chance der exakten (stützelschen) Terminologie, an den Fehlschlüssen aus der Verwechslung von Ausgabenüberschüssen und Auszahlungsüberschüssen scheitert gerade Europa. Zur Erläuterung mehr in diesem Beitrag:
    > http://www.global-change-2009.com/blog/die-kollektive-bildungslucke-%E2%80%93-die-zwei-naturgesetze-der-geldwirtschaft/2012/02/

    Dazu komme ich später – insbesondere zu deinen Lösungsvorschlägen.

    >> Also, wozu über “Pläne” quaseln, die “oft gar nicht exakt geplant” sind oder “sich ändern können”? Wozu soll das gut sein, mit solchen Nullaussagen, und ähnlichen, für Verwirrung im Publikum zu sorgen?
    > Wir sind hier am Kernpunkt, man kann statt Pläne auch „ex ante“ sagen, was der Laie erst recht nicht versteht. Wenn Du aber ein besseres Wort für den nachfolgend beschriebenen Prozess findest würde ich mich freuen. Der eigentliche Krisenmechanismus ist der Mechanismus des ungeplanten Geldvermögensabbaus von Wirtschaftern.
    > Beispiel dazu:
    > Fall A
    > Ich kaufe einen zusätzlichen LkW zu 100T€ geplant auf Kredit weil mein Laden läuft…
    > Konsequenz – ich frage auch noch einen Kraftfahrer am Arbeitsmarkt nach.
    > Fall B
    > Ich investiere auf KK-Kredit in mein Lagerbestand zu 100T€ wegen fehlenden Absatz
    > Konsequenz – ich senke in der Folgeperiode meine Nachfrage, nach Material und Arbeit
    > Was ist der Unterschied? Die geplante versus die ungeplante Geldvermögensänderung mit der Folgewirkung auf die kommenden Perioden. Daraus ja auch dann die Grundformel wie in meinem Monetative Konzept beschrieben.

    Ich sehe in den beiden Beispiele keinerlei Unterschied, was „Planung von Geldvermögens änderung“ und „Folgewirkung …“ angeht – da geschieht ja überhaupt nichts zufällig. In beiden Fällen wird abgewogen, erwartet und geplant. Ausserdem gibt es immer Alternativen, auch im Fall B – hier könnten z.B. die Preise gesenkt werden, um den Absatz anzukurbeln – natürlich zu Lasten des Unternehmerlohns.

    Aber gut, im Fall A wird ein Absatzanstieg erwartet, sowie ein Geldvermögensaufbau (Sparen), während im Fall B ein Absatzrückgang und ein Geldvermögensabbau (Entsparen) des Unternehmers.

    > Wie schon gesagt, fast jeder verwechselt wie DU Sparen und Geldsparen – und deshalb auch Sparquote mit Geldsparquote.

    Ich verwechsle da überhaupt nichts, sondern rede einfach von monetärem Sparen (= Einnahmenüberschüsse bilden, Aufbau von Geldvermögen) und vom Geldvermögen-Ausgeben, unter anderem. Und, Nachfrage nach Investitionsgütern nenne ich einfach „Investieren in Realgüter“, was für mich das Gegenteil von Sparen ist.

    > Die Buba und destatis macht diese Fehler nicht, die hat die Saldenmechanik komplett korrekt integriert. Wir müssen sie deshalb auch nicht noch mal neu erfinden und Ausgabeüberschüsse nun Einnahmedefizite nennen. Dies macht es bestimmt nicht besser.

    Na nu, was Du Ausgabenüberschüsse nennst, nenne ich Einnahmendefizite, welche durch Kreditaufnahme oder durch Entsparen (falls Rücklagen vorhanden) ausgeglichen werden müssen, da noch Rechnungen in der laufenden Periode zu begleichen sind – was soll daran falsch oder „Fehler“ sein? Was ein Einnahmen- oder Haushaltsdefizit ist, was doch Jedermensch.

    Mit Gruß, Beo2

  3. Ich sehe nicht, dass wir unterschiedliche Definitionen der Begriffe ‚Einnahmen und Ausgaben‘ hätten – es sind eben nicht lediglich Ein- und Auszahlungen von Zahlungsmitteln, sondern gehen darüber hinaus. Und, sowohl bei dir als auch bei mir sind Zahlungsmittel (GELD) eine Teilmenge von Geldvermögen (GELD + Geldforderungen, evtl. abzüglich der Geldverbindlichkeiten). Sicherlich unterscheidest auch Du zwischen dem Brutto- und dem Netto-Geldvermögen, auch wenn Du es nirgends erwähnst und nur vom „Geldvermögen“ redest.

    Trotzdem glaube ich, dass meine Begriffsdefinitionen und andere Formulierungen näher an dem Alltagsverständnis des Publikums liegen. Ich muss allerdings meine Definitionen noch etwas verbessern oder präzisieren – was im folgenden (hoffentlich) geschieht:

    ● Monetäre Einnahmen und Ausgaben sind Veränderungen des (eigenen) Brutto- oder des Netto-Geldvermögens. Das Brutto-Geldvermögen besteht aus GELD (= sofort verfügbare/s Zahlungsmittel, Liquidität, Kaufkraft, auch in Fremdwährungen) und aus GeldFORDERUNGEN. Das Netto-Geldvermögen besteht aus Brutto-Geldvermögen minus GeldVERBINDLICHKEITEN.

