Goldgeld, Vollgeld und der Wunsch nach „Deckung“ – nur zu…..


Der Gedanke, dass ein Geldsystem auch irgendwie abgesichert sein muss, erscheint doch sehr gesund. Schließlich erbringen wir alle Leistungen in einem Wirtschaftssystem, welche in Geld vergütet uns spätere Gegenleistungen erwarten lassen. Dies ist ja auch nur fair und im Sinne der Arbeitsteilung. Nun haben wir ja schon länger Krisen im System, und man denkt über verbesserte Deckung nach.


Nun ist es aber so, dass wir den Begriff Geld doppeldeutig verwenden und dies zu Fehlschlüssen führt. Geld als Begriff verwenden wir für Geldforderungen generell, als auch für Zahlungsmittel. Die bisherigen Vorstellungen für ein „gedecktes Geld“, ob nun als Goldgeld oder als Vollgeld, beziehen sich auf das Zahlungsmittel eines Geldsystems. Ein Goldstück hat natürlich einen Eigenwert, hinter einem Vollgeld der Zentralbank steht die Steuergewalt des Staates.  Ich möchte Ihnen jetzt mit einem einfachen Gedankenexperiment zeigen, dass uns diese Art von Deckung nicht weiter bringt, das Beispiel bezieht sich auf ein Goldstück, es könnte aber genauso gut ein „Vollgeldschein“ oder ein Bitcoin sein.

A zahlt Goldstück bei Bank ein, Bank verleiht an B
B bezahlt rechnung bei C
C zahlt ein, Bank verleiht an D
D bezahlt Rechnung an E
E zahlt ein – Bank verleiht an F
F bezahlt Rechnung an G

G zahlt nicht ein….!!!

B – D und F sollen ihre Kredite tilgen…leider ist das Zahlungsmittel dafür nicht verfügbar – Kredite = notleidend. Die ganze Kreditkette ist mit einem einzigen „Geldding“ entstanden und die Banken durften nur Einlagen aus ehrlich erarbeiteten Leistungen verleihen.

Welcher Kontrakt ist jetzt vom Goldstück gedeckt? Gedeckt ist nur der Horter G. in Höhe des Sachwertes !

Wir müssen also die Kredit-Kontrakte selbst mit Pfändern besichern, wenn wir ein gedecktes Geldsystem haben wollen – z.B. eben so… 

und

Nun könnten wir G zwar mit hohen Zinsen zum Einzahlen bringen, nur wenn wie heute gar keine kreditwürdigen Schuldner vorhanden, hilft uns dies auch nicht weiter. Selbst ein hortungsgeschütztes „Freigeld“ würde uns nur nützen, wenn auch kreditwürdige (Einkommen, Pfand) und kreditwillige (Bedarf) Schuldner zur Hand sind.

deshalb:

G sollte bei B, D oder F kaufen und nicht einzahlen!
Keine Prämie für’s Einzahlen mehr!

31 Kommentare zu „Goldgeld, Vollgeld und der Wunsch nach „Deckung“ – nur zu…..“

  1. Mich irritiert, warum wir uns nun mit den handwerklichen Abläufen in einer Bank auseinandersetzen sollen.

    Auch scheint Nabucosodor der Unterschied zwischen der Bilanzsumme einer Bilanz und den G+V Konten nicht zu kennen.

    Bilanzwirksam oder nicht ist etwas anderes als erfolgsneutral oder nicht.

    Wenn du eine Seignorage postulierst, dann erklär uns doch mal, wo die in einer Bilanz auftaucht. Irgendwo muß er doch auftauchen, der Buchungssatz.

    Ein Vollgeldsystem existiert in zwei Varianten.

    Entweder habe ich ein kreditfreies System dem der Staat Geld ausgibt (bevorzugt über „Barlieeeeehn“ die Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik) und im Gegenzug Waren und Dienstleistungen verteilt (über eine Handelsorganisation), gewisse Ähnlichkeiten mit früheren Staaten auf deutschem Bodem sind weder zufällig noch beabsichtigt sondern unvermeidlich (nach Böll).

    Oder ich habe ein System mit 100% Reservepflicht, dann habe ich die Bundesstaatliche Merkel Monopolbank als einziges Kreditinstitut der Republik.

