Die sächsische Schuldenbremse als automatischer Stabilisator (Schuldenautomatik)


Gestern habe ich auf einer Präsentation des sächsischen Finanzminsters Details zur sächsischen „Schuldenbremse“ erfahren. Entgegen meinen Befürchtungen ist dies keineswegs ein Instrument, welches bei Konjunktureinbrüchen die Lage noch durch Ausgabekürzungen verschärft, sondern vielmehr das genaue Gegenteil. Dann entfallende Steuereinnahmen werden automatisch bis auf 99% des 4-Jahres-Durchschnittes durch Staatsverschuldung ersetzt. Auf 2/3 Mehrheit sind sogar 100% möglich.

Hier wurde also mit einer Überschrift, welche die im gesamtwirtschaftlichen Denken ungebildeten 99% der Deutschen abholt, das genaue Gegenteil von Dummheit gemacht. Ein politisches Meisterstück welches mir Hoffnung macht. Auch mit kollektiver Dummheit bei gesamtwirtschaftlichen Fragen muss man nicht dumme Politik machen. Man muss es nur mit der richtigen Überschrift verkaufen.

Dieser Mechanismus ist in einem Teilbereich auch die Umsetzung meines Monetative_Konzepts. Eine Schuldenautomatik überwindet den Nachteil klassischer keynesianischer Globalsteuerung, politische Unsicherheiten und Verzögerungen. Und es geht ja gerade darum, Unsicherheiten bei privaten Investoren zu vermeiden.

Fazit: Alles wird gut, wenn wir die Kriegstreiber-Fraktion im Zaun halten!

Anlage Abschnitt im Gesetzestext:
(4) Bei einer von der Normallage, d.h. der durchschnittlichen Steuereinnahmen der vorangegangenen 4 Jahre, um 3 vom Hundert abweichenden konjunkturellen Entwicklung kann von Abs. 2 abgewichen werden. Die Kreditaufnahme ist begrenzt, um die Steuerminderein‐nahmen auf bis zu 99 von Hundert der durchschnittlichen Steuereinnahmen der vorange‐gangenen 4 Jahre zu verstärken. Eine Verstärkung über 99 vom Hundert ist unter den Voraussetzungen des Absatzes 6 möglich. Steuermehreinnahmen sind zur Tilgung der Kredite nach diesem Absatz zu verwenden.

Finanzminister bekommt „Volkswirtschaftliche Saldenmechanik“


Ja, NUR der sächsische, 🙂 aber eine cooler Typ der Prof. Unland. Die sächsische Schuldenbremse (war das Thema des Abends) ist auch mehr so eine Schuldenautomatik. Schlau gemacht – die Schuldenphobiker beruhigen und dann einen automatischen Stabilisator bauen – Respekt.Bild

Alle Forderungen sind positive Geldvermögen, alle positiven Geldvermögen sind Forderungen.


Nirgendwo ist ein Ding namens Geld – wenn Geld als Ding erscheint, so ist dies eine Verbriefung einer Forderung.

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Die kollektive Bildungslücke – die zwei Naturgesetze der Geldwirtschaft


In unserer Welt gibt es Naturgesetze, die Zustände und ihre Änderungen mittels messbarer und eindeutig definierter Größen beschreiben. Solche Gesetze existieren auch in der Ökonomie. Im Gegensatz zu den wichtigsten physikalischen Naturgesetzen wird uns aber in der Schule dazu nichts beigebracht. Da wir aber als Staatsbürger an einem demokratischen Willensbildungsprozess auch zu ökonomischen Fragen teilhaben, ist dies ein völlig unhaltbarer Zustand – zumal die Naturgesetze der Geldwirtschaft auch von den meisten Politiker und Ökonomen kaum ausreichend beachtet werden. Wenn wir uns dies bewusst machen, erahnen wir, warum wir solch große ökonomische Krisen haben und die Lösungen so schwierig erscheinen.

Bildungslücken machen uns zu unfreiwilligen „ökonomischen Schildbürgern“
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Geld, Kauf und Bezahlung


Die Worte „Geld“ bzw. „Geldmengen“ sollte man wegen Doppeldeutigkeit in volkswirtschaftlichen Betrachtungen bitte gar nicht mehr verwenden. Wie soll man denn wissen, ob der Mitdiskutant gerade zu Zahlungsmittelmengen oder Geldvermögenssummen vorträgt? Es sollten bitte die Begriffe „Geldvermögen“ und „Zahlungsmittel“ verwendet werden. Bei den Zahlungsmitteln ist es dazu wichtig, den Nutzerkreis zu definieren. Es sollte also geklärt werden, ob über Banken-Zahlungsmittel (Zentralbankguthaben) oder Nichtbanken-Zahlungsmittel (z. B. Geschäftsbankenguthaben, verbriefte Zentralbankguthaben/Bargeld) gesprochen wird.
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Goldgeld, Vollgeld und der Wunsch nach „Deckung“ – nur zu…..


Der Gedanke, dass ein Geldsystem auch irgendwie abgesichert sein muss, erscheint doch sehr gesund. Schließlich erbringen wir alle Leistungen in einem Wirtschaftssystem, welche in Geld vergütet uns spätere Gegenleistungen erwarten lassen. Dies ist ja auch nur fair und im Sinne der Arbeitsteilung. Nun haben wir ja schon länger Krisen im System, und man denkt über verbesserte Deckung nach.

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Die hohe Schule der Geldtheorie – was ist „das Geforderte“ bei der Zentralbank


Die meisten Menschen glauben, das „Geldding“ kommt von der Zentralbank als Ausgangspunkt und wird dann von Banken verliehen. Irgendwie  „in Umlauf gebracht“ oder so? Über Geld denkt und spricht man ja auch eh nicht, also was soll es? 🙂

Nun gibt es aber auch Leute, die haben unser Kreditgeldsystem schon ganz gut verstanden, z.B. hier oder hier. Aber auch Sie scheitern oft noch beim finalen Verständnis der Rolle der Zentralbank. Zentralbankgeld ist ja eine Forderung gegen die Zentralbank – aber da gibt es doch gar nichts zu fordern?  Man kann seine Forderung als Geschäftsbank ja maximal als Bargeld verbriefen lassen? Aber irgendwelche goldigen Dinge wie früher gibt es da ja längst nicht mehr? Und eine Nichtbank kann bei der Zentralbank gar nichts gegen Bargeld (verbriefte Forderung gegen die Zentralbank) fordern?
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Volkswirtschaftsleere – Pfusch, Verdrängung und „Spannendmacherei“


Scheinbar ist ja VWL eine ganz komplexe Sache, bei der selbst Experten sich seit Jahrhunderten nicht einig werden können. In Wirklichkeit sind die Dinge aber recht trivial und es wird aus diversen Gründen ein Verwirrspiel getrieben. Ob dies jedem Akteur bewusst ist, möchte ich nicht unterstellen, vielmehr an der Bewusstmachung mitwirken.

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Ist schuldentilgender Umkehr-Keynesianismus die Rettung Europas?


Der bekannte Keynesianismus ist das Prinzip, private Freude an Geldvermögensbildung durch Staatsverschuldung auszugleichen. Nun ist dieses Prinzip wegen der erreichten Staatsschuldenquoten nicht mehr populär und mit den grundgesetzlichen Staatsschuldenbremsen nicht vereinbar. Es droht durch Staatsschuldenbremsen eine gefährliche Abwärtsspirale. Diese läuft dann entweder in eine Aufgabe der Staatsschuldenbremsen oder in ein neues dunkles Zeitalter.

Nun lasst uns doch bitte die Globalsteuerung genau anders rum machen. Wenn man die private Geldvermögensbildung nicht mehr mit Sparzinsen anregt und solche Sparzinsen auch in Zukunft nicht mehr zu erwarten sind, dann dreht sich das Problem um. Die privaten Pläne gehen dann per Saldo dahin Geldvermögen abzubauen. Der Staat kann dann ohne Depression seine Schulden  tilgen.

