Flassbeck nennt es Ersparniskrise


Ersparniskrise – schreckliches Wort, ich nehme doch keine Lizenzgebühr 🙂

Flassbeck: Ja, ja, klar, aber wiederum müssen wir dann fragen, was ist die Schuldenkrise? Gibt es wirklich eine Schuldenkrise oder gibt es eine Ersparniskrise, oder was ist das eigentlich?

Führer: Gut, also den Weg aus der Krise.

Flassbeck: Ja, aber diese Frage diskutieren wir ja schon nicht. Sehen Sie, man kann wie gesagt Schulden nur im Zusammenhang mit Ersparnis diskutieren. Wenn die einen das Geld zur Bank tragen, muss es jemand geben, der es von dort nimmt.

Man kann sich wunderschön eine Welt vorstellen, in der der Staat keine Schulden macht, aber da muss jemand anders die Schulden machen. Und das können nicht immer die Ausländer sein, so wie es bisher in Deutschland war …

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/2079219/

3 Kommentare zu „Flassbeck nennt es Ersparniskrise“

  1. Das ist es ja, was bei Flaßbeck fehlt. Wenn er sagt,

    „Sehen Sie, man kann wie gesagt Schulden nur im Zusammenhang mit Ersparnis diskutieren. Wenn die einen das Geld zur Bank tragen, muss es jemand geben, der es von dort nimmt.“

    wird wieder der Eindruck erweckt, Geld sei als „Ding“, das es „netto“ gebe, immer schon irgendwie vorhanden.

    Besser könnte man den ersten Satz vielleicht so formulieren: „Volkswirtschaftlich kann man Schulden nur im Zusammenhang mit Guthaben („Gespartem“) betrachten.“

    Und der zweite:

    „Denn jeder Schuld eines Schuldners steht ein gleich hohes („Spar“-)Guthaben seines Gläubigers gegenüber. Und auch „Geld“ ist eben nicht nur ein Guthaben /(Vermögen), sondern auch Verbindlichkeit (Schuld) – Verbindlichkeit einer Geschäfts- oder Zentralbank.“

    Und der Dritte: „Da also Schulden immer gleich hohe Guthaben gegenüberstehen, existieren im gesamtwirtschaftlichen Saldo weder Schulden noch Guthaben – sie saldieren sich immer zu Null.

    Und weiter vielleicht:

    Während einzelwirtschaftlich betrachtet natürlich Netto-Schulden schlecht und Netto-Vermögen gut ist, können gesamtwirtschaftlich Guthaben oder Schulden „als solche“ weder gut noch schlecht sein.

    Für volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtungen gilt immer Lautenbachs Einsicht: „Bist Du Volkswirt, beachte stets des anderen Gegenbuchung“.

    Die Frage ist dann also nicht mehr, gibt es viele oder nicht so viele Schulden, und was ist bessser.

    Sondern vielmehr, WER hat bei WEM Schulden, und wofür?

  2. wenn es keiner verstehen WILL = der neue „Geld-Ding-Gott“ existiert gar nicht netto, sondern ist nur eine Derivat vom neuen Satan (anderer Leute Schulden), kannst Du schreiben was Du willst. 🙂

  3. is ja schön und gut, aber so kapiert das doch keiner. Was wir brauchen is sowas wie, „saldenmechanik for dummies“. nö, wirtschaft für dummies. sowas in der art. wenn’s eh keiner kapiert, isses für die tonne.

Und was denkst Du so?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s