    Letzteres ist im Kern nichts anderes als heute – nur daß sich Debitorenausfälle nicht auf mehrere Institute verteilen sondern ein Institut alle Debitorenausfälle trägt und dieses eine Institut eine gemeinsame Kreditpolitik für alle macht, ob es Hausfrau Ilse ist oder die Volkswagen AG.

    (Kleine Anmerkung: IIRC hat Nabu irgendwo erzählt, Vollgeld sei ein Trennbankensystem, das ist Blödsinn, Vollgeld ist kein Trennbankensystem, Vollgeld ist das Gegenteil davon: ein Einbankensystem.)

    Wir hätten dann vermutlich Hochkonjunjunktur für Schattenbanken. Und würden einen erheblichen Teil der Kreditvergabe bei Nichtbanken verstecken.

    (Beispiel: Du zahlst beim Aldi mitm Kärtle, die buchen den Betrag mt 4 Wochen Verzögerung ab – und schlagen den Zinsverlust natürlich auf die Preise drauf. An Ende gäbe es verschiedene Aldi-Kunden, der Hartzer hätte ein Zahlungsziel von 6 Wochen, der Beamte eines von einem Tag – aber dafür natürlich unterschiedliche Rabattstufen.

  2. Ich zitiere hierzu mal aus http://de.wikipedia.org/wiki/Buchgeld.

    Es heißt dort: „Als volkswirtschaftliches Aggregat wird es dem Bargeld gegenübergestellt.“

    Es geht hier nicht um Ausfälle, ich bin auch niemandem gegenüber ausfällig geworden.

    Der Punkt ist nur, daß wir hier mal Begriffe klarziehen müssen. Und im zitierten Artikel wird zwischen Bargeld und Volkswirtschaftlichen Aggregaten sehr wohl unterschieden. In der Diskussion wurden Begriffe wie M2 und M3 eingeworfen, ohne daß klar ist, was das überhaupt ist.

    Das sind Aggregate. Oder um es noch klarer zu sagen: Es sind statistische Kennzahlen. Deren Bedeutung hier offenbar gar nicht klar ist.

    Ich mag es nicht, wenn man mir Ausfälligkeit vorwirft, nur weil ich die Freiheit habe, mal auf Unschärfen in der Diskussion hinzuweisen. Darauf zielte im übrigen auch meine Frage, was Vollgeld überhaupt sei. Auf die ich keine Antwort bekommen habe.

    Es bringt nichts, zwar grammatisch richtig, aber semantisch sinnfrei unverstandene Begriffe aneinanderzureihen.

    Detlef

  3. Mir ist beim Eingangsstatement „Nun ist es aber so, dass wir den Begriff Geld doppeldeutig verwenden und dies zu Fehlschlüssen führt. Geld als Begriff verwenden wir für Geldforderungen generell, als auch für Zahlungsmittel.“ überhaupt nicht klar, worin die Doppeldeutigkeit liegt.

    Haptisch wird Geld verwendet wie ein generisches Tauschmittel.

    Da wird jetzt irgend eine „Mehrstufigkeit“ oder „Rekursion“ oder sowas reinkonstruiert. Insbesondere ist mir überhaupt nicht klar, warum Geld eine Geldforderung sein soll oder wer so etwas in die Welt setzt.

    1. Eine Bank hat es gegen Kredite aus Zentralbankbeständen ausgezahlt – diese ZB hat es mit einer zinslosen Kreditbuchung angekauft. Dies geht, weil Ihre Passiva gleichzeitig auch Forderungen gegen den Steuerzahler sind. Ebenso könnte man zinslos Staaten finanzieren,

      Forderungen gegen Steuerzahler(aktiv) an Sichtguthaben (passiva), insbesondere wenn man der Notenbank eine Steuergewalt gibt. Hier wird ja auch für eine Monetative geworben – nur eben ohne Vollgeld-Eso -oder besser Volldeckungsgeld ist halt 100% gescheit besicherte Kredite.

      1. Sorry, geht das schon wieder los. Im Szenario heißt es: A zahlt ein Goldstück ein.

        Da steht nicht, woher es stammt, es ist auch vollkommen irrelevant.