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Die Schuldenkrise endet erst, wenn wir sie Guthabenkrise nennen…


Larry Summers, Obama Berater und ehemaliger Finanzminister der USA hat dies Ende 2013 in einer vielbeachteten Rede getan. Ohne das Wort „Guthabenkrise“ zu gebrauchen,  hat er die Zusammenhänge so erläutert, wie wir dies hier schon seit Jahren tun. Die nackten Kaiser der „Volkswirtschaftsleere“ versuchen das ökonomische Hauptproblem des Spätkapitalismus  seit Jahren zu verschleiern. Es ist das einzelwirtschaftlich risikolose Sparen in Bankschulden Dritter (Geld- und Versicherungssparen). Nun war es ein „großer Junge“, der die Nacktheit der Kaiser angesprochen hat.  Am besten die nackten Kaiser ziehen sich jetzt etwas wärmer an, denn auch wir bleiben dran….
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Die einfachste und sinnvollste Guthabenbremse = Schuldenbremse = zurück zu Blüm


Die Privatsektoren in Deutschland haben seit vielen Jahren einen enormen Geldsparüberschuss, der nur durch kritische Verschuldung des Auslandes oder des Staates auszugleichen ist. In diesem Zusammenhang war es ein ökonomisches Verbrechen, die Umlagerente zu kürzen und statt dessen eine „Geldsparrente“ staatlich auch noch zu fördern. Wir sollten dringend diese Fehlentscheidungen korrigieren und die Brutto-Löhne wieder um Produktivitätswachstum plus Inflationsziel erhöhen. Sicher werden die Nettolöhne nicht um den gleichen Faktor steigen können, da ein größerer Anteil in die Umlagerente eingezahlt werden muss. Aber wir hätten dann wieder ein funktionales Wirtschafts- und Sozialsystem. Und die Riesterbeiträge gehen ja jetzt auch vom Nettolohn weg, wie Norbert Blüm im Interview neben anderen guten Gedanken anmerkt. Der Unterschied ist aber, das die Beiträge zur Umlagerente ohne Schuldner wieder in den Kreislauf kommen.

2 Wege aus der Stagnation – Kreislaufwirtschaft oder Krieg starten


Es ist Weihnachten und das Handelsblatt macht mit Analysen Freude, welche wir schon seit Anfang 2009 in die Welt tragen möchten. Da besteht 4,5 Jahre deutscher Vorsprung vor Obama Berater Larry Summers – nur leider lässt „Mutti“ ihre Chancen liegen.

„Das Problem: Es gibt eine Grenze für den Zins. Er kann nicht nennenswert unter die Nullmarke fallen. Wenn die Banken versuchen würden, die Ersparnisse auf den Konten ihrer Kunden monatlich um einen signifikanten Betrag zu kürzen, würden die Menschen einfach mehr Bargeld halten, dessen Wert erhalten bliebe.“

und der richtigen Kausalität:
Die Exzesse an den Finanzmärkten sind nach Ansicht der Stagnationspropheten kein Zufallsprodukt – sondern der verzweifelte Versuch, in einem solchen Umfeld irgendwie noch „so etwas wie Vollbeschäftigung zu erreichen“,

und unserer 2009 er Lösung:
„Die Auswege aus der Misere sind allerdings allesamt radikal: Einer bestünde darin, Bargeld abzuschaffen. Dann müssten die Menschen zumindest die Ersparnisse für den täglichen Bedarf auf der Bank lagern (und per Kreditkarte zahlen) – und die Notenbanken könnten die Zinsen problemlos unter die Nullmarke drücken. Es würde weniger gespart und mehr investiert. Das Problem wäre gelöst.“

Gleichzeitig schreibt heute auch Münchenau zum drohenden Krieg in Europa…für den Süden Europas mit teilweise 50% Jugendarbeitslosigkeit brauchen wir ein Konzept, was mit Negativzinsen noch lange nicht erledigt ist.

Was machen wir mit Europas massenarbeitsloser Jugend? Soldaten für den 3.Weltkrieg oder Pioniere einer neuen Kreislaufwirtschaft? Lasst uns jetzt die Rahmenbedingungen für eine Kreislaufwirtschaft und eine Monetative zur Regelung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts innerhalb des Euro schaffen!

Toll – Geldsystempiraten sind am Kern der Dinge – der wichtigsten Formel des Kapitalismus


Unternehmensgewinne = Investitionen plus Unternehmerkonsum minus Geldvermögensbildung der Nichtunternehmer

wobei unter Nichtunernehmer auch der Staat und das Ausland fallen. Wichtig ist hier, zu erkennen, dass die Investitionen der einzige Teil der Gleichung sind, denen auch ein realwirtschaftlicher Mehrwert, also ein Sachvermögenszuwachs entspricht. Fallen die Investitionen deutlich hinter den Gewinnen zurück so liegt das an einer Netto-Verschuldung der Nichtunternehmer. In Deutschland hat diese Rolle zum großen Teil das Ausland übernommen, was man am enormen Exportüberschuss sieht. International waren dies teilweise Staaten, aber auch Privatleute, wie in der amerikanischen Immobilienblase.

 http://www.geldsystempiraten.de/wp/warum-die-wirtschaftsliberale-agenda-eine-sackgasse-ist/

Wohlstand der Nationen oder Wettkampf der Nationen? Mutti’s Mitspieler wollen bares…


Es gehört zum Grundwissen des gesamtwirtschaftlichen Denkens, dass gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge oft das genaue Gegenteil der einzelwirtschaftlichen Zusammenhänge sind.

Und so ist es auch beim Wettbewerb – einzelwirtschaftlicher Wettbewerb in einem gesamtwirtschaftlich nützlichen Kontext geSTEUERrt, schafft den Wohlstand der Nationen.  Ein Preiswettkampf einer oder einer Gruppe von Nationen für Exportüberschüsse, schafft den Wohlstand aller beteiligten Nationen ab!

Nun ist der Plan der deutschen Horterpolitik, wohl wegen der unangenehmen „Rettungserfahrungen“, künftig nicht den Rest Europas sondern den Rest der Welt für die Geldvermögensbildung zu verschulden. Nur haben die potentiellen Mitspieler wohl keine Lust am deutschen Exportüberschuss-Weltkrieg (Pakt für Wettbewerbsfähigkeit) unter Schrumpfung des eigenen Binnenmarktes teilzunehmen. Und wenn, dann nur gegen bares…..die wissen wohl, wie man der „Horter-Queen von Berlin“ richtig weh tut. 🙂

Vorsicht – grenzwertige Satire – Lied der Horter Jugend – denn heute retten wir Europa, und morgen den Rest der Welt….

2 Anleitungen: „Staatsverschuldung wirksam begrenzen“


Die erste Anleitung hat fast 200 Seiten und wurde vom Sachverständigenrat schon 2007 in Vorbereitung der sog. Schuldenbremse erstellt – der Inhalt ist so lang wie zweifelhaft. Ein Mitglied des Sachverständigenrates (Stützel Schüler Peter Bofinger) hat ein widersprechendes Minderheitenvotum zur Schuldenbremse eingebracht. Leider bringt auch Herr Bofinger das Thema kaum mal in aller gebotenen Klarheit und Kürze auf den Punkt. Deshalb von mir nun eine zweite Kurz-Anleitung zur wirksamen Begrenzung der Staatsverschuldung:

saldenmechanisch/logisch gilt:
Verkaufsüberschüsse(Geldvermögensaufbau) eines Sektors sind die Kaufüberschüsse(Geldvermögensabbau) des Rest der Welt.

Also gilt auch:
globales Staatsschuldenwachstum = privates Geldvermögenswachstum

Ist das Angebot knapp (Verkäufermärkte – Regale leer), treibt der Staat den Aufbau der privaten Geldvermögen durch Zwangssparen der Privaten. Ist die Nachfrage knapp (Käufermärkte – Regale trotz Minizins voll, es wird sogar Werbung für Absatz gemacht) treibt der Geldsparer die Staatsverschuldung durch Zwangsverschuldung des Staates. Dies muss nicht der eigene Staat sein, denn man kann das Problem durch Exportüberschüsse exportieren – nur kommt man dann aus „dem Retten“ nicht mehr raus. Daraus abgeleitet die zweite Anleitung zur wirksamen Begrenzung der Staatsverschuldung  – sie gilt für Käufermärkte (die Regale sind voll-Zinsen unten) und besteht aus einem Satz:

„Wer ein Problem mit dem Wachstum der Staatsverschuldung hat, muss einfach nur die private Geldvermögensbildung begrenzen.“

Es lebe die GroKo, die hat ja die Verfassungs-Mehrheit, nun eine Guthabenbremse in die Verfassung zu schreiben. Mit einer gesteuerten Sachwertflucht der bisherigen Geldsparer sind die demnächst wieder eskalierenden Probleme in Europa gut lösbar.

neue Bundesbankzahlen bis 2012 – der Staat macht VORERST plus dank Leistungsbilanzüberschuss


Auf Seite 17 findet Ihr die Finanzierungssalden in der Mitte –

Bild4

die Zahlenreihe geht von 2007 bis 2012  – das Saldo unten ist der Leistungsbilanzüberschuss. Erstmals seit langer Zeit hat der deutsche Staat ein Geldvermögenswachstum. Und dies obwohl die privaten Haushalte ihre Geldvermögensbildung ausgeweitet haben und auch deutsche Unternehmen per Saldo Geldvermögen aufbauen. Die Erklärung ist schlicht der Leistungsbilanzüberschuss – dieser ist identisch mit dem Wachstum der Verschuldung des Auslandes bei uns.