    ● (monetäre) Einnahmen (E) = Eingang/Zunahme von Geldbestand (Zahlungsmittel, Liquidität) oder von Geldforderungen (z.B. aus dem Güterverkauf), oder Ausgang/Minderung eigener Geldverbindlichkeiten (z.B. durch Kredittilgung, eigene Warenlieferung) = Betriebs-/Haushaltseinnahmen, Bruttolohn/Unternehmerlohn (v.Steuer), einschließlich Einnahmen aus eigenen Kreditaufnahmen
    ● (monetäre) Ausgaben (A) = Ausgang/Minderung von Geldbestand (Zahlungsmittel) oder von Geldforderungen (z.B. bei Schuldnerinsolvenz), oder Eingang/Zunahme eigener Geldverbindlichkeiten (z.B. durch Gütereinkauf auf Zahlungsziel) = Betriebs-/Haushaltsausgaben, Betriebskosten/Lebenshaltungskosten, einschließlich Ausgaben eigener Schuldentilgungsraten
    ● Einnahmenüberschuss (EÜ) = Haushaltsüberschuss = Roh-/Gewinn (v.Steuer) (G) = Ersparnis = Einnahmen minus Ausgaben, wenn „≥ 0“
    ● Einnahmendefizit (ED) = Haushaltsdefizit = Verlust (V) = „Ausgabenüberschuss“ / „negativer Einnahmenüberschuss“ = Einnahmen minus Ausgaben, wenn „< 0“

    EÜ = E – A (wenn „≥ 0“)
    ED = E – A (wenn „< 0“)

    Sparquote (positiv) …….. S = (EÜ : E) x 100 (%)
    Defizitquote (neg. S) …… D = (ED : E) x 100 (%)

    Dabei ist unbedingt folgendes zu beachten : Einnahmen können, müssen aber nicht, gleichzeitig (komplementäre) Ausgaben in gleicher Höhe bei ein und derselben Person sein bzw. erzeugen, und umgekehrt – so z.B.: Durch meine Kredit-/Schuldentilgung (= Einnahme) vermindere ich zugleich mein Geld-/Liquiditätsbestand (= Ausgabe) – ergibt bei mir eine Bilanzverkürzung und eine Brutto-Geldvermögens minderung (jedoch keine Netto-Geldvermögens änderung). Oder: Bekomme ich von einem Käufer meiner Ware vorab seine Zahlung, liefere aber erst später (vgl. eBay), so habe ich zwar eine Geldeinnahme, aber zugleich eine monetäre Ausgabe (= Geldverbindlichkeit), denn die Ware besitze ich ja noch – ergibt bei mir eine Bilanzverlängerung und eine Brutto-Geldvermögens erhöhung (jedoch keine Netto-Geldvermögens änderung). Oder: Nehme ich Kredit auf, so habe ich sowohl eine Einnahme (= Geld/Liquidität) als auch eine komplementäre Ausgabe (= Geldverbindlichkeit) – ergibt eine Bilanzverlängerung und eine Brutto-Geldvermögens erhöhung (jedoch keine Netto-Geldvermögens änderung).

    Beispiele für „echte/reine Einnahme“ (ohne komplementäre Ausgabe) oder „echte/reine Ausgabe“ (ohne komplementäre Einnahme) wären: Ich kaufe im Supermarkt Büromaterial ein und zahle an der Kasse; in diesem Fall habe ich eine monetäre Ausgabe, aber keine monetäre Einnahme – für mich ein Aktivatausch und sowohl eine Brutto- wie Netto-Geldvermögensminderung. Dasselbe beim Kauf einer Immobilie: Da habe ich eine monetäre Ausgabe ohne komplementäre Einnahme – und buche einen Aktivatausch. Ähnlich ist es beim Verkauf meines Eigentums oder meiner Arbeitsleistung gegen sofortige Bezahlung: Ich habe dann eine Geldeinnahme, jedoch keinerlei monetäre Ausgabe – für mich ein Aktivatausch bzw. eine Bilanzverlängerung (zugunsten meines EK/GuV) und sowohl eine Brutto- wie Netto-Geldvermögens erhöhung. Kaufe ich Ware auf Zahlungsziel, so habe ich eine Ausgabe (Eingang von Geldverbindlichkeit), jedoch keinerlei monetäre Einnahme – ergibt eine Bilanzverlängerung und eine Netto-Geldvermögens minderung (jedoch keine Brutto-Geldvermögens änderung). Auch eine ZINSzahlung an meine Bank ist eine Ausgabe ohne komplementäre Einnahme – und eine Bilanzverkürzung sowie eine Brutto- wie Netto-Geldvermögens minderung (.. übrigens ein folgenschwerer Bug im Buchungssystem, da ja auch die Zinsforderung der Bank nicht bilanziert wird, obwohl sie nach Höhe und Fälligkeitstermin wie die Tilgungssumme feststeht).

    Also: Es gibt monetäre Einnahmen sowie Ausgaben „mit“ und welche „ohne“ komplementäre/n Ausgaben bzw. Einnahmen (in gleicher Höhe) – was aber nicht weiter wichtig ist, denn all das sind eben monetäre Einnahmen und Ausgaben und somit Veränderungen des Brutto- oder des Netto-Geldvermögens. Das bedeutet aber auch, dass eine Änderung des Brutto-Geldvermögens nicht zugleich auch eine Änderung des Netto-Geldvermögens mit sich bringt, und umgekehrt.

    So, jetzt dürfte die Verwirrung komplett sein (wennauch nicht bei mir) :-). Der Rest meiner übrigen Ausführungen im Vor-Posting behält seine Gültigkeit, wie er ist. Auf dein Posting werde ich später noch eingehen.

    Mit Gruß, Beo2

  4. Hallo Beo2 – Muss leider auch das ganze WE an anderen Dingen arbeiten, deshalb nur kurz

    >>>Buschbeck: nur kann man eben ohne neue Worte wie.z.B. Einnahmeüberschüsse die Welt nicht erklären.
    >>Neue Worte sind schon in Ordnung und werden gebraucht, sie sollten nur eingangs sauber definiert werden und vor allem : konsequent-konsistent benutzt werden, ohne noch weitere Synonyme frei nach Laune zu verwenden, die ebenfalls neu sind und nirgends explizit definiert.

    dann mach dies doch bitte auch 🙂

    >>>Unter SPAREN verstehe ich das vorübergehende, befristete Verschieben bzw. Blockieren von Liquidität (GELD, Zahlungsmittel), d.h. sofort verfügbarer Kaufkraft, in eine/r GeldANLAGE (aller Art). Hierdurch entsteht eine Geldforderung/-guthaben des Geldhalters. Sowohl Geld/Liquidität als auch Geldguthaben bilden zusammen das Brutto-Geldvermögen des Geldhalters – und abzüglich von Geldschulden entsteht das Netto-Geldvermögen.

