Eine Rentenreform als wirksames Mittel gegen die Guthabenkrise?

Deutschland könnte in der nächsten Legislatur sehr viel über die Rentenversicherung in Ordnung bringen. Die sogenannte „Private Rente“ außer Wohnriester muss von einer Förderung in eine Sanktionierung gewandelt werden. Allen Wirtschaftern ist der Eintritt in eine wieder auskömmliche gesetzliche Umlagerente zu ermöglichen, z.B. auch über Einzahlung von Geldvermögen. Dann kann Deutschland unter Schuldenabbau seine (Bildungs- und Kinder) Infrastruktur zur Besten der Welt machen. 

Rente kann eh nur aus dem Sozialprodukt der laufenden Periode gezahlt werden. Und dieses Sozialprodukt müssen wir nicht länger per Exportüberschüsse verschenken, wenn wir die Vorsorgefrage über die Umlagefinanzierung besser angehen. 

Die Organisatoren der letzten Rentenreformen sind von der Staatsanwaltschaft wegen der extrem kriminellen Folgen für das deutsche Volksvermögen zu verfolgen.

8 Kommentare zu „Eine Rentenreform als wirksames Mittel gegen die Guthabenkrise?“

  1. @Rob:
    „Es gibt wohl zwei Gründe, weshalb es schwer ist, die Leute zu überzeugen:
    – Das Demographieproblem. Gilt auch bei der kapitalgedeckten Rente, aber ist eben kaum bzw. nicht zu vermitteln.“

    Ich empfehle jedem, der über das sogenannte „Demographieproblem“ spricht, die Lektüre folgenden Textes von Gerd Bosbach:
    http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/gbosbach_demogr.pdf

    Der Aha-Effekt ist garantiert.

  2. Jörg, klar bedanken sich die Profiteure nach solchen Reformen bei den verantwortlichen Personen, ABER die Reformen hatten ein begründetes Fundament innerhalb der VWL, ebenso eine Mehrheit unter den Ökonomen. Noch immer gibt es wahrscheinlich eine Mehrheit von Ökonomen die die Agenda2010 und Rentenreformen für gutheißen. Da kannst du den Vorwurf nicht der Politik machen!

  3. Jörg, ich habe nicht vorgeworfen, sondern vor VT gewarnt. Meine Einstellung dazu ist, dass „heftige“ Aussagen nicht ohne Belege bzw. konkrete Hinweise getroffen werden. Der kleine Artikel liefert diese Belege nicht, und wenn dann so ein heftiger Satz drin steht, hätte der Artikel ruhig ausführlicher ausfallen können. Mein Vorschlag: schreibe ein neuer Artikel, quasi als Anklägertext verfasst. Ich bin gespannt nach dem Inhalt!

  4. @Benedikt>>>>>An dieser Stelle musst du wenn dann deren Argument des Auslandsvermögensaufbaus entkräften

    Macht dies nicht die ständige „Rettungs-Empirie“ ?

    @Rob >>>Das ist aber ziemlich dick aufgetragen,

    Ich meine dies im Ernst, ich glaube, dass kaum jemals zuvor von einer Interessengruppe mit eben staatsanwaltlich zu untersuchender Einflussnahme ein größer Schaden in der BRD angerichtet wurde. Die Beziehungen von Schröder und Maschmeyer und die hochbezahlten Riester-Vorträge sind ja auch kein Geheimnis – deshalb verstehe ich Deinen VT-Vorwurf nicht.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ex-awd-chef-maschmeyer-hat-schroeder-million-fuer-buchrechte-gezahlt-a-748892.html

    http://www.welt.de/politik/article1983765/Riester-verdient-284-000-Euro-mit-Riester-Rente.html

  5. „Die Organisatoren der letzten Rentenreformen sind von der Staatsanwaltschaft wegen der extrem kriminellen Folgen für das deutsche Volksvermögen zu verfolgen.“

    Das ist aber ziemlich dick aufgetragen, und zudem stellt sich diese gute Webseite damit selbst in einer fast verschwörungstheoretischen Ecke. Ich weiß, dass es nicht stimmt, aber der Eindruck sollte man vermeiden.

    Inhaltlich zum Zitat: Erst mal muss man der Bevölkerung klar machen, warum die kapitalgedeckte Rentenversicherung im Grunde genommen Schrott ist, aber das gelingt nicht. Die schwäbische Hausfrau ist „Dank“ Merkel unverwüstlich geworden.
    Einen Schritt in dieser Richtung kann man eher machen, wenn man den Leuten klar macht, dass
    (1) Sparen zwar nicht verkehrt ist, z.B. weil Häuslebauer Ersparnisse zur Finanzierung verwenden können, aber …
    (2) einen Verdrängungswettbewerb im Kapitalmarkt die angesammelte Riestervermögen usw. tangiert (vgl. Flassbeck 2000 – Zitat ganz unten* – aus „Generationenvertrag versus private Vorsorge“), und – auch ein aber –
    (3) überhaupt die Sparmenge nur bis zum Punkt, an dem noch gewährleistet ist, dass Ersparnisse tatsächlich einen Finanzbedarf im Realwirtschaftlichen Bereich abdecken, sinnvoll sind und folglich alles Andere über die Umlage gemacht werden.
    (4) Es historisch gute Gründe für die Einführung eines Umlagesystems gibt. Wer Wikipedia danach absucht, wird fündig, Stichworte „Rentenreform 1957“ oder „Mackenroth-These“. Aber wer liest schon Wikipedia… Man muss sich nur vor augen führen, dass Geschichte sich oft wiederholt.

    Es gibt wohl zwei Gründe, weshalb es schwer ist, die Leute zu überzeugen:
    – Das Demographieproblem. Gilt auch bei der kapitalgedeckten Rente, aber ist eben kaum bzw. nicht zu vermitteln.
    – Fehlendes Besusststein betreffend der Idee, dass es einzelwirtschaftliches Denken UND gesamtwirtschaftliches Denken gibt (dies berührt insbesondere (2) und (3) hier oben).

    * „Die Volkswirtschaft als Ganzes kann nicht wie eine Kleinfamilie sparen. Sie kann kein Geldvermögen in die Zukunft transportieren, sondern nur Realkapital. Dessen Bildung wird aber durch den Versuch einer Gruppe, mehr Geldvermögen zu bilden, klar behindert.“

  6. An dieser Stelle musst du wenn dann deren Argument des Auslandsvermögensaufbaus entkräften, denn die Vertreter der Kapitalgedeckten Rente gehen davon aus, als dass wir Kapital in Länder mit umgekehrter dempgraphischer Lage exportieren, um es in 30 Jahren aus diesen Ländern wieder importieren zu können. Dadurch könnte man in der Tat das demographische Problem entschärfen Warum das Argument in der Realität jedoch hinkt, brauch ich dir nicht zu sagen 🙂
    aber ich lass trotzdem folgende grafik mal sprechen

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