WARUM löst ein kleines Grundeinkommen so viele große Probleme? Das steuernde Grundeinkommen(SGE) als Generalansatz für einen nachhaltigen Kapitalismus


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Guthabenbremse + steuerndes Grundeinkommen = nachhaltiger Kapitalismus

Der Global Change 2009 e.V. tritt für ein steuerndes Grundeinkommen (SGE) ein. Ein Grundeinkommen das mithilft, gestörte Märkte in Ordnung zu bringen, die Wertschöpfung dadurch ökologisch und ökonomisch effizient zu gestalten und vor allem die Marktziele auf den Nutzen aller Menschen auszurichten – Volkswirtschaft im Wortsinn. Seine Steuerwirkung entfaltet das SGE durch die Besteuerung der „Baustellen des Kapitalismus“, seiner natürlichen und systemischen Störungen, Externalitäten  und Rationalitätenfallen.

7 auf einen Streich – was ein gut konstruiertes Grundeinkommen leisten könnte:

1. Staatsversagen beim „bedingten Geldausgeben“ wird behoben – fehlallokationsarme Rückzahlung der nötigen Lenkungssteuern
2. Abschaffung der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit durch einen völlig freien Arbeitsmarkt
3. Markt-Lösungen der ökologischen Frage – Grundeinkommen aus Ressourcenbesteuerung
4. Sozial statt sozialistisch – Abschaffung der Sozialbürokratie, freie Lebensplanung
5. Faire Leistungsbewertung – wer arbeitet, hat immer Leistungseinkünfte + Grundeinkommen
6. Mittel gegen wachsende „Marktvermachtung“ – Auf der Zahlungsseite Starthilfe für neue, innovative Unternehmer
und auf der Einnahmenseite durch Steuer auf Vermögenskonzentration.
7. Ein bedarfsweiser Grundeinkommenszuschlag könnte das wegen der bargeldbedingten Nullzinsgrenze fehlende antideflationäre Steuerelement der Geldpolitik werden.
– siehe dazu Werkzeug B der gesamtwirtschaftlichen Monetative.

SGE – Höhe in etwa Hartz4 – WARUM?
Eines der wichtigsten Argumente gegen ein Grundeinkommen ist die Schwierigkeit, z. B. 1500 Euro im Monat für jedermann „einfach mal so“ zu finanzieren. Die teilweise vorgeschlagene Finanzierung durch bis zu 50 % MwSt. lässt auch so einen „linke Tasche / rechte Tasche“-Effekt für ein Grundeinkommen vermuten. Wenn die wirtschaftliche Marktmacht jedoch begrenzt und besteuert wird, dann ist für die „Augenhöhe im fairen Markt“ auch nur ein kleines Grundeinkommen erforderlich, das sich aus der ohnehin erforderlichen Besteuerung der Marktstörungen und dem Wegfall bedingter Sozialleistungen auch gut finanzieren lässt.

„Wer wird denn da noch arbeiten?“

Ein solches, nach unserem Vorschlag eher bescheidenes Grundeinkommen würde das gesellschaftliche Leistungsangebot auch eher erhöhen statt senken. Wer nicht arbeiten will, bekommt auch heute schon Sozialleistungen in ähnlicher Höhe. Aber da zuverdientes Einkommen beim BGE nicht angerechnet wird, gibt es keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit bei Marktwert < Sozialleistungen mehr. Gerade das Angebot an einfacher Arbeit wird ebenso steigen wie dasjenige an unbezahlter gesellschaftlicher Leistungserbringung. Ein solches Grundeinkommen beseitigt die gravierende Marktstörung der Mindestpreise (faktische Mindestlöhne) im Arbeitsmarkt, ohne in die Verelendungsfalle des Manchester-Kapitalismus zu laufen.

ähnliche Gedanken eines Wissenschaftlers aus Österreich

37 Kommentare zu „WARUM löst ein kleines Grundeinkommen so viele große Probleme? Das steuernde Grundeinkommen(SGE) als Generalansatz für einen nachhaltigen Kapitalismus“

  1. Guten Abend allerseits und vielen Dank für diese sehr interessante Diskussion. Ich muss sagen, nach dem langwierigen durchlesens all dieser Beiträge bin ich um einiges klüger geworden.

    Ich muss aber sehr dem Herrn Bärligea danken, für seine ruhige und präzise Argumentationsweise und die dadurch erst gegebene Möglichkeit diesen durchaus erschöpfenden Gesammtsachverhalt und dessen innere Zusammenhänge zu verstehen.

    Sie haben mich sehr zum nachdenken angeregt und ich hoffe, dass das einige andere Schreiber hier auch tun werden. Herr Bärligea argumentiert logisch und zusammenhängend, nicht wie manch anderer Freund hier.

    Guten Abend allerseits.
    K. Dells

    1. Hallo Herr Dells,

      Herr Bärligea hätte Geld gern als DING,

      Geld ist aber kein DING, weil es ein ANSPRUCH auf Leistung ist, und einen Anspruch muss jemand SCHULDEN.

      Wenn Sie mir sagen, dass Sie bei mir was guthaben, dann muss ich Ihnen tatsächlich was schuldig sein.

      Deshalb ist Geld kein Ding, sondern ein bankmäßig besichertes Forderung/Verbindlichkeitspärchen.

      Es gibt deshalb auch keine Geldvermögen „netto“ auf der Welt = Guthaben minus Schulden bleibt immer Null.

      Wer vorrangig reale Dinge als Wertspeicher will, ich will dies übrigens auch tun, muss reale Dinge kaufen,

      wer in Geld = Foderungen spart, erzwingt Verbindlichkeiten = Schulden Dritter und schafft kein Nettovermögen, wenn die
      solventen Investoren/Schuldner wie heute Mangelware sind.

      Dagegen hilft nur Nachfrage nach werthaltigen Dingen statt Guthaben = Schulden, dies ist einfachste Logik, aber für „deutsche Horterhirne“ ist dieser Pillepallekram unendlich kompliziert.

  2. Ach, auf den demagogischen Teil des ganzen Zitates bin ich ja gar nicht eingegangen.
    Da gibt es ja noch den „Wohlfahtrstaat“ und die angebliche „versteckte Enteignung“

    Richtig, rette sich wer kann, verabschiedet euch aus dem Solidarprinzip, Hilfe am Unfallort nur noch gegen Vorkasse.
    Aktzeptiert werden nur 333-999er Metalle, denn nur das ist ja bekanntlich GELD.
    Spielt zwar seit 1971 keine Rolle mehr, aber egal.
    Mann muss den Leuten nur Angst einjagen dann glauben sie auch das sie angegriffen werden, selbst Hermann Göhring wusste um dieses „Ordnungsprinzip“ bescheid.
    Auch der „Sozialdemokrat“ Sarrazin bedient sich dieser demagogischen Sprache „Hilfe, wir sterben alle aus“.

    Das Prinzip ist immer das gleiche, dass was Demagogen eint, ist die Unfähigkeit ein T-Konto zu interpretieren.

