Die Guthabenbremse bleibt alternativlos und indiskutabel


indiskutabel – „Schuldenbremse“ > 400.000, dagegen  „Guthabenbremse“ nur 1580 google-Treffer – die meisten von „Buschi & Friends“

Deshalb kommt die Guthabenbremse ohne Diskussion – anscheinend versteht man nun sogar in Merkels Umfeld gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge:

„Was dem deutschen Sparer schadet, trägt zum Haushaltsausgleich bei.”

34 Kommentare zu „Die Guthabenbremse bleibt alternativlos und indiskutabel“

  1. >– ein Teil dieser Helden wählt jetzt AfD und beklagt die Schuldengarantien…> Gut geschrieben! Fast wie eine Passage aus Thomas Bernhard`s „Heldenplatz“. Respekt! Und so unrecht haben Sie auch nicht. Dekadenz ist etwas, das sehr tief geht, tiefer als man zu denken bereit ist.

    Gute Nacht

  2. Och Herr Felsberger – wir haben es doch schon mehrfach rauf und runter….

    kreditwürdige Privatschuldner sind aus – entweder macht man nun mit 8% BIP Staatsschulden seinen Frieden – oder man macht halt Guthabenbremse, oder man macht halt Krieg.

    Krieg will keiner, 8% BIP Staatsschulden auch niemand, also bleibt doch nur die Guthabenbremse.

    Alternatives Sachwertsparen KANN und MUSS man STEUERn…zu Details steht genügend auf diesem Blog – haben wir auch schon ausführlich.

    Da die Guthabenbremse aber so alternativlos wie indiskutabel bleibt, kommt Sie ohne Expertendiskussion als schlechte Variante. Dies dürfen Sie aber nicht mir anhängen, sondern der kollektiven kognitiven Dissonanz bei dem Thema.

    lG JB

    1. >Dies dürfen Sie aber nicht mir anhängen, sondern der kollektiven kognitiven Dissonanz bei dem Thema.> So einfach geht`s wohl nicht, Herr Buschbeck! Sie reihen sich auf Seiten der EU-Hardliner ein, die Geldvermögens-Reduktion als Folge der Staatsschulden-Reduktion fordern. Ich kann mich doch nicht hinstellen und sagen: Ich bin für dasselbe nur auf eine humane Art, indem ich die Privaten darauf vorbereite. Nach dem Motto: Ein Henker, der sagt, dass der Tod naht, ist besser als einer, der einfach köpft.-) Spass beiseite. Ich mache ihnen keinen Vorwurf, ich hab`ihr Engagement für eine neue ökonomische Theorie schon verstanden. Aber vielleicht sind sie doch zu überreden das Ganze noch einmal zu überdenken. Sie müssen`s ja nicht mir gegenüber tun.-) Ich bin kein Priester, der die Beichte abnimmt.-)

      PS: Ich habe die Kehrtwende vollzogen und trete für bedingungslose Staatsverschuldung ohne Wenn und Aber ein. Besser 10% Inflation als das, was wir jetzt erleben werden.

      Viel Glück!
      A.F.

      1. >>>> Ich habe die Kehrtwende vollzogen und trete für bedingungslose Staatsverschuldung ohne Wenn und Aber ein.

        fänd ich auch ok – ist ja auch teil meines Monetative-Konzepts diesen bedingslosen ZAUN an der Deflationsschucht – bei Unternachfrage (dies als einzige Bedingung)

        lustigerweise haben wir dies in Sachsen in der Verfassung unter der Überschrift „Schuldenbremse“ – sehr vorbildlicher Umgang auch mit dem kollektiven Wahn.

        https://guthabenkrise.wordpress.com/2014/03/15/die-sachsische-schuldenbremse-als-automatischer-stabilisator-schuldenautomatik/

        1. >Und es geht ja gerade darum, Unsicherheiten bei privaten Investoren zu vermeiden.> Das ist eigentlich der Punkt, wo die europäische Politik auf der ganzen Linie versagt: Sie hat kein Gefühl dafür, dass man bei Menschen und Unternehmen Hoffnungen wecken muss. Im Schach sagt man: „Die Drohung ist stärker als die Ausführung.“ Übersetzt auf die europäische Politik: Es werden die Unternehmen und Menschen solange durch die Drohung staatlicher Kürzungen verunsichert, bis sie selbst mit Ausgabenreduktionen antworten. So wird die Drohung dann zur Wirklichkeit.