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Suizidalökonomen – „sie wissen nicht was sie tun?“


Meine Anmerkung zum ansonsten genialen Bontrup-Vortrag:

1. Mechanismen zur Herstellung weitgehender  Saldenlosigkeit im Außenhandel braucht es aus diversen Gründen eh.

2. Mit der Prämisse der erfolgreichen Umsetzung von Punkt 1. werden Lohnausgaben der Unternehmer in vollem Umfang wieder zu Einnahmen der Unternehmer – mit einer Ausnahme in Punkt 3. Weiterhin besteht natürlich das Gefangenen- Dilemma, dass der gut zahlende Unternehmer den schlecht zahlenden Unternehmer subventioniert, es braucht also auch zum Schutz der Unternehmer Lösungen wie allgemeingültige Erhöhungen und Tarifverträge.

3. Die Ausnahme sind die in Geldhaltung gesparten Einkommen der Nichtunternehmer, diese werden nicht wieder Einnahmen der Unternehmer und mindern 1:1 deren Gewinne. Siehe zum Themenkomplex auch die Zusammenhänge der gesamtwirtschaftlichen Gewinnformel.

Konklusion:
Eine Sanktionierung der Geldhaltung im Sinne der vorgeschlagenen Dauer-Nullsparzins-Wirtschaft löst also den Konflikt von Arbeit und Kapital weitgehend auf.
Sachwertsparen auch der Nichtunternehmer verhindert deren Verarmung im Spätkapitalismus. Staatsschulden sind bei Nullzins übrigens auch eher ein Nullthema – wir können Sie zur Globalsteuerung aus einer Kreditsteuer tilgen, wenn dies zur Inflationsbegrenzung geboten erscheint.

Toll – Wolfgang Waldner schreibt auf Flassbeck Economics


Wolfgang Waldner macht sich sehr um die gesamtwirtschaftliche Aufklärung verdient, er hat z.B. auch den Wikipedia Eintrag zu Saldenmechanik und Stützel ermöglicht.

http://www.flassbeck-economics.de/die-monetaere-theorie-der-produktion-eine-zehnteilige-serie-von-wolfgang-waldner/

Schulmeister zum Versagen der linken Ökonomen


Wie bewundernswert die Leistung von Hayek und Co war, kann man am Versagen der linken Ökonomen in den nachfolgenden Jahrzehnten ermessen. Sie haben im Abseits keine über Keynes hinausgehenden Alternativen zur neoliberal-finanzkapitalistischen Ordnung entwickelt. Als diese in eine schwere Krise führte, konnten die vielen „aufgelegten Elfmeter“ nicht eingeschossen werden. Im Gegenteil: Die vom Neoliberalismus verursachte Krise wurde zum Turbo für die finale Durchsetzung seiner Forderungen.

http://derstandard.at/1379292027264/Die-Finanzschmelze-und-der-schlaue-August

Einzelwirtschaftliches Denken für die Gesamtwirtschaft führt erneut in eine rechte Machtübernahme?


Wiederholt sich die Geschichte? Deflationspolitiker Brüning hat den gesamtwirtschaftlichen Denker Wilhelm Lautenbach nicht empfangen, erst beim durch die Deflationspolitik an die Macht gekommenen Hitler bekam dieser einen Termin:

Lautenbachs Witzige Schlagfertigkeit, die auch vor Amt und Würden nicht zurückschreckte, war berühmt und von vielen gefürchtet. War ihm einmal blitzartig die schlagende Formulierung eingefallen, so schien er fast physisch unfähig, sie zurückzuhalten. So war es denn auch ein denkwürdiger Augenblick, als dieser feuerköpfige Mann mit der Schärfe des Verstandes und der Zunge, der jede fachliche Unterredung mit seinem Temperament (und der Ausgereiftheit seiner Gedanken beherrschte, im Frühsommer 1933 zu Hitler geschickt wurde, um ihm die Nationalökonomie der Krisenbekämpfung durch Kreditexpansion im amtlichen Auftrage klarzumachen. Man hat erfahren, daß diese Unterredung zu den seltenen gehört hat, in denen nicht Hitler, sondern der andere das Wort führte. Als Hitler einwandte, daß eine solche Kreditexpansion doch Inflation sei, erwiderte ihm Lautenbach: «Herr Hitler, Sie sind jetzt der mächtigste Mann in Deutschland. Nur eines können Sie nicht: Sie können unter den gegenwärtigen Umständen keine Inflation machen, soviel Sie sich auch anstrengen mögen.» Als Hitler zu bemerken wagte, daß immerhin die von ihm befragten Bankiers anderer Meinung seien, erhielt er prompt die Antwort: «Herr Hitler, Bankiers sind wie Hefebazillen. Wie diese Alkohol fabrizieren, ohne davon zu wissen, so die Bankiers Kredit, ohne sich darüber klar zu sein.»

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Neue Rubrik: Buschbeck kürzt Flassbeck-Texte für die „Generation Twitter“ ein :-)


Zuerst ist der Kredit und dann das Blockieren seiner Tilgung durch die Geldsparer – deshalb ist es natürlich Unfug, dass die Anleger direkt am Anfang des Exportüberschusses stehen. Im erweiterten Sinne aber schon, weil wir das Lohndumping für Exportüberschüsse wegen derer Geld-Sparpläne betreiben.

Sind die Zinsen noch zu hoch oder nur die Einkommenszuwächse zu niedrig?


Flassbeck kritisiert die prominenten Gesellianer aus den USA. Dabei ist es doch so, dass die eine Sache mit der Anderen total zusammen hängt:

Deutschland betreibt Lohndumping, weil die Zinsen regelmäßig zu hoch sind! Exportüberschüsse durch Lohndumping müssen wir haben, weil die Geldsparer durch zu hohe Real-Zinsen und insbesondere zu hohe Zinserwartungen nicht ausreichend gebremst werden können.

Man muss also beides ändern, Löhne müssen mit Zielinflation plus Produktivitätswachstum steigen. Dazu brauchen wir aber eine Guthabenbremse, sonst sind wir bei einbrechenden Exportüberschüssen in der Depression.

Flassbeck: Ein offener Brief an den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel


Sie haben in Ihrem Eröffnungsvortrag auf dem gerade zu Ende gegangenen Parteitag der SPD in Leipzig etwas sehr Wichtiges gesagt: „Scheinbar (sic; Anm.d.Verf.) bedarf es neben der sozialen Kompetenz der SPD auch einer deutlich stärkeren Wirtschaftskompetenz unserer Partei.“ Zu diesem Satz kann ich Sie nur beglückwünschen.

http://www.flassbeck-economics.de/ein-offener-brief-an-den-spd-vorsitzenden-sigmar-gabriel-von-heiner-flassbeck/

 

Warum wir im „reifen“ Kapitalismus ohne eine Guthabenbremse verarmen


steht im 5.Satz der Konjunkturtheorie von Stützel:

„5) Bleiben die Investitionsausgaben konstant und verhalten sich die Konsumenten so, dass sie nach Überschreiten eines bestimmten Einkommens ihre Konsumkäufe gegenüber früher einschränken, nach Unterschreiten dieses bestimmten Einkommens aber Konsumkäufe gegenüber früher ausdehnen, dann wird im Laufe der Zeit dieses „bestimmte Einkommen“ erreicht und auch dann beibehalten werden, wenn bei dieser Gesamtstromstärke das Produktionspotential nicht voll ausgenützt wird.“

auf Deutsch von mir – die Einkommen fallen so lange, bis keiner mehr zum sparen kommt…alternativ, der Staat besteuert die Leute auf diesen Punkt.

https://guthabenkrise.wordpress.com/2013/02/13/vwl-studium-wird-kunftig-durch-einen-2-tage-kurs-ersetzt-1h-davon-ist-konjunkturtheorie/

Unglaublich – hat Obama nun lange genug über unseren Film aus 2009 nachgedacht?


>>>In den USA hat nun Obama-Berater Larry Summers die neue Strategie angedeutet.

Will Amerika die ultimative Marktstörung wirklich abschaffen?


genau wie von uns 2009 vorgeschlagen?

und am Rande des G20 in London präsentiert

dabei haben wir längst bessere Ideen und Übersetzung sowie Porto können wir  wohl heute sparen #NSA

Ulrike Herrmann im Interview zum Kapitalismus


vom allerfeinsten –  muss gleich mal das Buch bestellen. Das im Interview angesprochenen Ende des Kapitalismus durch die begrenzten Ressourcen sehe ich aber konstruktiver. Der Naturverbrauch muss nur wesentliche Besteuerungsgrundlage werden, dann zaubert uns die Produktivkraft des Kapitalismus eine Kreislaufwirtschaft herbei.

auch toll – die Mittelschicht als Gefangene eigener Wahrnehmung und der Oberschichten-Medien

Guthabenbremser aller Länder, mäßigt Euch


Liebe neue Freunde der Guthabenbremse,

ja, Sie meine ich, IWFler und die anderen, die sich mit solchen Plänen noch nicht in die Zeitung traun. Ich freue mich ja prinzipiell als Erfinder des Wortes Guthabenbremse, wenn meine Ideen so Raum greifen. Nur bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, da kommt nichts bei raus. Schafft erst mal die Sparzinsen incl. SparzinsERWARTUNGEN ab, dies wird wohl schon reichen.
Wenn nicht, macht eine feste Guthabensteuer ab 100T€. Aber nicht über Nacht als Überfall sondern als bekannte Spielregel. Dann wird in Geld wieder
auf irgendwas und nicht auf irgendwann gespart – alles schick.