    Nein, dies ist Geldsparen und nicht Sparen allgemein.

    Sparen ist alles Einkommen, was nicht für Konsum ausgegeben wird.

    Setzt sich deshalb EINZELWIRTSCHAFTLICH zusammen aus Geldvermögensbildung(Einnahmeüberschüsse) und Sachvermögensbildung(Nachfrage nach Investitionsgütern).

    >>Und klar, das Netto-Geldvermögen in einer geschlossenen Wirtschaft bzw. in der Welt muss logischerweise Null sein.

    Da es volkswirtschaftlich betrachtet aber keine Geldvermögen gibt, ist reales Sparen mit realem Investieren identisch. S=I ist also eine Beschreibung von Identitäten, welche auch nicht erst durch irgendwelche Marktmechanismen (Zinsen) zusammengeführt werden müssen.

    >>>>Nehmen wir doch den Begriff “Einnahmenüberschuss” .. Dieser Begriff hat seit ehe eine landläufig bekannte und anerkannte Bedeutung, die besagt sinngemäß:
    >>>Einnahmenüberschuss = Einnahmen minus Ausgaben = Rohgewinn (> 0)
    Einnahmeüberschuss ist der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben eines Wirtschafters oder einer Gruppe von Wirtschaftern.

    Rohgewinn ist „allgemein anerkannt“ Umsatz minus Materialeinsatz

    Was aber den meisten nicht klar ist, Einnahmen sind keine Einzahlungen, Ausgaben keine Auszahlungen. Ein Ausgabenüberschuss eines Staates hat eben auch keineswegs zur Bedingung, dass der Staat die Zahlungs-Mittel dazu hat, daraus einen Auszahlungsüberschuss zu machen. Auf diesem Irrtum fußt der Wahnsinn von Schuldenbremsen als Kreditaufnahmebremsen.

    Und hier liegt tatsächlich die Chance der exakten (stützelschen) Terminologie, an den Fehlschlüssen aus der Verwechslung von Ausgabenüberschüssen und Auszahlungsüberschüssen scheitert gerade Europa.

    Zur Erläuterung mehr in diesem Beitrag:
    http://www.global-change-2009.com/blog/die-kollektive-bildungslucke-%E2%80%93-die-zwei-naturgesetze-der-geldwirtschaft/2012/02/

    >>>Buschbeck: in der laufenden Periode fehlt der Einnahmeüberschuss bei der Nachfrage, wenn es keine Nachfrage gegen freiwillige und besicherbare Neuverschuldung gibt.
    >>Der Einnahmenüberschuss (des Selbstständigen oder des Lohnsklaven) kann Niemandem gefehlt haben, sonst wäre er nicht am Ende des Monats realisiert.

    Völlig falsche Schlüsse, aber genauso würden es wohl >99% sehen.

    Da die Geldvermögen immer Null bleiben, würde mit dieser „Logik der Realisierbarkeit“ ja NIE etwas fehlen.

    Geldvermögensaufbau der einen ist ja im Nachgang (ex post) betrachtet immer der Geldvermögensabbau des Rest der Welt.

    >>>Buschbeck: Ob sich dies in den folgenden Perioden ändert, ist ziemlich offen, die ursprünglichen Pläne für den Zeitraum Geldhaltung können sich ändern und sind oft noch gar nicht exakt geplant.
    >>Also, wozu über “Pläne” quaseln, die “oft gar nicht exakt geplant” sind oder “sich ändern können”? Wozu soll das gut sein, mit solchen Nullaussagen, und ähnlichen, für Verwirrung im Publikum zu sorgen ?

    Wir sind hier am Kernpunkt, man kann statt Pläne auch „ex ante“ sagen, was der Laie erst recht nicht versteht. Wenn Du aber ein besseres Wort für den nachfolgend beschriebenen Prozess findest würde ich mich freuen. Der eigentliche Krisenmechanismus ist der Mechanismus des ungeplanten Geldvermögensabbaus von Wirtschaftern.

    Beispiel dazu:

    Fall A
    Ich kaufe einen zusätzlichen LkW zu 100T€ geplant auf Kredit weil mein Laden läuft…

    Konsequenz – ich frage auch noch einen Kraftfahrer am Arbeitsmarkt nach.

    Fall B
    Ich investiere auf KK-Kredit in mein Lagerbestand zu 100T€ wegen fehlenden Absatz

    Konsequenz – ich senke in der Folgeperiode meine Nachfrage, nach Material und Arbeit

    Was ist der Unterschied? Die geplante versus die ungeplante Geldvermögensänderung mit der
    Folgewirkung auf die kommenden Perioden. Daraus ja auch dann die Grundformel wie in
    meinem Monetative Konzept beschrieben.

    Hier geht es also nicht um Verwirrung,sondern um die dringende Klärung der Grundfragen der Geldökonomie

    >>Buschbeck: Ich weiß schon was Du meinst, nur einen sauberen stringenten Begriff kannst Du so auch nicht ableiten.
    >>>Jedermensch weiss z.B., was Ersparnis oder Sparquote ist, nur Du scheinst es nicht zu wissen – und kommt bei Dir deshalb auch gar nicht vor. Auch “Einnahmenüberschuss” ist landläufig mit fester Bedeutung belegt (s.o.).

