Realkredit ist keine „böse Geldschöpfung“ – Vortrag von Prof. Richard Werner


+ Interessante Hintergrundinfos, macht Marketing für intelligente Kreditsteuerung
+ Bedeutung des Kredits und der Kredittligung verstanden
+ Keine pauschale Verurteilung der privaten Zahlungsmittelschöpfung wie bei „Alt-Monetativlern“.

„Ich hatte eine Quote von meinem Chef – dem Prinz Fokui“

– Ursache des Bedarfs an schlechter Geldschöpfung im kriegsfernen Kapitalismus nicht verstanden
– Man muss da nicht auf böse Menschen in der FED abstellen, die haben nur den Kapitalismus mit ungebremsten
Geldsparplänen verstanden.

7 Kommentare zu „Realkredit ist keine „böse Geldschöpfung“ – Vortrag von Prof. Richard Werner“

  1. Für jede Volkswirtschaft gilt:

    Geldvermögen = Schulden + M1 – (über Fristentransformation verliehener Anteil von M1)

    Weil das für die Allermeisten noch zu kompliziert ist, können wir, ohne einen größeren Fehler zu machen, auch vereinfachend schreiben:

    Geldvermögen = Schulden

    Geldvermögen und Schulden

    Problematisch wird die Situation erst dann, wenn die Geldersparnisse deutlich größer werden als die Schulden, denn dann befinden wir uns in einer Liquiditätsfalle.

  2. >>>Denn jede Kreditaufnahme setzt voraus, dass zuvor ein anderer eine Ersparnis gebildet hat und bereit ist, diese zu verleihen.

    Wo kommt im Buchungssatz „Forderung an Sichtguthaben“ ein Sparer vor?

  3. Wer dagegen das Zinsgeld verteidigen will, das den Urzins erpresst und damit alle Probleme erst erzeugt, mit denen man sich als „Wirtschaftsexperte“ dann beschäftigen kann, kommt auf den irrsinnigen Gedanken vom „Schuldenmachen“, um Kreditnehmer psychologisch zu verunglimpfen. In der Realität können Schulden niemals „gemacht“ werden, weder vom Staat noch von Banken oder Unternehmern. Denn jede Kreditaufnahme setzt voraus, dass zuvor ein anderer eine Ersparnis gebildet hat und bereit ist, diese zu verleihen. Erst dann entsteht ein Vermögen/Schulden-Paar – und erst dann ist das Gleichgewicht wiederhergestellt! Ein Ungleichgewicht in der Volkswirtschaft entsteht also nicht durch das „Schuldenmachen“, das es als isolierten Vorgang gar nicht gibt, sondern dadurch, dass eine Geldersparnis gebildet und nicht verliehen wird. Dieses Ungleichgewicht ist die Möglichkeit zur Geldhortung, die den Warenaustausch blockiert, bis jemand bereit ist, den Urzins zu bezahlen. Damit wird der Urzins des herkömmlichen Geldes zur „Vorbedingung der Warenerzeugung überhaupt“:

    Geld – wie es (noch) ist und wie es sein soll

  4. Es gibt keine „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“:

    Geldschöpfung und Umlaufsicherung

    Bis auf das außergewöhnliche Genie Silvio Gesell konnte noch niemand die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, verstehen, ohne zuvor die Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) verstanden – d. h. erklärt und damit wegerklärt – zu haben (Erkenntnisprozess der Auferstehung):

    Jüngstes Gericht

  5. ja Wolfgang, volle Zustimmung, habe alle Minus nicht aufgeführt, wäre noch mehr zu finden. Zu Alternativen siehe auch meinen heutigen ersten Beschluss als selbsternannter Schattenkanzler. 🙂

  6. Sein Argument, dass es doch nichts kosten würde, den Banken ihre faulen Kredite durch die Zentralbank abzukaufen, ist allerdings ein fauler Witz. Dann könnten wir doch besser mal von der Zentralbank einige Hundertmilliarden für die armen Bürger ausgeben lassen, wenn es doch die ZB nichts kostet.

    Stattdessen aber mit einigen Hundertmilliarden die Banken zu retten, kostet eben die Bürger, die auf diese Hundertmilliarden verzichten müssen, genau einige Hundertmilliarden, die stattdessen die Banken bekommen.

    Der Werner soll natürlich dafür sorgen, dass die Banken das viele Geld kriegen und nicht die Bürger. Die Banken können das dann gleich wieder verzocken wie gehabt. Kostet ja nichts, jedenfalls die „Bankster“ nicht, wenn wir sie wieder retten.

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