Skandal – Geld ist nur anderer Leute Schulden


Der Skandal ist, dies ist seit 5000 Jahren so und konnte nur leider in dieser kurzen Zeit noch nicht in das allgemeine Bewusstsein dringen. Wohl weil es nicht so recht zur religiösen Verehrungen des lieben Geldgottes  passt. Die Priester der Geldkirche tarnen sich sogar extra als Wissenschaftler (sog. VWL) und bieten Studiengänge an, mit welchen Methoden die wahre Identität des Geld-Gottes verschleiert werden kann. Die Verwirrung gelingt so grandios als Selbstverwirrung, dass nun wieder ein kleiner Teil der Geld-Priester sogar die Geldschöpfung beim Verschuldungsvorgang beklagt.

http://www.kopf-tisch.de

5 Kommentare zu „Skandal – Geld ist nur anderer Leute Schulden“

  1. Schuld bezeichnet die Leistungspflicht des Schuldners gegenüber dem Gläubiger einer Forderung (Verpflichtetsein). Die staatliche Durchsetzbarkeit dieser Pflicht wird als Haftung bezeichnet.

    Auch beim durch die Vollgeldreformer mittels öffentliche Institutionen emittierten Geldern bleibt die Schuld ALLER gegen ALLE bestehen. Lediglich die Haftungsfrage ist etwas kniffliger zu erklären. Am Ende haften nämlich ALLE für ALLE da bei nicht sinnvollem Gebrauch der Geldemission Vertrauensverlust in das Medium Geld und die damit verbunden Verpflichtungen einsetzt. Aus einem akzeptierten sozialen Zahlungsmedium wird dann ohne Geld temporär eine asoziale Gesellschaft bis zur Neuschaffung eines akzeptierten Zahlungsmediums .

  2. „Jetzt wollen manche sogar ein Vollgeld einführen, das die Schuld von niemandem sein soll.“

    Die Vollgeldbewegung denkt richtig erklärt aber sprachlich unstimmig.

    „Beim Vollgeld kommt das Geld ohne Schulden in Umlauf, entweder über Ausgaben des Bundes oder über Ausgaben der privaten Haushalte aufgrund einer Bürgerdividende.

    Kredite werden weiterhin verzinst. Nur die Geldschöpfung erfolgt schuld- und zinsfrei. Für Bankkredite werden hingegen weiterhin Zinsen zu bezahlen sein. Wie sich die Zinsen mit Vollgeld entwickeln werden, ist ebenso wie im heutigen System von vielen Faktoren abhängig.“*

    * http://www.vollgeld-initiative.ch/kernbotschaften/#c1899

    statt von „ohne Schulden“ zu sprechen sollte man besser von
    „der Annahmeverpflichtung und Schuld von ALLEN“ sprechen.“ Das Schuldverhältnis ist das gleiche wie bei der Einführung einer neuen Währung. Die Nutzer des Geldes versprechen sich gegenseitig den Versprechungen/Schulden nachzukommen. Die gesamte Gesellschaft geht ein Vorleistungsversprechen ein da Sie zustimmt Versprechen von heute (Zahl auf dem Gelschein) durch Leistung in der Gegenwart/Zukunft erfüllen zu wollen.

    Die Vollgeldbewegung ist noch jung und kämpft sicherlich mit Unstimmigkeiten/Unschärfen im Sprachgebrauch. Statt von Schuldfreier Geldschöpfung sollte man lieber von Zinsfreier Geldschöpfung sprechen, das Schuldverhältnis der Geldnutzer untereinander ist Wesensbestandteil von Geld.

  3. Jetzt wollen manche sogar ein Vollgeld einführen, das die Schuld von niemandem sein soll. Andere empfehlen, dass die Notenbank Geld schaffen könne, das nirgendwo als Schuld gebucht werden solle. Es ist schwer, etwas zu verstehen, das man nicht verstehen will, weil es gegen die eigenen Interessen geht. 😉

    1. Jede Sache hat ja auch einen guten Kern – dass wir aus dringenden konjunkturpolitischen Erwägungen noch nicht eingetriebene Steuern = Staatsschulden zinslos via Monetative finanzieren sollten, ist ja absolut ok.

      Der korrekte Weg ist nur eben der Buchungssatz:

      Forderung gegen Steuerzahler an Sichtguthaben

      und nicht irgendeine „göttliche Schöpfungs- und Inumlaufsstory“.

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