  3. Zitat Ralph Bärligea aus dem Blog „Partei der Vernunft“

    „Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Verfechter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist schlicht und ergreifend ein Mechanismus für die „versteckte” Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es schützt Eigentumsrechte. Wenn man das erst einmal begriffen hat, ist die Feindschaft der Wohlfahrtsstaatsverfechter gegen den Goldstandard nicht mehr schwer zu verstehen.
    So gesehen sind die Menschen also selbst schuld, die in ein so offensichtlich zum Untergang bestimmtes System blind vertrauen.“

    Das schreibt also ein Vertreter der „Vernunft“.
    Da gibt es also ein nutzloses Metall das zwar im Handwerk und der Industrie so gut wie keine Verwendung findet, dennoch anscheinend ein Geheimniss birgt, was die Menschen im Gegensatz zu Herrn Berlingea nicht zu erkennen vermögen.
    Die Geschichte des Goldes ist genau die, die wir in den Geschichtsbüchern nachlesen dürfen.
    Der Goldstandard herrschte schon zur Zeiten Rom`s, wie wir aus dessen Trümmern erfahren durften.
    Den Spaniern erging es nicht anders, auch sie rettete dieses Metall nicht und das trotz der Goldfunde Südamerikas, was so ungefähr 20 Millionen Ureinwohner das Leben kostete bevor Spanien als blühende Kultur selbst verschwand.
    Auch die zwei Weltkriege waren vom Goldstandard begleitet, all dies wird verschwiegen wenn vom Gold gesprochen wird.

    „Ehret Lykurg, er ächtete das Gold“

    Lykurg ahnte 700Jahre v.Christus das Gold ein Produkt des Todes ist, er wiederlegte damit auch, wenn auch unfreiwillig, das unser heutiges Geld damit etwas zutun haben könnte, denn Bar-oder Giralgeld gab es zur damaligen Zeit nicht.
    Nun lieber Herr Bärligea, was ist dieses Geheimnis des Goldes, das Lykurg schon ablehnte und sie uns offenbaren wollen?

  4. @StarWars

    Schulden haben einen Rückzahltermin und Guthaben nicht?

    Wer soll solche komplexen Dinge als unbefristeter Guthabenhalter verstehen? Da überforderst Du die selbst existenziell befristeten Menschen völlig auf der analerotischen Ebene – auf diesen Unsinn können Sie gar nicht eingehen. 🙂

    liebe Sonntags-Grüße von Jörg

  5. „Alle Dinge die “Star Wars” schreibt sind falsch, ich erspare mir, das zu widerlergen.“

    Wurde von einem Parteienvertreter der „Vernunft“ auch nicht erwartet.
    Dafür ist das Bankensysten wohl auch zu einfach strukturiert, als das es der Normalsterbliche verstehen darf.
    Das Kredite einen Rückzahlungstermin haben und die daraus enstandenen Guthaben nicht, ist wohl eins der letzten Rätsel dieser Welt.

  6. bitte jetzt keine VT 🙂 ich war’s nicht – und wir wollen Dir glauben. Muss wohl WordPress irgendwas vertauscht haben.

  7. „Das Problem ist, wie Sie richtig erkennen, dass die Zentralbank Geld als Schuld in Umlauf bringt“

    Das hat meines Wissen GC nie behauptet, im Gegenteil.
    Wie soll sie es denn sonst in den Umlauf bringen, als Geschenk etwa?
    Sie sind doch wohl kein Rheingolder, der fröhlich einkaufen geht?

    „und die Geschäftsbanken (in Deutschland drei Säulen Privatbanken, Genossenschaftliche Banken, Öffentlich rechtliche Banken/ Landesbanken & Stastsparkassen) dieses Geld dann als Schuld weitergeben und über die Giralgeldschöpfung mehr als verzehnfachen.“

    Oben haben Sie noch geschrieben das Geld weiterverliehen wird, jetzt beschweren Sie sich das Giralgeld geschöpft wird, zudem noch schuldbehaftet.
    Was ist jetzt noch mal das Problem?

    „Unter letzterem, dem Giralgeld, verstehen Sie wohl das “private Geld”.“

    Ja genau das was sie als liberaler befürworten findet tagtäglich bei Kreditgewährung statt.
    Wir alle bezahlen mit Privatgeld, selbst der Staat will GZ als Zahlungsmittel nicht mehr annehmen.

    „Das Problem ist die Zentralsteuerung des Geldes an sich.“

    Wenn hier die zentrale Steuerung der ZB gemeint ist, muss ich Sie enttäuschen.
    ZB handeln nur auf Anfrage und steuern gar nichts, ansonsten sollten Sie erklären wie ZB Geld in den Umlauf bringen

  8. Vielen Dank allerseits für das Gespräch. Aber Sie erklären nicht, was Sie eigentlich wollen.

    Alle Dinge die „Star Wars“ schreibt sind falsch, ich erspare mir, das zu widerlergen.

    Auch unter den beiden Links, die Herr Buschbeck mir per E-Mail empfohlen hat, finde ich keine Erklärung, was Sie hier mit Ihrem Verein überhaupt wollen.

    http://www.global-change-2009.com/blog/details-zum-geldsystem/2010/06/

    http://www.global-change-2009.com/blog/der-systemfehler-in-einem-satz-schulden-haben-einen-ruckzahltermin-guthaben-nicht/2010/06/

    Noch einmal: So etwas wie „Horten“ gibt es nicht. Warum habe ich Ihnen erklärt. Sie und alle in Ihrem Verein werden von „Hortephantasien“ und der Vorstellung von sagenhaften Horten geplagt und verfolgt.

    Die Argumentationsstruktur in Ihren Texten ist der größte Nonsens, den ich je gelesen habe. Kein Argument ist logisch aufgebaut.

    Auf das was ich schreibe, gehen Sie nicht im Geringsten ein. Zum Abschluss: Ich verstehe zwar nicht, was Sie eigentlich wollen, aber in einer wettbewerblichen Geldordnung können Sie Ihre Ideen ausprobieren, solange Sie niemanden dazu mit Gewalt zwingen. Die Partei der Vernunft steht für eine solche marktwirtschaftliche Geldordnung.

    Den entsprechenden Text, der die Zusammenhänge erklärt finden Sie unter:

    http://www.parteidervernunft.de/node/1215

  9. @ Ralph Bärligea
    „Dieses Geld wird fast in kompletter Höhe an andere Banken, Unternehmer, Menschen weiterverliehen.“

    Das wiederspricht sich doch-„weiterverliehen“ und „Geldschöpfung“.
    Wenn Geld immer wieder „weiterverliehen“ wird, wozu braucht es dann Geldschöpfung?
    Und falls Geld, so wie Sie behaupten „weiterverliehen“ wird, täte sich das System binnen kürzester Zeit selbst Strangulieren, da spätestens nach der 10 Runde des „weiterverleihens“, alles Geld für Zins und Tilgung draufginge.
    Banken verleihen kein Geld,sie vergeben Kredite.
    Steht auch so im Bericht der Bundesbank:
    „Sie nehmen u. a. Gelder von Privatkunden und Unternehmen an, vergeben Kredite an die Wirtschaft und betreiben Zahlungsverkehrsgeschäfte.“

    Von „verleihen“ steht da nichts.
    http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_04.pdf

    Von Axel:
    „Wie ist es heute?
    Der Übergang von Bargeld zu Giral erfolgte mit der Telekommunikation und EDV. Vor dem Giral konnten die Banken konnten nur das als Kredit vergeben, was auch in der Kasse lag, so wie zu Zeiten des Hartgeldes. Die zunehmende Ausweitung der Konten haben der Bank die Möglichkeit eingeräumt, neben dem Bargeld ein Zahlungsmittel parallel zum Bargeld zu schaffen.
    Die Banken, die früher die Banknoten eigenständig ausgeweitet haben, konnten nun das Giral eigenständig erschaffen.
    Aus Sparen vor dem Kredit ist nun das gleiche passiert, wie bei den Banknoten früher. Es wurde ein vielfaches an Giral gegenüber den real existierenden Banknoten erzeugt. Wieder liegt der Kredit vor dem Sparen. Die Bank kassiert erst Kreditzinsen und schmälert ihre Gewinne durch nachlaufende Sparverträge. Wiederum passiert das gleiche wie zum Hartgeld/Banknoten Verlauf. Das Sparen blockiert die Mittel, die zur Kredittilgung und Zinszahlung notwendig sind.
    Die Sparguthaben beginnen sich durch Zinseszins exponentiell zu vermehren und gleichzeitig müssen immer mehr Kredit abgeschrieben werden.

