15 Kommentare zu „Guthabenkrise und Koo – Guthabenkrise war schon immer und schlimmer“

  1. Der gleiche Gedankenfehler wieder und wieder! Sollten die Haushalte tatsächlich „übersparen“, werden die Forderungen durch Unternehmenskonkurs eliminiert. So geschehen auch 2008. Pasta. Kann es sein, dass man bewußt nicht lernfähig ist? Oder was soll das ewige Gerede vom Sparparadoxon?

    PS: Wer sich auf die Suche nach den Gründen der Stagnation begibt, sollte endlich neue Wege gehen anstatt die gleiche, ewig falsche Botschaft immer wieder aufs Neue herunter zu beten. Sie wird dadurch auch nicht wahrer…….

    Grüsse
    A.F.

    1. Ach Herr Felsberger, Fragt sich, wer immer aufs Neue… 🙂

      Erst mal geht es beim „armsparen“ um die permante Nichtauslastung des Wohlstandspotentials arbeitsteiligen Wirtschaftens.

      Und wo bitte wurde 2008 durch Insolvenz bereingt? Es wurde vielmehr weitgehend der Sozialismus für Guthabensünder, Banken und tw. Unternehmen eingeführt, mit weiteren Wohlstandsverlusten.

      Man hätte es 2008 machen können, ich hatte damals Lebensmittelvorräte und habe jetzt sogar immer noch eine komplette Kiste Zigaretten im Keller. hätte, hätte, Fahradkette 🙂

      1. Ja, stimmt schon.-) Aber puncto 2008 muß ich widersprechen. Die US-Administration fuhr damals eine duale Strategie. AIG hopp, Lehman flopp. Viele Deutsche, die damals Forderungen gegen Lehman hatten, können ein Lied davon singen….

        PS: Außerdem ist, den Kapitalstock betrachtet, das Auffangen von Kreditinstituten durch Staatsschuld („Bail-out“) im Endeffekt das Gleiche wie Konkurs („Bail-In“). In dem einen Fall ist das „Geld“ weg, in dem anderen kullert es sinnlos herum, ohne zur Vergrößerung des Kapitalstocks beitragen zu können. Warum? Weil die Größe des Kapitalstocks allein vom Bedürfnis der Gesellschaft festgelegt wird, und alle Staatsschuld dieser Welt an dieser vorgefundenen Größe nichts ändern kann. Wer also hat was von herumkullernden Geld?

        LG
        A.F.

        1. Auf den Punkt gebracht, Herr Buschbeck: Ihre Hoffnung durch „Aktivierung“ der brachliegenden Forderungen den Kapitalstock zu erhöhen, ist völlig illusionär. Vielleicht gelingt`s ein paar Eigenheime und Wohnungen zu bauen, aber mehr ist nicht drin. Die Gesellschaft hat ihren Bedarf an Kapitalgüter längst selbst gefunden und bedarf keiner Aufforderungen von außen.

          PS: Warum fällt es Ihnen eigentlich so schwer zu akzeptieren, dass der Kapitalismus „gesättigt“ ist, dass niemand mehr einen noch höheren Kapitalstock benötigt? Das ist doch nichts Schlimmes, daraus eröffnen sich ja Chancen für die Menschheit: Arbeitszeitverkürzung, Ressourcenschonung und vieles mehr……

          1. Schauen sie doch bitte nur mal, welchen Verlust an Einkommen und Wohlstand sich Deutschland für seine Exportüberschüsse unterzieht, Die Sorosschen Flüchtlingsbataillione marschieren auch aus dieser Richtung.

            Alles für die Horter, alles für die Katz….

            1. Es ist gut, dass Sie mal das Thema „Migration“ ansprechen. Und ich gebe Ihnen recht, dass das die ultimativ letzte Abrechnung mit Europa ist. Wenn dieser Prozeß mal fortgeschritten ist, wird es das Europa, das wir kannten, nicht mehr geben. Nur glaube ich nicht, dass dies bloß eine Frage der Überschüsse ist. Es ist vor allem eine Frage der weltweiten Arbeitsteilung, die dysfunktionaler nicht sein könnte….