      2. Dazu hat die „Monetative“ folgende neue Werkzeuge:

        A. Variable Kreditsteuer als variabler Zusatzzins auf alle Geschäftsbankenkredite
        B. Optionale monatliche Steuergutschrift an jeden Bürger, auch als negative Einkommensteuer – oder als Grundeinkommenszuschlag
        C. Optionale monatlich anpassbare Einkommensteuerzuschläge („Währungssoli“)
        D. Neue Regulierungen der Kreditvergabe der Geschäftsbanken und Versicherungen
        E. Optionale und variable Ausfuhrumsatzsteuer

        also Werkzeug B – deshalb kommt mein Konzept auch ohne negative Nominalzinsen aus – Werkzeug B bildet den Zaun – und dauerhafte NullzinsERWARTUNGEN den Weg in stabile Bedingungen für Selbstinvestition mit geringen Renditen aber auch geringem Risiko. Und eben der Staat nicht als Investor, sondern nur bedarfsweise als Schuldner. Per Saldo gehe ich da aber eben sogar von Schuldenabbau aus…AUF SOG!

        https://guthabenkrise.wordpress.com/2012/01/30/ein-grundlegender-losungsansatz-fur-die-systemkrise-notenbanken-werden-zur-monetative/

        1. Sehr geehrter Herr Buschbeck,

          Ich kann schwer abschätzen, ob das, was sie mit Ihrem Konzept der Monetative vorschlagen, noch in den Bahnen der „bürgerlichen Welt“ verläuft. Immerhin handelt es sich um einen schweren Eingriff in die Kreditvergabe der Geschäftsbanken, wenn man die Investitionstätigkeit über Anreize im Inland bündeln will. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Stellung der Geschäftsbanken am Weltmarkt, die abzuschätzen ich nicht in der Lage bin. Leicht möglich, dass das ganze Verfahren, das Sie hier vorschlagen, in einer Verstaatlichung der Geschäftsbanken mündet, ganz einfach, weil kein Privater sich finden wird, der Aktionär solcher Geschäftsbanken sein möchte.Es steht für mich völlig ausser Frage, dass der Überlebenswunsch des Systems die Bedingung aller politischen Handlungen ist, in deren Rahmen sich Lösungsansätze zu bewegen haben.

          Von daher ziehe ich eine Politik der kleinen Schritte vor, mit klarer Stossrichtung auf „Inflationierung“ des Systems. Zum Beispiel ist der von der FED eingeschlagene Weg des Aufkaufs der US-Staatsanleihen unter Umständen auch eine Transformation des kapitalistischen Systems, aber eben eine langsame und evolutionäre. Leicht möglich, dass an deren Endpunkt die Abschaffung der Staatsanleihe steht und damit die Öffnung in eine Welt, genauso wie Sie es sich vorstellen. Verbesserungsvorschläge folgen niemals nur der Logik der Saldenmechanik, sondern auch der Notwendigkeit der schrittweisen Entwicklung des Systems, ganz abgesehen davon, dass nur solche Vorschläge von den Menschen auch angenommen werden. Realismus ist eine Tugend, keine Gefahr.-)

          A..F,

            1. Ich hab`s gelesen. Es ist nur sehr schwer zu verstehen, so ehrlich muss ich sein. Und glauben Sie mir: Wenn ich es nicht verstehe, versteht es jemand anderer schon gar nicht. Was mir ins Auge springt: Wie will man die Einlagen garantieren? Man kann doch nicht hergehen und sagen: Die staatliche Garantie für GB-Geld gilt nur für Inlandskredite und Inlandsanleihen. Auf der Aktivseite steht eine Summe (Forderungen gegen Inland udn Ausland) und auf der Passivseite steht eine Summe (Verbindlichkeiten + EK). Nun fällt ein Teil auf der Aktivseite, nämlich der Auslandskredite, aus. Wie wollen Sie das auf die Passivseite umrechnen? Soll es nun heissen: Ich krieg`mein GB-Geld und Sie nicht? Es gibt keinen Schlüssel wie man auf der Passivseite Inland und Ausland entsprechend zur Aktivseite trennen könnte. Und so gibt`s viele Punkte, denen ich nicht folgen kann.

              PS: Sie schreiben: „Darauf haben wir nur im Inland so viel Einfluss, dass wir die Einlagen ohne Verlustrisiko staatlich garantieren können. Natürlich können die deutschen Anleger auch Projekte im Ausland finanzieren, aber dann nur auf eigenes Risiko mit Eigenkapital.“ Sorry. das ergibt für mich keinen Sinn. Was meinen Sie mit Eigenkapital? Alles in dieser Welt ist Kreditgeld.

              A.F.