        Gold ist ein Aktivposten, den Banken anzukaufen bereit sind und damit gut. Da interessiert die Vorgeschichte nicht. Oder machen wir jetzt Goldhomöopathie und speichern dessen Vorgeschichte in feinstofflichen Schwingungen?

      2. Ausbezahlt – warum? Wenn A für Anfang steht, dann hat A einen Kredit aufgenommen, somit ist alles beim Alten. Was Bank-Zentralbank-intern abläuft, ist frei organisierbar, soll heissen, es existiert kein MUSS ähnlich eines Naturgesetzes, „es“ auf eine bestimmte Weise zu regeln.
        Man kann, meiner Auffassung nach, am Bestehenden herumdoktern oder das Verteilungsproblem, welches derzeit über „Geld“ geregelt ist, völlig neu denken und damit, zumindest, zu erkennen geben, dass die derzeitige Art und Weise der Abläufe mit Geld, nur eine Möglichkeit darstellen.

        1. Lieber Konrad,

          es geht in diesem Beitrag um ein Thema, was trotz Trivialität immer wieder kommt:

          Ein wertiges Zahlungsmittel deckt kein Geldsystem.

          Dafür ist dieses Beispiel da – bleib doch bitte einfach beim Thema statt hier andere Baustellen aufzumachen.

          danke, JB

          1. Nun ja, Konrad hat insofern nicht ganz unrecht, als es wirklich völlig sinnfrei ist, andauernd die Grundlagen des Rechnungswesens zu repetieren – ohne dabei auch nur einen Schritt weiterzukommen.

            Im Grunde verlaufen sich viele in so genannter „Geldsystemkritiik“, die im Grunde nichts anderes ist als die langatmige Fassung der Aussage: „Ich habe die doppelte Buchführung nicht verstanden“.

            In der entscheidenden Frage, ob, und ggf. wie, wir unser Wirtschaftssystem zum positiven hin verändern können, führt uns das überhaupt nicht weiter.

            Wir trampeln da nur ausgelatschte Pfade immer tiefer.

            1. als die langatmige Fassung der Aussage: “Ich habe die doppelte Buchführung nicht verstanden”.

              völlig richtig, aber ohne nennenswert verbreitetes bilanzielles Denken werden wir n.m.E. kaum ein Problem lösen können. Wehm das Thema aber nicht gefällt, der muss auch nicht in einem uralten Beitrag kommentieren.

              Und hier werden aber natürlich auch andere Themen behandelt, die man dann dort auch diskutieren kann.

              Nur in diesem Thread geht es darum, dass ein „gedecktes“ Zahlungsmittelsystem etwas anderes ist, als ein gedecktes Geldvermögenssystem – Mißverständniss aus Doppeldeutigkeit des Geldbegriffs – Zahlungsmittel/Geldvermögen.

              1. Beim bilanziellen Denken sind wir uns völlig einig. Nun will ich auch nicht in einen uralten Thread einsteigen. Der Begriff „gedecktes Geldvermnögen“ ist mir dann doch zu blöd 😉 In einer Bilanz ist das Vermögen einer Person aufgelistet – ein Teil davon kann als Bargeld vorliegen. Das ist dann eine Forderung gegen die EZB. Oder als Guthaben bei einer Geschäftsbank. Das ist dann eine Forderung gegen die kontoführende Bank. Mehr ist zu dem ganzen Thema eigentlich nicht zu sagen.

              2. Sehr geehrter Herr Buschbeck,

                Zunächst einmal besteht die Welt bloß aus Forderungen und Verbindlichkeiten, die man aus Gründen der Einfachheit nur als Anleihen (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, etc.) fassen sollte. Jeder Versuch, Forderungen und Verbindlichkeiten über die Form der Anleihe hinaus darstellen zu wollen, führt zu unsäglichen Verwirrungen, weil diese Formen entweder „geldnah“ (z.B. Wechsel) oder selbst „Geld“ sind (z.B. Bankkredit). Diese Vorgangsweise mal vorausgesetzt, gilt:

                1) „Brutto-Forderungen = Brutto-Verbindlichkeiten“, und

                2) „Netto-Forderungen = Netto-Verbindlichkeiten“.