                1. >Bei der WARUM Frage komme ich wieder bei der Horterpolitik an.> Nein, wie kommt man darauf? Zunächst steht der industrielle Wille einer Nation, dann die Stellung im weltweiten arbeitsteiligen Gefüge und erst am Schluß kommen die Überschüsse, die einem das Sparen erlauben. So sehe ich die Kausalitäten….

                  1. Immer wieder die Verwechselung von Exportneigung und Exportüberschussneigung

                    Deutschland betreibt keine intelligente Exportpolitik – eine solche runiert nicht ihre Kunden.
                    Deutschland betreibt Exportüberschusspolitik – Horterpolitik. Und dies verschärft mit der Hartz4-Agenda. Ekelhaft dümmlich und suizidal. Kann aber keiner sehen, wegen „kognitiven Hortinanzen“. Selbst die dank dieser Horter-Politik nicht zum Sparen kommen, stehen hinter dem Geld-Sparen und sind gegen Sanktionen darauf. Es ist ihr großer Traum – und die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge können sie als Erwachsene mit Sozialisierung im Horterland nicht mehr aufnehmen. In den Schulen und Kindergärten müßte man ran – da wo der Globus die paradoxe Erdform visualisiert.

                    1. Herr Buschbeck: Man kann doch unmöglich einer Nation zum Vorwurf machen, wenn sie sich im internationalen Konkurrenzkampf gegen andere durchsetzt. Das ist in etwa so, als ob ich einem Leichtathleten, der soeben Gold gewonnen hat, tadeln würde, weil er die Konkurrenz durch seinen Sieg leiden läßt. Das geht nunmal nicht, das widerspricht allen Erfahrunsgwerten dieser Welt.

                      PS: Was Deutschland sehr wohl machen könnte, ist: endlich die aussenpolitischen Fesseln sprengen und eine aktive Aussenpolitik betreiben. Viele Nationen, vom Nahen Osten über ehemalige GUS-Staaten bis nach Pakistan, würden das begrüßen….

              1. Deutschland trägt keine Schuld an dem Welt-Desaster, das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen. Im Gegensatz zu den Deutschen sind wir Östereicher von aller Verantwortung, aber auch von aller Schuld, befreit. Wir sind mit uns vollkommen im Reinen wie ein Bergvolk eben sich seit je selbst genügt. Mch schmerzt es fürchterlich, wenn ich über die Grenze blicke und all die Selbstkasteiungen und intellektuellen Purzelbäume, die man von dort vernimmt, erleben muß. Am Liebsten würde man als Österreicher sagen: Es waren doch wir, die das Desaster dazumal befördert haben! Wenn`s nur was nützen würde…-)

                1. >>Herr Buschbeck: Man kann doch unmöglich einer Nation zum Vorwurf machen, wenn sie sich im internationalen Konkurrenzkampf gegen andere durchsetzt.

                  Zu bedauern ist dieses Land!!! Hat sich schon am Anfang des vorigen Jahrhunderts zum ökonomischen Feindstaat gemacht und tut es wieder. Wer aus der Geschichte nichts lernt, muss sie wiederholen. Wieder verspielt dieses Land sein Potential – der Fleiß seiner Menschen könnte es zum reichsten Land der Welt machen, mit höchsten Masseneinkommen, der besten Infrastruktur und dem bestem Sozialsystem – und dies alles in Frieden.

                  Und was haben wir statt dessen? Horter-Agenda2010-Exportüberschussagression und asymetrische Antworten darauf. Was haben wir davon, unsere Waren zu verschenken, unseren Kunden zu schaden, unsere Einkommen und damit unsere Sozialsysteme zu ruinieren?
                  Alles für Forderungssammler, die sich an ihren Forderungen ergötzen wollen. Die Forderungen sollen die Ängste therapieren, die man erst richtig wegen dieses OFFENSICHTLICH NICHT AUFKLÄRBAREN IRRTUMS haben muss.

