Synergiewende – die Ethik des Friedens


Synergie ist die konstruktive Kombination  der Stärken von Dingen oder Menschen zum Ausgleich ihrer jeweiligen Schwächen. Dies bedingt eine möglichst sachliche Reflektion von Stärken und Schwächen. Wir wollen dies heute für die verschiedenen Arten der Ethik versuchen:

Gesinnungsethik, „der gute Wille zählt“
Stärke: eine unabdingbare Zieldefinition ethischen Handelns
Schwäche: gut gemeint ist regelmäßig das Gegenteil von gut gemacht, Gesinnungsethik denkt regelmäßig nicht die Folgen gesinnungsethischen Handelns zu Ende.

Verantwortungsethik „was dabei heraus kommt zählt“
Stärke: Der Anspruch scheint eine absolut ethische Postion zu sein
Schwäche1:  Ohne klare Ziele wird vorgebliche Verantwortungsethik schnell zur Rechtfertigung von unethischem Handeln aus Egoismus (Rationalitätenfalle).
Schwäche2: Oft weiß man ja gar nicht sicher, was bei einer Handlung am Ende heraus kommt.

Synergiegedanken – Ethiker aller Länder vereinigt Euch mit einer funktionalen Gesellschafts-Wissenschaft

Gesinnungsethik liefert die Ziele, Verantwortungsethik kann den richtigen Weg aber nur definieren, wenn eine funktionale Gesellschaftswissenschaft sagen kann, was eben bei welcher Handlung „heraus kommt“.

Die Gesinnungsethik hat sich speziell auch in Deutschland radikalisiert, dies ist neben der starken Verankerung  der Gesinnungsethik in der christlichen Religion vor allem ein Produkt des Wohlstandes. Materieller Wohlstand bedeutet, dass vor allem  „Ego-Bedürfnisse“ übrig bleiben. Und radikale Gesinnungsethik wird in diesem Sinne wohl zu einer individuellen Ego-Bedürfnissbefriedigung missbraucht.  Diesen Missbrauch kann man nur stoppen, in dem die unethischen Folgen radikalisierter Gesinnungsethik in das Bewusstsein dringen. Wenn eine populistische Bundeskanzlerin der CDU (welche traditionell eher für verantwortungsethische Positionen steht) sich an die Spitze der radikalisierten Gesinnungsethik-Krieger  stellt, kann der „Stalingrad-Moment“ des gesinnungsethischen Extremismus nicht mehr weit entfernt sein.

Nachhaltiges Handeln kann sich nur aus der Überlegung speisen, was „am Ende dabei raus kommt.“  Nirgendwo erreicht radikalisierte Gesinnungsethik deshalb ethische Ergebnisse, nicht für die Menschen in Afrika, nicht für den Erhalt unserer ökologischen Lebensgrundlagen, nicht für die Nutzung des sozialen Potentials der Produktivität des Kapitalismus, nicht für den Frieden.

Das Problem der Gesinnungsethik ist aber eben nur ihre Radikalisierung, ihre Ziele müssen wir erhalten, diese nur eben auf verantwortungsethischen Wegen der Nachhaltigkeit erreichen. Dies ist aber eben auch erst möglich, wenn funktionale Gesellschaftswissenschaft verfügbar wird. Eine VWL, die lieber eine fiktive Tauschwirtschaft statt den realen Kapitalismus analysiert ist dazu ebenso wenig geeignet, wie eine Soziologie, welche die menschliche Rationalitätenfalle nicht als das wichtigste Problem gesellschaftlichen Zusammenlebens reflektieren mag. Wir wollen hier deshalb versuchen mitzuhelfen, auch die „Gesellschafts-Wissenschaft des  Friedens“ zu definieren, welche sich am real existierenden Kapitalismus und dem real existierenden „EGO-ismus-Menschen“ orientiert. Bitte bringen Sie sich mit ihren Gedanken dazu ein.

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