                Mit 2) wird bloß zum Ausdruck gebracht, dass ein Gläubiger auch selbst Schuldner, dass er also Inhaber einer Anleihe und Zeichner zugleich sein kann. Die gesamte Brutto-(Schuld)menge entspricht der aufsummierten Nominale aller Anleihen.

                3) „Brutto-Forderungen = Brutto-Verbindlichkeiten = Brutto-(Schuld)menge“

                Die „Netto-(Schuld)menge“ als Begriff ergibt keinen Sinn. Sie ist zwar berechenbar, kennt aber keine mathematische Abhängigkeit von der „Brutto-(Schuld)menge. Im Extremfall kann sie bei positiver Brutto-(Schuld)menge sogar auf Null schrumpfen, wenn jeder Gläubiger Schuldner in gleicher Höhe ist. Es gilt für den Fall, dass die GB`S alle Anleihen aufkaufen:

                4) „Brutto-(Schuld)menge = GB-Geldmenge“

                Ganz offensichtlich gibt es keine eindeutige Abbildung zwischen „Brutto-(Schuld)menge und „GB-Geldmenge“. Sie ist abhängig davon, wie groß der „Absorbierungsgrad“ des GB-Sektors ist. Werden nur die Hälfte der Anleihen aufgekauft, gilt:

                5) „Brutto-(Schuld)menge“ (x 0,5) = GB-Geldmenge

                Völlig analog lässt sich nun die ZB-Geldmenge in Abhängigkeit vom „Absorbierungsgrad“ der Zentralbank bestimmen. Im einfachsten Fall, wenn die ZB alle Anleihen der GB`S aufkauft, gilt:

                5) „Brutto-(Schuld)menge = GB-Geldmenge = ZB-Geldmenge“, oder

                6) „Brutto-(Schuld)menge (x 2) = ZB- + GB-Geldmenge

                PS: Ich plädiere dafür, den Begriff „Zahlungsmittel“ nicht zu verwenden. Er bringt nur Unschärfe in das Beziehungsgeflecht zwischen Brutto-Schuldmenge und Geldmenge. Auch ist es nicht sinnvoll die „Zwittergestalt“ Bankkredit in den Analyserahmen einbeziehen zu wollen. Der Bankkredit ist Schuld und GB-Geld zugleich. Zwar gilt weiterhin 5) und 6), aber die Verwirrungen sind vorprogrammiert, weil die Unterscheidung zwischen „Schuld“ (=Anleihe) und „Geld“ (GB- und ZB-Geld) verwischt wird…..

                Liebe Grüsse
                Alfred Felsberger

                1. Sehr geehrter Herr Felsberger,

                  diese Einlassungen gehen leider auch völlig am Thema diese Beitrags vorbei.

                  Im übrigen versuche ich hier ständig haareraufend 🙂 klar zu machen, dass es um die Kaufsalden geht. Wenn Sie am Regal das Brot in den Einkaufswagen legen, erzeugen Sie eine Verbindlichkeit als Geldvermögensabbau, diese völlig unstoffliche Verbindlichkeit hat nun wirklich mit einer Anleihe nichts zu tun hat. Diese Thema aber bitte gern mal an anderer Stelle – z.B. hier:

                  https://guthabenkrise.wordpress.com/2014/01/23/geld-kauf-und-bezahlung/

                  1. Sie haben schon recht: Es geht um Kaufsalden. Nur warum versteht`s keiner? Weil sich keiner „Forderungen/Verbindlichkeiten“ in Konnex mit „Kauf/Verkauf“ vorstellen kann. Deshalb ist das von mir präsentierte Modell mit Anleihen hundertmal besser. Das versteht selbst der größte Depp`. Mit dem Thema hier hat es insofern zu tun als es zeigt: dass „Vollgeld“ eine Mogelpackung ist. Wer nach „Vollgeld“ schreit, verlangt nichts anderes als die Abschaffung der GB`S.

                    1. Also langsam nehme ich fürs „bosauen“ Tantiemen 😉

                      Das Modell mit den Anleihen ist nun auch nicht besser. Zumal nun nicht alles eine Staatsanleihe ist.

