Die KO-Frage für Neoklassiker – die Suche nach dem unschuldigen Einkommen

Kennen Sie jemand, dessen Einkommen nicht aus dem Geldvermögensabbau Dritter stammt?


„Kennen Sie jemand, dessen ordentliches* Einkommen nicht aus dem Geldvermögensabbau Dritter stammt? Denken Sie mal nach, fällt Ihnen wirklich niemand ein?“

Nein, dann dürfte logisch bewiesen sein, dass in arbeitsteiligen Gesellschaftsformen schlussendlich nur Verschuldung  die Einkommen schafft. Und das zumindest in Käufermärkten (kein Angebotsmangel) der Geldsparer der Schuldentreiber im System ist. Geldsparen ist das Blockieren der Tilgung der Vorfinanzierung des eigenen Einkommens. Natürlich muss der Kunde, der Chef oder Staat nicht unbedingt direkt Kredit  aufnehmen, um das eigene Einkommen durch Geldvermögensabbau vorzufinanzieren. Möglicherweise hat er große Guthaben, die aus der Blockade von Dritten durch Verschuldung  vorfinanzierten Einkommens stammt. Dies ändert nur eben alles  nichts an der zwingenden Logik, dass die Verschuldung am Anfang der Einkommen und damit des Wirtschaftens steht. Und der Geldsparer eben der Schuldentreiber ist und nicht der Held, der mittels Einlagen bei Banken das Investieren ermöglicht.

Genau diese nötige Neubewertung des Geldsparens dürfte die Ursache sein, warum im Studiengang VWL weiterhin lieber eine Subsistenzwirtschaft mit Überschusstausch als ökonomisches Grundmodell gelehrt wird. Die Menschen wären sicher empört wenn Sie wüssten, dass man sich dort gar nicht mit dem realen arbeitsteiligen Wirtschaftssystem auseinander setzt. Schließlich wäre dies die Voraussetzung, um das System zu warten und vor Crash, Krisen und Krieg zu bewahren.  Nur wenn Sie erfahren würden, dass man  sonst den Schuldner als Einkommensermöglicher loben und den Sparer als Einkommensvernichter bashen müsste,  hätten die meisten wohl Verständnis?

*aufgrund von Diskussionen ergänzt – „ordentlich“ meint in Anlehnung an den betriebswirtschaftlichen Begriff des „ordentlichen Gewinns“ die Einkommen ohne Bewertungsveränderungen von Sachvermögen. Zusätzliche zu den „außerordentlichen Einkommen“ aus Bewertungsveränderungen von Sachvermögen gäbe es in diesem Kontext ja auch noch „stille Einkommen“, welche aus ungebuchten bzw. nicht an einer Börse sichtbaren Sachvermögensänderungen bzw. gebuchten Abschreibungen > tatsächlichem Wertverlust resultieren. Die Einführung des Begriffs macht den Artikel sicher nicht besser, soll aber helfen, zur Diskussion des eigentlichen Anliegens zu gelangen.

13 Kommentare zu „Die KO-Frage für Neoklassiker – die Suche nach dem unschuldigen Einkommen“

  1. »Nein, dann dürfte logisch bewiesen sein, dass in arbeitsteiligen Gesellschaftsformen schlussendlich nur Verschuldung die Einkommen schafft. Und das zumindest in Käufermärkten (kein Angebotsmangel) der Geldsparer der Schuldentreiber im System ist. Geldsparen ist das Blockieren der Tilgung der Vorfinanzierung des eigenen Einkommens.«

    Ganz so einfach ist es meiner Ansicht nach nicht.

    Die Aussage gilt nur für arbeitsteilige Gesellschaftsformen, die ihren Austausch warenförmig organisiert haben. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft, die kein Geld kennt – wie zum Beispiel bei den Inkas – ist die Aussage völlig irrelevant.

    Natürlich weiß ich, dass wir nicht über frühere Gesellschaftsformen in Peru oder auch in Mitteleuropa diskutieren. Sondern über die derzeitig real existierende Gesellschaftsform. Und da stellt sich für mich folgende Frage: Ist es tatsächlich möglich auf den Grundkategorien Ware, Wert und Geld das derzeitige System so auszuformen und zu beeinflussen, dass „Crash, Krisen und Krieg“ vermieden werden können? Denn Ware, Wert und Geld setzen implizit Verhältnisse voraus, denen die Menschen sozusagen „per Sachzwang unterworfen“ sind. Ist es daher nicht notwendig diese Basiskategorien im Hegelschen Sinne „aufzuheben“ und zu einer Vergesellschaftung zu kommen, die eben nicht aus „Sachzwängen“ geboren ist, sondern auf der Übereinkunft freier Individuen beruht?