    Das zwei-stufige-Geldsystem hat dieses System länger leben lassen, denn nun konnte das eigentliche harte Geld unabhängig erzeugt werden und ausgeweitet werden. Alles liegt heute in der Hand der Geschäftsbanken, die Zentralbank ist mit zunehmende Ausweitung des Giralgeld machtlos geworden.“
    http://finanzcrash.com/forum/read.php?1,62044,62044#msg-62044

  10. Lieber Herr Buschbeck,

    Geld das auf Bankkonten „liegt“ kann gar nicht „gehortet“ sein. Dieses Geld wird fast in kompletter Höhe an andere Banken, Unternehmer, Menschen weiterverliehen. Nur ein kleiner gesetzlicher Mindesreservesatz von 2% wird als Reserve bei der Notenbank hinterlegt.

    Dass die Ersparnisse absolut immer mehr steigen, was die Statistik der Bundesbank ausweist, hat überhauptnichts mit „Horten“ zu tun. Real werden es sogar immer weniger Ersparnisse.

    Das Problem ist, wie Sie richtig erkennen, dass die Zentralbank Geld als Schuld in Umlauf bringt und die Geschäftsbanken (in Deutschland drei Säulen Privatbanken, Genossenschaftliche Banken, Öffentlich rechtliche Banken/ Landesbanken & Stastsparkassen) dieses Geld dann als Schuld weitergeben und über die Giralgeldschöpfung mehr als verzehnfachen. Unter letzterem, dem Giralgeld, verstehen Sie wohl das „private Geld“.

    Dabei kann man aber nicht von privatem Geld sprechen. Dieses Geld gibt es nur durch gesetzliche Sonderprivilegien für Banken und die massive Intervention durch die Zentralbank, die für die Rückzahlung aller Forderung in Zentralbankgeld implizit garantiert. Verstehen Sie die „privaten Geschäftsbanken“ (die meisten Geschäftsbanken sind ohnehin öffentlich rechtlich organisiert) einfach als Agenten (Auftragsempfänger) des Prinzipals (Auftraggeber) Zentralbank. Das Problem ist die Zentralsteuerung des Geldes an sich. In einer wettbewerblichen Geldordnung würde es die Probleme, die Sie hier nennen, alle nicht geben.

    Das unser Geldsystem auf immer mehr Geld/ neue Verschuldung angewiesen ist, ist in der Tat ein Problem. Dies stelle ich auch ausführlich in meinem Essay zur Geldpolitik dar. Bitte lesen Sie es und schreiben Sie in der Kommentarspalte darunter zu den einzelnen Punkten Ihre Kritik!

    http://www.parteidervernunft.de/node/1215

    Ihre Argumentation klingt für mich sehr aufgeregt. Ihnen muss doch klar sein, dass die Begriffe, die Sie verwenden (z.B. „private Horterei“, „Schlechtschuldnererzwingung“, „Dokumentation dieses Privatgeldes“) größtenteils nicht geläufig sind. Sie wollen aber doch verstanden werden. Schicken Sie mir doch einmal bitte einen Link zu einem ersthaften Text, der das Geldsystem erklärt (nicht das bestehende kritisiert), dass Sie sich vorstellen.

    Nochmal: Ich verstehe nicht genau was Sie wollen. In einer wettbewerblichen Geldordnung haben Sie jedoch die Möglichkeit zu versuchen, das Geld in Umlauf zu bringen, das Sie für das beste halten, solange andere Menschen Ihr Geld freiwillig als Zahlungsmittel akzeptieren und Sie ihr Ziel nicht durch Gewalt umsetzen.

    Leider sind Sie in Ihren Antworten auf keines meiner Argumente eingegangen, was ich sehr schade finde.

    Mit besten Grüßen

    Ralph Bärligea

  11. @RB

    Absurd ist, wenn man die Realität verweigert. Und in der Realität haben wir in Deutschland die private Horterei (Schlechtschuldenerzwingung) trotz Minizinsen schon vor der der eigentlichen Deflationskrise. Wenn Sie vielleicht bei der Bundesbank mal zur Realität nachlesen würden?
    http://www.bundesbank.de/download/statistik/stat_sonder/statso4.pdf#page=17

    Wir brauchen zur Aufrechterhaltung eines wirtschaftlichen Gleichgewichts heute schon ca.20% BIP Neuschuldner/Jahr. 8% für die Sparer und 12% geschätzt für die vertraglichen Kredittilgung.

    Wo kommen diese ca. 20% BIP Neu-Kredite in einer Depression mit verfallenden Einnahmeaussichten und Pfändern her?

    Dass eine Angebotsdeflation etwas völlig anderes als eine Nachfragdeflation ist, brauchen wir nicht diskutieren. Ich meine hier mit Deflation die anstehende Kettenreaktion der Nachfragedeflation.

    Grüße JB
    PS
    wir kaufen als Nichtbanken heute ausschließlich mit Privatgeld von Privatbanken. Kein Notenbankgeld kauft bei Nichtbanken irgendetwas.
    Es wird nur zur Dokumentation dieses Privatgeldes eingesetzt, was ein Systemfehler ist, aber ohne Privatgeld(geschäftsbankengeld) kommt es nicht in Umlauf. Esoterisch ist nur der Glaube des Inumlaufbringens des Zentralbankgeldes durch die Notenbank, mit späterem Spar- und Verleihvorgang. Dafür werden Sie keinen Beleg finden, auch nicht mehr bei der Bundesbank.

  12. Sehr geehrte Herr Buschbeck,

    leider kann ich Ihre Argumente beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ich versuche dennoch auf einen Punkt den Sie nennen einzugehen.

    „Vorfinanzierung“ wie Sie das nennen, ist der Tausch gegenwärtiger gegen zukünftige Güter. Menschen verzichten auf Konsum, sparen und geben das Geld Ihnen als Unternehmer als Kredit. Sie hoffen, dass Sie von dem Geld Investitionsgüter kaufen mit deren Hilfe sie Produkte erzeugen, die am Ende mehr wert sind, als die zu ihrer Herstellung benötigten Investitionsgüter.

    Wenn ich das richtig einschätze, ist ihre Befürchtung, dass durch Deflation, worunter sie fallende Preise verstehen, nicht mehr soviel Geld erwirtschaftet werden kann, wie ursprünglich investiert wurde. Dies würde dann Ihrer Meinung nach zu einem Ausfall sämtlicher Kredite und einer Wirtschaftskrise führen.