                      Eben im Fernsehen gab es gerade Haare zum Ankleben, da kann Jörg mal kurz vorbeigehen, dann hat er wieder was zum raufen. (Ich würde ihm gerne welche leihen, aber ich bin mit meinem Haarkomto auch etwas im Dispo.)

                      Gerade beim Einkauf im Supermarkt ist Geld als „Tauschmittel“ immer noch am einfachsten verständlich.

                      Und da nun zu überlegen, lieber Jörg, ob da nun eine Verbindlichkeit entsteht, wenn ich das Brot anfasse, es aus dem Regal nehme, oder doch erst dann, wenn ich es in den Wagen lege, wird dann doch etwas spitzfindig.

                      Irgendwann gehe ich zur Kasse – und dort gebe ich soviel Geld hin wie ich Ware im Wagen habe.

                      Und was da bilanztechnisch abgeht, ist schnell sehr unübersichtlich, darum gibt es beim Girokonto letztlich auch Skontren: Da wird einfach die Belastung des Girokontos im Skontro als „Ausgabe“ im „Soll“ gebucht – Ruhe ist.

                      Gerade bei Kontokorrentkonten hat man nämlich sonst spätestens bei der fünften Einzahlung und der sechsten Auszahlung ein Schleudertrauma.

                      >kein Antwortbutton mehr drunter – letzte haare rauf

                      Warum geht es denn, dass Verkaufsüberschüsse (Geldvermögensaufbau) gesamtwirtschaftlich zwangsläufig Kaufüberschuss (Verschuldung) ist. Jeder der dies nicht rafft, kommt da mit irgendwelchen Zahlungsmittelbetrachtung zur „Widerlegung der Saldenmechanik im besonderen Beispiel“. Thats it.

                    2. Lieber Herr Felsberger,

                      „Wer nach “Vollgeld” schreit, verlangt nichts anderes als die Abschaffung der GB`S.“

                      Eine Abschaffung oder Verstaatlichung der Banken ist ausdrücklich nicht vorgesehen. In einer Vollgeldordnung können Banken freiemarktwirtschaftliche Unternehmen sein, nur sollen sie nicht mehr das illegitime und dysfunktionale Privileg besitzen, selber auch noch das Geld zu erzeugen, auf dessen Grundlage sie tätig sind.

                      In einer Vollgeldordnung sorgt die Zentralbank mit einem zeitlichen Vorlauf stets für einen ausreichend großen Geldmengenzuwachs, und die Banken finanzieren sich über alle zur Verfügung stehenden Kanäle: Geldaufnahme von Kunden, von anderen Banken, von sonstigen Finanzinstituten und institutionellen Investoren, Begebung von Schuldverschreibungen, ggf auch Aktien, am offenen Markt, und nicht zuletzt auch direkt von der Zentralbank.

                      Ich bin, wie Sie wissen, Ihr Schüler aber bitte das nächste Mal sachgbezogener.

          2. Bitte:
            Nach dem die substantielle Wertlosigkeit eines Geldscheins oder einer Münze und erst recht einer Buchungsinformation erkannt wird, daß man also als Gegenwert für …. eigentlich „Nichts“ bekommen hat, entsteht der Wunsch diese Situation zu ändern. Nur, dann hätte man tauschen sollen und nicht sein „Etwas“ verkaufen dürfen, d.h. für ein prinzipiell wertloseres Zahlungsmittel in irgendeiner Form eintauschen dürfen.

            Das zweite Motiv im Zusammenhang einem Zahlungsmittel eine „Deckung“, einen „Wert“ zu geben, sehe ich in dem Wunsch, aus Furcht vor Inflation, die Geldmenge zu kontrollieren, eigentlich aber zu verknappen. Das ist bei einer Golddeckung und ähnlichem der Fall, aber auch bei Vollgeldsystemen. Dem liegt die Vorstellung zu Grunde, die Geldmenge allein und nicht eigentlich die Nachfrage würde Preise steigen lassen und damit sein vorhandenes Geld entwerten.

            Geld dient dazu, etwas verkaufen zu können. Will man etwas von subjektivem Wert gegen etwas subjektiv Gleichwertiges tauschen, darf man Geld nicht als Zwischenschritt einfügen weil sonst die Gefahr besteht, letzlich mit etwas Wertloserem da zu stehen oder bei Zahlungsmitteln mit Geldfunktion (Sichtguthaben) völlig sein „Tauschding“ zu verlieren.