              1. >>>Es ist nur sehr schwer zu verstehen…

                liegt am Thema – beim Stichwort Geld hängt sich kiloweise Blei an jeden noch so trivialen Gedankengang.

                >>>>Nun fällt ein Teil auf der Aktivseite, nämlich der Auslandskredite, aus.

                haben wir doch schon mit Merkel/Steinbrück Guthabengarantie alles auf Staat verbürgt. Es geht darum, den Schaden nicht größer werden zu lassen und das Schadsaldo abzubauen, dazu brauchen wir KAUFÜBERSCHÜSSE der Deutschen….der einzige Weg das Auslandsvermögen zu retten ….darum geht es in dem Konzept.

                >>>>Was meinen Sie mit Eigenkapital? Alles in dieser Welt ist Kreditgeld.

                Es gibt aber staatsgarantierte Einlagen als risikoloses staatsgarantiertes fremdkapital der Banken und Forderungen gegen Gläubiger im Ausland auf eigenes Risiko. Ob der Begriff Eigenkapital passt, hängt natürlich vom Vertragskontrukt und dem Betrachtungsobjekt ab. Ich verwende den begriff Eigenkapital hier in dem Sinne, dass der Gläubiger eben keine Sicherheit aus der deutschen Staatshaftung erhält. Eventuell hat er ja Pfänder im Ausland die er dort auch im Insolvenzfall beitreiben kann und ist somit auch Fremdkapitaler – die BRD als Staat wird aber im Ausland gar nichts pfänden.

            2. >Auf dieses „Rätsel der Volkswirtschaftslehre“ möchte ich noch kurz eingehen. Warum kann heute die Staatsverschuldung aus Konjunkturprogrammen auch in „guten Zeiten“ nicht getilgt werden? Ganz einfach – weil schon länger auch in guten Konjunkturzeiten die privaten Geldsparpläne und Kredittilgungen über den privaten Neuverschuldungsplänen liegen>

              Auch eine Denkvoraussetzung, die ich nicht verstehe. Meinen Sie in etwa, dass die Privaten mit ihren „übersteigerten“ Sparplänen den Staat zur Verschuldung zwingen? Wenn ja, wie soll das gehen? Noch immer hat der Staat die Steuerhoheit und entscheidet als Erster, ob er sich dieses Jahr verschuldet oder nicht. Das dürfen wir doch tagtäglich beobachten, und wenn der Staat zur Entschuldung schreitet, dann heisst`s für uns: Blechen. Mit einem Wort: Ich sehe nicht wie Private einen Staat in die Verschuldung zwingen können.

              A.F.

              1. Wolfgang Stützel beschreibt einen theoretischen Grenzfall, in dem der Staat unbedingt einen Geldvermögensaufbau durchsetzen will, aber kein Privater einen Geldvermögensabbau hinnehmen möchte: „Die Wirtschaft stünde augenblicklich still.“, und erläutert weiter: „In diesem Fall wäre der Keynes-Multiplikator negativ und unendlich groß; denn die Summe der Pläne, Geldvermögen zu vermehren, überstiege bei jedem Einkommensniveau die gleichzeitigen Pläne, Geldvermögen zu vermindern.“

                https://guthabenkrise.wordpress.com/2013/02/14/saldenmechanik-bei-wiki-datensicherung-meines-teils/

