Flassbeck kommt nicht auf den Punkt, da er die Guthabenbremse nicht auf den Tisch legt

Er kann wohl tatsächlich nur wie unterstellt mehr inländische Staatsschulden denken, dabei gibt es noch die Alternative Guthabenbremse. Wie toll wäre es, wenn er diese Entscheidungsfrage den Staatsschulden-Phobikern zur Entscheidung vorlegen würde.

3 Kommentare zu „Flassbeck kommt nicht auf den Punkt, da er die Guthabenbremse nicht auf den Tisch legt“

  1. Lieber Herr Felsberger,

    Der Stützel-Schüler Flassbeck blickt schon durch, sein blinder Fleck ist die Unmöglichkeit, die Unternehmen bei hohem Vorkriegs-Sachkapitalstock (hohe Abschreibungseinnahmen) in eine nachhaltige Defizitposition bei wirtschaftlichem Gleichgewicht zu bringen. Dies geht ohne Krieg eben weder mit Lohn- noch mit Steuererhöhungen.

    Es bleibt die Frage – 8% BIP Staatsschudenwachstum oder Guthabenbremse. Welches Schweinderl hätten sie gerne – aber solange die Frage nicht klar gestellt wird, können auch keine vernünftigen Diskussionen geführt werden.

    https://guthabenkrise.wordpress.com/2012/03/23/flassbeck-und-buschbeck-der-kleine-unterschied/

  2. Dabei ist ja alles so banal. Für ein Land mit einem akkumulierten Leistungsbilanzdefizit wie Griechenland gilt:

    1) Netto-Forderungen der griechischen Haushalte + Netto-Forderungen des Auslands + Eigenkapital des griechischen Geschäftsbankensektors = Netto-Verbindlichkeiten der griechischen. Unternehmen + Netto-Verbindlichkeiten des griechischen Staates,

    wobei die Netto-Forderungen des Auslands dem akkumulierten Leistungsbilanzdefizit Griechenlands entsprechen.

    Man sieht sofort, dass, wenn (a) das Leistungsbilanzdefizit Griechenlands weiter wächst und (b) die Netto-Verbindlichkeiten des griechischen Staates sinken sollen („Austerität“), die Forderungen der griechischen Haushalte und das EK des griechischen Bankensektors fallen werden. Das Volk wird geldärmer.

    Man erkennt auch, dass die Netto-Verbindlichkeiten der griechischen Unternehmen unter diesen Bedingungen schrumpfen werden, teils, weil Unternehmen in Konkurs gehen, teils, weil ihre Verschuldungsbereitschaft sinkt. Ein massiver Abwärtszyklus wird in Gang gesetzt und mündet in Konkurs von Unternehmen und Massenarbeitslosigkeit.

    Diesen banalen Zusammenhang bringt kein Ökonom auf die Reihe. Was sollen wir tun, Herr Buschbeck?

  3. Tja, was soll man zum Herrn Flassbeck schon sagen? Er bekommt`s nicht auf die Reihe. Immer klingt durch, dass zunächst Forderungen aufgebaut werden, und dann Verbindlichkeiten (zunächst „gespart“, dann „investiert“). Der Hand-in-Hand-Prozess von Forderungen und Verbindlichkeiten entlang „Kauf-/Verkaufsüberschüsse“ ist ihm ein Rätsel. Tja, und so wird`s wohl auch bleiben, lieber Herr Buschbeck.-)

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