            Zu alter Beitrag: Da die letzten Postings aus 2015 stammen, dachte ich, in diesem Thread sei noch Leben drin.

  4. Der wesentliche Denkfehler ist hier, daß „Vollgeld“ schlicht keine Forderung ist.

    Es ist anscheinend in die Leute nicht rein zu kriegen, daß Geld eine Foderung ist. Wenn ich Geld habe, muß es also auch jemanden gegen, der mir gegenüber eine Verbindlichkeit hat.

    Sondervermögen sind so etwas wie Aktien im Schließfach, Schmuck im Schließfach etc., da miete ich mir ein Schließfach und zahle in der Regel Geld dafür, daß das Schließfach bewacht, je nach Art der Einlage temperiert und klimatisiert wird, und meine Forderung gegenmüber dem Schließfacheigentümer ist, daß das Schließfach temperiert, klimatisiert und nicht angetastet wird – außér von mir.

    Wenn ich da nun Vollgeld reinlege, was ist dieses Vollgeld dann?

    Wem gegenüber begründe ich damit eine Forderung? Wer ist mir etwas schuldig?

    1. @Bosau,

      „Wenn ich da nun Vollgeld reinlege, was ist dieses Vollgeld dann?Wem gegenüber begründe ich damit eine Forderung? Wer ist mir etwas schuldig?“

      Kritik ist in einer demokratischen Gesellschaft stets erwünscht, aber nicht so! Lieber Bosau, das nächste mal bitte etwas sachgerechter.

      Der Übergang von Giralgeld zu Vollgeld ist eine Reform der Geldordnung, genauer gesagt, der Geldschöpfung. So viel, aber nicht mehr.

      Richtig. Fast niemand weiss, dass Giralgeld nur eine
      Forderung an eine Bank und eben kein gesetzliches
      Zahlungsmittel ist. Vollgeld will diese Verbrauchertäuschung
      beenden. Alles Geld, das den Anschein erweckt, gesetzliches Zahlungsmittel zu sein, soll alleine von der Zentralbank erzeugt werden.

      Alle Guthaben der Geldmenge M2 und M3, also alle langfristig angelegten Spargelder, sind Vollgeld nicht betroffen, da es
      sich, – nochmals, – nicht um Geld, sondern um Anspruch auf Auszahlung von Geld zu einem zukünftigen Zeitpunkt handelt.

      Ich wünsche eine sachliche und faktenbezogene Diskussion zur Geldreform und keine die im Wesentlichen darin besteht, aus Falschdarstellungen und unbegründeten
      Behauptungen inhaltlose Argumente vorzutäuschen.

      1. Ich habe eine Frage gestellt: „“Wenn ich da nun Vollgeld reinlege, was ist dieses Vollgeld dann?Wem gegenüber begründe ich damit eine Forderung? Wer ist mir etwas schuldig?” So. Und statt auf diese Frage einfach mal zu antworten, haust du mir Beleidigungen um die Ohren und wünchst dir dann noch eine sachgerechte Diskussion,.

        Ich wollte auch keinen Vortrag über Täuschungen hören, ich wollte einfach nur wissen, was Vollgeld eigentlich ist.

  5. Genau J-Son – auch ein „Goldgeldsystem“ ist ein „ungedecktes Schuldgeldsystem“. Nur kann man die „Reise nach Jerusalem“ konsequenter spielen und es ist öfter Crash und Krieg.

    Nun kann man sagen, wozu überhaupt Kredit? Er ist der Sinn des Geldsystems, denn er überbrückt den Zeitbedarf der Arbeitsteilung. Viele Goldfreaks basteln aber wie die VWL an Modellen ohne Kredit. Kann man ja machen, in einer Subsistenzwirtschaft kann man auch einfach tauschen. Ich kenne nur nicht einen Subsistenzler….

    siehe auch:
    https://guthabenkrise.wordpress.com/2014/01/08/vwl-pfusch-verdrangung-und-spannendmacherei/

    1. Lieber Georg,

      „Ein Goldstück hat natürlich einen Eigenwert, hinter einem Vollgeld der Zentralbank steht die Steuergewalt des Staates.“

      Ich beschränke mich, auf deine Kritik an Vollgeld (auch andere Beiträge). Von Goldgedeckte Währung halte ich überhaupt nichts, auch die Währungstheorie der öst. Nationalökonomie ist nicht praktikabel.