                1. >Die Wirtschaft stünde augenblicklich still.> Ja, ich habe von diesem Beispiel gehört. Das Nachdenken darüber hat mich jedoch zu dem Schluss gebracht, dass es falsch ist. Denn zunächst sind es Staat und Unternehmen, die ihre Bereitschaft zur jährlichen Netto-Neuverschuldung durch Budget- und Investitionspläne zum Ausdruck bringen. Dann erst fliessen den Haushalten die entsprechenden Geldeinheiten zu, auf deren Grundlage sie Geldvermögensaufbau betreiben. Es gilt: (Netto-Neuverschuldung des Staates und der Unternehmen) = (Netto-Geldvermögensaufbau der Haushalte). Und erst hier entscheiden die Haushalte, ob sie diesen Geldvermögensaufbau auch tatsächlich umsetzen wollen. Es gibt drei Fälle: Erstens, die Haushalte betreiben Geldvermögensaufbau exakt in der Höhe der geplanten Netto-Neuverschuldung von Staat und Unternehmen („Gleichgewicht“). Nur wie sollte das gehen? Woher haben die Haushalte die Informationen um ihren Geldvermögensaufbau auf die Verschuldungspläne von Staat und Unternehmen abzustellen? Antwort: Sie haben sie nicht. Das Gleichgewicht ist daher ein Fall, den man getrost ausschliessen kann. Zweitens, die Haushalte „übersparen“ in dem Sinne, dass ihr Geldvermögensaufbau grösser ist als die Netto-Neuverschuldung von Staat und Unternehmen. In diesem Fall fallen nicht geplante Defizite sowohl bei den Unternehmen (Lagerbildung) als auch beim Staat an (Steuerausfälle). Der Markt generiert also selbst das Signal an die Haushalte, die Spartätigkeit zu reduzieren (Konkurse, Arbeitslosigkeit, etc.). Drittens, die Haushalte „untersparen“ und es kommt zu „Windfall-Profits“ bei den Unternehmen und Staat. Auch hier werden wieder Signale an die Wirtschaftseinheiten generiert, die über Produktionsausdehnung eine Gegenbewegung einleiten (Höhere Verschuldungspläne der Unternhemen, Inflation). Man sieht sofort: Das System bewegt sich um ein Gleichgewicht – wie ein Fahrrad das hin- und herwackelt – ohne es jemals zu erreichen. Was nun das Verhalten bei einem „sturen Staat“ betrifft, der seine Pläne unbedingt durchsetzen will: Er schraubt die Steuerquote mit den Steuerausfällen im Abschwung nach oben und enttäuscht solcherart die Privaten. Nichts zu sehen von einem Stillstand, sondern eher liegt eine kontinuierliche Abwärtsbewegung vor, bis der Staat „lernt“, dass er mit Steuererhöhungen im Abschung die Lage nur schlimmer macht. Die Erfahrung zeigt überdies, dass der Staat in solchen Phasen sehr lernfähig ist. Mit einem Wort: Die Stützel`sche Konzeption eines „stabilen“ Gleichgewichts, die, wie mir scheint auch Sie vertreten, ist falsch. Es handelt sich um ein in der Luft schwebendes Gleichgewicht, vergleichbar mit einer Radaufhängung, um die das System zirkuliert.

                  PS: Sie schreiben: „Ein wirtschaftliches Gleichgewicht besteht in einer Periode, wenn die Pläne, Geldvermögen aufzubauen, mit den Plänen, Geldvermögen abzubauen, übereinstimmen.“ Diese Ansicht ist nur formal-statisch richtig, wie ich Ihnen zu zeigen versuchte.

                  Gruss A.F.

                  PSS: Ich weiss, dass Sie mit so theoretischen Aussagen keine Freude haben und das respektiere ich auch. Aber ich glaube, dass manches von den Lösungsansätzen, die Sie propagieren, zu überdenken wäre, wenn man das Gleichgewicht als dynamisches versteht, wenn man, mit anderen Worten, ein bisschen mehr Vertrauen in die Marktkräfte (und in den „vernünftigen“ Staat) hat. Konkret bedeutet, dass man nicht so scharf schiessen müsste, wie es Ihnen vorschwebt, um das Ziel zu erreichen, das wir letztendlich beide wollen.-)

                  1. >>Nur wie sollte das gehen? Woher haben die Haushalte die Informationen um ihren Geldvermögensaufbau auf die Verschuldungspläne von Staat und Unternehmen abzustellen?

                    Nirgendwoher – das Staatsdefizit ist eine Restgröße, welche nicht durch Ausgabepläne planbar ist.

                    Was wir mit unserem Lohndumping/H4 Politik geplant erreicht haben, sind aber Exportüberschüsse = verschuldung des Auslands, was ja aktuelle staatliche Nullverschuldung erlaubt, bis zur nächsten Rettungsumbuchung.

                    Aber planen muss man Identitäten selbst nicht, sonst wären es keine….

                    Und der deutsche Kollektivknaller ist ja, dass einfach alle so sein müssten wie wir, wettbewerbsführend mit Exportüberschuss….und Hirnunterschuss

                    1. Zwei Sachen noch:

                      >das Staatsdefizit ist eine Restgröße, welche nicht durch Ausgabepläne planbar ist.> Diese Aussage halte ich für schlichtweg falsch. Die richtige Aussage lautet: Der Geldvermögensaufbau der Haushalte ist eine Restgrösse, welche nicht durch Ausgabenpläne planbar ist. Noch immer ist der Staat in der Lage zu planen (Budget, etc.) und die Privaten bloss unbedeutende Fische im Meer, die ohne Plan dahintriften.

