Minister Altmaier bekommt anspruchsvolle Urlaubslektüre (Volkswirtschaftliche Saldenmechanik)

Altmaier_Saldenmechanik

Altmaier

Sein Kommentar: „Ich hatte noch bei Stützel Vorlesungen, leider war er regelmäßig betrunken“ 😦

Wolfgang Stützel ist am Ende seines Lebens wohl stark dem Alkohol verfallen und nach einem Schlaganfall durch Suizid verstorben. Auch dies wird wohl dazu beigetragen haben, dass das Lebenswerk dieses deutschen Jahrhundertgenies nicht die nötige Würdigung und Beachtung fand. Traurig…Traurig…

Erfreulich war für mich an dieser Veranstaltung, der Altmaier hat trotzdem was bei Stützel gelernt. Ich hatte mich zuvor schon in seiner Rede stark gewundert, als er von der zwangsläufigen Selbstfinanzierung des an Länder-Finanzierungsängsten gescheiterten Gesetzes zur thermischen Gebäudesanierung sprach. Der Mann könnte also ein ökonomisch kompetenterer Kanzler sein, als die im einzelwirtschaftlichen Denken gefangene „Schutzpatronin der schwäbischen Hausfrauen“…

1 Kommentar zu „Minister Altmaier bekommt anspruchsvolle Urlaubslektüre (Volkswirtschaftliche Saldenmechanik)“

  1. Ein (oekonomisch) kompetenterer Kanzler als die Merkel, da gehoert nicht viel dazu.
    Bei den von ihm besuchten Stuetzel-Vorlesungen kann er allerdings nicht allzu viel mitgenommen haben, denn ansonsten wuerde er den Schwachsinnskurs der Bunderegierung wohl kaum gegen tatsaechliche wirtschaftliche Kompetenz verteidigen.

    Dass er sich als Jurist ueberhaupt in eine VWL-Vorlesung verirrt hat wundert mich sowieso, normalerweise lernen die doch nur schnell die Skripte vor der Klausur auswendig….
    Womit wir schon bei Thema: Juristen! Ich moechte diesem Menschen nicht ihre Existenzberechtigung absprechen, es gibt viele Bereiche in denen sie nuetzlich sind. In der Politik sind sie aber auf alle Faelle mal voellig ueberrepraesentiert. Man koennte jetzt munkeln es gibt leider einfach zu wenig Menschen, die sich in juristische Auseinandersetzungen verwickeln lassen und viel zu wenige unuebersichtliche Gesetze, die die Hilfe des Fachmanns noetig machen wuerden, so dass eine politische Karriere als einzige Chance der Selbstverwirklich uebrig bleibt. Wie auch immer: Das Problem ist, dass Juristen der Auffassung zu unterliegen scheinen, man muesse einer Gesellschaft nur die richtigen Gesetze ueberstuelpen und die Menschen in ihren persoenlichen Freiheiten einschraenken (gerne auch zum Eigennutz), dann werde schon alles funktionieren: Dummheit wird verboten, Sicherheit wird durch Ueberwachung geschaffen, Schulden werden verboten, Atomkraftwerke sind ab jetzt sicher, den EU-Partnern wird vorgeschrieben wie sie zu agieren haben,… All dies laesst leider nicht nur eine ehrliche Ursachenanalyse der Probleme missen (diese interessiert den Juristen auch nicht wirklich, denn es wird per Dekret agiert), sondern ist auch Ausdruck fachlich voelliger Fehlbesetzungen der Ministerposten.
    Ich moechte hier kein generelles Juristen-Bashing betreiben(Ich habe selbst einige sehr gute Freunde mit dieser Profession), bin aber ueberzeugt, dass es mehr als kontraproduktiv fuer eine Gesellschaft ist – insb. im Hinblick auf eine Ursachenanalyse von Problemen -, wenn ein Großteil der politischen Entscheidungsträger einen nicht unwesentlichen Teil ihres Lebens damit verbracht haben unverstaendlich formulierte Paragraphen auswendig zu lernen.

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