Exportüberschüsse – ein Gedicht über „undenkbare Trivialitäten“


Warum exportiert Deutschland wie noch nie?
Na, wegen der Staatsschuldenphobie!
Dem Bürger ist das Sparen ein Brauch,
und dem Staatshaushalt nun auch,
da gibt es nur den einen Schluss
das Land braucht den Exportüberschuss.

Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen minus Exportüberschuss

und für die Importüberschüssler
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen PLUS Importüberschuss

und für die größten Narren
Exportüberschüsse der Einen = Importüberschüsse der Anderen.

und zur „Retterei“
wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Paule Krugman versucht es mit Lyrik in der NY-Times

und die erst – der deutsche Raubzug durch Europa – nur leider kann man Forderungen gar nicht rauben, man muss sie vielmehr abschreiben, wenn man nichts beim Schuldner kaufen möchte.

Eine neue kopernikanische Wende – diesmal zum gesamtwirtschaftlichen Denken


„So wie ein Blick aus dem Fenster nicht die Kugelform der Erde offenbart, erschließen sich gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge nicht aus der begrenzten einzelwirtschaftlichen Sichthöhe auf den eigenen Haushalt. Solche Zusammenhänge sind heute noch so paradox wie einstmals die tatsächliche Form des Erdballs.“

Gesamtwirtschaftliche Betrachtungen besagen i. d. R. das genaue Gegenteil einzelwirtschaftlicher Betrachtungen. So erhöht z. B. das private Geldsparen einzelwirtschaftlich gedacht das Geldvermögen, gesamtwirtschaftlich gedacht jedoch nur die Verschuldung.

„Dass die Staaten mehr ausgeben als Sie einnehmen, ist logischerweise der einzige Weg, wie die Privaten mehr einnehmen als ausgeben können.“

Dieser einfache Satz aus dem streng logischen gesamtwirtschaftlichen Denken, zeigt schon wie ungewöhnlich dieser gesamtwirtschaftliche Ansatz heute ist. Ohne dieses „Denken mit der Gegenbuchung“ können wir unsere ökonomischen Probleme nicht lösen, es braucht also einen radikalen Wandel von Bildern und Bildung. Wir hatten uns schon jahrelang selbst dazu Gedanken gemacht, bis wir 2010 das fast vergessene Werk Wolfgang Stützels entdeckten.

Seine Aufklärung zu den heutigen „Noch-Paradoxien“ finden sich in der „Volkswirtschaftlichen Saldenmechanik“ und den „Paradoxa der Geld- und Konkurrenzwirtschaft“ – dort leider in sehr wissenschaftlicher Sprache und wohl deshalb ohne große Resonanz. Nun können wir uns aber auf diese wissenschaftlichen Grundlagen berufen. Dies definiert gleichzeitig unsere Arbeit klarer als allgemein verständlichere „Übersetzung“ eines unverstandenen Jahrhundertgenies. Der Schwerpunkt liegt dabei auf seinem Werk „Volkswirtschaftliche Saldenmechanik“ welches Sie in unserem Shop erwerben können. Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Wikipedia-Eintrag zur Saldenmechanik, an dem wir mitarbeiten durften.

Dieses Portal wird betrieben von Global Change 2009 e. V., einem gemeinnützigen Vordenker-Verein, der sich der Verbreitung von Denkanstößen für einen globalen gesellschaftlichen Wandel verpflichtet fühlt. Neben der Aufklärung zu den „Noch-Paradoxien“ können wir uns mit etwas Vorsprung im gesamtwirtschaftlichen Denken natürlich auch Lösungsvorschläge nicht verkneifen:

Nicht mehr Staat, sondern richtig …

Ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel sollte nach unserer Vorstellung darin bestehen, bisher unbefriedigend gelöste Probleme aus natürlichen und systemischen Marktstörungen sowie sonstige gesellschaftliche Rationalitätenfallen intelligenter und nachhaltiger anzugehen. Dies bedeutet eben nicht die Einschränkung marktwirtschaftlicher Haftungsprinzipien und des einzelwirtschaftlichen Wettbewerbs, sondern vielmehr die Sanktionierung seiner Störungen durch weitgehend wettbewerbsneutrales staatliches Handeln.

Dabei stellen wir heute vor allem zwei sich im Sinne einer „Komplettsanierung des Kapitalismus“ ergänzende Lösungsansätze zur Diskussion:

1. Eine auf der Saldenmechanik beruhende Monetative als vierte Staatsgewalt, welche die wettbewerbsneutrale Globalsteuerung des binnenwirtschaftlichen und  außenwirtschaftlichen Gleichgewichts ebenso wie die Vermeidung der Vergesellschaftung privatwirtschaftlicher Verluste organisiert. Die Monetative beendet „schmerzarm“ die Guthabenkrise aus den heute zu großen Geldsparplänen der Privaten und kann via Sachwertaufwertung sogar bisherige Verluste aus der Finanzkrise wieder rückgängig machen.

2. Ein (zum Erhalt der Käufermärkte relativ kleines) Grundeinkommen mit Finanzierung aus der Besteuerung von Marktstörungen, Marktvermachtungen und Externalitäten (insbesondere Naturverbrauch), welches gleichzeitig auch noch das Marktversagen im Arbeitsmarkt (sowohl ohne als auch mit „klassischem“ Sozialsystem) als auch die fehlende ökologische Nachhaltigkeit des alten Kapitalismus behebt.

Saldenmechanik und Guthabenbremse im belgischen Parlament


Guthaben und Schulden bestehen immer nur paarweise. Wenn man eine Schuldenbremse für den Staat einführt und keinen Ersatzschuldner findet, führt die Schuldenbremse automatisch zu einer Guthabenbremse. Das verschweigt jedoch die Politik. Aber die Menschen werden es schon selbst merken. Entweder müssen sie vermehrt ihre Geldguthaben auflösen, um über die Runden zu kommen, oder es geschieht das, was in Zypern passiert ist: die Guthaben der privaten Haushalte werden einfach eingezogen, um den Staat zu retten.

Man freut sich natürlich über solche Worte des grünen Parlamentariers und FB-Freundes Karl Heinz Braun Sparla:

„Guthabenbremse im Parlament. Ehre wem Ehre gebührt. Dank an Jörg, meinem geistigen Vater (in diesem Bereich).“

und der heldenhafte Heiner Flassbeck freut sich natürlich auch….

Wie man Gesell’s Friedens-Idee ohne das unbeliebte „Schwundgeld“ umsetzt


Silvio Gesell hatte eine für die akuten Problemlagen hochaktuelle Vision, wie wir ohne geldbedingte Krisen und Kriege leben können.  Weiterhin würde unzweifelhaft der Wohlstand der realen Leistungserbringer steigen, wenn Spar-Zinsen verschwinden und die Sachwertrendite in einem „Meer von Kapital ersäuft“.

Jede Idee braucht aber auch ein Mittel zum Zweck, bei Gesell war es eine Gebühr für Bargeldhaltung, welches bei fehlendem Eigenbedarf den zinslosen Verleih dieses Bargelddings jederzeit sicherstellen würde. Das Gesell-Geld hat dazu einen nominalen Schwund weshalb es auch „Schwundgeld“ genannt wird.

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Eine Exportsteuer kommt in jedem Fall – es könnte aber eine Narrensteuer an die Anderen werden


Eine Exportsteuer werden wir künftig so oder so zahlen – entweder an die Anderen als europäischer Finanzausgleich oder an unseren Staatshaushalt für Investitionen in unser Land.

Patrioten würden wohl die zweite Variante wählen, nur leider sind viele Patrioten in gesamtwirtschaftlichen Fragen sehr bildungsfern.

Ein Rettungspaket für Deutschland – zwei neue Steuern braucht das Land


In Deutschland finden demnächst Koalitionsverhandlungen statt, ein wichtiges Thema werden Steuererhöhungen sein. Wir haben uns zu Zeiten der letzten großen Koalition das Verbot von Staatsverschuldung ins Grundgesetz geschrieben, nun muss  entsprechend gesteuert werden. Dazu nochmal die Staatsschuldenformel:

Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen minus Exportüberschüsse.

Exportüberschüsse waren bisher der Weg, wie wir die Staatsverschuldung unserer Geldsparer auf den Rest der Welt verlagert haben. Dass dieser Weg auch Deutschland auf die Füße fällt, werden wir bei der „Dauerretterei“ jetzt irgendwann mal begreifen.
Am Horizont droht auch eine Transferunion, bei der wir den Rest der Welt für die Einkäufe bei uns bezahlen – dies kann doch keiner wollen?