                      >also braucht es Guthabenabbau durch KAUF der Gläubiger bei den Schuldnern.>

                      Wir wissen beide, dass es zu jeder Zeit eine gewisse Geldvermögens-Grösse im System bedarf, die dem Kapitalstock minus dem EK der Unternehmen entspricht. Das ist die Lebensversicherung der Arbeitnehmer! Dies zu ignorieren, und so zu tun, dass wir das Geldvermögen runter fahren könnten, ohne die Arbeitnehmer schwersten zu verunsichern, halte ich für einen folgenschweren Gedankenfehler. Auch in hundert Jahren noch-) Lieber mit den Schulden rauf als runter!

                      Nichts für ungut
                      A.F.

                  2. >>>ein bisschen mehr Vertrauen in die Marktkräfte

                    Aber Hallo, ich bin ein absoluter Fan von einzelwirtschaftlich wirkenden Marktkräften. Guthabengarantien = einzewirtschaftlich (Banken) wirkende Schuldengarantien sind das blanke Gegenteil.

                    Paul C Martin hat fast als einziger 2008 zeitgleich das Ende des bekannten Kapitalismus verkündet.

                    Guthabenabschreibung geht aber wohl politisch nicht -also braucht es Guthabenabbau durch KAUF der Gläubiger bei den Schulndern. Es gibt keinen anderen Weg in diesem Sinne. Was wollen Sie – den Staat als Investor? Und mir Vorhaltungen zu Marktkräften machen?

                    Eine gesamtwirtschaftlich sinnvolle staatliche Globalsteuerung (Geldsparpläne auf den Kreditbedarf kreditwürdiger Privatschuldner begrenzen) ermöglicht den totalen einzelwirtschaftlichen Markt – Horterpolitik (Aquise schlechter Schuldner) zerstört ihn.

                    1. >Guthabenabschreibung geht aber wohl politisch nicht -also braucht es Guthabenabbau durch KAUF der Gläubiger bei den Schuldnern.> Was mich erstaunt, dass 6 Jahre nach der Krise noch immer so getan wird, als sei das (weltwirtschaftliche) System voll mit faulen Krediten.Hallo! Ich glaube, ich höre nicht richtig! 6 Jahre nach dem Ausbruch der Krise sind die faulen Kredite längst rausgeschwemmt, abgeschrieben und verdaut. Die niedrigen Zinsen auf alle Anleihen verdeutlichen das ja: Diese Papiere werden als gesund eingeschätzt und das völlig zurecht. Mit einem Wort: Mir scheint, dass die Menschheit, im speziellen Europa, gedanklich aus dieser Krise nicht rausgekommen ist. Es ist längst an der Zeit das System wieder zu inflationieren, anstatt so zu tun als würden wir in faulen Krediten ersticken. Und zumindest das möchte ich Ihnen noch mitgeben: Unter Umständen ticken wir alle, die an „zu hohe“ Schulden glauben, völlig falsch und die Welt hat sich längst von uns wegbewegt. Nur wir haben`s noch nicht begriffen. Das System muss angestossen werden, nicht gebremst!

                  3. Komischerweise kein Antwort-Button unter ihrem letzten Beitrag:

                    >>>>Es ist längst an der Zeit das System wieder zu inflationieren, anstatt so zu tun als würden wir in faulen Krediten ersticken. Und zumindest das möchte ich Ihnen noch mitgeben: Unter Umständen ticken wir alle, die an “zu hohe” Schulden glauben, völlig falsch und die Welt hat sich längst von uns wegbewegt. Nur wir haben`s noch nicht begriffen. Das System muss angestossen werden, nicht gebremst!

                    1.Frage
                    Wie kann man seriös Vermögensverlust durch negative Nominalzinsen mit bösen Worten belegen und dem vermögensverlust durch negative Realzinsen huldigen?

                    2. Aussage
                    Das Staatshaftung für jedes Schrottpapier diesen eine bessere Bewertung gibt, ist komplett logisch.
                    Die Schlüsse die Sie daraus ziehen, sind es keinesfalls. Das grundlegende Problem der fehlenden guten Schuldner für die Geldsparer wird vielmehr jeden Tag schlimmer. Natürlich könnte man den Staat zu einem guten Schuldner machen, da haben wir keinen Dissens – nur ist dies mit 8%BIP genauso indiskutabel wie Guthabenbremsen.

                    1. Die 1,Frage glaube ich relativ leicht beantworten zu können: Die Haushalte wollen nominell Geld mehren, ob es real ein „Kaufkraftverlust“ ist, nehmen sie nur unzureichend wahr. So sind doch die letzten 30 Jahre gelaufen und es ist uns nicht schlecht dabei ergangen.Die 2.Aussage kann ich nur gefühlsmässig verneinen. Der Markt lässt sich nicht bluffen, dazu ist er zu schlau.Niemals gelingt es dem Staat der Wall Street eine Illusion vorzuspielen. Die Kredite sind einwandfrei, sowohl was die Unternehmen betrifft als auch den Staat.

