Toll – Wolfgang Waldner schreibt auf Flassbeck Economics


Wolfgang Waldner macht sich sehr um die gesamtwirtschaftliche Aufklärung verdient, er hat z.B. auch den Wikipedia Eintrag zu Saldenmechanik und Stützel ermöglicht.

http://www.flassbeck-economics.de/die-monetaere-theorie-der-produktion-eine-zehnteilige-serie-von-wolfgang-waldner/

4 Kommentare zu „Toll – Wolfgang Waldner schreibt auf Flassbeck Economics“

  1. Die „Finanzkrise“

    „Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuß wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.“

    Silvio Gesell (aus „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, 1916)

    20 Jahre später bezeichnete der „Jahrhundertökonom“ J. M. Keynes in seiner „Allgemeinen Theorie (der Beschäftigung der Politik)“ dieses Phänomen, das sich zwangsläufig aus der Verwendung von hortbarem Geld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) ergibt, als „Liquiditätsfalle“ – und beschrieb zwei Mittel, um sie hinauszuzögern: Erhöhung der Staatsverschuldung mit Ausgabe des Geldes für Projekte, die den Zinsfuß nicht senken (Löcher graben und wieder zuschaufeln, Kriegsrüstung, etc.), und Geldmengenausweitung.

    Um aus der Liquiditätsfalle herauszukommen, gibt es bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld nur eine Möglichkeit: Eine umfassende Sachkapitalzerstörung muss den Zinsfuß anheben. Diese früher sehr beliebte „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ konnte jedoch nur solange der „Vater aller Dinge“ sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    Was nun?

    „Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.“

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)

    Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion voraus, die den Kulturmenschen „wahnsinnig genug“ für ein darum bis heute fehlerhaftes Geld machte, damit das, was heute „moderne Zivilisation“ genannt wird, überhaupt entstehen konnte.

    Seitdem sind wir „poor lost children of the sea“ –

    – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die reale Angst vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte insgesamt größer wird, als die seit Jahrtausenden eingebildete Angst vor dem „Verlust“ der Religion:

    Einführung in die Wahrheit

  2. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

    Heiner Flassbeck bietet an, dass auch andere Leute als nur ich dort interessante Theorien zur Makroökonomie publizieren können und ich würde mich sehr freuen, bald von Jörg Buschbeck auf flassbeck-economics einige seiner immer genial einfachen und verständlichen Erklärungen der wirtschaftlichen Zusammenhänge mit seinen gelungenen Begriffsschöpfungen lesen zu können.

    Herzliche Grüße

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