Der deutsche Staat muss also umSTEUERn, eine Exportsteuer einführen und die private Geldvermögensbildung mit einer Guthabenbremse begrenzen – z.B. mit einer Geldvermögensteuer ab 100T€ pro Kopf. Die beiden Steuern bedingen sich, da wir ohne Exportüberschüsse mit gleich bleibenden Salden der Geldvermögensbildung in der Depression sind, wenn wir nicht die Staatsschuldenbremse wieder abschaffen. Dies ist also die Frage – Staatsschuldenbremse abschaffen oder Exportsteuer plus Guthabenbremse einführen.

Und ja, die Einkommenssteuer für Geringverdiener sollten wir bei der Gelegenheit ganz abschaffen, diese Gruppe gibt Ihr Zusatzeinkommen ja auch komplett wieder aus – bedeutet, Beschäftigungswachstum ohne Staatsschuldenwachstum.

CDU ohne Wirtschaftskompetenz? Wartet mal ab, wenn Mutti zum Lesen kommt :-)


Flassbeck jammert – Buschbeck handelt 🙂
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Bildbellmann-saldenmechanik
Das zweite Exemplar der „Volkswirtschaftlichen Saldenmechanik“, welches unsere alte und neue CDU-Bundestagsabgeordnete hier empfing, ist natürlich für Mutti und die gute Frau Bellmann hat Auslieferung versprochen.

Eine Rentenreform als wirksames Mittel gegen die Guthabenkrise?


Deutschland könnte in der nächsten Legislatur sehr viel über die Rentenversicherung in Ordnung bringen. Die sogenannte „Private Rente“ außer Wohnriester muss von einer Förderung in eine Sanktionierung gewandelt werden. Allen Wirtschaftern ist der Eintritt in eine wieder auskömmliche gesetzliche Umlagerente zu ermöglichen, z.B. auch über Einzahlung von Geldvermögen. Dann kann Deutschland unter Schuldenabbau seine (Bildungs- und Kinder) Infrastruktur zur Besten der Welt machen. 

Rente kann eh nur aus dem Sozialprodukt der laufenden Periode gezahlt werden. Und dieses Sozialprodukt müssen wir nicht länger per Exportüberschüsse verschenken, wenn wir die Vorsorgefrage über die Umlagefinanzierung besser angehen. 

Die Organisatoren der letzten Rentenreformen sind von der Staatsanwaltschaft wegen der extrem kriminellen Folgen für das deutsche Volksvermögen zu verfolgen.

Im Zweifel links – Lafontaine: „Wir brauchen ein neues Geldsystem“


Sensationell – fordert eine zinslose Staatsfinanzierung (Monetative) zusammen mit einer Vermögensbremse. Zu was so eine schlaue Freundin aus dem Osten gut sein kann. 🙂
Ossis sind in ökonomischen Fragen gebildeter, wir hatten ja Kapitalismus und nicht Tauschwirtschaft in der Schule.

übrigens lieber Oskar –
hab alles schon „ready to run“ ausgearbeitet

Ökonomischer Hochverrat von links bis rechts – Guthabenbremse jetzt!


Die von Gewerkschaftern und Linken vertretene Idee, künftig das europäische Ausland für Einkäufe bei uns mit einem europäischen Finanzausgleich zu beschenken, ist ein schwerer Fall von ökonomischem Hochverrat. 

Die von „Liberalen“ und „Konservativen“ vertretene Ignoranz der grundlegenden Probleme wirtschaftlichen Ungleichgewichts AUCH!

Lösungen jenseits des ökonomischen Crashkurses von links bis rechts: 
www.guthabenbremse.de
www.steuerndes-grundeinkommen.de

Es reicht mit durch Zwangsgebühren finanzierter Kriegshetze – offener Brief der Netzfrauen an Frau Miosga


Berichterstattung der ARD-Tagesthemen vom 26.8.13

Sehr geehrte Frau Miosga,

ich habe in den letzten Jahren ja schon einiges an Pro-Kriegspropaganda in der Tagesschau und auch in den Tagesthemen gehört , aber die von Ihnen heute zu verantwortende Sendung ist an Verkürzung, Verdrehung von Fakten bzw. Umständen und der Ansammlung unverblümter einseitiger Propaganda wirklich kaum noch zu toppen……………

Weiterlesen „Es reicht mit durch Zwangsgebühren finanzierter Kriegshetze – offener Brief der Netzfrauen an Frau Miosga“

Der blinde Fleck (nicht nur) der AfD


 Unser deutsches Wirtschaftsmodell beruht darauf, für die überschüssigen inländischen Geld-Sparpläne der Privaten das Ausland zu verschulden. Irgendwann ist das Ausland dann LOGISCHERWEISE halt überschuldet und muss gesetzwidrig gerettet werden. Ansonsten gibt es eine Mega-Bankenpleite und die Sparguthaben sind weitgehend futsch.

Nun kann man diese Gesetzlosigkeit beklagen, müsste dann aber bei der Alternative = Verlust der Sparguthaben ehrlich sein. Noch besser wäre es, eine tatsächliche Alternative anzubieten – mehr Sachwertsparen durch Investitionen in unser Land statt Geldsparen durch Verschulden der Anderen. Statt dessen beklagt Lucke zu niedrige Sparzinsen, was bei Korrektur ja zu mehr Geldsparen und weniger Sachwertsparen anregen würde. 

Lucke ist ein typischer VWLer – keine Wahrnehmung der Realität möglich – in seinem angebotsorientiertem Lehrbuch gibt es keine Knappheit solventer Schuldner.

Guthabenrückzahlung, das Zauberwort zum Krisenende


Die ökonomische Dauerkrise hat eine ganz triviale Lösung, wenn wir sie diskutieren können, können wir sie gestalten. Ansonsten kommt die Lösung evolutionär mit enormen Kollateralschäden:

GUTHABEN-RÜCKZAHLUNG ermöglicht Schuldenrückzahlung. Nur wenn der Gläubiger beim Schuldner KAUFT verschwinden Schulden nachhaltig. Alles andere ist entweder Totalverlust des Gläubigers oder die Vergesellschaftung der Verluste des Gläubigers. Wir nennen es Schuldnerrettung – dabei wären diese gerettet, wenn sie einfach Pleite anmelden dürften. Gerettet wird immer wieder nur der Guthabensünder. Sachwertsparer haften für ihre Horter – ein Unding.

Flassbeck beschreibt toll das Problem der fehlenden Nachschuldner, nur die Guthabenrückzahlung kommt ihm noch nicht über die Lippen. Eventuell kennt er ja auch das Wort noch nicht, ich habe es ja kürzlich erst erfunden. 🙂

Minister Altmaier bekommt anspruchsvolle Urlaubslektüre (Volkswirtschaftliche Saldenmechanik)


Altmaier_Saldenmechanik

Altmaier

Sein Kommentar: „Ich hatte noch bei Stützel Vorlesungen, leider war er regelmäßig betrunken“ 😦

Wolfgang Stützel ist am Ende seines Lebens wohl stark dem Alkohol verfallen und nach einem Schlaganfall durch Suizid verstorben. Auch dies wird wohl dazu beigetragen haben, dass das Lebenswerk dieses deutschen Jahrhundertgenies nicht die nötige Würdigung und Beachtung fand. Traurig…Traurig…

Erfreulich war für mich an dieser Veranstaltung, der Altmaier hat trotzdem was bei Stützel gelernt. Ich hatte mich zuvor schon in seiner Rede stark gewundert, als er von der zwangsläufigen Selbstfinanzierung des an Länder-Finanzierungsängsten gescheiterten Gesetzes zur thermischen Gebäudesanierung sprach. Der Mann könnte also ein ökonomisch kompetenterer Kanzler sein, als die im einzelwirtschaftlichen Denken gefangene „Schutzpatronin der schwäbischen Hausfrauen“…

Flassbeck nennt es Ersparniskrise


Ersparniskrise – schreckliches Wort, ich nehme doch keine Lizenzgebühr 🙂

Flassbeck: Ja, ja, klar, aber wiederum müssen wir dann fragen, was ist die Schuldenkrise? Gibt es wirklich eine Schuldenkrise oder gibt es eine Ersparniskrise, oder was ist das eigentlich?

Führer: Gut, also den Weg aus der Krise.

Flassbeck: Ja, aber diese Frage diskutieren wir ja schon nicht. Sehen Sie, man kann wie gesagt Schulden nur im Zusammenhang mit Ersparnis diskutieren. Wenn die einen das Geld zur Bank tragen, muss es jemand geben, der es von dort nimmt.

Man kann sich wunderschön eine Welt vorstellen, in der der Staat keine Schulden macht, aber da muss jemand anders die Schulden machen. Und das können nicht immer die Ausländer sein, so wie es bisher in Deutschland war …

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/2079219/

Warum der „gesunde Menschenverstand“ in der VWL versagt?