    Wie schon gesagt, fast jeder verwechselt wie DU Sparen und Geldsparen – und deshalb auch Sparquote mit Geldsparquote. Die Buba und destatis macht diese Fehler nicht, die hat die Saldenmechanik komplett korrekt integriert. Wir müssen sie deshalb auch nicht noch mal neu erfinden und Ausgabeüberschüsse nun Einnahmedefizite nennen. Dies macht es bestimmt nicht besser.

    herzliche Grüße, Jörg

  5. Ich schlage Dir folgende Verständigungsbasis vor:

    ● Einnahmen (E) = Betriebs-/Haushaltseinnahmen, Bruttolohn/Unternehmerlohn (v.Steuer) … exkl. Netto-Kreditaufnahme
    ● Ausgaben (A) = Betriebs-/Haushaltsausgaben, Betriebskosten/Lebenshaltungskosten … inkl. Netto-Schuldentilgung
    ● Einnahmenüberschuss (EÜ) = Haushaltsüberschuss = Roh-/Gewinn (v.Steuer) (G) = Ersparnis = Einnahmen minus Ausgaben (≥ 0)
    ● Einnahmendefizit (ED) = Haushaltsdefizit = Verlust (V) = „Ausgabenüberschuss“ (AÜ) = „negativer Einnahmenüberschuss“ = Einnahmen minus Ausgaben (< 0)

    EÜ = E – A (≥ 0)
    ED = E – A (< 0)

    Sparquote (positiv) …….. S = (EÜ : E) x 100 (%)
    Defizitquote („neg. S“) … D = (ED : E) x 100 (%)

    __ ‚Einnahmendefizit‘ bedeutet, dass der Akteur (Unternehmer, Staat, Privathaushalt) spätestens zum Ende der laufenden Periode gezwungen ist, sich zusätzlich zu verschulden (= Netto-Kreditaufnahme) oder auf seine Rücklagen/Ersparnisse zurückzugreifen (= Entsparen), um das Einnahmen-/Haushaltsdefizit zu schließen. Hier könnte auch vom „Ausgabenüberschuss“ gesprochen werden.
    __ Zeichnet sich vor dem Ende der laufenden Periode ein Einnahmendefizit ab, kann der Akteur versuchen, an den noch verbleibenden gewohnten/geplanten Ausgaben „zu sparen“ (= Ausgaben-/Kostensenkung), um ein Defizit zu vermeiden. Dementsprechend handelt er in der nächsten Periode von vornherein, falls er auch für die nächste/n Periode/n mit erniedrigten Einnahmen rechnen muss.
    __ Erwirtschaftet ein Akteur einen Einnahmenüberschuss, so kann er diesen in der nächsten Periode für Konsum oder Re(al)investition ausgeben, oder, er kann diesen Überschuss über eine/mehrere Perioden hinweg zurückhalten (im Safe, auf dem Girokonto = „HORTEN“) oder verleihen (z.B. an die Bank/LV durch Sparvertrag = „SPAREN“).

    In der VoWi können sinnvollerweise folgende 3 bzw. 4 Makroteilnehmer unterschieden werden: der Privatsektor/Pr (= Körperschaften/K & Haushalte/H), der Staat/St, und das Ausland/Au. Es gilt dann folgende „VoWi-Gesamtrechnung“:

    ∑ EÜ = EÜ’Pr + EÜ’St + EÜ’Au = K + H + St + Au = 0

    __ Hierbei gilt also grundsätzlich: Der Einnahmenüberschuss des Einen (z.B. von Privaten) ist das Einnahmendefizit/Verschuldung eines Anderen (des Staates und/oder des Auslands).
    __ Global betrachtet kann es keinen Netto-Einnahmenüberschuss geben, ja nicht einmal Netto-Einnahmen. Denn, Überschüsse des Einen sind Verluste eines Anderen; und Einnahmen des Einen sind Ausgaben eines Anderen. Das globale Netto-Geldvermögen ist immer Null – denn monetäre Guthaben des Einen, inkl. alles Bargeld, sind Schulden/-scheine eines Anderen.

    Mit Gruß, Beo2

  6. Beo2: Einnahmenüberschuss = Lebenshaltungskosten/Aufwendungen minus Bruttolohn/Erträge = Rohgewinn (> 0)

    Sorry, das muss natürlich umgedreht werden:

    Einnahmenüberschuss = Bruttolohn/Erträge minus Lebenshaltungskosten/Aufwendungen = Rohgewinn (> 0)

  7. Hallo Beo2,

    schön, dass Du nachhakst, so können wir es klären. Vielleicht fällt Dir dann auch noch ein bessere Lösung zur Kommunikation ein, aber wir werden noch sehen, wozu die Differenzierungen nötig sind.

    Ich komme nur erst am Wochenende dazu…..bis dann….

    vorab = Sparquote (alle Einkommen die nicht konsumiert werden) ungleich Geldsparquote (Einnahmeüberschüsse)

    >>>Jedermensch weiss z.B., was Ersparnis oder Sparquote ist, nur Du scheinst es nicht zu wissen

    Genau umgekehrt 🙂

    liebe Grüße, Jörg

  8. Nehmen wir doch den Begriff „Einnahmenüberschuss“ .. Dieser Begriff hat seit ehe eine landläufig bekannte und anerkannte Bedeutung, die besagt sinngemäß:

    Einnahmenüberschuss = Einnahmen minus Ausgaben = Rohgewinn (> 0)

    Ausgaben sind diejenigen Ausgaben (Vorfinanzierung), welche in derselben Periode zur Erzielung der Einnahmen eingesetzt wurden – so auch z.B. die kompletten monatlichen Lebenshaltungskosten eines Lohnsklaven, der am Ende des Monats seinen Lohn (= Einnahmen, Bruttolohn) bekommt. Also:

    Einnahmenüberschuss = Lebenshaltungskosten/Aufwendungen minus Bruttolohn/Erträge = Rohgewinn (> 0)

    Der Rohgewinn ist nach Abzug der Steuerabgaben der Reingewinn (bei Gewerbetreibenden). Von dem Reingewinn gehen bei Gewerbetreibenden eventuell noch weitere fixe Ausgaben für die (freiwillige) Kranken- und Altersversorgung usw. runter. Was übrig dann bleibt, ist das, was mensch landläufig Ersparnis, Sparanteil (am Einkommen) oder Sparquote nennt – d.h. das, was am Ende des Monats „auf die hohe Kante zurückgelegt“ wird.

