Eine Exportsteuer kommt in jedem Fall – es könnte aber eine Narrensteuer an die Anderen werden


Eine Exportsteuer werden wir künftig so oder so zahlen – entweder an die Anderen als europäischer Finanzausgleich oder an unseren Staatshaushalt für Investitionen in unser Land.

Patrioten würden wohl die zweite Variante wählen, nur leider sind viele Patrioten in gesamtwirtschaftlichen Fragen sehr bildungsfern.

10 Kommentare zu „Eine Exportsteuer kommt in jedem Fall – es könnte aber eine Narrensteuer an die Anderen werden“

  1. Danke Jörg für deine hervorragende Erklärungen,

    den Begriff „“Exportgeschenke”-Industrie“ solltest du patentieren lassen. Für mich ist das die emotionalle Schwachstelle. Der Begriff Exportweltmeister ist einfach zu tief in den Köpfen der Deutschen eingefressen. Wir werden eher Europa Kulturell zerfallen/zerbrechen lassen (siehe Lafontainartikel) als als Deutsche uns eingestehen, dass wir unsere Wirtschaftsstruktur zur gunsten der Binnenwirtschaft umsteuern.

    Ich werde leider immer skeptischer. Nirgendwo Licht am Horizont 😦

    1. Tja, wer meint, die Droge Export wäre alternativlos, kann dieser Nachricht natürlich nichts Positives abgewinnen.
      Ein Blick in die Kommentare zeigt aber, dass viele Leser nicht so naiv sind, wie man allgemein meinen könnte.
      Es fehlt oft halt nur das Verständnis für gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge. Da wäre ein regelmäßiger Besuch dieses Blogs schon hilfreich 😉

  2. Prinzipiell nicht, weil es ja beschäftigungstechnisch egal ist, ob die Leute Schulen sanieren oder in der „Exportgeschenke“-Industrie arbeiten. Trotzdem muss man natürlich mit Bedacht vorgehen, die Strukturen müssen sich natürlich teilweise wandeln. Wobei es eben ja nicht darum geht, 40% BIP Exporte abzuschaffen sondern nur die 6-7% BIP Exportüberschüsse.

  3. Jetzt macht auch das mit den Patrioten einen Sinn! ^_^ Danke für die geduldige Erklärung =)

    Würde als Gegenargument nicht die „hochheiligen“ Arbeitsplätze kommen? Exportsteuer -> teurere Produkte (fürs Ausland) -> weniger Produktion -> weniger Arbeitsplätze?

    Wirtschaft und Politik reiten ja gerne auf dem Erfolg der angeblich geringen Arbeitslosigkeit in D herum.
    Gut dass wir indirekt für die anderen Länder Arbeiten scheint keinen zu stören, sonst wären die Wahlen wohl anderst ausgefallen…

    Greets
    Yotta

  4. Exportsteuer wird auf alle Exporte so lange erhoben, bis wir keine Exportüberschüsse mehr haben. Diese Einnahmen fließen dann in Investitionen in unser Land. Die Beschäftigung ist die gleiche – nur gibt es eben eine sanierte Schule in Deutschland statt ein neues Rettungspaket für die Schulden der Anderen, die bei dauerhaften Exportüberschüssen ja rein technisch nicht rückzahlbar sind.

  5. Der Groschen ist bei mir noch nicht gefallen…
    Wie hängen die Exportsteuer mit dem ->
    „oder an unseren Staatshaushalt für Investitionen in unser Land.“ zusammen?

  6. Nein, die Exportsteuer muss man von Staats wegen gegen Exportüberschüsse erheben, sonst muss man selbige später mit Transfers ausgleichen. Die Exportsteuer gab es auch schon mal bei „Plisch und Plum“(1.Groko), ist also keine „undenkbare Revolution“.

  7. Auch nach dem lesen des Links von sadoma muss ich gestehen, dass ich die Aussage nicht verstehe.
    Der erste Teil ist für mich einleuchtend. Als“Exportsteuer“ kann man den wohl kommende Schuldenschnitt für Griechenland ansehen.
    Können Sie erläutern inwiefern Investitionen in unser Land eine Exportsteuer an unseren Staatshaushalt sind? Ich glaub ich steh grad voll auf der Leitung =)

    Greets
    Yotta

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