Das Modellversagen der „Volkswirtschaftsleere“ nochmal für Normalos


Ich bin zu Recht kritisiert worden, dass die Sprache zum Modellversagen der VWL in diesem Artikel so unverständlich ist. Wer die Herleitung wissenschaftlich prüfen will, muss diesen alten Artikel wohl immer noch lesen, für alle Anderen die Sache nochmal ohne Fachbegriffe. Ihr könnt an Eurem Haushalt sehr gut folgendes sehen:

Kauft ihr mehr ein, als ihr Einkommen habt, baut sich Euer Geldbestand ab. Und umgekehrt habt ihr natürlich immer mehr Geld, wenn ihr mehr verdient als ihr ausgebt. Ob ihr im Geld schwimmt, oder immer mehr Schulden habt,  ist also eine Frage der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben.

Im Grundmodell der VWL ist aber definiert, dass alle Leute, Betriebe und Staaten genauso so viel ausgeben wie sie einnehmen. Und dies eben nicht nur in Summe, was ja richtig ist, sondern jeder Einzelne gibt exakt so viel aus, wie er einnimmt. Die Ökonomen nennen dies „Prämisse für strengen Gleichschritt“.

Es kann also im Modell der Ökonomen per Definition gar keine Schuldenkrise geben, da das Problem, dass Eingaben und Ausgaben auseinander fallen, einfach wegdefiniert wurde. Die Modelle sind aber eben rechnerisch richtig, nur eben für ein anderes System.
Nicht der arbeitsteilige Kapitalismus ist das Modell, sondern eine Wirtschaft mit Subsistenzlern, welche ihre Überschüsse tauschen. Geld ist in diesem Gedankengebäude ein Phänomen des Überschusses (#Geldding) und nicht Dritter Schulden. Dies fühlt sich natürlich auch bei der fast religiösen Verehrung von Geld besser an. Es bringt nur eben überhaupt nichts, wenn wir die Probleme der Realität lösen wollen, wenn wir uns dieser Realität nicht stellen.

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