Guthabenrückzahlung, das Zauberwort zum Krisenende

Die ökonomische Dauerkrise hat eine ganz triviale Lösung, wenn wir sie diskutieren können, können wir sie gestalten. Ansonsten kommt die Lösung evolutionär mit enormen Kollateralschäden:

GUTHABEN-RÜCKZAHLUNG ermöglicht Schuldenrückzahlung. Nur wenn der Gläubiger beim Schuldner KAUFT verschwinden Schulden nachhaltig. Alles andere ist entweder Totalverlust des Gläubigers oder die Vergesellschaftung der Verluste des Gläubigers. Wir nennen es Schuldnerrettung – dabei wären diese gerettet, wenn sie einfach Pleite anmelden dürften. Gerettet wird immer wieder nur der Guthabensünder. Sachwertsparer haften für ihre Horter – ein Unding.

Flassbeck beschreibt toll das Problem der fehlenden Nachschuldner, nur die Guthabenrückzahlung kommt ihm noch nicht über die Lippen. Eventuell kennt er ja auch das Wort noch nicht, ich habe es ja kürzlich erst erfunden. 🙂

5 Kommentare zu „Guthabenrückzahlung, das Zauberwort zum Krisenende“

  1. Nö Mister9101, auch die Guthaben aus Zinseinkommen können zurück gezahlt werden. Zinsen sind nur insofern ein Problem, als dass sie Geldsparen anregen und auch bei denen landen, die eh schon Einkommen in Geldhaltung sparen. Dies betrifft aber nur den Sparzins und nicht die Bankmarge.

    Es geht aber auch nicht darum, alle Kredit zurück zu zahlen, da steht die Wirtschaft still. Ca. 2,5 Billionen € wäre das gesunde Maß an Guthaben und Schulden für Deutschland.

  2. Tja, es bleibt wohl weiterhin nur, dazubleiben und versuchen aufzuklären…
    auch wenn es manchmal schwerfällt, vor allem nach solchen Diskussionen wie der oben verlinkten…

  3. Da würde ich doch gleich für Guthaben-TILGUNG plädieren.

    Die Diskussion war wirklich sehr lehrreich und erschreckend. Der einwandfrei argumentierende Flassbeck kam mit den von ihm sehr gut dargelegten Problemlösungen nicht durch. Dass man also in Deutschland die Binnenkonjunktur ankurbeln muss durch steigende Löhne und Sozialausgaben, damit die Deutschen ihren Exportüberschuss abbauen. Dass es mit dem Exportüberschuss nicht lange gut gehen kann.

    Wenn das nicht nicht mal beim Urban von der IG-Metall Einsicht bewirkt und der steigende Löhne einfach für nicht durchsetzbar erklärt und gern die Exportüberschüsse durch deutsche Ausgleichszahlungen an die Krisenstaaten finanziert sehen möchte. Noch schlimmer war der Scharpf, der sogar noch die Agendapolitik verteidigt hat, weil Deutschland doch damals so schlecht dagestanden wäre.

    Wieviel Einsicht soll man da vom breiten Publikum erwarten oder gar von der Politik? Flassbeck saß mehrmals fassungslos auf seinem Stuhl bei den Ausführungen seiner beiden Mitdiskutanten. Mir ging es auch nicht besser. Die Diskussionsleiterin hat den Scharpf mal gefragt, ob er denn nichts wüsste, als auf den großen Knall zu warten. Der hat sich dann damit herausgeredet, dass er ja irgendwann 1986 gegen den Euro argumentiert habe und niemand von ihm jetzt die Lösung der Probleme erwarten könne.

    Dabei bestünde die Lösung einfach in der Erhöhung der Löhne und Masseneinkommen in Deutschland statt der Fortsetzung der deflationären Depression in den Krisenstaaten.

    Nein, Dummheit allein kann das nicht mehr erklären.

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