    Ich weiß es wirklich nicht. Und ich sehe auch die gewaltigen Schwierigkeiten, die bei dem Versuch eine Übereinkunft der freien Individuen herbeizuführen zu überwinden sind.

    Aber: Gibt es eine Alternative?

    1. Lieber Hajo,

      Gesellschaft setzt immer voraus, dass die Rationalitätenfalle des einzelnen Subjekts durch Zwänge beherrscht wird. In der Stammeswirtschaft lassen sie dich verhungern, wenn Du nicht mitspielst. In der reinen Staatswirtschaft gibt es Arbeitszwänge und notfalls Arbeitslager und außerdem wird auf Flüchtende geschossen. Wie menschlich genial ist dagegen die Kontraktschuld-Wirtschaft? Neukonstruktion von Gesellschaft ist die Gestaltung der Zwänge auf das optimale Ergebnis für das globale Gemeinwohl auch für künftige Generationen, aber eben nicht die Abschaffung der Zwänge! Ein wesentliches Problem schein mir zu sein,dass die Rationalitätenfalle nicht als „DAS“ Problem jeder Gesellschaft und auch der Demokratie akzeptiert ist, sondern mit einem idealisierten Menschenbild verkleistert, welches die nichtveränderbare menschliche Schwäche auf das „falsche System“ projeziert. Dies ist natürlich die gleiche falsche Gläubigkeit, die Märkten gesamtwirtschaftlich eine Fähigkeit zur Versagensfreiheit wie oben zurechnen will, welche nur wegen Staatseingriffen nicht erreicht wird.

      Dass es nicht gelingt, ein funktionale Gesellschaft zu entwickeln hat mit dem Gut/Böse Denken in Bezug auf Markt/Staat/Demokratie/Diktatur zu tun. Wäre Gesellschaft ein technisches Produkt, wäre diese prinzipiell minderkomplexe Aufgabe n.m.E. längst ganz ideologiefrei durch eine synergetische Konstruktion gelöst. Es ist tatsächlich wohl eine Frage der Hirnareale des Denkens von Gesellschaft und technischen Problemstellungen („rationales Ich“ versus „Urteils-Ich“ und „Wunsch-Ich“) . Konstruktionsdenken ist nahezu immer synergetisch, gesellschaftliches Denken nahezu immer polar.
      https://guthabenkrise.wordpress.com/2017/08/14/synergiewende-eine-definition/

      wünsche Dir und allen Mitlesern hier ein frohes Osterfest, Jörg

  2. Du schreibst:

    „aufgrund von Diskussionen ergänzt – „ordentlich“ meint in Anlehnung an den betriebswirtschaftlichen Begriff des „ordentlichen Gewinns“ die Einkommen ohne Bewertungsveränderungen von Sachvermögen. “

    Ahh ja. Und eine Ölfirma, ein Kohleflöz oder ein Kupferbergwerk, das Rohstoffe fördert und aktiviert? Ich kaufe Rohstoffe, stelle daraus Fertigprodukte her und aktiviere sie zu einem erwarteten Verkaufspreis, der über der Herstellungskosten liegt? Ich verkaufe das Zeug, um das Geldvermögen gleich wieder für Sachvermögen – zusätzlich Maschinen & Rohstoffe z.B. – zu verausgaben?

    Einkommen = mehrdeutig.

    BWL/Stützel = eindeutig:

    Einnahmen/Ausgaben = Geldvermögensänderung
    Aufwendungen/Erträge = Nettovermögensänderungen

    Gewinn/Verlust = Nettovermögensänderung / 1 Jahr
    = Geldvermögensänderung / Jahr + Sachvermögensänderung / Jahr

    Sachvermögensänderung = SV-Zuwachs + SV-Minderung
    Sachvermögenszuwachs: Produktion, Empfang von Sachgeschenken, Aufwertung (incl. Inflation)
    Sachvermögensminderung: Konsum, Gabe von Sachgeschenken, Zerstörung (Autocrash gegen Baum), Abwertung

    1. Achja:

      Geldvermögensänderung = gesamtwirtschaftliches Nullsummenspiel
      – was einer dazugewinnt, verliert der Rest der Welt

      Nettovermögensänderung = KEIN gesamtwirtschaftliches Nullsummenspiel
      – es KÖNNEN „alle gewinnen“ (Nettovermögenszuwächse erzielen) – oder auch „alle verlieren“ (Nettovermögensminderungen erzielen/erleiden)

      Ziel unternehmerischer Tätigkeit (BWL): Gewinn = NETTOvermögenszuwachs. Wenn der sich über GeldvermögensABBAU am besten umsetzen läßt, machen die Unternehmen das eben SO. Siehe Hugo Stinnes 1922.