                  Immer und immer wieder habe ich Ihnen dies schon erklärt – lieber Herr Felsberger. Aber wenn es nicht mal in Ihren schlauen Kopf geht, lässt mich dies ziemlich verzweifelt zurück. 😦

                  1. Ich hab`halt eine wesentlich pragmatischere Sichtweise auf die Dinge:

                    1) Alles in dieser Welt ist zweiseitig, von privaten bis staatlichen Verträgen. Es kann daher niemals eine alleinige Verantwortung geben.

                    2) Alles in dieser Welt bewegt sich wie ein Oszillator um einen zentralen Punkt zwischen zwei Extremen. Es kann daher niemals dauerhafte Übertreibungen geben.

                    Man kann die Saldenmechanik gleichgewichtstheoretisch im Sinne eines Oszillators oder selbstverstärkend interpretieren. Letzteres lehne ich ab, weil es meinem „Weltbild“ (Punkt (1) und Punkt (2)) widerspricht.

                    Noch ein Wort zur praktischen Politik:

                    Das Einzige, für das es sich politisch zu kämpfen lohnt, ist: Arbeitszeitverkürzung. Es ist nämlich der einzig externe Punkt des ökonomisch-staatlichen Systems. Alle anderen Maßnahmen liegen innerhalb des Kreises. Ein Beispiel: Nominale Lohnerhöhungen werden vom Preissystem intern solange verarbeitet, bis die reale Lohnerhöhung ausbleibt. Warum? Weil das eherne Gesetz der Reproduktionskosten (zentraler Punkt des Oszillators) wirkt: Der Lohn findet sich real und im Gleichgewicht immer auf den Reproduktionskosten des Arbeiters und seiner Familie wieder, mag er auch mal auf, mal ab schwanken. Allein die Arbeitszeitverkürzung kann Umverteilung erzielen, weil ein Absenken des Lohnes unter die Reproduktionskosten auf Dauer unmöglich ist. Mit der gewonnen Freizeit lassen sich menschliche Potentiale erschließen…

                    PS: Herr Buschbeck: Sie sitzen EINER spezifischen Interpretation der Saldenmechanik auf so wie ich ja auch. Eine „Wahrheit“ wird`s da nicht geben. Ich plädiere halt für eine gelassenere Sichtweise auf die Dinge……

                    Zum Abschluß ein Dokument auf das ich gestern zufällig gestossen bin: Marxen`s Schilderung der Finanzverhältnisse im Habsburger Reich. Wenn man sich das durchliest, bekommt man eine Ahnung davon, dass das Geldsystem nur ein Teilaspekt, und nicht einmal ein zentraler, der menschlichen Geschichte ist…

                    http://www.mlwerke.de/me/me10/me10_103.htm

                    Liebe Grüsse
                    A.F.

                    1. >>>Herr Buschbeck: Sie sitzen EINER spezifischen Interpretation der Saldenmechanik auf so wie ich ja auch. Eine „Wahrheit“ wird`s da nicht geben. Ich plädiere halt für eine gelassenere Sichtweise auf die Dinge……

                      Man kann Identität von Identitäten nicht differenzieren.

                      250 Mrd.€ Exportüberschuss sind 250Mrd.€ Zusatzverschuldung der Anderen.

                      Dass da 2 dazu gehören, ist nicht das Thema. Mein Thema ist doch auch nicht, irgendwelche Schuld zuzuweisen. Mein Thema ist die verspielte Chance auf Frieden und Wohlstand – die grenzenlose Dummheit dieser Vorgänge. Und da spielt die Komplexitätsbehauptung für tatsächliche Trivialitäten leider auch eine schlimme Rolle

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