    Gleichzeitig nehmen die Preise der Pfänder (Sicherheiten) für die Kredite ab, wodurch diese dann nicht mehr ausreichend gedeckt sind, was ebenfalls in die Krise führt, wie Sie behaupten.

    Sehr geehrter Herr Buschbeck. Wie Sie sicher wissen, kalkulieren Unternehmer den technischen Fortschritt und die dadruch fallenden Preise mit ein. Nehmen Sie z.B. als Beispiel die Mikrochip-Branche. Hier sind die Produkte und die zu ihrer Herstellung notwendigen hochspezifischen Maschinen alle 6 Monate überholt. Die Preise halbieren sich ständig, bei Zunahme der Qualität. Niemand wird darum auf die Idee kommen, einen Kredit für eine Maschine zur Herstellung von Mirkochips zu vergeben und diese Maschine als Pfand zu akzeptieren. Das gleiche gilt für alle anderen Sachgüter, für die man von fallenden Preisen ausgehen kann.

    Was ich sagen will. Die Investoren (Sparer) und Unternehmer kalkulieren sinkende Preise, dort wo sie wahrscheinlich sind, bereits mit ein. Wo sie dies nicht richtig tun, verlieren sie eben einen Teil ihres Geldes. Bei sinkenden Preisen übrigens gar nicht so schlimm, da sie sich ja von dem übrig gebliebenen Geld mehr kaufen können, vielleicht sogar dasselbe wie vorher von der ursprünglich investierten Summe.

    Was Sie wegen der Vorfinanzierung ansprechen, das liegt im Kalkül des Unternehmers und dem Risiko, dass die Sparer/ Investoren eingehen. Unterlassen Sie als Unternehmer doch einfach die Investition in Bereiche, von denen Sie heute schon wissen, dass morgen die erzielbaren Preise für die verkauften Produkte nicht ausreichen werden, um die ursprünglich investierte Summe zu erwirtschaften.

    Wenn übrigens die Preise für ein bestimmtes Produkt sinken, dann hat das damit zu tun, dass auch die Produktivität gestiegen ist. Das heißt, das Produkt wird auch zu niedrigeren Kosten hergestellt. In diesem Fall verdienen Sie immer noch genug, um Ihre Kredite zu bedienen. Oder einfach die Nachfrage nach dem Produkt ist zurückgegangen und in einen Bereich abgeflossen, den die Menschen für wichtiger halten. Dann verkaufen Sie noch ab, was Sie haben und schließen Ihr Unternehmen, evtl. mit Verlust für die Investoren. Das ist der Marktmechanismus.

    Außerdem sinken auch nich alle Preise. Manche werden sogar steigen, etwa Grundstückspreise in Zentren von Großstädten. Die Aufgabe der Unternehmen ist es, das zu produzieren, von dem sie annehmen, dass es morgen auf dem Markt mehr wert ist, als heute die Produktion kostet (Ihre berühmte „Vorfinanzierung“). Es wird immer auch Dinge geben, nach denen die Nachfrage steigen wird und damit auch die Preise. Ihre Aufgabe als Unternehmer ist es, diese Dinge aufzuspüren, denn damit befriedigen Sie dich Nachfrage der Konsumenten. Wenn Sie mit fallenden Preisen rechnen, müssen Sie das halt mit einkalkulieren, wie es tausende andere Unternehmen auch tun.

    Es kommt nicht auf das Preisniveau, sondern auf die sich verändernden relativen Preise an, die das Investitionsverhalten der Unternehmen optimal im Sinne der Konsumenten und Bürger steuern. Das sogenannte Preisniveau auf das Sie anspielen, gemessen an der Preisveränderungsrate eines bestimmten Wartenkorbes, ist eine rein fiktive Größe, die für gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge keine Rolle spielt.

    Ihre Argumente sind schon allein deswegen unhaltbar, weil es etliche Unternehmen gibt, die bei fallenden Preisen hervorragend arbeiten. Auch hat sich die gesamte industrielle Revolution bei fallenden Preisen abgespielt.

    Dass eine Deflationsspirale eine esoterische Vorstellung ist und in einer wettbewerblichen Geldordnung unmöglich ist, habe ich Ihnen bereits gezeigt. Sie fallen hier meiner Meinung nach auf Marxisten wie Keynes und pseudoreligiöse, mystischen Vorstellungen von Geld herein.

    In Ihrem Szenario will kein Unternehmer mehr das Risiko von Sachgütern tragen, weil die Preise überall fallen. Am Ende würden alle Menschen aufhören zu arbeiten und zu investieren, auf Bergen von Geld sitzen und sich so in die Steinzeit zurück katapultieren. Am Ende würden Menschen lieber verhundern, als Geld auszugeben. Die Menschheit würde sich selbst auslöschen. Jetzt kommen Sie mit Ihrem Verein, um uns davor zu retten. Merken Sie nicht, wie absurd das ist?

    Solange Ihnen aber ein Geldsystem vorschwebt, zu dem Sie niemanden mit (Staats-)Gewalt zwingen müssen und das freiwillig angenommen wird, haben Sie aber in einer wettbewerblichen Geldordnung und in einem libertären Staat die Möglichkeit dazu. Sie können Ihre Ideen dann frei ausprobieren. Heute ist Ihnen das durch das gesetzlich bestimmte Geldmonopol jedoch verboten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralph Bärligea

  13. @Ralph Bärligea

    sie beten hier Ihre Ösi- Lehre als Glaubensbekenntnis runter, welche auf der nachweislich falschen Idee einer Tauschwirtschaft beruhen. Dies macht die Ösi-Lehre ja so gemeingefährlich – Deflation, so what -das sinken halt die Preise etwas und es passt sich wieder an. Diese Verharmlosung der Kernschmelze hat im 20.Jh Millionen Tote auf dem Gewissen.

    WIR TAUSCHEN ABER NICHT – auch wenn es geschrieben steht, ich bin Unternehmer und ich tausche keine Überschüsse. Ich finanziere Produktion vor – und muss diese Vorfinanzierung wieder erwirtschaften. Wirtschaften ist die Vorfinanzierung eines Angebots
    gegen Gewinnaussichten gegenüber Geldhaltung – kein tausch von Überschüssen.

    Wer passt den in einer Deflation meine Schulden und Raten zum Gleichgewicht an? Was machen Sie mit den verfallenden Pfändern?

    Deflation ist eine Kettenreaktion, weil Wirtschaft nicht Tauschen sondern Vorfinanzieren ist. Und diese Vorfinanzierung hat Termine und die aus der Vorfinanzierung entstanden Guthaben nicht.

    (verbriefte) Sachwerte sind schon die Lösung, aber ohne Anreiz tragen die Leute das Risiko der Sachwerte nicht, erst recht nicht in einer Deflation. Schaun Sie doch einfach die Zahlen dazu an, Wenn selbst die Unternehmen heute bei fast Nullzins netto horten. In Ihrem Ösi-Lehrbuch kommt dies nicht vor – in der deutschen Realität schon.