      Deine Kritik am Vollgeld ist erfreulich konstruktiv angelegt, lässt aber auch zwei typische Mängel solcher Kritik erkennen. Zum einen wird der Vorschlag der Vollgeldreform in wichtigen Aspekten unzutreffend wiedergegeben bzw mit anderen Reformvorschlägen verwechselt und es werden Sachen unterstellt, die ziemlich aus der Luft gegriffen sind, zum Beispiel ein Vollgeldsytem könne nicht jederzeit flexibel Geld verfügbar machen oder absorbieren. Zum anderen betrachtest du, dass bestehende Geldwesen weitgehend noch in einer Weise, wie sie zwar im Lehrbuch steht, aber nicht der
      Wirklichkeit entspricht, etwa dass Banken ihre eigenen Ausgaben auch über Kunden-Depositen finanzieren würden, oder dass es einen ‚Multiplikator‘ gebe, während es in Wirklichkeit fraktionale Re-Finanzierung gibt und der
      ‚Multiplikator‘ lediglich eine Rechengröße ist.

      Ich habe Vollgeld gründlich auseinandergenommen, dabei es dem herrschenden Geldsystem gegenübergestellt, darauf folgende Schlüsse gezogen:

      Vollgeld, als Zentralbank-Buchgeld auf einem Geldkonto eines
      Kunden, ist weder eine Forderung gegen eine Bank noch eine Verbindlichkeit dieser Bank, sondern ein einfacher Habentitel wie Bargeld in der Tasche oder E-Geld auf einem Chip. Ab Umstellungsdatum würden die bisherigen Girokonten als
      eigenständige Geldkonten ausgegliedert. Die Kunden sind wären damit ausbezahlt und hätten was ihnen zusteht – sicheres Geld bei stabilen Finanzen, die vor allem der Wirtschaft und den Einkommen im allgemeinen dienen und nicht nur denen der Banken.!!!

      Der bisherige Bilanzposten Giralgeld-Verbindlichkeiten
      der Banken gegenüber Kunden bleibt bei einer Vollgeldreform in der gegebenen Höhe bestehen, jedoch als Verbindlichkeiten der Banken gegenüber der Zentralbank. Die Zentralbankbilanz erweitert sich dementsprechend um diese Forderungen und ‚Verbindlichkeiten‘. Es ist vorgesehen, diesen Posten, der durch Tilgung nach und nach abschmilzt, zinsfrei laufen zu lassen, um auch von dieser Seite her einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Die Tilgungsmodalitäten
      wären zwischen den Banken und der Bundesbank zu vereinbaren.

      Den Banken entstehen durch Vollgeld keine zusätzlichen Belastungen. Jedoch müssen Banken in einer Vollgeldordnung ihre Kredite und Aktiva-Käufe voll finanzieren. Das illegitime Privileg einer nur bruchteilhaften Finanzierung, das einer milliardenschweren Dauer-Subventionierung der Banken gleichkommt, wird aufgehoben. Auch dies erzeugt für die Banken jedoch keinen schockhaften Kostenschub. Zum einen fließen auf dem Tilgungsweg laufend Mittel an die Banken zurück. Diese werden nicht mehr wie heute als Giralgeld gelöscht, sondern stehen für neue Engagements zur Verfügung (soweit sie übergangsweise nicht an die Zentralbank fließen). Auch um Kundeneinlagen in M2/M3 nutzen zu können, entstehen den Banken bei Vollgeld keine zusätzlichen Kosten, da sie heute bereits Habenzinsen auf solche Depositen zahlen. Heute dienen die Habenzinsen aber vor allem der Stillegung der betreffenden Forderungen, um ihrer Abwanderung und damit verbundenen Liquiditätsproblemen vorzubeugen. Liquide Aktiva, erhalten Banken aus Depositen dagegen kaum – benötigen sie auch kaum, da sie einfach neuen Primärkredit auf einer Bruchteil-Reservenbasis ausstellen.