Der „gesunde Menschenverstand“ ist etwas, was sich einfach aus dem praktischem Erleben eines bodenständigen Menschen ergibt. Die Zusammenhänge eines Einzelhaushaltes (Partialsatz) sind aber regelmäßig das genaue Gegenteil der Zusamenhänge für die Summe aller Haushalte (Globalsatz). Wichtige Zusammenhänge in der VWL sind deshalb paradox, liegen also 180° zum „gesunden Menschenverstand“  und müssten dringend in der Schule erläutert werden. Ein Großteil unserer gesamtwirtschaftlichen Probleme hat schlicht damit zu tun, dass kaum jemand gesamtwirtschaftlich denken kann. 

Bildet Euch bitte zu gesamtwirtschaftlichen Paradoxien!

EU: PIIGS – Staatsanleihen werden zu nationalen Einkaufsgutscheinen


zum 01.April tritt die neue Enthortungsverordnung der EU in Kraft, welche nun umgehend in nationales Recht umgesetzt werden muss. Staatsanleihen der EU-Länder werden in nationale Einkaufsgutscheine eingetauscht, welche von den Finanzämtern des jeweiligen Landes als Steuerzahlungsmittel akzeptiert werden. Spar- und Versicherungsguthaben werden automatisch um die auf der Aktivseite der Banken und Versicherungsbilanzen befindlichen Anleihen gekürzt und diese den bisherigen Geld-Sparern zugestellt. Dabei wird auch das Target-Saldo der Bundesbank aufgelöst.

Damit gelingt es der EU erstmals seit ihrem Bestehen, eine WIN/WIN Situaition zu schaffen. Eine Abschreibung der Forderungen der Gläubiger wird verhindert und gleichzeitig die Unternachfrage in halb Europa beendet. In Fachkreisen war dieser Schritt schon länger bekannt, hier erklärt sich auch der Friedens-Nobelpreis für Europa.

Die Beendigung der Dauer-Krise Europas war bewusst an Ostern gelegt worden, da der Zeitpunkt für unerwartete Auferstehungen Totgeglaubter geeignet erschien.

Kriege haben Opfer, Täter und Ursachen


Die Ursache der drohenden Kriege findet Ihr in der zwingend logischen und allgemeingültigen Unternehmer-Gewinnformel von Keynes aus dem Jahr 1930

http://www.kapitalismus-verstehen.de

Täter muss man verurteilen, Opfern muss man helfen, aber nichts davon darf den Blick auf die Ursachen verstellen, wenn wir nicht bald in einer noch größeren Katastrophe landen wollen.

Ein guter Tag für den Frieden in Europa – in Zypern erstmals eine Guthabenbremse in Anwendung


Die Guthabenbremse ist zwar immer noch nicht diskutabel, aber ganz offensichtlich praktikabel. Schäuble gerade im ZDF-Horter-Journal:

„Die Einlagensache ist sensibel, dies muss man am Wochenende machen.“

Wenn es nun noch einen Bankenrun in Europa gibt, könnte die Bargeldabschaffung der nächste Schritt sein. Damit wäre der aktuelle Kriegsbedarf des Kapitalismus via nominaler Minuszinsen heilbar –  www.kapitalismus-verstehen.de.

Wolfgang Stützel „Volkswirtschaftliche Saldenmechanik“ bitte bei uns bestellen


Sehr geehrte Damen und Herren,

die „Volkswirtschaftliche Saldenmechanik“ liefern wir Ihnen gegen offene Rechnung zum Verlags-Preis von 44,- Euro (inkl. 7% Ust.) frei Haus. Bitte senden Sie einfach eine Mail mit Ihrer Liefer- bzw. Rechnungsadresse an:

admin (aet) global-change-2009.de

Hier im Blog sowie auf Facebook beantworten ich Ihnen sehr gern Ihre Fragen zu dem Buch, für dessen Neuauflage wir uns bei der Verlagsleitung engagiert haben. Bitte unterstützen Sie unsere Aufklärungsarbeit zum gesamtwirtschaftlichen Denken in dem Sie das Buch über uns bestellen und natürlich auch bezahlen.

Volkswirtschaftliche-Saldenmechanik
Spenden für die Volksbildung zum gesamtwirtschaftlichen Denken:  
Wer unseren gemeinnützigen Verein bei seiner gesamtwirtschaftlichen Aufklärungsarbeit mit Spenden unterstützen möchte, kann dies über folgendes
Konto machen:

Global Change 2009 e.V.
Kto. 321020860
BLZ 870 962 14
Volksbank Chemnitz.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Buschbeck     Kontakt: admin (aet) global-change-2009.de
Vorstandsvorsitzender
Global Change 2009 e.V.
Uferstraße 12
D-09573 Augustusburg

zum Impressum

Die „Guthabenbremse“ als Ausgangspunkt eines nachhaltigen Kapitalismus


Warum Guthabenbremse?
Eine Guthabenbremse brauchen wir, um die fehlende Selbst-Investitionsautomatik des Kapitalismus zu heilen. Diese Problematik wird mörderisch krisenhaft, wenn dem Kapitalismus wie heute wieder die solventen Fremdkapital-Investoren (Schuldner) ausgehen. Die genauen Zusammenhänge beschreibe ich unter http://www.kapitalismus-verstehen.de

Guthabenbremse als Ende der Alternativlosigkeiten
Eine (Selbst) Investitionsautomatik schafft die politischen Zwänge ab, Investoren mit gesellschaftlich unsinnigen Dingen wie z.B. künstlich erhöhten Kapitalrenditen locken zu müssen. Sie schafft die Zwänge ab, heute „schlechte“ Schuldner (Subprime, Exportüberschüsse) für die Guthabensünder erst zu suchen und dann später „retten“ zu müssen. Die Abschaffung des Guthabenwachstums ist die Abschaffung des Schuldenwachstumszwangs und damit des generellen Wachstumszwangs.

Guthabenbremse ist Staatsschuldenbremse
Das Wachstum der globalen Staatsschulden bildet eine Identität mit dem Wachstum der privaten Geldvermögen. Eine Privat-Guthabenbremse ist damit die einzig wirksame Staatsschuldenbremse.

Guthabenbremse ermöglicht Grundeinkommen
Ein Grundeinkommen mit zusätzlichen Staatsausgaben finanziert sich automatisch ohne Staats-Defizite, wenn diese zusätzlichen Ausgaben nicht in Geldhaltung gespart werden.

Arten der Guthabenbremse

A. Hortersteuer auf große Geldvermögen
(Geld)sparerfreibetrag von 100T€/Kopf

B. Monetative auf Basis des gesamtwirtschaftl. Denkens
Diese bewirkt die Abschaffung des Sparzinses und insbesondere der Erwartung künftiger Sparzinsen und gibt weitere Anreize für Selbstinvestition bisheriger Geldsparer. Die Besteuerung von Exportüberschüssen wirkt als Guthabenbremse gegen das Ausland. Dies vermeidet die spätere Abschreibung dieser Forderungen und damit das heutige faktische Verschenken unseres Sozialproduktes über Exportüberschüsse.

C. zurück zu Blüm – Schaffung auskömmlicher Rentenerwartungen
Umlagefinanzierung statt Privatforderungsrente = Staatsschuldenrente

Kapitalismus – Sinn, Funktion, Krisen, Crash und Kriegsgefahr + nachhaltige Lösungen


Direktlink – http://www.Kapitalismus-verstehen.de

Guthabenbremse + steuerndes Grundeinkommen = nachhaltiger Kapitalismus

Dieser Artikel erläutert die Gründe, wer lieber Erklärungen hört und sieht, statt zu lesen, kann sich diesen Film anschauen, der auch schon Lösungsansätze aufzeigt:

Der Beitrag liegt in der Beitragsfolge „VWL-Studium wird durch einen 2-Tage-Kurs ersetzt“, dieser Abschnitt würde dabei wohl 2 Stunden einnehmen. Die folgenden Ausführungen sind neben meiner langjährigen praktischen Tätigkeit als Kapitalist im Wesentlichen inspiriert von Dr. Paul. C. Martin, Prof. Wolfgang Stützel und Karl Marx. Die grundlegende Unternehmer-Gewinnformel habe ich auch via Wolfgang Stützel kennengelernt, diese gesamtwirtschaftliche Logik wurde aber erstmals 1930 im Buch „Treatise on Money“ von J.M.Keynes niedergeschrieben.