    Schmeißen Sie Ihre Tauschunfug Ösi-Bibel einfach weg, und schauen sie auf die Realität – hier ist Sie beschrieben.
    http://www.global-change-2009.com/blog/der-systemfehler-in-einem-satz-schulden-haben-einen-ruckzahltermin-guthaben-nicht/2010/06/

  14. Jörg Buschbeck

    06 September, 2010 um 15:12 Uhr

    @Partei der Vernunft

    leider scheinen Sie nicht zu wissen, dass es gar kein Geld “NETTO” gibt.

    Wenn jeder 1,2Millionen sparen will, müssen für jeden Sparer 1,2Millionen Schulden gemacht werden.

    Antwort:

    Richtig beobachtet! Darum können auch nie alle Schulden zurück gezahlt werden. Der Staat behauptet, er möchte seien Schulden abbauen. Würde er das, würde es gar kein Geld mehr geben. Darum sind alle Äußerungen zum Schuldenabbau unehrlich!

    In einer wettbewerblichen Geldordnung gibt es allerdings „netto“ Geld. Geld ist eine Ware wie jede andere, die in einer begrenzten Menge vorkommt und die Eigenschaften Homogenität, Seltenheit, Teilbarkeit und Haltbarkeit besitzt und neben einer Nachfrage als Gut auch noch eine rein monetäre Nachfrage als Tauschmittel besitzt (z.B. Gold).

    Warum habe ich in meinem ersten Kommentar gezeigt. Damit ist das Problem, das Sie beschreiben durch eine wettbewerbliche Geldordnung gelöst.

  15. Zusatz:

    Ich denke folgender Sachverhalt stiftet bei Ihnen ebenfalls Verwirrung, was die Beurteilung von Deflation anbelangt.

    Das was heute unter deflationärer Krise verstanden wird ist der Rückgang der Geldmenge M3. Die Geldmenge M3 besteht aus tatsächlich sich im Umlauf befindenden Geldes (Banknoten, Münzen, Sichtguthaben = M1) und kurzfristigen Forderungen z.B. bis zu 2 Jahre ode einer Kündigungsfrist von bis zu 3 Monaten, wie etwa Sparbücher, kurzfritige Staatsanleihen, kurfristige Anleihen von Banken usw.).

    Das alles ist aber nicht wirklich Geld, da es ja nicht wie Geld im Zahlungsverkehr eingesetzt wird; nicht genommen und gegeben wird wie Geld. Durch die Mechanismen die unser Geldsystem auslöst kommt es zu massiven Fehlinvestitionen, wie ich in meinem Artikel in Smart Investor ausführlich zeige.

    Dadurch gehen unter anderem Banken Pleite, die dann die kuzfristigen Forderungen nicht mehr begleichen können. Gleichzeitig wollen viele Menschen diesen Banken kein Geld mehr leihen, auch kurzfristig nicht, was verständlich ist, weil diese Banken Pleite sind. Auf der einen Seite müssen also kurfristige Forderungen abgeschrieben werden (als uneinbringlich erklärt werden). Auf der anderen Seite werden weniger kurzfristige Kredite vergeben, denn das Geld wird lieber in sicherere Werte investiert (z.B. Rohstoffe, Aktien, Immobilien). Dies erscheint jetzt so, als würde tatsächlich die Geldmenge schrumpfen.

    Der Staat und die Zentralbank lassen dies aber nicht zu. Sie garantieren für Zahlungsversprächen, die nie wieder einlösbar sind. Dadurch machen sie die Sparer blind für wirtschaftliche Zusammenhänge. Die Sparer glauben, ihr Geld, bzw. Ihre Investition sei sicher und prüfen nicht mehr selbst die Bonität der Bank. Die Banken gehen mit leicht erhältlichen Geld verantwortungslos um (Moral Hazard) und tätigen noch mehr Fehlinvestitionen.

    Da das Geld nie wieder zurückzahlbar ist (z.B. bei Staatsanleihen), druckt die Zentralbank einfach immer mehr, das sie dann als Kredite (aktuell zu 0% in den USA, zu 1% in der EU) in Umlauf bringt. Alte Schulden, werden mit neuen Schulden bezahlt. Ein Schneeballsystem.

    Irgendwann aber werden die Fehlinvestitionen sichtbar. Entweder in einer „deflationären“ Bereinigungskrise, oder in einer Hyperinflation. In letzterem Fall wird das staatliche Geld von niemandem mehr angenommen, sodass man damit auch keine Pleitebanken und Pleiteunternehmen mehr raushaun (bail out) kann. Diese Unternehmen müssen sich dann zwangsläufig wieder an realen Nachfragebedürfnissen und Markterfordernissen orientieren, so das sie ohnehin irgendwann scheitern müssen.

    Je länger man das Scheeballsystem mit billigem Kreditgeld aufrechterhält, desto mehr Fehlinvestitionen löst man aus und desto schlimmer wird die Krise. Der finale Zusammenbruch lässt sich in keiner Weise vermeiden, wie Ludwig von Mises schreibt.

    Die entsprechenden Links habe ich Ihnen bereits gelesen, um diese Fakten nachzurecherchieren.

  16. Sehr geehrter Herr Buschbeck

    gerne antworte ich Ihnen auf Ihre Fragen. Ich denke, sie verstehen die Geldordnung am besten, wenn ich sie entwicklungshistorisch aufarbeite. Wobei die Geschichte keine Rolle spielt, es geht um die Theorie an sich. Bitte lesen Sie und Ihre Mitglieder unbedingt auch mein Essay über Geldpolitik aus dem Smart Investor. Unten in der Kommentarspalte haben Sie die Möglichkeit gezielt einzelne Fragen zu stellen (auch zu diesem Kommentar hier), die ich ALLE beantworten werde. Sie finden den Artikel unter: http://www.parteidervernunft.de/node/1215

    Bei einer wettbewerblichen Geldordnung geht es nicht darum, das Gold das Geld ist. Die Marktteilnehmer entscheiden frei, welches Geld sie benutzen. Österreichische Ökonomen verwenden Gold als Beispiel, für den sich im Wettbewerb höchstwahrscheinlich durchsetzenden Geldstoff. Es geht um die Haltbarkeit, Seltenheit, Homogenität und Teilbarkeit des Geldstoffes, den Gold nun mal über Jahrtausende immer gut erfüllt hat.

    Geld ergibt sich aus einem dem freien Tausch. Irgendwann kristallisieren sich aus der Menge der getauschten Güter, Güter heraus, die nur wegen ihrer Eigenschaft als Tauschmittel nachgefragt werden. So erfährt das Gut, über seine Nachfrage als Sachgut eine zusätzliche Nachfrage und das Gut erhält zusätzlich einen monetären Wert. So ist Geld entstanden. Gold ist kein unnützer Stoff. Er wurde bereits vor seiner Eigenschaft als Geld als Rohstoff nachgefragt. Heute verwendet man Gold in der Elektroindustrie, in der Medizin, in der Schmuckbranche und vielen anderen Bereichen. Entscheidend ist, das für Geld IMMER auch eine Nachfrage nach dem Stoff als Sachgut neben der rein monetären Nachfrage bestehen muss, damit es in Umlauf kommt und ohne Zwang in Umlauf bleibt.

