Vollgeld als gefährliches Vollzinsgeld


Vielleicht ist Vollgeld aber gar keine dumme Idee, sondern vielmehr eine kreuzgefährliche?

Wenn man das Vollgeldversprechen nur auf außerbilanziell geführte Sichtguthaben bei Banken bezieht, dann müßten die Geschäftsbanken tatsächlich zu jedem Kredit selbst 100% bei den Einlegern leihen. Dieses Geld wäre dann tatsächlich auch für den Einleger weg, z.B. auf 15Jahre bei einer Baufinanzierung. Geht die Bank in diesen 15Jahren pleite, hat der Einleger halt alles verloren, wenn er eben nicht auf einem Sichtkonto lieber in Liquidität gespart hat.

Was würde diese bedeuten?

Die meisten würden lieber in staasgarantierter und jederzeit verfügbarer Vollgeld-Liquidität sparen, es gäbe wieder den gesellschen Urzins, unter dem keiner was einer Bank leiht. Die Bank selber kann sich nur mit hohen Kosten und Unsicherheiten refinanzieren, die Kredite der Privaten werden richtig teuer und knapp. In schlechten Zeiten, würden noch weniger Leute einer Bank was leihen, und wenn dann nur zu höchsten Zinsen, im Boom geht es gut und billiger.

So eine „Vollzins-Lösung“ würde also die Krise verstärken, in dem aus einer einzelwirtschaftlichen Machtposition heraus eine Nachfrageverzichtsprämie gezahlt werden muss, die gesamtwirtschaftlich absolut kontraproduktiv und krisenverstärkend ist.

So wäre dieser feuchte Hortertraum also als eine mörderische Vollkriegsidee zu machen und Krieg ist für den Zins ja auch immer gut. 😦

Deshalb muss man die Zahlungsmittelschöpfung ja auch verbilligen und nicht etwa verteuern. Nur eine Nullsparzins-Monetative erhält Frieden und Wohlstand.

3 Kommentare zu „Vollgeld als gefährliches Vollzinsgeld“

  1. >
    >
    > @Detlef, nachdem meine punktuelle Antwort zensiert wurde; und als Müll gelöscht, ist es mehr als eine Üngeheurlichkeit, dass leere Kritiken wie deine veröffentlicht werden.

    Das wirst du mit Jörg klären müssen, der hat hier Hausrecht.

    > Das Vollgeldsystem würde Kreditvergabe und Geldschöpfung trennen,

    Ich sage einmal mehr, daß mir der Begriff „Geldschöpfung“ zutiefst fremd ist.

    Wenn ich die Begriffe „Kreditvergabe“ und „Geldschöpfung“ nebeneinander lese, muß ich sogar noch deutlicher werden:

    Entweder reden wir über Kredit.
    Oder wir reden über Geld.

    Ich lasse mal die kleine Nebendiskussion mit Jörg von gestern weg, die irritiert hier tatsächlich nur, wenn es ums grundsätzliche geht.

    Geld gab es in der DDR, in der realen Wirtschaft gibt es Kredit.

    Ich nehme die DDR, weil das eine jüngere Planwirtschaft ist, die die meisten von uns noch kennen, man könnte jede andere solche als Beispiel nehmen.

    > das ist der springende Punkt.

    Da ist nichts zu trennen. Entweder reden wir von diesem. Oder wir reden von jenem. Und da das wundersame Universalbezahlding noch nicht erfunden wurde, müssen wir uns von jenem verabschieden. (Und damit leider auch von 99% der Geldsystemkritik, was die Menge der zu lesenden Literatur aufs angenhemste beeinflußt.)

    > Ach ja, dieser Blog hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen und vergisst offenbar, dass Zensur nach dem 3. Reich im Grundgesetz verboten ist.

    Nun, Bildungsauftrag ist etwas dick aufgetragen, ich sehe auch nicht, wer Jörg nun einen Bildungsauftrag erteilt hat. Ich denke, es geht um Meinungsaustausch.
    >
    > Schade das es in diesem Blog keinen Platz für die Warheit gibt.
    „Was ist Wahrheit?“ Heißt es schon in der Bibel.
    >
    > Man kann und darf anderer Meinung sein, umso stossender ist es festzustellen, dass eine auf Fakten basierende Gegendarstellung keinen Platz hat. Ich habe über 30 Jahre Bankerfahrung und kann Behaupten, dass deine Eingaben die Realität verkennen.