1. Sinn des Kapitalismus
Weiterlesen „Kapitalismus – Sinn, Funktion, Krisen, Crash und Kriegsgefahr + nachhaltige Lösungen“

Saldenmechanik bei Wiki – Datensicherung „meines“ Teil’s


Überblick

Bei der Saldenmechanik handelt es sich um Zusammenhänge, deren Gültigkeit nicht wie bei den meisten volkswirtschaftlichen Postulaten vom Zutreffen von Vermutungen über menschliches Handeln abhängt. Die Saldenmechanik ermöglicht es, die regelmäßig notwendigen Verhaltensannahmen der volkswirtschaftlichen Theorien und Postulate auf ein logisches Fundament gesamtwirtschaftlichen Denkens zu stellen. Dabei werden bisherige Fehlschlüsse in der Preis-, Geld- und Konjunkturtheorie aus einzelwirtschaftlichem Denken durch korrekte Mikrofundierung und die Einführung der real existierenden Kreditwirtschaft in die Modellbildung überwunden.

Beispielsweise erscheint es aus einzelwirtschaftlichem Erleben absolut logisch, dass steigende Gesamtausgaben einer Volkswirtschaft mit einem erhöhten Zahlungsmittelbedarf im Sinne der Quantitätstheorie einhergehen. Aus saldenmechanischer Sicht erkennt man mit Beachtung der Gegenbuchung, dass wachsende Ausgaben gesamtwirtschaftlich auch wachsende Einnahmen bedeuten, es z. B. bei Zahlungsgleichschritt gar keine Korrelation zwischen Gesamtumsätzen und Zahlungsmittelbedarf gibt.[2]

Neben der Mechanik der tatsächlichen Identitäten, insbesondere von Kaufüberschuss und Verkaufsüberschuss, ist gerade die Erkenntnis saldenmechanischen Denkens, dass viele Sachverhalte gar nicht mechanisch verbunden sind, die in vielen Modellen bisher oft leichtfertig als verbunden betrachtet werden. Stützel verwendet den Begriff der „Problemverschlingungen“ wenn beispielsweise das Gleichgewicht der Pläne für Geldvermögensänderungen mit dem Gleichschritt solcher Änderungen und dem Gleichbleiben der Gesamtausgaben oder des Kapitalstocks unzulässig identifiziert werden. Ähnliches gilt für die in der Saldenmechanik streng getrennt betrachteten Geldvermögens- und Zahlungsmitteloperationen, welche erst durch klare Unterscheidung eine widerspruchsfreie Klärung der Zusammenhänge von Geldsystem und realer Wirtschaft ermöglichen.[3]

Saldenmechanik nutzt also die Zusammenhänge tatsächlicher Identitäten und deckt gravierende Irrtümer der Modellbildung aus fälschlicherweise vermuteten Identitäten und Gleichgewichtszuständen auf.

Weiterlesen „Saldenmechanik bei Wiki – Datensicherung „meines“ Teil’s“

Das VWL Studium wird durch einen 2-Tage Kurs ersetzt, eine Stunde ist Preistheorie


Preistheorie für den Kapitalismus 

Satz 1 – im Kapitalismus kalkulieren die Unternehmer ihre Preise anhand ihrer erwarteten Kosten und geplanten Gewinnzuschläge.

Satz2 – eine gewisse Preis-Stabilität ergibt sich aus länger laufenden Verträgen, die wohl wichtigsten Verträge sind dabei die Arbeitsverträge. Für die Verträge und Konditionen spielen Machtverhältnisse eine wichtige Rolle.

Satz 3 – eine monetär bedingte Übernachfragesituation ist durch: Pläne zum Geldvermögensaufbau < Pläne zum Geldvermögensabbau
gekennzeichnet und kann mit der Durchsetzbarkeit von  Preiserhöhungen positiv korrelieren.

Satz 4 –  eine monetär bedingte Unternachfragesituation ist durch: Pläne zum Geldvermögensaufbau > Pläne zum Geldvermögensabbau
gekennzeichnet und kann mit der Durchsetzbarkeit von  Preiserhöhungen negativ korrelieren.

Satz5 – erhöhen die Vertragspartner in einer inflationierenden Wirtschaft gleichschrittig ihre Preise und Ausgaben,  ist dies keineswegs mit einem steigenden Zahlungsmittelbedarf verbunden.

Satz 6 – Konklusion, Geldmengentheorie ist Bullshit – monetäre Steuerungskonzepte sollten dies bedenken – siehe…Buschi-Monetative

VWL- Studium wird künftig durch einen 2-Tage-Kurs ersetzt – 1h davon ist Konjunkturtheorie :-)


Der Trick mit dem 2-Tage-Kurs, man befasst sich nicht mit den ganzen Fehlschlüssen der Zunft und der Geschichte der VWL-Versager, sondern reduziert auf die harten Fakten.  Wer dazu ein Bild braucht, findet es in der „Paradoxa der Geld und Konkurrenzwirtschaft“ von Wolfgang Stützel. Dort nimmt der Kerl auf 451 Seiten die ganzen „Kurzschlüsse“ seiner Zunft logisch auseinander um dann auf einer Seite (238) eine komplette Konjunkturtheorie für Käufermärkte in 5 Punkten aufzustellen:

1) In der Gesamtwirtschaft sind Gesamteinnahmen = Gesamtausgaben

2) Wo Käufermärkte existieren, entscheiden die Ausgabepläne über die Gesamthöhe der Einnahmen, entscheiden die Pläne für Konsum- und Netto-Investitionsausgaben über die Höhe des monetären Volkseinkommens.

3) Stationarität des Kreislaufs herrscht dann, wenn jeder etwaige Rückgang der Ausgaben für Konsum (gegenüber früher) durch eine Vermehrung der Ausgaben für Investition (gegenüber früher) kompensiert oder auch umgekehrt jeder Rückgang der Ausgaben für Investition durch eine Vermehrung der Ausgaben für Konsum kompensiert wird.

4) Entspricht der Zunahme der Investitionsausgaben gegenüber früher kein gleichgroßer Rückgang der Konsumausgaben, dann wächst die Kaufstromstärke(Beschäftigungszunahme bzw.Inflation), entspricht dem Rückgang der Investitionsausgaben gegenüber früher keine gleichgroße Vermehrung der Konsumausgaben(gegenüber früher), dann schrumpft die Kaufstromstärke (Beschäftigungsrückgang bzw. Deflation).

5) Bleiben die Investitionsausgaben konstant und verhalten sich die Konsumenten so, dass sie nach Überschreiten eines bestimmten Einkommens ihre Konsumkäufe gegenüber früher einschränken, nach Unterschreiten dieses bestimmten Einkommens aber Konsumkäufe gegenüber früher ausdehnen, dann wird im Laufe der Zeit dieses „bestimmte Einkommen“ erreicht und auch dann beibehalten werden, wenn bei dieser Gesamtstromstärke das Produktionspotential nicht voll ausgenützt wird.

„fertsch“ – sagen wir in Sachsen 🙂 weiter mit Preistheorie

Berger: Da unsere Nachbarn jedoch nicht unsere Freude am Masochismus teilen


Für die Kanzlerin gehen Kürzungen und Wachstum schließlich Hand in Hand. Hier muss die Frage gestattet sein, ob Merkel diese schon fast orwellsche Verdrehung wirklich ernst meint. Wer der deutschen Kanzlerin keine geistige Verwirrung unterstellen will, muss das wohl klar verneinen. Es scheint vielmehr so, als habe Merkel gar kein Interesse daran, dass die Eurokrise mittelfristig beendet wird.

weiter bei der TAZ

Flassbeck: „Deutsche Wirtschaftswissenschaftler sind zu allem fähig“


Buschbeck ergänzt: „und zu nichts zu gebrauchen“  – weiter mit Flassbeck:

Deutsche Wirtschaftswissenschaftler sind zu allem fähig. Kaum hatte ich vorgestern meinen Kommentar zur konjunkturellen Entwicklung geschrieben, an dessen Ende die nahezu geniale Einlassung unseres Wirtschaftsministers stand, der Abwertungen ablehnt, aber den Kampf um Wettbewerbsfähigkeit für entscheidend hält, wurde er sofort getoppt von „Wirtschaftsexperten“ die von der FAZ zu dem Thema befragt wurden.

„Der Vorschlag entspringt typisch merkantilistischem Denken französischer Provenienz“, sagte etwa der Wirtschaftsweise Lars Feld laut FAZ. Die Europäische Zentralbank sollte sich davor hüten, dem Ansinnen Hollandes zu folgen, sagte das deutsche Sachverständigenratsmitglied.