    Buschbeck: in der laufenden Periode fehlt der Einnahmeüberschuss bei der Nachfrage, wenn es keine Nachfrage gegen freiwillige und besicherbare Neuverschuldung gibt.

    Der Einnahmenüberschuss (des Selbstständigen oder des Lohnsklaven) kann Niemandem gefehlt haben, sonst wäre er nicht am Ende des Monats realisiert. Etwas anderes ist aber die „Ersparnis“ (an den Ausgaben bzw. vom Einkommen) : die wird in der nachfolgenden Periode bei der Nachfrage (nach meiner Leistung) fehlen, wenn sie nicht durch Neuschuldner herbeigeschafft und ausgegeben wird.

    Buschbeck: Ob sich dies in den folgenden Perioden ändert, ist ziemlich offen, die ursprünglichen Pläne für den Zeitraum Geldhaltung können sich ändern und sind oft noch gar nicht exakt geplant.

    Also, wozu über „Pläne“ quaseln, die „oft gar nicht exakt geplant“ sind oder „sich ändern können“? Wozu soll das gut sein, mit solchen Nullaussagen, und ähnlichen, für Verwirrung im Publikum zu sorgen ?

    Buschbeck: Ich weiß schon was Du meinst, nur einen sauberen stringenten Begriff kannst Du so auch nicht ableiten.

    Jedermensch weiss z.B., was Ersparnis oder Sparquote ist, nur Du scheinst es nicht zu wissen – und kommt bei Dir deshalb auch gar nicht vor. Auch „Einnahmenüberschuss“ ist landläufig mit fester Bedeutung belegt (s.o.).

    Mit Gruß, Beo2

  9. >>> Richtig. Also, unterscheiden wir doch zunächst sauber zwischen dem GeldSPAREN und dem GeldHORTEN.

    Den „sauberen Unterschied“ gibt es aber gar nicht, in der laufenden Periode fehlt der Einnahmeüberschuss bei der Nachfrage, wenn es keine Nachfrage gegen freiwillige und besicherbare Neuverschuldung gibt.

    Ob sich dies in den folgenden Perioden ändert, ist ziemlich offen, die ursprünglichen Pläne für den Zeitraum Geldhaltung können sich ändern und sind oft noch gar nicht exakt geplant. Ich weiß schon was Du meinst, nur einen sauberen stringenten Begriff kannst Du so auch nicht ableiten.

  10. Buschbeck: nur kann man eben ohne neue Worte wie.z.B. Einnahmeüberschüsse die Welt nicht erklären.

    Neue Worte sind schon in Ordnung und werden gebraucht, sie sollten nur eingangs sauber definiert werden und vor allem : konsequent-konsistent benutzt werden, ohne noch weitere Synonyme frei nach Laune zu verwenden, die ebenfalls neu sind und nirgends explizit definiert.

    Eine neue Theorie sollte stets mit sauberen Begriffsdefinitionen und Axiomen (Grundformeln/-funktionen) beginnen und sich sklavisch an die ausgewählten Begriffe halten, zumindest solange sie Neu ist.

    Buschbeck: Ich habe die Grundlagenbeiträge übrigens alle lektorieren lassen, dies ändert aber auch nichts daran, dass es neue Worte braucht.

    Dann halte dich auch an die Empfehlungen deines Lektors bzw. deine eigenen Grundbegriffe.

    Buschbeck: und die meisten Deutschen WOLLEN auch das Geldsparproblem nicht verstehen…

    Richtig. Also, unterscheiden wir doch zunächst sauber zwischen dem GeldSPAREN und dem GeldHORTEN.

    Unter SPAREN verstehe ich das vorübergehende, befristete Verschieben bzw. Blockieren von Liquidität (GELD, Zahlungsmittel), d.h. sofort verfügbarer Kaufkraft, in eine/r GeldANLAGE (aller Art). Hierdurch entsteht eine Geldforderung/-guthaben des Geldhalters. Sowohl Geld/Liquidität als auch Geldguthaben bilden zusammen das Brutto-Geldvermögen des Geldhalters – und abzüglich von Geldschulden entsteht das Netto-Geldvermögen.

    Und klar, das Netto-Geldvermögen in einer geschlossenen Wirtschaft bzw. in der Welt muss logischerweise Null sein.

    Nun hast Du richtigerweise festgestellt, dass Geldguthaben/-forderungen (= gespartes Geld) zugleich Nachfrageschulden sind, d.h. eine Bringschuld/Verbindlichkeit gegenüber dem Rest der Realwirtschaft, die darauf angewiesen ist, das von ihr mittels Geldkredit (gegen Pfand) hereingebrachte und ausgegebene Geld wieder zurückzuerhalten, um sich fristgerecht entschulden zu können. Kredite und Darlehen haben ja Tilgungsfristen.
    Das gesparte Geld muss also zügig wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen und Güter nachfragen, oder muss durch neugeschaffenes Geld ersetzt werden, sonst stockt zunächst der Absatz (= Deflation) und anschließend auch die Produktion (= Rezession), abgesehen von Zunahme der Insolvenzen. Jemand Anderer muss also das gesparte Geld zurückführen oder ersetzten, was ja nur über Darlehen (Rückführung) oder Kredite (Neuschöpfung/Ersetzen) geht, d.h. über eine Neuverschuldung. Nur über solche Neuverschuldung kann dann ein Teil der Altverschuldung in der Realwirtschaft getilgt werden – während sich die Tilgungsnot nun auf den Neuschuldner verlagert. Diese Neuverschuldung wäre nicht oder kaum nötig, wenn kein Geld gespart würde.

