Ist schuldentilgender Umkehr-Keynesianismus die Rettung Europas?


Der bekannte Keynesianismus ist das Prinzip, private Freude an Geldvermögensbildung durch Staatsverschuldung auszugleichen. Nun ist dieses Prinzip wegen der erreichten Staatsschuldenquoten nicht mehr populär und mit den grundgesetzlichen Staatsschuldenbremsen nicht vereinbar. Es droht durch Staatsschuldenbremsen eine gefährliche Abwärtsspirale. Diese läuft dann entweder in eine Aufgabe der Staatsschuldenbremsen oder in ein neues dunkles Zeitalter.

Nun lasst uns doch bitte die Globalsteuerung genau anders rum machen. Wenn man die private Geldvermögensbildung nicht mehr mit Sparzinsen anregt und solche Sparzinsen auch in Zukunft nicht mehr zu erwarten sind, dann dreht sich das Problem um. Die privaten Pläne gehen dann per Saldo dahin Geldvermögen abzubauen. Der Staat kann dann ohne Depression seine Schulden  tilgen.

Man kann die wettbewerbsneutrale Globalsteuerung nun über die Höhe der Tilgung der Staatsschulden betreiben. Eine variable Kreditsteuer auf Privatkredite tilgt die Staatsverschuldung. Sie nimmt in der Kalkulation der Banken den Platz ein, den bisher der Sparzins hatte. Nur fließen diese Erträge nun in die Schuldentilgung statt den privaten Geldsparüberschuss und damit die Staatsverschuldung zu erhöhen. Und diese Kreditsteuer kann national oder gar regional ganz verschieden sein. So kann man mit Einheitswährung Euro eine national/regional angepasste Geld- und Wirtschaftspolitik betreiben. Europa und der Euro braucht in so einem System auch keine EU-Zentralregierung. Ein abgestimmtes Konzept für die wettbewerbsneutrale Globalsteuerung reicht völlig.

Kurzbeschreibung
vollständiges Konzept

5 Kommentare zu „Ist schuldentilgender Umkehr-Keynesianismus die Rettung Europas?“

  1. @Phil
    danke, aber mein Ziel sind natürlich Wissende/Verstehende statt Glaubende. Werde in den nächsten Jahren versuchen, die Bilder für das gesamtwirtschaftliche Denken in selbst erstellten kurzen Screen-Capture-Videoseminaren vom ganz einfachen Anfang an zu vermitteln.

    Freue mich über jede Unterstützung beim Verbreiten und auch über kleine Spenden für die Vereinskosten. Einen Mitgliedsbeitrag haben wir satzungsgemäß nicht, deshalb helfen uns auch nur Spenden und nicht Beitritt weiter. Kontodaten habe ich oben unter Shop/Spenden/Kontakt aktualisiert.

    liebe Grüße, Jörg

    1. Hallo Jörg,
      meine kleine Spende ist unterwegs.
      Tip: IBAN-Nummer sollte bei den Kontodaten dabeistehen…

      Gruß,
      Phil.

  2. Hallo Herr Buschbeck!

    Ich habe mir das von Ihnen verfasste Konzept in der Langversion (ausgedruckt 9 Seiten) „angetan“. Ich will es kurz machen:
    Auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, alles verstanden zu haben, so habe ich dennoch keinen Zweifel, dass das Konzept einen realistischen, gangbaren Weg aus der system-immanenten Krise unseres Finanz- und Wirtschaftssystems darstellt.
    Also: Ich GLAUBE Ihnen, so wie der Katholik dem Papst glaubt 🙂
    Mein Glaube ist vor allem darin begründet, dass ich diverse Vorträge von Ihnen kenne, und bisher keine Widersprüche in Ihren Argumentationen finden konnte. Ihre Ausführugen beruhen – so weit ich es erkennen kann – auf logischer (mathematisch-naturwissenschaftlicher) Basis.
    Ich will nach meinen Kräften nun auch versuchen, mir die Fachkenntnisse anzueigenen, die notwendig sind, um dies nicht nur zu glauben, sondern tatsächlich auch selbst komplett zu verstehen.
    Parallel dazu möchte ich auch Ihr Bemühen (in bescheidenem Maße) finanziell unterstützen, und bitte daher um Informationen, wie/wo dies geschehen kann. Ich habe bisher vergeblich nach einem Antragsformular für den Verein „Global Change 2009“ gesucht.

    Viele Grüße,
    Phil Rae

  3. “Das Folgenschwerste bei diesen ganzen Staatsverschuldungen ist jedoch der Tatbestand, dass in den gesamten 40 Jahren die fälligen Zinszahlungen fast ausschließlich mit Neukreditaufnahmen finanziert worden sind. Die Schuldenausweitungen, die sich zwischen 1970 und 2005 auf rund 1.500 Mrd. Euro beliefen, waren praktisch identisch mit den Zinszahlungen in der gleichen Zeit. Das heißt: Diese Schuldenzunahmen haben weder dem Staat noch der großen Bürgermehrheit genutzt, sondern einzig und allein jener Minderheit der Kreditgeber, die dem Staat das Geld geliehen haben. Auf Kosten aller anderen wurden diese Geldverleiher also genau um jene 1.500 Milliarden Euro reicher, die der Staat in den gleichen Jahren an Krediten aufgenommen hat!”

    Helmut Creutz

    Was schon 12-jährige Schulkinder verstehen, bleibt für Politiker bis zum bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch der Weltwirtschaft (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) unverständlich. Sie wollen es nicht verstehen, um sich nicht der ganzen Sinnlosigkeit ihrer Existenz bewusst zu werden, denn die Befreiung der Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) macht die “hohe Politik” überflüssig:

    Schuldenbremse und Wachstum?

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