    Später dann haben Banken Schuldverschreibungen ausgegeben für das Geld, das sie deponierten. Diese Schuldverschreibungen waren zu 100% hinterlegt, soweit vertraglich vereinbart. Die Hinterlegung kostet natürlich etwas und man zahlt dafür wie bei einem Depot Gebühren. Kunden können aber auch ihr Geld einfach der Bank verleihen und ungedeckte Schuldverschreibungen, oder teilgedeckte Schuldverschreibungen erhalten. Hier zahlen die Einleger eventuell keine Gebühren, oder erhalten sogar Guthabenzinsen, tragen aber im Gegenzug ein Risiko. Sowohl gedeckte Schuldverschreibungen (Geldsurrogate), als auch ungedeckte Schuldverschreibungen (Geldzertifikate) können in Form von Banknoten, Scheidemünzen und Kontoguthaben als Geld umlaufen. Auch in der privaten Geldordnung kann es Betrüger geben. Banken können vertraglich eine 100%ige Deckung vereinbaren, heimlich die Einlagen der Kunden weiterverleihen, ohne dass der Kunde dem zugestimmt hätte. Das aber wäre illegal. Außerdem stehen die Banken im Wettbewerb um Seriosität.

    Und jetzt kam das Problem. Der Staat vereinheitlichte die Geldordnung. Er druckte Scheinen selbst und prägte Münzen selbst und zwar einheitlich. Andere Banknoten und Münzen, die auf Gold lauteten wurden aus dem Umlauf genommen. Auch die Kontoguthaben wurden auf eine Währung (Gewichtseinheit in der man das Sachgeld zählt) vereinheitlicht. Dann wurden die Goldreserven der privaten Banken in eine Zentralbank gebracht und dort zentral deponiert. Der Staat garantierte fortan für die Deckung. Der Staat nutze sein Zentralbankmonopol aus (Wettbewerb gab es ja in diesem Bereich nicht mehr) und griff in BESTEHENDE VERTRÄGE ein. Er verlieh einfach die Einlagen (oder gab das Geld direkt aus) ohne dass die Kunden dem zugestimmt hätten. Als die Menschen dem auf die Schliche kamen und ihr Geld zurück haben wollten, hob der Staat einfach die Eintauschpflicht auf.

    Kraft seines Geldmonopols und geschützt durch das Gewaltmonopol konnte der Staat einfach sagen, dass jetzt die Scheine und Münzen die früher noch einen Anspruch auf Gold darstellten, selbst das Geld sind. Andere Zahlungsmittel wurden einfach verboten und sind heute auch verboten. Der Goldstandard wurde 1971 aufgelöst.

    Damals kostete eine Unze Gold 35 $ und heute kostet sie 1.200 $. Auch die Dollargeldmenge ist immer weiter, exponentiell gestiegen. Das Geld hat dramatisch an Kaufkraft verloren. Welche negativen Effekte diese Geldmengenausweitung über das herunter Manipulieren des Zinssatzes unter das Marktniveau hat, beschreibe ich ausführlich in meinem Artikel in Smart Investor. Ich bitte Sie daher, diesen Artikel unter http://www.parteidervernunft.de/node/1215 auch vollständig zu lesen. Das Geldmonopol ist an sämtlichen großen Wirtschaftskrisen Schuld und die Grundursache für soziale Probleme bis hin zu Kriegen.

    Die Idee, die Sie vom „Horten“ haben ist übrigens unhaltbar. Es ist nur eine relativ geringe Summe, die Menschen wirklich 100prozentig sicher (nebenbei bemerkt, das ist nur eine Redewendung, denn 100%ige Sicherheit gibt es nicht, z.B. könnte Diebe das Ersparte stehlen) anlegen wollen. Etwa 6 bis 12 Monatsgehälter, um sich gegen Risiken abzusichern (z.B. Auto oder Heizung geht kaputt, Arbeitslosigkeit). Darüber hinaus macht es wenig Sinn, noch mehr Geld zu „horten“. Der Grenznutzen des Geldes sinkt. D.h. jede zusätzlich aufbewahrte Geldeinheit bringt dem Sparer immer weniger Nutzen. So verhält es sich mit ALLEN Gütern, auch Geld. Entweder kommen jetzt für den Sparer andere Investitionen in Frage, als in die Kassenhaltung (eigene Immobilie, Aktien, Weiterbildung), oder er entscheidet sich für Konsum. Der Anteil am Geld, der längerfristig aufbewahrt wird dürfte pro Individuum unterschiedlich sein und schwanken. Auf alle Individuen verteilt, aber nach dem Gesetz der großen Zahlen, relativ konstant bleiben. Dies bestimmt die Nachfrage nach Geld mit. Die eigentliche Nachfrage nach Geld liegt aber in den Gütern, die man sich kaufen möchte (Konsum). Das was Sie unter „Horten“ verstehen ist wohl das längerfristig aufbewahrte Geld für Konsum in der Zukunft statt dem kurzfristig aufbewahrtem Geld für Konsum möglichst gleich.

    Man hält Geld nur und möchte Geld nur aus dem Grund erwerben, um es entweder sofort gegen andere Güter, oder in Zukunft gegen andere Güter einzutauschen. Darum muss es heute einen Preis des Geldes in Gütern geben, damit die Menschen, diesen Preis auch für die Zukunft annehmen können. Und darum auch kann man völlig wertloses Papier auch nicht einfach so als Geld einführen. Das Geld muss sich aus einem Gut heraus entwickeln, dass ohnehin schon als Gut für sich nachgefragt wird, also bereits einen Preis, bzw. ein Austauschverhältnis, zu anderen Gütern hat.

    Wie viel Geld „gehortet“ wird, spielt letztendlich keine Rolle. Wenn die Nachfrage nach gehaltenem Geld steigen sollte, sinken eben die Preise. Es ist dann weniger Geld im Umlauf. Eine geringere Geldmenge muss bei gleichleibender Gütermenge ausreichen, um entsprechende Transaktionen zu vermitteln.

    Wie ich ihnen gezeigt habe, ist die Nachfrage nach Geld aber relativ konstant. Dass immer mehr Geld nachgefragt wird und die Menschen alle anderen Güter auf den Markt schmeißen, um immer mehr Geld zu horten, so die Preise fallen und die Menschen immer weniger kaufen, auf noch niedrigere Preise spekulieren und am Ende alles zusammen bricht ist schier unmöglich. Geld hat schließlich keinen Nutzen, außer den, es irgendwann in etwas anderes einzutauschen. Am Ende würden die Menschen in Ihrem Szenario lieber verhungern, als ihr gehortetes Geld aufzugeben.

    Das ist aber völlig abwegig. Es stellt sich automatisch ein Gleichgewicht zwischen Geld und Güternachfrage her. Übrigens wird alles Geld „gehortet“. Geld ist immer im Besitz von irgendjemandem, der es „hortet“ mit dem Ziel es früher, oder später auszugeben. Oder welches Geld wird Ihrer Meinung nach nicht gehortet, das Geld, dass gerade die eine Hand verlässt, die Fingerspitze des Empfängers noch nicht berührt und frei in der Luft schwebt?

    Fallende Preise sind etwas, was wir durch den technischen Fortschritt immer hatten und haben werden. Die Menschen kaufen sich doch alle 2 Jahre neue Computer, obwohl Sie wissen, dass sie in 2 Jahren, einen doppelt so Leistungsfähigen Computer für das halbe Geld haben können. Sie wollen die Ware ja sofort NUTZEN, abzuwarten bringt ihnen wenig. Die gesamte Industrialisierung, die Zeit des größten Fortschritts (die Bevölkerung hat sich in Deutschland versieben facht, während sich der Lebensstandard pro Kopf verdoppelte und später auf den eines Fürsten im Mittelalter für alle Menschen stieg) fand unter einem Goldstandard, technischem Fortschritt und fallenden Preisen statt.