    Das GeldHORTEN ist das längerfristige (durchschnittliche) Zurückhalten bzw. Nicht-Ausgeben von Liquidität in Bar (z.B. zu Hause, im Safe) oder auf dem Girokonto; letzteres meistens für Spekulationszwecke, um mit diesem „Spielgeld“ in einem Börsencasino mit zu zocken (vgl. Aktien-, Immo-, Rohstoff-Börsen, etc.). Auch diese liquide Geldmenge bleibt die Nachfrage nach Realgütern schuldig und sorgt deshalb, insbesondere falls sie stetig zunimmt, für ein Stocken des Absatzes und für ein Entschuldungsproblem im Rest der Realwirtschaft. Auch sie macht eine Neuverschuldung erforderlich, notfalls die des Staates, wenn ein Systemkollaps vermieden werden soll – wobei letzteres durchaus beabsichtigt werden kann, wenn es etwas Interessantes bei den Schuldnern zu pfänden gibt, wie z.B. bei dem Staat.

    Mit Gruß, Beo2

  11. @Beo – da ist sicher was dran, nur kann man eben ohne neue Worte wie.z.B. Einnahmeüberschüsse die Welt nicht erklären. Ich habe die Grundlagenbeiträge übrigens alle lektorieren lassen, dies ändert aber auch nichts daran, dass es neue Worte braucht.

  12. Ja, Jörg : Du solltest dich mit Jemandem zusammensetzen, der Dir hilft, deine eigenwilligen Fachbegriffe ins Normaldeutsch zu übersetzen. Denn was nützt es, recht zu haben, wenn Niemand es versteht und deshalb nicht zuhören kann ?
    Nicht die Zusammenhänge sind kompliziert, sondern deine Sprache ist fremd.

    Mit Gruß, Beo2

  13. schön, dass Du grad dazu schreibst Michael, da ich grad wieder intensivste Diskussionen zum Thema hatte. Sag mal bitte, lernt man im VWL Studium typischerweise:

    den Unterschied zwischen Einnahme und Einzahlung?

    die realwirtschaftliche Entstehung der Geldvermögen bei den Kaufsalden?

    die Unterscheidung in Zahlungsmittelvorgänge und realwirtschaftliche Geldvermögensvorgänge?

    die Begrifflichkeit „Einnahmeüberschüsse bzw. Verkaufsüberschüsse“ in Abgrenzung zum realen „Sparen“ als Nachfrage nach Investitionsgütern?

    Also, in etwa was ich hier beschreibe mit anderen Worten?

    http://www.global-change-2009.com/blog/die-kollektive-bildungslucke-%E2%80%93-die-zwei-naturgesetze-der-geldwirtschaft/2012/02/

    Haben die Jungs dies alles und vergessen es wieder?

    danke und liebe Grüße, Jörg

    Anlage:
    FB- Diskussion mit einem Autor ökonomischer Fachbücher

    Jörg Buschbeck es ist schon eine Kuriosität bzw. Frechheit ersten Ranges, wie die Volkswirte die Politiker ins Messer laufen lassen. Die könnten den Politikern doch mal die triviale Formel verraten, nach der die Restgröße Staatsverschuldung in Käufermärkten entsteht.

    Staatsschuldenwachstum = Wachstum der inländischen privaten Netto-Geldvermögen bereinigt um die Exportsalden.

    Kann es sein, dass die Volkswirte da private Interessen haben, diese Trivialitäten nicht zu verraten?
    Freitag um 09:43 · Bearbeitet · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck aufgrund Nachfragen per PN, hier noch ein Hintergrundartikel zu meinen Aussagen:
    http://www.global-change-2009.com/blog/die-kollektive-bildungslucke-%E2%80%93-die-zwei-naturgesetze-der-geldwirtschaft/2012/02/

    Die kollektive Bildungslücke – die zwei Naturgesetze der Geldwirtschaft | Global Change 2009 e.V.
    http://www.global-change-2009.com
    In unserer Welt gibt es Naturgesetze, die Zustände und ihre Änderungen mittels messbarer und eindeutig definierter Größen beschreiben. Solche Gesetze existieren auch in der Ökonomie. Im Gegensatz zu den wichtigsten physikalischen Naturgesetzen wird uns aber in der Schule dazu nichts beigebracht. Da …
    Freitag um 11:57 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

    Jörg Buschbeck „Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen haben die Ökonomen, in Deutschland insbesondere, ein gespaltenes Verhältnis zu ihren eigenen logischen Grundlagen. “

    von Heiner Flassbeck
    (erscheint in einem Sammelband zum 75. Geburtstag von Wolfgang Stützel im Herbst 2000)

    Wenn man heute Wolfgang Stützels Beitrag zur Volkswirtschaftslehre Revue passieren läßt und sich gleichzeitig den Stand der aktuellen wirtschaftspolitischen Auseinandersetzung vor
    Augen führt, ist man zwischen Verzweiflung und Zynismus, Wut und Erstaunen hin– und hergerissen. Wolfgang Stützel ging es vor dreißig Jahren ähnlich. In der Veranstaltung zu Wirtschaftstheorie– und politik, die er mit Vorliebe sein „Oberseminar“ nannte, begann der vortragende Seminarist regelmäßig mit der Darstellung hochtrabender theoretischer Modelle und endete, im Gefolge eigener Fehler oder „angeregt“ durch Wolfgang Stützel, regelmäßig
    bei der Deklination der volkswirtschaftlichen Saldenmechanik. Solche Kurse würde man auch heute noch vielen Ökonomen und Politikern wünschen. Genau wie damals werden heute in der wirtschaftspolitischen Diskussion ohne Unterlaß Positionen bezogen, von denen man schon aufgrund der saldenmechanischen Zusammenhänge weiß, daß sie nicht haltbar sind.

    Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen haben die Ökonomen, in Deutschland insbesondere, ein gespaltenes Verhältnis zu ihren eigenen logischen Grundlagen.