                    2. >>>Die 1,Frage glaube ich relativ leicht beantworten zu können: Die Haushalte wollen nominell Geld mehren,

                      klar – aber Sie überblicken es ja, und argumentieren moralisch – aber warum sollen wir alle für diesen marktfernen Horterwahn den wirtschaftlichen Preis zahlen?

                      und zu 2.
                      Staatsgarantierte Risiken werden im Markt als risikolos bewertet – da irrt der Markt nicht. Nur der Staat irrt, der die Marktbewertung von Risiken und damit den MEHRWERT von Markt mit Garantien zerstört.

                      alles für die Horter – alles für die Katz – und felsberger ruft zum großem „Weiterso“.

                      Jeden Tag wird dieses System der Zone ähnlicher, der wir Ossis 1989 entfliehen wollten. Ihr habt kein Gefühl dafür, das diese Staatshaftungswirtschaft/ Sozialismus zu Faschismus wird.

                      Ob es sich um National- oder Kapitalsozialismus handelt, ist dabei egal…

                  4. >>>Die richtige Aussage lautet: Der Geldvermögensaufbau der Haushalte ist eine Restgrösse, welche nicht durch Ausgabenpläne planbar ist.

                    -grober Unfug – eine vom Staat verstärkte Unternachfrage führt über die negative private NeuKreditsalden zu noch stärkerer Staatsverschuldung – empirisch in den PIIGS nochmal gut belegt – trivial logisch -nur nicht passen zur Kognitiven Hortinanz….

                    1. >-grober Unfug –> Ich glaube nicht, dass meine Aussage mit ihrer Aussage in irgendeinem Verhältnis steht. Ich betone bloss: der Staat hat eine Planungssicherheit, die die Privaten nicht haben. Er ist der, der planen kann, während die Haushalte unter Unsicherheit leben. Er gibt vor, die Privaten folgen. Dass der Staat mit Ausgabenreduktionen in der Krise die Krise verschärft, bestreite ich nicht.

                    2. > Ihr habt kein Gefühl dafür, das diese Staatshaftungswirtschaft/ Sozialismus zu Faschismus wird.> Gut, ich muss ganz ehrlich sagen: so habe ich das nie gesehen. Und ich bestreite nicht, dass Sie, als Betroffener, hier mehr Sensibilität entwickelt haben als ich es je könnte. Ich glaube Ihnen ihre Bedenken, aber ich kann sie nicht teilen. Ich lebe, seitdem ich denken kann, in Ablehnung zu dieser Welt aus Gründen, die vielleicht Ihnen – im Gegenzug – nicht ganz einsichtig sind. Ich versuche für mich und die anderen das Beste daraus zu machen und bin immer offen dafür leidensminimierende Wege für alle zu suchen.. Aber dass das System abdriften könnte in irgendeinen Faschismus oder Nationalsozialismus, dieser Gedanke erschreckt mich nun wirklich nicht. Dazu ist mir dieses System viel zu egal. Nichts bindet mich an diese bürgerliche Welt! Wenn sie morgen nicht mehr ist, soll sein!

                      Alle Liebe für die Zukunft!
                      Alfred

              2. Staatsdefizit = Privatüberschuss

                Wie will der Staat denn den Sparer den am sparen hintern?

                Ganz einfach – er kommuniziert – die Banken nicht zu retten – dann kommt ihre Inflation.

                Aber gibt es irgendwo solche politischen und evtl auch faktischen Selbstmörder? Wollten Sie nicht in die Politik – Leute ohne Laternenangst werden dort gesucht… 🙂

                1. >Wie will der Staat denn den Sparer am Sparen hindern? > Das macht er doch unentwegt: Er hat die Macht zur Besteuerung. Ich halte nichts davon Private und Staat in der Machthierarchie auf eine Stufe zu stellen wie es in der liberalen Theorie üblich ist. Auch ein Punkt, wo man Stützel überdenken sollte……

                  PSS: Mein Lösungsansatz; Man muss die Leute auf hohe Inflationserwartungen einstellen. Wie schafft man das? Durch niedrige Zinsen? Na, sicher nicht! Da steigen vielleicht die Immopreise, aber sonst gar nichts. Besser: Man hört endlich auf das BSP real zu berechnen, sondern stellt es nur mehr nominal dar. Dann gibt`s auf einemal Zahlen-Wachstum, und nicht einmal ein geringes, das die Menschen nachdenklich macht. Dann fahre ich die Staatsschuld in die Höhe und erkläre vollmundig, dass sich daran die nächsten 5 Jahre nichts ändern wird. Dann fahre ich die Leitzinsen in die Höhe und motiviere die Gewerkschaften. Mal sehen, ob die Leute dann weiterhin an Deflation glauben.-) So müsste man an die Sache rangehen. Den einzigen jedoch, denen ich so viel Hausverstand zutraue, sind die Amerikaner.