    Alles was Sie hier nachgelesen haben über die Geldtheorie finden Sie auch in „Die Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“, der Habilitationsschrift von Ludwig von Mises. Das Werk können Sie unter http://mises.org/books/theoriedesgeldes.pdf kostenlos als PDF-Dokument aufrufen. Darüber hinaus empfehle ich den Text Geldwertstabilisierung und Konjunkturpolitik von Ludwig von Mises, aufrufbar unter http://docs.mises.de/Mises/Mises_Geldwertstabilisierung.pdf .

    Ich finde das Engagement Ihres Vereins sehr gut. Leider sind Ihre ökonomischen Vorstellungen sehr esoterisch geprägt und haben ähnlich wie sozialistisches Gedankengut keinen Bezug zur Realität. Derzeit kursieren im Internet die Freigeldlehren von Sylvio Gesell und die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen. Beides sind gefährliche sozialistische Lehren, die auf Verschwörungstheorien rund um das Thema Wirtschaft und Geld aufbauen und führen die Menschen in die Unfreiheit und Staatsabhängigkeit. Das von Ihnen propagierte „umlaufgesicherte“ Geld wäre noch schlimmer, als das heutige Schwundgeld und würde noch schlimmere Krisen auslösen.

    Sie haben allerdings mit unserer Partei gemeinsam, dass Sie in Ihrem Verein grundsätzlich das System als Ganzes in Frage stellen und dass sie grundsätzlich für eine freie Marktwirtschaft sind.

    Auch die Idee vom Grundeinkommen ist übrigens der größte Unsinn. Wie ich in meinem Artikel über die Ein-Drittel-Netto-Gesellschaft ausführlich gezeigt habe, müssen vermeintliche soziale Wohltaten des Staates immer über Steuern finanziert werden. Steuern sind Kosten im Produktionsprozess, verteuern also immer die Preise der Endprodukte. Wohltaten auf der einen Seite, verteuern also auf der anderen Seite die Lebensunterhaltungskosten. Dies trifft vor allem Geringverdiener, da diese einen besonders hohen Anteil ihres Einkommens direkt für Konsum ausgeben müssen, um davon leben zu können. Wozu führt das? Man kann von einfacher Arbeit nicht mehr leben. Gleichzeitig lohnt es sich nicht mehr zu arbeiten, weil die Staatshilfe höher ist. Bitte lesen Sie sich meinen Artikel über die Ein-Drittel-Netto-Gesellschaft unter http://www.parteidervernunft.de/ein-drittel-nettogesellschaft durch, um diese Zusammenhänge noch genauer zu verstehen.

    Wer aber nicht arbeitet, kann nicht integriert sein. Wer keine Arbeit hat und nicht integriert ist, findet keine Wertschätzung in der Gesellschaft und hat Selbstachtungsprobleme. Wozu führt das? Frustration, Abkapselung, Parallelgesellschaften, Extremismus sind die Folge. Das was scheinbare Philanthropen wie Götz Werner an Heilsversprechen durch ein Grundeinkommen abgeben, wäre in Wirklichkeit die Hölle auf Erden.

    Ich finde es sehr schade, wenn sich engagierte und intelligente Menschen in völlig abstruse Gedankengänge verrennen. Bitte denken Sie die Freiheit des Einzelnen konsequent zu Ende! Viele nützliche Texte finden Sie hierzu im Internet unter http://www.mises.de und http://www.hayek.de. Ich empfehle Ihnen darüber hinaus dringend das Buch „Ecomomics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft“ von Henry Hazlitt (http://www.amazon.de/Economics-Wirtschaft-Misswirtschaft-Henry-Hazlitt/dp/3789283118/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1284150498&sr=8-1). Die einmalige Lektüre dieses Buches hat die Kraft über alle wesentlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge aufzuklären.

    Mit herzlichen Grüßen

    Ralph Bärligea

  17. @PdV
    leider gehen Sie gar nicht auf meine Argumente der real via BuBa nachweisbaren Geldmarktstörungen des Hortens (Schlechtschuldenerzwingung) in Deutschland ein.

    gerade diese verlinkte Ösi-Sch… ist der Weg in Deflation und Krieg. Wir haben nun mal keine Tauschwirtschaft – sondern eine Vorfinanzierungswirtschaft, die keine Deflation aushält.

    Wir haben auch heute schon Privatgeld – wenn ich als Unternehmer durch monetarisierung von Pfändern zusammen mit meiner Bank Geld erzeuge, ist dies eine sehr private Veranstaltung. Nur der Unfug, dass man gegen diese Privatgeld Zentralbankgeld anfordern kann, steht hier der Marktwirtschaft im Weg. Ansonsten würden auch die Guthabenhalter immer für die Schulden Ihrer Bank einstehen müssen.

    Die ganzen Goldjünger sollen übrigens mal klären, wie Sie allein 5Billionen deutsche Guthaben mit Gold decken wollen.

    Ich habe den Eindruck, die PdV hat ein gemeinsames Problem mit den restlichen ökonomen, Sie verstehen leider Geld und den Geldmarkt nicht. Hängen wie die Ökonomen der verrückten Idee nach, das Geld ein Ding ist, was es „netto“ gibt.

    Dinge sind aber nur Sachwerte, auch Gold kann so ein Sachwert sein, nur ist dies ein ziemlich unnützer Stoff, ausgraben um Ihn wieder einzugarben, damit sollte keine moderne Volkswirtschaft Ihre Ressourcen verplempern. Aber für Horter ist es natürlich toll, wenn Sie wissen das Ihr Geld auch die von Ihnen ruinierte Wirtschaft überleben könnte – Horterphantasien halt.

  18. Ich darf Ihnen sehr herzlich folgenden Artikel aus dem SmartInvestor ans Herz legen.

    Der einzige Weg aus der Euro-Krise!

    Was nach dem Euro
    kommt und warum nur
    eine wettbewerbliche Geldordnung die Wirtschaft stabil und gerecht machen kann.

    http://www.parteidervernunft.de/sites/default/files/Smart%20Investor%208!2010%20S.%2020-24.pdf

    Klima hängt nicht von CO2 ab – Zurück zur Vernunft in der Energiepolitik:

    http://www.parteidervernunft.de/node/1120

    Beachtung sollten jeweils auch die weiterführenden Informationen am Ende finden, mit Angaben von Quellen.

  19. @PdV

    nun beten Sie doch bitte nicht auch die Lehrbuchsprüche runter, ohne sich die deutsche Realität mal anzuschaun. Zur „Vernunft“ gehört für mich auch das Wahrnehmen der Realität? In der Realität haben wir eine Störung des Geldmarktes dadurch, dass wir nur eine Nachfrageverzichtsprämie für „zuwenigsparen“ haben, aber kein monetäres Mittel gegen „zuvielsparen“ wenn die Nullgrenze beim Sparzins erreicht ist. Daraus ergibt sich die Liquiditätsfalle/Investitionsfalle wie Sie dem Absturz des Wirtschaftens schon bei Nullinflation2008/ 2009 auch gut empirisch entnehmen können.