    Einen Mathematiker, der sich in seinen Ausführungen immer eilfertig von den Grundrechenarten distanzierte, würde die Disziplin rasch zum Schweigen bringen. Einen Physiker, der bei seinen Ableitungen beiläufig die Newtonschen Gesetze „wiederlegte“ oder schlicht ignorierte, würden die Fachkollegen sicher in Minuten demontieren. Anders in der Ökonomie: Es ist geradezu tugendhaft, wenn man sich von „Identitäten“ und „Saldenmechanik“ distanziert,
    ganz gleich, wie oft man dabei gegen die reine Logik verstößt.
    Gestern um 08:59 · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Vorsicht mit der Logik! Es irrt der Mensch so lang er lebt!
    Gestern um 09:19 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Nur kaum bei den Grundrechenarten und Identitäten. Das Kauf = Verkauf ist und damit Verkaufsüberschüsse(Geldvermögensaufbau) und Kaufüberschüsse(Verschuldung) eine Identität bilden, kann man nur ignorieren, aber nicht seriös leugnen.

    „Meine“ Staatsschuldenformel oben sagt ja auch nichts anderes, Kaufüberschüsse des Staates (Schuldenwachstum) = Verkaufsüberschüsse des Rest der Welt. Was daran kompliziert sein soll, bleibt Ihr Geheimnis. Es ist maximal emotional komplex….
    Gestern um 09:23 · Bearbeitet · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Ich kenne keine Kaufüberschüsse. Man kann sie auch nicht mit Schuldenwachstum definieren. Wo bleiben da die Zinsen? Und Verkaufsüberschüsse kenne ich schon gar nicht. Was soll das sein? Ich stehe in einem Laden und verkaufe. Plötzlich stelle ich einen Verkaufsüberschuss fest? Oder ich zitiere:
    „Staatsschuldenwachstum = Wachstum der inländischen privaten Netto-Geldvermögen bereinigt um die Exportsalden.“
    Egal ob es stimmt oder nicht – ich kann aus der Feststellung keine Erkenntnis ziehen, die mich irgend wie weiter bringt. Konkretisiert in Zahlen ist es eine Gleichung. 100=100. Oder 1.000.000 = 1.000.000. Und was bringt das? Ist vielleicht etwas für Zentralbanker, aber nichts für die Politik!
    Gestern um 09:47 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Ja, man sollte realwirtschaftliche Geldvermögensvorgänge von Zahlungsmittelvorgängen unterscheiden können. Können die VWLer nicht, die keine Schüler von Wolfgang Stützel waren. Deswegen scheitern Sie am Thema Geld und Wirtschaft. Ohne die saubere Unterscheidung von Geldvermögensvorgängen und Zahlungsmittelvorgängen ist es nämlich nicht zu erklären. Die VGR hat deshalb den stützelschen Aufbau übernommen, sonst könnte Sie ja auch die Realität nicht in der Buchhaltung abbilden.

    Deswegen verweigern sich die VWLer nicht nur der Saldenmechanik/Logik, sondern diskutieren auch kaum über die Buchhaltungssalden der BRD. Sonst müsste der deutsche Geldsparüberschuss ja Dauerthema sein.

    Man stelle sich mal einen Unternehmer im Bankgespräch vor, der sich weigert in die Buchhaltung seines Betriebes zu schauen und statt dessen über Wunschwelten postuliert.

    Nochmals der Link mit Erläuterung an einem Beispiel (Computerkauf). Beantworte gern heute abend Ihre Nachfragen dazu:

    http://www.global-change-2009.com/blog/die-kollektive-bildungslucke-%E2%80%93-die-zwei-naturgesetze-der-geldwirtschaft/2012/02/

    Zins ist übrigens eine Einkommensart wie jede andere auch, ob Sie zu Einnahmeüberschüssen/Verkaufsüberschüssen und damit zu Verschuldung des Rest der Welt wird, entscheidet erst die Verwendung der Einkommen. Dort liegt der Hauptansatz saldenmechanischer Politikberatung. Wer Schulden senken will, muss nicht Ausgaben kürzen, sondern Einkommensverwendung jenseits der Geldvermögensbildung anregen.

    Dass wir fast gleichzeitig eine „Schuldenbremse“ ins Grundgesetz schreiben und „private Altersvorsorge“ = mehr Verkaufsüberschüsse fördern, ist ein Armutszeugnis der Politikberatung deutscher Ökonomen. Die Sparmaßnahmen zur angeblichen staatlichen Schuldensenkung in den PIIGS natürlich erst recht.

    Die kollektive Bildungslücke – die zwei Naturgesetze der Geldwirtschaft | Global Change 2009 e.V.
    http://www.global-change-2009.com
    In unserer Welt gibt es Naturgesetze, die Zustände und ihre Änderungen mittels m…
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    Gestern um 10:15 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

    Florian Josef Hoffmann Zitat: „Wer Schulden senken will, muss nicht Ausgaben kürzen, sondern Einkommensverwendung jenseits der Geldvermögensbildung anregen.“ Warum sagen Sie nicht einfach: Wer Schulden senken will, soll den Konsum anregen und nicht das Sparen. Das ist Deutsch und versteht einjeder.
    Gestern um 10:30 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck weil Sparen eigentlich Investieren ist, also Einkommen kaufen Sachwerte statt Konsumartikel. Sie meinen Geldsparen = Verkaufsüberschüsse bzw. Einnahmeüberschüsse – Einkommen kaufen gar nicht.

    Sparen und Geldsparen/Verkaufsüberschüsse sind zwei völlig verschiedene Dinge. Und da Banken eben Zahlungsmittel beim Kredit schöpfen und bei der Tilgung vernichten, sind diese Dinge auch nicht über einen lehrbuchmäßigen Verleihvorgang verbunden.