                  A.F.

                  1. >>>Mein Lösungsansatz; Man muss die Leute auf hohe Inflationserwartungen einstellen. Wie schafft man das? Durch niedrige Zinsen? Na, sicher nicht!

                    Höhere Nominalzinsen geben die wirtschaftlichen Rahmendaten erst recht nicht her.

                    Und Nullzins als „Vordeflacrash – Krisenindikator“ und dauerhafte Nullzinserwartungen innerhalb eines planbar stabilen Systems sind zwei völlig verschieden Dinge.

                    Dauerhafte Nullzinserwartungen plus planbare Stabilität führen dazu, dass auch kleinste realwirtschaftliche Renditen interessant sind, die Leute KAUFEN Investitionen und machen Kaufüberschüsse – der Staat macht zwangsläufig Verkaufsüberschüsse = Schuldenabbau. Dabei hilft die Kreditsteuer als Blasenbremse

                    Eigenkapitalblasen gibt es nicht, was gebremst werden muss, ist der Kredithebel der Investitionen , da er schlussendlich durch Guthabengarantie auf Staatshaftung läuft

                    1. >Höhere Nominalzinsen geben die wirtschaftlichen Rahmendaten erst recht nicht her.> Ich verstehe Ihre Angst vor höheren Zinsen nicht. Lohn, Gewinn und Zins sind Einkommenskategorien, und ein höherer Zins bedeutet bloss, dass die beiden anderen leiden. Dafür bekomme ich höhere Inflationserwartungen ins System, mehr Optimismus, mehr Kauflust. Ich glaub`nicht an das Märchen, das mir alle verkaufen wollen: Der Nullzins sei notwendig. Nein! Der führt uns mitten in die Depression, aus der wir dann lange, lange Zeit nicht mehr rauskommen. Ich setze auf die Amerikaner, dass sie, wie es ja auch sein muss, die Zinswende nächstes Jahr vollziehen. Und dann geht die Post ab. Nur hier in Europa begreift das keiner. Leider. Alle sind auf Schuldenabbau fixiert.

                  2. >>>Ich verstehe Ihre Angst vor höheren Zinsen nicht. Lohn, Gewinn und Zins sind Einkommenskategorien, und ein höherer Zins bedeutet bloss, dass die beiden anderen leiden.

                    Schon mal was vom Abdiskontieren von Investitionen gehört? Und eventuell mal die Bedeutung des Zinsfusses dabei betrachtet?

                    Und wenn Leute die ihr Einkommen nicht konsumieren oder investieren können oder wollen dafür noch eine Prämie bekommen?

                    Merken Sie nicht, wie Sie im kollektiven Horter-Wunschdenken gefangen sind? Diese Horterschutzbehauptungen durchziehen die komplette ökonomische Debatte in Deutschland. Es ist aussichtslos und ich habe keine Lust mehr – es ist immer das Gleiche und man vertut seine Lebenszeit. Es kommt alles Indiskutable einfach so….

                    1. >Merken Sie nicht, wie Sie im kollektiven Horter-Wunschdenken gefangen sind?> Vielleicht. Aber ich persönlich glaube es nicht. Eher glaube ich, dass Sie die heilende Kraft der Inflation unterschätzen. Ich habe heute nominell mehr Ersparnisse als vor 20 Jahren, nur ich kann mir sehr wenig darum kaufen. Das ist das Spiel: Geld-Horten wird vom System nicht belohnt. Ihre Angst vorm Horter-Wahn der Menschen halte ich für überzogen, wenn man die Wirkung der Inflation im Auge hat. Ich kann mich nur wiederholen: Die Katastrophen des Kapitalismus haben sich alle unter deflationären Bedingungen ereignet. Die Inflation, die vergisst jeder. (ausser die Deutschen).-)

                    2. >Schon mal was vom Abdiskontieren von Investitionen gehört? Und eventuell mal die Bedeutung des Zinsfusses dabei betrachtet?> Orthodoxe Theorie, von der ich sehr wenig halte. Aber gut, sie sind der Unternehmer……..

