Schattenkanzler :-) – „Wir sagen den Menschen, dass ihre Spareinlagen NICHT sicher sind.“


Liebe Mitbürger,

leider kann eure gewählte Kanzlerin, genau wie ihre Wähler, den „Schatten“ nicht sehen, also die zweite Seite einer Sache, die Gegenbuchung. Wenn der „Schatten“ aber nicht integriert wird, eskaliert er so lange als Krise, bis diese Integration erfolgtDeswegen gibt es jetzt @guthabenkrise als undemokratischen Schattenkanzler. :-) Ich treffe jetzt die Entscheidungen, welche die Lichtkanzlerin dann einfach übernehmen wird, wenn die Krise aus der Verdrängung der Schatten eskaliert – also wenn Euroshima in die Kernschmelze geht und wieder eine 180°-Wende ansteht. Die Integration der Schatten ist die Basis ansteckender Gesundheit für Mensch und Wirtschaft.

Der Schatten der Guthabengarantie von Ende 2008 ist, dass es eben auch eine Schuldengarantie für alle Schulden der Banken war. Dies war das Ende wichtigster marktwirtschaftlicher Haftungsprinzipien. Ihr wundert euch jetzt, dass die Schulden der Südländer und Banken alle vergesellschaftet werden, weil ihr eben den Schatten nicht sehen konntet. Die „Lichtkanzlerin“ ist beliebt wie nie, hat aber genau dies mit der Einlagengarantie festgelegt.

Hier muss nun also der Schattenkanzler ran:

Die Schulden können nur zurückgezahlt werden, wenn die Guthaben reale Werte kaufen. Eine Garantie von Guthaben ist also das genaue Gegenteil des Benötigten, da diese Guthaben ja gerade wegen der Risiken realer Investitionen gebildet werden. Deswegen sage ich euch:

„Eure Spareinlagen sind künftig nicht mehr unbegrenzt sicher.“

Wir garantieren staatlich pro Kopf nur noch folgende Beträge aus Spar- und Versicherungsguthaben:
2013:  100.000 Euro
2014:  90.000 Euro
2015:  80.000 Euro
2016:  70.000 Euro
2017:  60.000 Euro
2018:  50.000 Euro

4 Kommentare zu „Schattenkanzler :-) – „Wir sagen den Menschen, dass ihre Spareinlagen NICHT sicher sind.““

  1. @soffisticated
    Per Saldo ist meine Aussage schon korrekt

    Ihr verlinkter Artikel gefällt mir sehr gut, gesamtwirtschaftlich gedacht, lassen Sie bitte noch die „Bargeldmystik“ los (was der Artikel ja kurioserweise schon macht) und ich mache Sie zum Finanzminister und Schriftgelehrten im „Schattenkabinett“ 🙂 🙂 🙂

  2. @Stefan Gulden
    unter Saldenmechanik bei wikipedia finden Sie einige Grundinformationen und Begriffe wie Geldsystem und Wirtschaft zusammenhängt.

    Generell ist folgendes zu ihrer Frage des Hortens „bildhaft“ zu sagen.

    Erst ist der Kredit, dann das Geldsparen, Kapitalismus ist keine Tauschveranstaltung, sondern eine Kette von Schuldverhältnissen.

    Da alles Einkommen schon aus Verschuldung vorfinanziert sind, ist Geldsparen generell eine Blockade der Tilgung dieser Kredite, die nur durch Neuverschuldung ausgeglichen werden kann. Da wir aber außer dem Staat kaum noch solvente Schuldner haben, erzwingt Geldsparen heute Staatsverschuldung. Da wir diese aber bremsen wollen, landen wir ohne Geldsparbremse zwangsläufig wieder in Depression und Krieg.

    Ausweg wäre z.B. die Anregung des Sachwertsparens statt des Geldsparens.

  3. „Die Schulden können nur zurückgezahlt werden, wenn die Guthaben reale Werte kaufen.“

    Das ist nicht das Kriterium: das Wesentliche wäre, wenn der Kauf aus einem positiven Nettogeldvermögen bei einem Wirtschaftssubjekt erfolgt, welches mit dem Erlös dieses Kaufes ganz „virtuelle“ Schulden tilgen kann, ohne in die Insolvenz gehen zu müssen. Das war vielleicht gemeint, aber: Gedankenlesen is´ nich´!

    Was die Haftungsgarantien angeht: es ist ein Irrglaube, daß die verhältnismäßig geringe Bargeldquote bei den Banken ein systemisches Problem darstellen würde. Das Problem besteht aus ein paar Paragraphen, die auch über ein Wochenende mal eben so suspendiert werden könnten – wenn man denn wollte:
    http://soffisticated.wordpress.com/2012/06/06/lieber-bank-run-statt-einlagensicherung/

  4. Guten Tag Herr Buschbeck, ich habe einige Fragen an Sie:

    1. Muss Inflation nicht eigentlich langfristig immer zurückgezahlt werden? (da auch Inflation eine Kreditausweitung darstellt, und Kredite Tilgungsfristen haben)

    2. Was war zuerst da: Zuerst der kleine Sockel Zentralbankgeld (und darauf der große Berg Giralgeld) oder zuerst der große Berg Giralgeld und DANACH wird davon ein kleiner Teil Zentralbankgeld beiseite gelegt?

    3. Da Eigenkapital fest mit dem Unternehmen verbunden ist, aber auch Eigenkapital ja mal vorher durch Kredit entstanden ist, wie kann dann der (dem Eigenkapitalguthaben) gegenüberliegende Schuldner seine Tilgungsfristen einhalten?

    4. Das Horten von Geld ist doch prinzipiell unmöglich solange es im digitalen Kreislauf auf unseren Bankkonten bleibt, oder?

Und was denkst Du so?

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