War Hitler 1933 besser gesamtwirtschaftlich beraten als das Bundesverfassungsgericht und das vertretene Volk heute?


Ab 1929 rutschte die Welt in eine globale Deflation. Ohne diese Deflation mit ihrer Massenarbeitslosigkeit wäre wohl auch die Wahl Hitlers zum deutschen Kanzler mit allen späteren Folgen nicht passiert. Auch wenn dies nichts an den folgenden Verbrechen relativieren kann und soll, Hitler hatte es ab 1933 geschafft ohne Krieg eine Hyperdeflation zu beenden. Die USA sind dagegen erst mit Kriegseintritt der Weltwirtschaftskrise entkommen. Hitler war sehr gut beraten und diese Geschichte ist viel zu wenig bekannt. Der ihn  erfolgreich beraten hat, Wilhelm Lautenbach, hat dies auch mit seinem Vorgänger Heinrich Brüning versucht. Hätte er Erfolg gehabt, hätte es die folgenden Katastrophen wohl nie gegeben. Dieser Beitrag will genau diesen Gedanken präventiv transportieren, da die heutige Situation des mangels Nettoinvestition „kriegsreifen“ Kapitalismus vergleichbar ist.

Wilhelm Lautenbach konnte den Kapitalismus gesamtwirtschaftlich denken, insbesondere war sein wichtigstes Denk-Werkzeug die gesamtwirtschaftliche Gewinnformel der Unternehmen. Die besondere Bedeutung der Unternehmer- Gewinnformel auch zur Erklärung der heutigen Situation habe ich hier ausgeführt.

Dem gegenüber steht die Deutung der gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge über betriebswirtschaftliche Bilder. Die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge sind nur leider regelmäßig völlig gegensätzlich und paradox zu den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen. Wir würden laut lachen, wenn jemand nach Blick aus dem einzelwirtschaftlichen Fenster auf eine Scheibenform der Erde schließt. Dies, weil wir schon in frühen Kindheitstagen ein Bild für die tatsächliche Erdform erhalten haben. In der Ökonomie fehlen kollektiv die Bilder für die gesamtwirtschaftlichen Paradoxa. Ganz schlimm ist dies bei dem Thema, dass Guthaben und Schulden zwar einzelwirtschaftlich gegensätzlich, gesamtwirtschaftlich aber nur zwei Worte für die gleiche Sache sind.  Wenn wir unsere Altersvorsorge gleichzeitig teilweise auf Geldguthaben umstellen, aber Verschuldung grundgesetzlich bekämpfen, ist dies vergleichbar mit dem Beleuchtungskonzeptes des Schildaer Rathauses. Aber keiner lacht!  Und es ist ja auch nicht lustig, weil in der Folge wieder Krieg und Elend droht.

Betriebswirtschaftliches Denken im Finanzsystem ist Sache der Bankiers, diese sollte man also besser nicht fragen, wenn man paradoxe gesamtwirtschaftliche Fragestellungen zu lösen hat.  Aber genau diese Bankiers haben das Verfassungsgericht bei seinem Urteil beraten, welches noch unabsehbare Folgen haben kann.

„Die gehörten Sachverständigen sind Jens Ulbrich und Andreas Guericke (beide Deutsche Bundesbank), Volker Wieland (Universität Frankfurt), Lars Feld (Universität Freiburg, Walter Eucken Institut), Klaus Wiener (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.), Volker Hofmann (Bundesverband Deutscher Banken), Tammo Diemer (Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH), Ulrich Kater (DekaBank Deutsche Girozentrale), Johannes Mayr (Bayerische Landesbank) und Bernd Volk (Deutsche Bank). Siehe“ https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/05/rs20200505_2bvr085915.html.

Und nun die außergewöhnliche Beratung Hitlers zum Vergleich:

Lautenbachs witzige Schlagfertigkeit, die auch vor Amt und Würden nicht zurückschreckte, war berühmt und von vielen gefürchtet. War ihm einmal blitzartig  die schlagende Formulierung eingefallen, so schien er fast physisch unfähig, sie zurückzuhalten. So war es denn auch ein denkwürdiger Augenblick, als dieser feuerköpfige Mann mit der Schärfe des Verstandes und der Zunge, der jede fachliche Unterredung mit seinem Temperament (und der Ausgereiftheit seiner Gedanken beherrschte, im Frühsommer 1933 zu Hitler geschickt wurde, um ihm die Nationalökonomie der Krisenbekämpfung durch Kreditexpansion im amtlichen
Auftrage klarzumachen. Man hat erfahren, daß diese Unterredung zu den seltenen gehört hat, in denen nicht Hitler, sondern der andere das Wort führte. Als Hitler einwandte, daß eine solche Kreditexpansion doch Inflation sei, erwiderte ihm Lautenbach: «Herr Hitler, Sie sind jetzt der mächtigste Mann in Deutschland. Nur eines können Sie nicht: Sie können unter den gegenwärtigen Umständen keine Inflation machen, soviel Sie sich auch anstrengen mögen.» Als Hitler zu bemerken wagte, daß immerhin die von ihm befragten Bankiers anderer Meinung seien, erhielt er prompt die Antwort: «Herr Hitler, Bankiers sind wie Hefebazillen. Wie diese Alkohol fabrizieren, ohne davon zu wissen, so die Bankiers Kredit, ohne sich darüber klar zu sein.»

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