    Natürlich versteht dies erst mal keiner, der dies noch nie gehört hat. Nur ist die Welt von Wirtschaft und Geld ohne diese Unterscheidung nicht zu erklärung, das Scheitern der VWL ist ja nun auch nicht zu bestreiten. Weswegen ich dies einem Autor ökonomischer Fachbücher eben zumuten möchte, nicht aus Rechthaberei sondern damit ich das Lied nicht mehr alleine singen muss, am Ende geht es doch auch um den Frieden in Europa.
    Gestern um 10:49 · Bearbeitet · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Die Unterscheidung steht in meinem Buch http://www.occupy-economics.de – aber so, dass ein jeder sie versteht!

    occupy economics :: Ideen für Revolutionen (und Piraten) :: Florian J. Hoffmann
    http://www.occupy-economics.de
    ist der Hinweis auf eine ökonomische Schieflage, die immer mehr Menschen beklage…
    Mehr anzeigen
    Gestern um 10:55 · Bearbeitet · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Dann steht da die richtige Staatsschuldenformel mit anderen Worten drin? Welche sind dies?
    Gestern um 11:01 · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Mich interessieren Einsichten und Erkenntnisse. Mich interessiert, was ist, aber keine Formeln!
    Gestern um 11:13 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck wo ist der Unterschied? Die Formel liefert die Erkenntnis, wo die Staatsverschuldung in Käufermärkten her kommt, von den privaten Verkaufsüberschüssen. Da kann man sicher auch schöne Sätze mit anderen Worten draus machen, Hauptsache der Inhalt stimmt.

    Komme aber grad nicht dazu, ihr Buch zu lesen, vermute auch nicht, dass Sie das (deutsche) Problem der überschüssigen Geldsparpläne klar genug ausgedrückt haben.
    Gestern um 11:21 · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Unklarer ausgedrückt geht’s nicht: „überschüssige Geldsparpläne“. Eierlegende Wollmilchsau, oder was? Ich rede anders, ich rede mit Worten, die jeder versteht.
    Gestern um 11:29 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Es wird für Fachdiskussionen eben nicht klarer, wenn man populäre aber mehrdeutige Worte verwendet. Die Sparneigung ist nicht zu hoch, nur die Geldsparneigung.

    Geldvermögen sind aber keine Identität mit Zahlungsmittel, Investitionen sind keine mit Ausgabeüberschüsse – Einnahmen keine Einzahlungen.

    Ob man dies in einem populärwissenschaftlichen Buch anders hält ist eine andere Frage, ich denke wir führen hier eine Fachdiskussion.

    Nun ja, über Winter werde ich es sicher mal lesen, dann werde ich hoffentlich was zu verständlichem Ausdruck von Ihnen lernen, oder mich in der fehlenden „Wortigkeit“ der ökonomischen Debatte bestätigt sehen.

    PS zum Thema Terminologie 🙂
    http://www.global-change-2009.com/blog/wolfgang-stutzel-ein-alter-zeit-beitrag/2012/09/

    Wolfgang Stützel – ein alter Zeit Beitrag | Global Change 2009 e.V.
    http://www.global-change-2009.com
    Er ist irgendwie anders als die anderen Professoren hier ” „Man muß ihn schon vo…
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    Gestern um 11:47 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

    Florian Josef Hoffmann Die Ökonomie leidet unter nichts mehr, als unter Fachchinesisch.
    Gestern um 12:39 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Die Ignoranz der Logik ist schlimmer, jedes Fach hat nun mal seine Fachwörter, die der Fachmann kennen sollte.

    Man sollte jedenfalls ein Wort wie „Sparen“ nicht für 2 völlig verschiedene Dinge verwenden – Sachwertnachfrage und Nichtnachfrage – dies erzeugt auch größtmögliche Konfusion und erklärt, warum die Ökonomen ihre einfachen Zusammenhänge nicht erklärt bekommen.

    Ob der Begriff des „Verkaufsüberschuss“ oder „Einnahmeüberschuss“ nun glücklich gewählt ist, ist sicher diskutabel. Nur braucht es halt unbedingt einen abgegrenzten Begriff zum realen Sparen = Sachwertnachfrage.
    Gestern um 15:36 · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Sie bekommen die Zusammenhänge erklärt – aber niemand versteht’s. Sie verrennen sich in Ihrer eignen Logik. Ihre Fachwörter sind nur Ihre Fachwörter.
    Gestern um 16:34 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Stimmt, die Ökonomen verweigern sich nahezu kollektiv korrekten Begrifflichkeiten. Nur die VGR war gezwungen, die stützelsche Systematik zu übernehmen – man wollte ja die Realität in der Buchhaltung abbilden.

    Nur kann doch die Antwort nur die Fortbildung der Ökonomen sein, nicht die Akzeptanz ihrer Defizite. Irgendwann sollten doch auch Ökonomen mal den Bezug zur Realität bekommen. Im übrigen sind begriffe wie geldvermögen auch bei wikipedia korrekt definiert, ohne dass dieses Wissen manchen deutschen Ökonomen verfügbar ist.
    Gestern um 16:58 · Bearbeitet · Gefällt mir

    Florian Josef Hoffmann Ich verweigere mich auch, weil es so der Politiker nicht versteht – und der normale Mensch schon garnicht. Down to earth ist die Devise.
    Gestern um 17:19 · Gefällt mir

    Jörg Buschbeck Die Beherrschung der ökonomischen Grundrechenarten ist maximal erdverbunden. Mal sehen ob Sie die wirklich drauf haben und sogar verständlich erklären, bestelle jetzt ihr Buch. 🙂
    Gestern um 17:47 · Gefällt mir

  14. Klingt eher als hätte derjenige ein Buch über Ökonomie-Theorien der letzten 250 Jahre gelesen oder so etwas ähnliches. Ist ja auch wichtig, zu wissen, wie früher so gedacht wurde.

    Aber mit in VWL-Studium lernt man schon die Kritik an den o.g. Theorien. VWL studiert hat der Kritiker also wohl eher nicht.

    Das Problem ist nämlich weniger, dass die VWL das falsche lehrt und das richtige nicht. Sondern, dass einige wichtige Aspekte (z.B. die Vorbedingungen für bestimmte Theorien) nicht im Gedächtnis hängen bleiben.

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