2 Kommentare zu „Der Krieg als ökonomischer Glücksfall? (min 30)“

  1. Imperialismus

    „Es ist das eherne Gesetz der Zinswirtschaft, dass sie ständig ein Meer von Gütern auf den Markt wirft, für die kein Absatz da sein kann, weil der Mensch, der sie schuf, um die Hälfte seines Lohnes betrogen wird und daher nur die Hälfte dieser Güter kaufen kann. Die andere Hälfte des Sozialproduktes sucht nur neue Kapitalanlagen, die sich rentieren. Mangelt es an solchen Anlagemöglichkeiten, dann tritt das Geldstreikmonopol in seine Rechte und sperrt die Arbeitenden aus. Hier gibt es keinen anderen Ausweg als die Zerstörung, als den Krieg, wenn man von dem Notbehelf der dosierten Inflation absieht.
    Jeder Krieg vernichtet riesige Mengen von Sachgütern mit dem Ergebnis, dass auf Jahre hinaus rentable Anlagemöglichkeiten in Fülle vorhanden sind. Je mehr Sachgüter vernichtet werden, umso besser rentieren sich die übrigen. Außerdem führt die mit jedem Krieg betriebene Geldvermehrung regelmäßig zu einer Inflation. Sie bedeutet Geldentwertung und zugleich auch eine gewaltige Schuldenerleichterung, bei der der Staat als größter Schuldner am meisten profitiert.
    Zeigt sich hier nicht ein wahrhaft unheimliches Bild? Weil die Menschen nicht so viel arbeiten dürfen, wie sie gern möchten, müssen sie sich gegenseitig abschlachten. So wie ihr Blut rinnt, beginnt sich der zuvor stockende Geldumlauf in Bewegung zu setzen. Je mehr Menschenleben und Sachwerte vernichtet werden, umso besser rentiert sich die Wirtschaft, umso mehr Arbeitsmöglichkeiten eröffnen sich. Je mehr Tränen, umso höher der Zins. Je größer die betrügerische Geldentwertung, umso leichter die Schuldenbürde. Das ist die Welt, in der wir leben. Muss sie so sein? Muss sie so bleiben?“

    Otto Valentin (aus „Die Lösung der Sozialen Frage“, 1952)

    Den unwiderlegbaren Beweis, dass dies nicht so sein muss, sondern dass allgemeiner Wohlstand auf höchstem Niveau und der Weltfrieden mit einem Maximum an persönlicher Freiheit durch die Korrektur unserer seit jeher fehlerhaften Geld- und Bodenordnung in rein technischer Hinsicht relativ einfach zu verwirklichen sind, erbrachte der Sozialphilosoph Silvio Gesell vor einem Jahrhundert,…

    Soziale Marktwirtschaft

    …und der Prophet Jesus von Nazareth erkannte diese einzige Möglichkeit des zivilisierten Zusammenlebens schon vor zwei Jahrtausenden:

    Himmel auf Erden

    Solange die Menschheit sich aber noch von denen beeinflussen lässt, „welche euch von überirdischen Hoffnungen reden“, bleibt der Weltfrieden eine Utopie:

    Opium des Volkes

  2. Diesen Vortrag von Prof. Dr. Christian Kreiß sollte man sich unbedingt genau anhören. Der ist wirklich mutig und sehr gut informiert. In genau diesem Stil sollten auch generell die ökonomischen Themen behandelt werden.

    Zum Beispiel spricht er an, dass die herrschenden Kreise kein Interesse an wachsendem Wohlstand oder Vollbeschäftigung haben. Damit verlieren sie die Herrschaft über die Menschen und ihre Dienstboten laufen weg oder stellen Ansprüche.

    Seine geopolitischen Aussagen sind ganz wichtig und richtig. Dieser Mut ist zu bewundern; wer kann, sollte für die Verbreitung dieses Vortrags sorgen. Je mehr Leute an der Aufklärung beteiligt sind, desto weniger Mut braucht der Einzelne.

    Vermutlich ist Christian Kreiß eine absolute Ausnahme in der Professorenschaft. Seine Aussagen hätte ich nicht so deutlich erwartet und ich kannte ihn nicht. Danke sehr für den Hinweis.

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