    Ja wirklich? Sorry, bei mir ist überhaupt kein Platz für „Praktikewissen“ und „Erfahrung“. Derartige Sprüche kenne ich von Bauarbeitern, in der Regel ohne Schulabschluß, und einer Neigung zu unbeholfenen Analogieschlüssen.

    Du hast hier, soweit ich das sehe, Behauptung an Behauptung gereiht, keine Fakten genannt, keine einzige Aussage strukturell reflektiert.

    Ein Bankkaufmann sagte mir einmal, eine Bank könne kein Geld verleihen, daß sie selber nicht habe.

    Das kann sie nicht nur, das tut sie sogar täglich, und nicht nur Banken tun das.

    Dann gestand er mir, daß er nie begriffen hätte, warum der Bargeldumlauf in der ZB Bilanz rechts stehe, dafür bin ich ihm heute noch dankbar,
    mit diesem Tritt in den Hintern und einer Kurzdarstellung von Kontokorrentkonten war mir in kürzester Zeit unser Geldsystem klar. Denn das IST nichts anderes als kaufmännisches Rechnungswesen, und selbst Stützels Saldenmechnik ist, soweit ich das sehe, ich habe das Buch leider nicht, nichts anderes als die Anwendung der ganz normalen kaufmännischen Buchführung auf die Volkswirtschaft.

    Das ist im Prinzip ganz simpel: Bei jedem Vertragsschluß habe ich zwischen den Vertragspartnern ein wechselseitiges Paar von Foderungen und Verbindlichkeiten, und nun gruppiere ich die Wirtschaftssubjekte in fünf vier Sektoren: Haushalte, Unternehmen, Staat, Ausland. Den Sektor Bank fasse ich als Finanzintermediär auf, oder simpler: Als Buchhalter des ganzen. Am Ende baut man Realvermögen ein.

    Der Rest ist simple Buchführung und sollte in seinen wesentlichen Grundlagen nach den ersten vier Wochen Berufsschule klar sein. Und der ändert sich nicht nach 30 Jahren Bankerfahrung, der ändert sich auch nicht nach 300 Jahren Bankerfahrung.

    Es gibt Menschen, die über Jahrzehnte dasselbe tun, dieselben Zettelchen ausfüllen, brav machen, was man ihnen sagt. Und selbst 20 Jahre nach der Rente immer noch nicht wissen, was sie beruflich eigentlich gemacht haben. Das ist individuell tragisch. Aber leider nicht zu ändern.

  2. Ich bringe hier nochmal den Gedanken des Vollgeldrabattkärtle ein.

    Darauf läuft das ganze nämlich raus.

    In einer Marktwirtschaft wird Geld von den Unternehmen als Kredit aufgenommen und über Löhne in Umlauf gebracht.

    Wenn wir da nur die StaatlichBundesMerkelMonopolKreditBank (SBMMKB) haben, bei der sich alle Geld leihen müssen, dann wird die Wirtschaft über kurz oder lang zur Selbsthilfe kreifen und „Rabattkärtle“ einführen, d.h. ich zahle nur noch mit einer vom Händler ausgegebenen Kreditkarte (hatten wir alles schon) und kriege je nach Bonität, Umsatz, Nasenfaktor etc. blubb blubb einen hohen Rabatt und ein kurzes Zahlungsziel oder im anderen Extrem einen geringen oder gar keinen Rabatt und ein langes Zahlungsziel.

    Dann hat der Gutverdiener ein Zahlungsziel von 1 Tag und 10% Rabatt und der Hartzer hat gar keinen Rabatt und ein Zahlungsziel von 6 Wochen.

    Was also jetzt Banken mit unterschiedlichen Kontokonditionen machen, machen dann die Händler mit unterschiedlichen Rabattstufen und Zahlungszielen.

    Das ganze ist eine ebenso durchschaubare Mogelpackung wie die „Zinsfreiheit“ bei Sharia Banken.

  3. @Nabucosodor
    Es reicht mir jetzt mit Deiner Rabulistik und Desinformation,Spam kommt hier in den Spamordner.
    Dieser Blog hat einen Bildungsauftrag, deshalb kann ich offensichtlichen Unsinn in Endlosschleife hier nicht dulden. Vielleicht bildest Du Dich auch erstmal, wie eine Bilanzverlängerung funktioniert und ob es dabei einen Gewinn gibt.:

    „Bilanztechnisch und per Saldo entstehen gesamtwirtschaftlich durch aktive Geldschöpfung keine zusätzlichen Nettogeldvermögen“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeldsch%C3%B6pfung

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