Klimaeinkommen – die Menschen für Nachhaltigkeit begeistern


Auch wenn solche Plakate auf den fridays for future Demos zu sehen sind, der Kapitalismus ist wohl nicht das Problem, sondern eher Teil der Lösung. Der fehlende Erfolg einer ökologischen Umgestaltung der Gesellschaft findet einen wesentlichen Grund in   planwirtschaftlichen Vorgaben und erfolglosen gesinnungsethischen Appellen. Der Staat sollte sich wohl besser darauf konzentrieren,  Marktversagen mit seiner Stärke zu heilen, dem Eintreiben von  Steuern.

Ein absehbar erfolgreicher Weg ist das Klimaeinkommen. Es folgt einem einfachen Prinzip. Man erhebt eine planmäßig wachsende CO2 Steuer in allen Verbrauchssektoren  und schüttet diese 1:1 pro Kopf  wieder aus. Durch den Steueranteil anderer Sektoren und von Energieverschwendern, erhält die Masse der Menschen so ein wesentlich höheres Klimaeinkommen, als sie selber an CO2-Steuern zahlt.  Man würde beispielsweise effektiv 200€ mehr für den direkten und indirekten Verbrauch fossiler Energie zahlen – aber 400€ Klimaeinkommen aus dem Steueraufkommen erhalten.
Dies ist natürlich kein bedingungsloses Grundeinkommen, aber dieses polarisierende Thema sollte man hier auch gar nicht aufmachen. Wichtig ist, das Klimaeinkommen ist ein soziales Projekt, welches kleinen Einkommen und Rentnern mehr netto in die Tasche bringt.

Klimaeinkommen ist so natürlich wesentlich positiver zu kommunizieren  als „CO2-Steuer“.  Und zur populären Steuervermeidung wird in diesem Fall ausdrücklich aufgerufen. Diese Steuervermeidung wird nicht unwesentlich auch durch Investitionen in eine CO2 frei Wirtschaft bestehen. Und nichts fehlt unserem Land mehr als inländische Investitionen zur Überwindung der lose/lose Importdefizite. Und ja, ein Klimaeinkommen reduziert beständig seine eigene Besteuerungsgrundlage. Aber dies kann man aber über steigende Steuersätze abfangen. Und für einen nachhaltigen Kapitalismus  und eine echte Naturverbrauchswende gibt es natürlich nicht nur CO2 zu besteuern. Eine denkbare Ausweitung der Besteuerungsgrundlage könnte also auch eine komplette Kreislaufwirtschaft nach dem cradle to cradle Prinzip anregen. Es muss sich nur rechnen…

Auf diesen Blogbeitrag linkt http://www.klimaeinkommen.de – gern würde ich diesen Text auch mit Euren Anregungen weiterentwickeln. Die Domain könnte auch an eine Bewegung übertragen werden, welche sich intensiver der Thematik widmet.

#Klimaeinkommen4future

Ein Gedanke zu „Klimaeinkommen – die Menschen für Nachhaltigkeit begeistern“

  1. Das ist eine sehr zutreffende Beschreibung dieses effektiven Wegs hin zu einer CO2-armen Wirtschaft. Bei der Bürgerlobby Klimaschutz http://www.ccl-d.org vertreten Bürger diesen Ansatz in persönlichen Lobbygesprächen mit Bundestagsabgeordneten. Die beschriebene Pro-Kopf-Rückzahlung heißt bei ihnen „Klimadividende“.

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