                      PS; Wenn mich jemand fragt, warum der Kapitalismus gesättigt ist, sage ich nie: der Schulden wegen. Das System ist gesättigt, weil die Haushalte ihre Budgetpläne nicht nach oben schrauben. Seit einer Ewigkeit gebe ich zum Beispiel nicht mehr aus als die gleiche Summe x. Wie sollte bei so einem Verhalten der Haushalte der Unternehmer auf die Idee kommen seine Investitionen in die Höhe zu fahren? Ergo: Man muss mich motivieren die Budgetgrösse zu sprengen. Und wie macht man das? Antwort: Über Inflation.

                      A.F.

                  3. >>> Das System ist gesättigt, weil die Haushalte ihre Budgetpläne nicht nach oben schrauben.

                    Das System ist gesättigt, weil die Abschreibungen und Kredittilgungen die Investitionen finanzieren…

                    Und die ökomomen weigern sich, die Gewinnformel und die in der VGR gebuchte realität zur Kenntnis zu nehmen. Mit Ihnen habe ich das Thema hoch und runter – sie weigern sich auch es in ihr Bewusstsein zu lassen.

                    So endete vor 25 Jahren die DDR – so endet die deutsche Horterei – das nicht sein kann, was nicht sein darf – die Mauer fällt trotzdem….:-)

                    http://www.kapitalismus-verstehen.de

                    1. Herr Buschbeck: Sie haben vieles verstanden, was andere nicht verstanden habe. Das steht völlig ausser Frage! Aber zu glauben, dass die Investition von den Konsumausgaben (=Budgetpläne der Haushalte) unabhängig ist, ist nun wirklich nicht nachvollziehbar. Weshalb sollen denn die Unternehmen den Kapitalstock erweitern, wenn ihnen die Haushalte signalisieren: Ich will nicht mehr, ich bleibe bei meinem Haushaltsbudget. Sättigung ist ein Thema, das vom Konsum ausgeht, und sonst von nirgendwo.

                      Dieses System ist gesättigt, weil es die Menschen satt haben. Alleine, wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue: Nur mehr Sparmeister! Sie wollen nicht mehr konsumieren, sie verweigern sich, sie treten in Opposition! Das gleiche Verhalten wie bei der Geburtenrate. Vielleicht unterschätzen sie einfach, was es heisst: 50,60,70 Jahre unter kapitalistischen Bedingungen zu leben.

                      A.F.

                    2. >>>Sie wollen nicht mehr konsumieren, sie verweigern sich, sie treten in Opposition! Das gleiche Verhalten wie bei der Geburtenrate. Vielleicht unterschätzen sie einfach, was es heisst: 50,60,70 Jahre unter kapitalistischen Bedingungen zu leben.

                      – tolle Helden – diese Horter-Wähler-Macht

                      – die Binnennachfrage und Nachwuchsorientierung haben wir für diese Helden ruiniert

                      – ihre Guthaben haben wir staatsgarantiert – und damit alle Schulden dieser Welt.

                      – ein Teil dieser Helden wählt jetzt AfD und beklagt die Schuldengarantien…

                      Sie wollen diese Helden nun mit Inflation quälen – nur ich humaner Mensch will ganz drucklos die Investitionsalternativen über mehr Sicherheit und Liquidität attraktiver machen….

                      Nur ist beides indiskutabel…nur meine Guthabenbremse scheint der evolutionärere Gedanke zu sein….

  3. Sehr geehrter Herr Buschbeck,

    „Was dem deutschen Sparer schadet, trägt zum Haushaltsausgleich bei.“ Ich staune nicht schlecht, wenn sie diese Politik der Enteignung, wie sie von der europäischen Politik betrieben wird, tatsächlich unterstützen sollten. Immerhin: Geldersparnisse sind für den Grossteil der Menschen oft der einzige Weg ein positives Eigenkapital aufzubauen. Ganz einfach: Weil Immobilien eine Eigenkapital-Grösse erfordern, die die Mehrheit der Bevölkerung einfach nicht hat. Wenn man nun diese Geldersparnisse attackiert, dann bedeutet das nichts anderes als die Menschen in die Ungewissheit des täglichen Erwerbs zurückzuschicken. Kein Geldpolster mehr, durch den man Unglücke aller Art abfedern könnte oder mit dem man seinen Pension auffrischt. Wie kann man so eine „Menschenschinderei“ gutheissen? Oder sehen sie das einfach als erzwungenes Verfahren eines „gesättigten“ Kapitalismus? Was wäre die Alternative zum Schrumpfen der Geldersparnisse, die Sie unterstützen könnten?

    Grüsse
    A. Felsberger

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