      Verstehst du jetzt, meine scharfe Kritik gegenüber Bankensektor oder Versicherungs-Industrie? Oder meine Ablehnung gegenüber Bargeld-Abschaffung? Es sind monstruöse Relikte die die Weiterentwicklung der Spezies Mensch auf allen Ebene blockiert, dabei den Planeten ausplündert! Ist es wirklich wert diese Zerstörung hinzunehmen (der Indonesische Regenwald gibt es fast nicht mehr), um diesen perversen Umwerteilungsmechanismus aufrechtzuerhalten?

      1. >>>>Vollgeld, als Zentralbank-Buchgeld auf einem Geldkonto eines Kunden, ist weder eine Forderung gegen eine Bank noch eine Verbindlichkeit dieser Bank,

        dann hat es mit dieser Bank nichts zu tun, und der einzige Kreditgeber ist die Zentralbank als Kreditbehörde – gute Nacht.

        diese Mogelworte wie „außerhalb der Bilanz führen“ . „nur Verwalten“ ist die lebensnlüge dieser Narretei. Ich wollte Huber seine Schatten schon mal erklären, aber er will sie behalten. 🙂 😦

        1. Lieber Jörg,

          „diese Mogelworte wie “außerhalb der Bilanz führen” . “nur Verwalten” ist die lebensnlüge dieser Narretei.“..

          Eine Vollgeldlösung, in der alle Girokonti direkte Forderungen gegenüber der Zentralbank darstellen und damit zu gesetzlichen Zahlungsmitteln würden, hätte sicherlich eine geringere Anfälligkeit des Finanzsystems für Krisen zur Folge, oder siehst das anders?

          Bist du für eine Marktwährung wie es die öst. Nationalökonomie postuliert?

      2. “ Das illegitime Privileg einer nur bruchteilhaften Finanzierung, das einer milliardenschweren Dauer-Subventionierung der Banken gleichkommt, wird aufgehoben. “

        Offen gestanden ist es sinnlos gegen einen solchen Unsinn gegenan zu argumentieren, offenbar bist du zu strukturellem Denken weder bereit noch in er Lage.

        Geld ist für dich irgend eine „magische Substanz“, wenn Banken Kredite vergeben, werden die „teilweise finanziert“, das ist schlicht Unfug.

        Geld ist eine Forderung und sonst gar nichts.

        Scheinbar ist das aber in die Menschen nicht reinzukriegen.

        Es ist aber auch sinnlos. Offenbar können wir keine Kommunikationsbasis herstellen, du lebst in deinem Verschwörungsklosett und hast dich von der Realwelt abgesondet, viel Spass dabei.

        1. „Geld ist eine Forderung und sonst gar nichts“!

          Sie haben recht, es ist sinnlos, dass Sie sich hier in diesem Forum herumtummeln! Vollkommen ignorant…“Verschwörungsklosett und hast dich von der Realwelt abgesondet, viel Spass dabei.“..legen Sie Fakten hin, basierend auf der Realität…womöglich haben Sie niemals eine Bank von innen gesehen und plappern einfach das was Ihnen gerade in den Sinn kommt…

          1. Mehr als Beleidigungen fällt dir nicht ein? Und ob ich eine Bank von innen gesehen habe, ist dabei völlig egal.

            Ich stellte sachlich zutreffend fest, daß Geld eine Forderung ist und du wolltest einen Beleg: Nimm ein beliebiges Konto das du bei einer einer beliebigen Bank unterhältst und schau dir den Vertrag an, da steht das nämlich drin.

            Und hör auf, hier realitätsorthogonalen Unsinn abzusondern.

            Und mir plappern vorzuwerfen. Das tust du nämlich gerade, und das ist ein Leitsymptom für eine schizophrene Störung, Vielleicht machst du dir das mal bewußt.

  6. Du beschreibst hier das fraktionelle Reserversystem und damit eine Geldschöpfung aus Kredit, ergo Schuldgeld, ergo ungedeckt. Die Deckung geht bereits beim ersten Schritt verloren.

Und was denkst Du so?

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