      1. Auch Deine letzten Beiträge tragen leider zum Thema nichts bei. Und ich darf Dir versichern, dass mir die Möglichkeit einer Neubewertung von Sachwerten so wenig neu ist, (kommt u.a. in Teil 3 Global Change Film aus 2009 zum wundervollen Verschwinden von Verlusten dank Guthabenbremse) wie der Rest der dargelegten Trivialitäten. Ich erkläre Dir also vorsichtshalber noch mal das Thema:

        Es geht um die Neoklassik, die Vorstellung, dass wir Überschüsse tauschen. Dazu wollte ich Darauf hinweisen, dass jeder Verkauf einer Leistung, also die ordentlichen Einkommen, ja einen Kauf eines Dritten bedeutet. Jedes ordentliche Einkommen also aus Geldvermögensabbau eines Dritten stammt, auf den ein Kauf nun mal hinausläuft. Und natürlich muss nicht diese Trivialität diskutiert werden, sondern nur inwieweit solche Überlegungen hilfreich sein könnten, die herrschende Neoklassik als fern der Realität darzustellen.

        Dass Profilneurotiker und Krümelk..ker auch bei Wolle Stützel angebliche Unkorrektheiten finden, durfte ich diese Woche auf Ökonomenstimme erfahren, wo seine Verwendung des Wortes „Formel“ für eine Identität, als hinreichend für eine Herabwürdigung des Gesamtwerkes befunden wurden. Was auch immer wieder von solchen Leuten zitiert wird, sind die monetisierten Metallbestände der Notenbanken, die auch nach seinem Eingeständnis positive Geldvermögen sind. Damit kann man dann jede saldenmechanische Aussage trollen, die auf dem Globalsatz von „Null-Geldvermögen“ aufbaut. Dass man dies unschwer lösen könnte, in dem man entweder diese Metallbestände dann doch den Sachwerten zuordnet oder jedesmal explizit erwähnt, dass es sich um Aussagen außerhalb von Notenbanken handelt, hat der Meister aber auch nicht durchgezogen. Eben weil es im Kontext einer realwirtschaftlichen Überlegung nur Verwirrung stiftet.

  3. »„Kennen Sie jemand, dessen Einkommen nicht aus dem Geldvermögensabbau Dritter stammt? Denken Sie mal nach, fällt Ihnen wirklich niemand ein?“«

    Das ist die Ausgangsfrage. Und ja, ich kenne Menschen deren Einkommen nicht aus dem Geldvermögensabbau stammt. Zwar nicht persönlich, sondern aus der Zeitung.

    So erzielen all diejenigen ein solches Einkommen, deren Aktienpakete durch steigende Kurse im Wert steigen.

    Somit ist dieser Satz nicht korrekt: Es geht darum, dass alle Einkommen aus Geldvermögensabbau Dritter stammen und dies ist beim neoklassischen Modell eben anders.« Denn die Definition von „Einkommen“ bei Stützel lautet: Jede Transaktion, die das „Reinvermögen“ einer natürlichen Person erhöht, nennt man „Einkommen“.

    Nun kann man trefflich darüber streiten, ob die Wertsteigerung von Aktienpaketen als Transaktion zu bezeichnen ist. Oder ob es nicht einfach nur ein mehr oder weniger zufälliges Ereignis ist. Fakt ist bleibt: Wertsteigerungen sind Einkommen. In der Buchhaltung wird das auf der Ebene Ertrag/Aufwand gebucht. Eine Wertsteigerung ist dort ein nicht zahlungswirksamer Ertrag. Ein Wertverlust ein nicht zahlungswirksamer Aufwand.

    1. Lieber Hajo, auch @Wolfgang,

      ich hatte Einkommen im Kontext dieses Beitrages als Verkauf von selbständiger oder unselbständiger Leistung im Kopf. Auf die Nachfrage von Wolfgang hatte ich mich „begoogelt“ und festgestellt, dass auch Vermögensgewinne zumindest zum volkswirtschaftlichen Einkommensbegriff gerechnet werden. In diesem Sinne gibt es also verkaufslose Bewertungsgewinne von Sachvermögen, welche nach dieser Definition Einkommen ohne Geldvermögensabbau Dritter ermöglichen.

