Einzelwirtschaftliches Denken für die Gesamtwirtschaft führt erneut in eine rechte Machtübernahme?


Wiederholt sich die Geschichte? Deflationspolitiker Brüning hat den gesamtwirtschaftlichen Denker Wilhelm Lautenbach nicht empfangen, erst beim durch die Deflationspolitik an die Macht gekommenen Hitler bekam dieser einen Termin:

Lautenbachs Witzige Schlagfertigkeit, die auch vor Amt und Würden nicht zurückschreckte, war berühmt und von vielen gefürchtet. War ihm einmal blitzartig die schlagende Formulierung eingefallen, so schien er fast physisch unfähig, sie zurückzuhalten. So war es denn auch ein denkwürdiger Augenblick, als dieser feuerköpfige Mann mit der Schärfe des Verstandes und der Zunge, der jede fachliche Unterredung mit seinem Temperament (und der Ausgereiftheit seiner Gedanken beherrschte, im Frühsommer 1933 zu Hitler geschickt wurde, um ihm die Nationalökonomie der Krisenbekämpfung durch Kreditexpansion im amtlichen Auftrage klarzumachen. Man hat erfahren, daß diese Unterredung zu den seltenen gehört hat, in denen nicht Hitler, sondern der andere das Wort führte. Als Hitler einwandte, daß eine solche Kreditexpansion doch Inflation sei, erwiderte ihm Lautenbach: «Herr Hitler, Sie sind jetzt der mächtigste Mann in Deutschland. Nur eines können Sie nicht: Sie können unter den gegenwärtigen Umständen keine Inflation machen, soviel Sie sich auch anstrengen mögen.» Als Hitler zu bemerken wagte, daß immerhin die von ihm befragten Bankiers anderer Meinung seien, erhielt er prompt die Antwort: «Herr Hitler, Bankiers sind wie Hefebazillen. Wie diese Alkohol fabrizieren, ohne davon zu wissen, so die Bankiers Kredit, ohne sich darüber klar zu sein.»

Nun stimmt der eher linke gesamtwirtschaftliche Denker Flassbeck Frau le Pen zu:
„In der Sendung wird auf das offiziell bekannte Faktum der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs hingewiesen (am Beispiel der Geflügelzucht). Doch die Antwort auf die Frage, woher dieses Ungleichgewicht denn kommen möge, gibt nicht die Off-Sprecherin, sondern man überlässt die Antwort Marine Le Pen, die auf deutsches Lohndumping verweist. Ich denke, sie liegt in diesem einen Punkt richtig, und doch ist es beängstigend, welche Entwicklungen folgen könnten, insbesondere da nächstes Jahr Kommunal- und Europawahlen sind.“

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