Die einfachste und sinnvollste Guthabenbremse = Schuldenbremse = zurück zu Blüm


Die Privatsektoren in Deutschland haben seit vielen Jahren einen enormen Geldsparüberschuss, der nur durch kritische Verschuldung des Auslandes oder des Staates auszugleichen ist. In diesem Zusammenhang war es ein ökonomisches Verbrechen, die Umlagerente zu kürzen und statt dessen eine „Geldsparrente“ staatlich auch noch zu fördern. Wir sollten dringend diese Fehlentscheidungen korrigieren und die Brutto-Löhne wieder um Produktivitätswachstum plus Inflationsziel erhöhen. Sicher werden die Nettolöhne nicht um den gleichen Faktor steigen können, da ein größerer Anteil in die Umlagerente eingezahlt werden muss. Aber wir hätten dann wieder ein funktionales Wirtschafts- und Sozialsystem. Und die Riesterbeiträge gehen ja jetzt auch vom Nettolohn weg, wie Norbert Blüm im Interview neben anderen guten Gedanken anmerkt. Der Unterschied ist aber, das die Beiträge zur Umlagerente ohne Schuldner wieder in den Kreislauf kommen.

3 Kommentare zu „Die einfachste und sinnvollste Guthabenbremse = Schuldenbremse = zurück zu Blüm“

  1. @stephan
    Es ist wohl so zu generalisieren, dass die Gegensätzlichkeit von einzelwirtschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen die schlimmste Schulbildungslücke aller Zeiten ist.

  2. Besonders symptomatisch für das „Schulden sind böse und müssen weg“ Denken, ist dieser Artikel (von heute) über die Schulden von André Rieu:

    „Ich war 2009 mit 34 Millionen verschuldet, alles gehörte der Bank. Mein Studio, meine CDs, meine Stradivari, die Rechte an meinem Namen – alles. In meinem Fall hat die Bank gesagt: „Wir glauben an Dich, spiel‘ weiter.“ Und nach einem Jahr war ich 20 Millionen im Plus. Man darf den Glauben an seine Fähigkeiten nicht verlieren, und man braucht Menschen, die einen unterstützen. Und wenn es überstanden ist, muss man seiner Frau versprechen, sowas nie wieder zu tun!“

    http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_67184350/andre-rieu-ich-war-mit-34-millionen-verschuldet-.html

    Aus meiner Sicht ein prominenter Zitat-Leckerbissen, um zu zeigen wo er wie „falsch“ denkt und aus seinem persönlichem „Blick auf die Welt“ heraus seine Aussagen trifft.

    Die jahrzehntelangen „persönlichen Erfahrungen“ im Umgang mit Geld, Kredit und Banken, sind für viele das größte monetäre Brett vorm Kopf.

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