    Im Übrigen ist nur das SELBSTinvestieren nicht konsumierter Einkommen der Weg in eine stabile Eigenkapitalwirtschaft. Das von den Hortern „erzwungene“ Fremdinvestieren des Staates und die Subprime Exportüberschusswirtschaft ist das genaue Gegenteil.

    nur mit Staatsschulden und Subprime Auslandsschulden ist die deutsche Geld-Sparwut derzeit ausgleichbar. Es sparen eben nicht die Privaten und die Wirtschaft investiert. Nein, die Wirtschaft spart auch auch noch Geld – und nicht erst seit gestern.

    die Bundesbank-Zahlen von 2009
    Privathaushalte/Einzelfirmen sparen per Saldo ca. 150Mrd.€
    nichtfinanzielle Kapitalgeselschaften sparen per Saldo ca. 20Mrd.€
    finanzielle Institute sparen per Saldo ca. 29Mrd.€

    Summe inländisches Geld-Sparen über privaten Inlands-Bedarf ca.199Mrd.€
    http://www.bundesbank.de/download/statistik/stat_sonder/statso4.pdf#page=17

    Grüße
    PS
    da ja 9/11 Aufklärung bei Ihnen im Programm steht – hier ist Sie in Kurzform
    http://www.global-change-2009.com/blog/zum-montag-mal-ein-kaputalismus-quickie/2010/06/

  20. Sparen bedeutet invesiteren nicht horten!

    Außerdem widersprechen Sie sich:

    Sie sagen:

    „Es wird zuviel gespart“

    Gleichzeitig sagen Sie:

    „Man muss dafür sorgen, dass auch bei minimalsten Renditen investiert wird“

    Die Philosophie/Modell zum Beispiel der Partei der Vernunft besagt aber:

    Das der Zins ein freier Marktpreis wäre und daher kann gar nicht zuviel oder zuwenig gepsart werden.

    Wenn Ersparnisse dringend gebraucht werden, steigt der Zins und animiert zum Sparen.

    Werden Ersparnisse dringend gebraucht, steigt der Zins und animiert zum Sparen
    Wird extrem viel gespart bzw werden Ersparnisse angeboten sinkt der Zins
    und animiert zum weniger Sparen.

    Die Sparquote ist keine fixe größe.

    Bei minimalsten Renditen gibt es weiterhin Investitionen, das ist doch bewiesen!

    Außerdem gibt es ein sog. „Horten“ nicht, denn Geld zur Bank bringen gegen Zinsen ist auch eine Investition.
    Das steht dann einem Investor zur verfügung.

    Wo „gehortet“ wird, da dient es nur der Kassenhaltung und ist nützlich.
    Jeder wird seine nötige Kassenhaltung anders einschätzen, aber ganz klar ist, dass der Grenznutzen zusätzlich gehaltenen Geldes abnimmt, wie bei ALLEN anderen Gütern auch!

  21. @Partei der Vernunft

    leider scheinen Sie nicht zu wissen, dass es gar kein Geld „NETTO“ gibt.

    Wenn jeder 1,2Millionen sparen will, müssen für jeden Sparer 1,2Millionen Schulden gemacht werden.

    das Problem ist doch, dass die Privatwirtschaft heute schon 200Mrd. zuviel spart – bzw. ist dies dann horten. Wenn Sie den Hortern durch radikale Steuersenkungen noch mehr Einkommen überlassen, dann haben wir entweder wirtschaftliche Depression oder eine noch gigantischere Verschuldung.

    Erst braucht es ein funktionierendes Geldmarktsystem, welches private Investitionen auch bei minimalsten Renditen anregt -dann können Sie ohne wirtschaftliche Katastrophen Ihre Steuersenkungen machen.

    bitte schaun Sie sich doch einfach mal die Fakten von der Bundesbank an.
    http://www.global-change-2009.com/blog/wie-wird-man-diw-konjunkturexperte-herr-fichtner/2010/08/

  22. Wohlstand für alle

    Quell: http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-19214/staatsaufgaben-wohlstand-fuer-alle_aid_532795.html

    Auch niedrig bezahlte Arbeitnehmer könnten Kapital bilden
    Wie viel Geld bliebe den Bürgern, würde ihnen ihr Einkommen ganz oder zum größten Teil selbst überlassen? Im Beispiel auf der vorigen Seite hätte ein Facharbeiter 2599 Euro pro Monat mehr übrig. Das entspricht 31 188 Euro im Jahr. Der echte Bruttostundenlohn bei einer 40-Stunden-Woche und sechs Wochen Urlaub läge bei 25,83 Euro.

    Aber selbst Arbeiter mit Niedriglöhnen kämen noch auf erhebliche Einsparungen. Ein Arbeitnehmer mit einem ausgewiesenen Bruttostundenlohn von zehn Euro käme auf 18 400 Euro im Jahr. Müsste er keine Sozialabgaben zahlen, blieben ihm 7360 Euro, ohne Lohnsteuer sogar etwa 10 000 Euro mehr pro Jahr. Damit könnte er sich komfortabel privat absichern. So gibt es eine Krankenversicherung mit hoher Selbstbeteiligung von 3000 Euro pro Jahr schon für 130 Euro im Monat. Die Selbstbeteiligung wäre aus dem Mehrverdienst von 10 000 Euro im Jahr problemlos finanzierbar, zumal schwere Erkrankungen kaum jedes Jahr aufs Neue auftreten. Kleinigkeiten wie Hustenmittel wären ohne Schwierigkeiten selbst zu zahlen. Die Ausgaben für die Krankenversicherung wären durch die Ersparnis bei den Verbrauchssteuern, die bei niedrigen Staatsausgaben gering ausfielen, gedeckt.

    Ansparkapital ginge in die Millionen
    Nach 40 Jahren würden aus einem jährlichen Mehrverdienst von 10 000 Euro bei einem Zinssatz von fünf Prozent mehr als 1 240 000 Euro. Ohne die durch das staatliche Geldmonopol verursachte Inflation würde der Arbeitnehmer überdies vom technischen Fortschritt profitieren und könnte sich mehr leisten, da Waren billiger würden. Diese Produktivitätssteigerung ist im Beispiel mit drei Prozent jährlich berücksichtigt.

  23. 1000 Dank für diesen Blödsinn Jana – Nachfragezettel drucken ohne Angebot -keine Steuerabgabe von Leistungserbringern – dafür 50% Umlaufsicherung – willkommen in der Hyperinflation. Brauchen wir nicht neu versuchen – hatten wir bis 1923 und hieß „Reichskassenschein“.

    Solche Blödeleien verleumden die Alternativen zum jetzigen Wahnsinn – da kann ich nur polarisieren – nicht kooperieren.

    Grüße, Jörg

  24. Fabian ist eher eine Lügengeschichte als wissenschaftlich haltbar. Dazu hatten wir auch gerade eine ellenlange Diskussion: http://www.global-change-2009.com/blog/die-geldschopfung-der-geschaftsbanken/2010/05/

    Joytopia bring im Rahmen des Lebensgeld-Konzeptes einige interessante neue Ideen auf, wie man es besser machen könnte. Aber sie machen bei der Machbarkeitsstudie einige gewaltige Fehler, z.B. wird Geldbasis mit Geldvermögen verwechselt, so dass die gesamte darauf aufbauende Argumentation zumindest angreifbar wird.

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