      Mit dem Thema dieses Beitrages hat der Sonderfall von Bewertungsgewinnen aber nichts zu tun, es geht ja bei der Tauschtheorie um angeblich reales Wirtschaften.

      1. „Ich hatte Einkommen im Kontext dieses Beitrages als Verkauf von selbständiger oder unselbständiger Leistung im Kopf. “

        Stützel hat bei unpräzisen, mehrdeutigen „Schwamm“-Begriffen immer versucht, die unterschiedlichen typischen Bedeutung präzise zu unterscheiden, jede der typischen Bedeutungsmöglichkeiten genau zu definieren und dann immer präzise dazuzusagen, in welcher Bedeutung er den Begriff selbst gerade verwendet, und dies dann durch konkrete Beispiele zu verdeutlichen. Er hat das nicht nur für Vermögensflüsse so gemacht (und hier einfach aus der BWL übernommen – Schmalenbachtreppe): Einzahlungen/Auszahlungen vs. Einnahmen/Ausgaben vs. Aufwendungen/Erträge. Und auch nicht nur für den Begriff „Sparen“.

        Sondern er hat das als generelle Methode durchgängig so gemacht, um vollkommen unnötige Verwirrung und Mißverständnisse zu vermeiden und Dinge so weit wie möglich rational zu klären.

        Du dagegen verwendest leier oft einen Schwammbegriff nach dem anderen, ohne klar zu definieren, was genau du damit meinst. Fragt man dann nach, stellt sich heraus, daß du eine Privatdefinition verwendest, die mit den gängigen Bedeutungen gar nicht übereinstimmt, wie dein Umgang mit dem „Einkommens“-Begriff wieder mal zeigt.

        Es ist also kein Wunder, wenn das dann niemand versteht.

        Wenn aber dann jemand nicht deiner Ansicht ist, unterstellst Du ihm oft „kognitive Hortinanzen“, anstatt die Mißverständnisse durch präzise Begriffsdefinition gar nicht erst entstehen zu lassen. Du verteidigst oft die Vagheiten, anstatt sie zu klären – wie dieses Beispiel wieder mal gezeigt hat (deine Antwort an mich).

        Stützel ist aber mit diesem Vorgehen meiner Meinung nach einfach nicht gedient, im Gegenteil. Es ist das genaue Gegenteil von dem, was Stützel sich zur Methode gemacht hatte.

        Immerhin hast Du das diesesmal dann später wenigstens selbst erkannt (hoffe ich jedenfalls, ich entnehme es jedenfalls aus deiner Antwort an Widerborstig). Ich habe dich gefragt, was genau Einkommen für Dich bedeutet, und du hast gekniffen. Immerhin warst Du so ehrlich, das in der Antwort an Widerborstig einzuräumen.

        Nichts für ungut, das ist alles menschlich – ich mache das bestimmt auch in vielen Dingen so. Aber ich finde, Stützel ist hier doch ein Vorbild, daß es eben auch anders geht, daß sich mit konsequenter Präzision viele unnötige Verwirrungen und Streitigkeiten „bruchlos auflösen lassen, wobei beide Seiten zu ihrem relativen Recht kommen“, wie Stützel ja immer sagte.

        1. Fakt ist – es war im Kontext dieses Beitrages völlig irrelevant, ob wir diesen Sonderfall betrachten.

          Du nervst ohne zum Thema beizutragen, man beachte vor allem den ersten Schwurbel-Kommentar – es ist doch immer die gleiche Leier, die suchst Dir einen irrelevanten Punkt und dann kommt ein Schwall von immer gleichen Vorwürfen. Im Kontext geht es doch darum, Dich als einzig wahren Stützel Promoter aufzublasen, der sich von dem schlechten Beispiel Buschbeck abgrenzt. Nicht dass mir da eine diesbezügliche Verteidigung extrem wichtig wäre, ich habe da genug erfolgreich angeregt und ob dies irgendjemand so sieht oder nicht ist mir ziemlich egal, ich bin mit mir im reinen. Für mich zählt die Aufgabenorientierung und da habe ich ein tieferes Problem mit narzisstischen Verhaltensmustern. Schreib doch bitte woanders.

  4. Oh je, Jörg. Da geht mal wieder alles mögliche durcheinander, es ist ein Graus.

    Geldvermögensabbau eines Partialsubjekts oder einer Partialgruppe entspricht dem GELDVERMÖGENSZUWACHS der Komplementärgruppe.

    Aber doch um Himmels willen nicht dem EINKOMMEN der Komplementärgruppe, Mann!

    Einkommen = REINVermögenszuwachs plus Konsum:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommen#Einkommen_und_Reinverm%C3%B6gen

    Dein Schuß auf die Neoklassik geht vollkommen nach hinten los, da die ja Einnahme/Ausgabe-Gleichschritt aller Wirtschaftssubjekte unterstellt und so gar keine positiven oder negativen Einnahme/Ausgabe-Salden (Geldvermögenssalden) kennen kann, wie von Stützel gezeigt – sondern eben nur „Realeinkommen“ (Sachvermögenszuwächse). Was eben, wie Stützel zeigt, nur GESAMTWIRTSCHAFTLICH gleich dem Gesamteinkommen ist. EINZELWIRTSCHAFTLICH besteht das Einkommen aus Sachvermögensänderung + Geldvermögensänderung + Konsum, und eben NICHT nur aus der Geldvermögensänderung, wie Du behauptest.

    Um Gottes Willen Leute, LEST STÜTZEL IM ORIGINAL und laßt Euch nicht von Jörgs halbgarem Durcheinander weiter verwirren!!!

    GRASS/STÜTZEL (1988): VWL – eine Einführung auch für Fachfremde, 1. Hauptteil Kap. 5 und 2. Hauptteil Kap. 5 sind die besten Einführungen in Stützels Werk. Dazu Günter Wöhe: Einführung in die allgemeine BWL, 18. Auflage 1993, S. 1006-106: Grundbegriffe des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens.

    Dann Kap. 2 der „Volkswirtschaftlichen Saldenmechanik“ und „Paradoxa der Geld- und Konkurrenzwirtschaft“, S. 47-83.

    Damit ist auch Jörgs Klärungszielen gedient, aber seine Patentlösungen und Verwirrungen wandern in den Eimer, wo sie hingehören.

    1. >>Oh je, Jörg. Da geht mal wieder alles mögliche durcheinander, es ist ein Graus.

      Ja, bei Dir lieber Wolfgang

      >>Geldvermögensabbau eines Partialsubjekts oder einer Partialgruppe entspricht dem GELDVERMÖGENSZUWACHS der Komplementärgruppe.

      wer würde dies bestreiten? Ich bestimmt nicht.

      >>Aber doch um Himmels willen nicht dem EINKOMMEN der Komplementärgruppe, Mann!

      wo steht dies hier? Es geht darum, dass alle Einkommen aus Geldvermögensabbau Dritter stammen und dies ist beim neoklassischen Modell eben anders. Dort werden positive Überschüsse getauscht und Anfang des Wirtschaftens steht das Einzahlen dieser Geld gewordenen Überschüsse bei der Bank. In dem man die Frage stellt, wessen Einkommen nicht aus Geldvermögensabbau Dritter stammt, kann man diesen Irrtum aufklären. Der Grad des Geldsparens wird dann alsdas entlarvt was es ist, der Grad der Blockade der Vorfinanzierung des Einkommens und damit der Erzwingung von Verschuldung des Rest der Welt. Dies kann sehr positiv sein, wenn man bei ausreichender 17% BIP Nettoinvestition inländische Unternehmer verschulden kann oder eben bei 1,7% BIP Nettoinvestition eher schlecht wie heute.

      1. Was genau verstehst Du unter Einkommen? Definiere es bitte mal genau und beziehe es zurück auf Einnahmen/Ausgaben und Aufwendungen/Erträge. Wäre für Dich beispielsweise die Aufwertung eines Grundstücks im Rahmen eines Grundstücksbooms ein Einkommen für den Grundstückseigentümer?

  5. „Geldsparen ist das Blockieren der Tilgung der Vorfinanzierung des eigenen Einkommens.“

    Wow, was für ein Satz! Vielleicht sollte man aber doch lieber „Verweigern“ anstelle von „Blockieren“ setzen? Um den Sachverhalt noch etwas drastischer darzustellen?

    Nichtsdestotrotz ist er natürlich richtig so, und seine Ignorierung stürzt Millionen Existenzen auf der Welt durch Massenarbeitslosigkeit ins Elend! Was für ein Irrsinn!!

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