– See more at: http://www.flassbeck.de/wordpress/2013/02/#sthash.bEFPdCYB.AdA78n0w.dpuf

Doch was kümmert uns die Logik, wenn wir Recht haben


Irgendwo auf der Welt wird sich doch ein Fleckchen finden, das noch deutsche Güter auf Pump kaufen und damit die deutsche Konjunktur ankurbeln wird. Dass in Deutschland jemand mehr Schulden machen wird oder weniger spart, schließen wir jederzeit und kategorisch aus und wir fordern von anderen sogar, genauso strikt solide zu sein. Aber das geht logisch nicht auf: Wenn keiner Schulden macht und viele versuchen zu sparen, bricht die Wirtschaft zusammen, Kollaps statt Aufschwung.
Doch was kümmert uns die Logik, wenn wir Recht haben. Die Financial Times berichtet heute von einem Besuch des Bundeswirtschaftsministers in Paris: “Speaking on a visit to Paris, Philipp Rösler, Germany’s vice-chancellor and economy minister, said the eurozone’s top priority must be ´strengthening competitiveness, rather than weakening the currency”. Der Mann ist Arzt, das ist ihm zugute zu halten. Wenn ich sagen würde, ich breche dem Patienten jetzt den Arm, um seine Knochen zu reparieren, würde er mir sicher auch zugute halten, dass ich ein blutiger Laie bin.
– See more at:http://www.flassbeck.de/wordpress/2013/02/#sthash.bEFPdCYB.dpuf

Schattenkanzler :-) – „Wir sagen den Menschen, dass ihre Spareinlagen NICHT sicher sind.“


Liebe Mitbürger,

leider kann eure gewählte Kanzlerin, genau wie ihre Wähler, den „Schatten“ nicht sehen, also die zweite Seite einer Sache, die Gegenbuchung. Wenn der „Schatten“ aber nicht integriert wird, eskaliert er so lange als Krise, bis diese Integration erfolgtDeswegen gibt es jetzt @guthabenkrise als undemokratischen Schattenkanzler. :-) Ich treffe jetzt die Entscheidungen, welche die Lichtkanzlerin dann einfach übernehmen wird, wenn die Krise aus der Verdrängung der Schatten eskaliert – also wenn Euroshima in die Kernschmelze geht und wieder eine 180°-Wende ansteht. Die Integration der Schatten ist die Basis ansteckender Gesundheit für Mensch und Wirtschaft.

Der Schatten der Guthabengarantie von Ende 2008 ist, dass es eben auch eine Schuldengarantie für alle Schulden der Banken war. Dies war das Ende wichtigster marktwirtschaftlicher Haftungsprinzipien. Ihr wundert euch jetzt, dass die Schulden der Südländer und Banken alle vergesellschaftet werden, weil ihr eben den Schatten nicht sehen konntet. Die „Lichtkanzlerin“ ist beliebt wie nie, hat aber genau dies mit der Einlagengarantie festgelegt.

Hier muss nun also der Schattenkanzler ran:
Weiterlesen „Schattenkanzler 🙂 – „Wir sagen den Menschen, dass ihre Spareinlagen NICHT sicher sind.““

Reales Sparen schafft Werte – Geldsparen schafft Schulden


Warum wurde die Saldenmechanik „vergessen“? Weil Sie mit der trivialen Unterscheidung zwischen realem Sparen und Einnahmeüberschüssen (Geldvermögensbildung) Klarheiten schafft, die einer „geldgeilen“ Gesellschaft nicht in den Kram passen?

Sparen und Investieren schaffen unseren Wohlstand – aber GELDSPAREN ist das Gegenteil von realem Sparen.

Realkredit ist keine „böse Geldschöpfung“ – Vortrag von Prof. Richard Werner


+ Interessante Hintergrundinfos, macht Marketing für intelligente Kreditsteuerung
+ Bedeutung des Kredits und der Kredittligung verstanden
+ Keine pauschale Verurteilung der privaten Zahlungsmittelschöpfung wie bei „Alt-Monetativlern“.

„Ich hatte eine Quote von meinem Chef – dem Prinz Fokui“

– Ursache des Bedarfs an schlechter Geldschöpfung im kriegsfernen Kapitalismus nicht verstanden
– Man muss da nicht auf böse Menschen in der FED abstellen, die haben nur den Kapitalismus mit ungebremsten
Geldsparplänen verstanden.

Kurzerläuterung der „Buschi-Monetative“ – das Komplettkonzept für ein weitgehend krisenfreies Wirtschaftssystem


Dieser Beitrag ist eine Antwort zur Diskussion zur Saldenmechanik im Zeit-Ökonomie-Blog „Herdentrieb“ –
Herzlichen Dank an Fabian Linder für den Impuls!

#113
Deshalb muss eine zur Monetative umgebaute Notenbank auch noch mehr Steuerelemente haben als die Nullzinsfinanzierung des Staates.

Es gibt dieses saldenmechanische Komplettkonzept von mir.
mit den vier variablen Steuerelementen:

A. Defizittilgende Kreditsteuer auf Privatkredite
(Grundregelelement für monetäre Neutralität)

B. Defizitfinanzierter Einkommenszuschlag
(gegen Depression und deren Erwartung)

C. Defizittilgender Einkommenssteuerzuschlag
(gegen gleichschrittige Inflation)

E. Exportsteuer an B. inländischer Einkommenszuschlag
(gegen Exportüberschüsse)

D. Zusätzlich wird die Zahlungsmittelschöpfung der Geschäftsbanken auf die pfändergedeckte inländische Kreditvergabe begrenzt.

Damit sind die Werkzeuge vorhanden, binnenwirtschaftliche und außenwirtschaftliche Stabilität sowie Geldwertstabilität wettbewerbsneutral zu regeln. Weiterhin wird die Vergesellschaftung von Verlusten des Finanzsektors sicher verhindert. Gleichzeitig findet die Begrenzung der Geldvermögensbildung mehr auf Sog als auf Druck statt. Es gibt nur keinen Sparzins (durch Abschaffung der Knappheit von Bankenzahlungsmitteln), dafür aber von tagespolitischen Wirrungen unbeeinflusste gesamtwirtschaftliche Stabilität. Optimale Bedingungen also, wegen des kleinen Risiko-Zinssatzes in der Abdiskontierungsrechnung selbst mit Eigenkapital real zu investieren.

Auch ist eine nationale Geldpolitik innerhalb von Gemeinschaftswährungen (unterschiedliche Kreditsteuer = unterschiedliche Kreditzinsen) möglich – die Probleme des Euro wären also gelöst!

Was will man mehr?

Ich habe es als Manifest gesamtwirtschaftlichen Denkens bei Merkels „Dialog für Deutschland“ eingereicht. Zurückbekommen habe ich lediglich ein Manifest einzelwirtschaftlichen Denkens aus dem Kanzleramt:

„Wir haben doch eine Schuldenbremse“

Es braucht also zuerst eine „kopernikanische Wende“ vom einzelwirtschaftlichen zum gesamtwirtschaftlichen Denken, ehe wir unsere Probleme lösen können.

Kreditsteuer und Exportsteuer hat es in Deutschland übrigens schon mal gegeben. Dies nur, falls es jemand utopisch nennen möchte, was ich hier vorschlage.

Die „schwäbische Hausfrau“ ist der Klassenfeind des Kapitalismus


Die „schwäbische Hausfrau“ ist der Klassenfeind des Kapitalisten und damit des Kapitalismus. Was sagt uns dies über unsere Kanzlerin? :-)

„Die schwäbische Hausfrau ist das Modell für das Wirtschaften auf der Welt.“
(Bundeskanzlerin Angela Merkel im Januar 2009 in der ZDF-Sendung „Was nun, …“)

Und warum ist die „schwäbische Hausfrau“ nun der Klassenfeind? Wegen folgender gesamtwirtschaftlicher und zwingend
allgemeingültigen Formel von Keynes:

Unternehmergewinne = Nettoinvestitionen plus Unternehmerkonsum minus Geldvermögensbildung der Nichtunternehmer.

Und dann bitte diese Grafik zu den Nettoinvestitionen beachten – von 17% BIP 1970 auf fast Null heute – die „vorrevolutionäre Situation“ ist da:
http://data6.blog.de/media/542/5249542_a312fd392f_m.png

Ohne Staatsverschuldung sind bei fortbestehender Geldsparneigung der Nichtunternehmer keine Gewinne der Unternehmer mehr möglich. Mit durchgesetzter Staats-Schuldenbremse sind wir sofort in einer neuen großen Depression, schon der Versuch führt in die Katastrophe.

Deshalb, lasst uns endlich drüber reden….

„Junker Jörg“ und die Frauenkirche – willkommen im Reformationsjahr 2013


2013-01-01 11.04.31

Seit drei Jahren verbringe ich mit meiner Frau den Jahreswechsel in Dresden und besuche als Agnostiker die letzte Andacht des Jahres in der Frauenkirche. Dabei beobachten wir, wie realitätsorientiert und „nützlich“ die Ansprachen des Geistlichen sind. Neben dem sinnvollen Halt im Glauben wird echte Lebenshilfe zu den Schicksalsgesetzen dieser Welt transportiert. Als in Nutzen denkender Unternehmer kann ich nur sagen, dass hier gesellschaftliche Wertschöpfung betrieben wird.

Dies fällt vor allem im Vergleich zur unreformierten Geldreligion auf. Die meisten der dortigen Prediger (die VWL-Schriftgelehrten) werden nicht müde, die Realität in Form der volkswirtschaftlichen Buchhaltung ebenso zu ignorieren wie die zugehörigen Naturgesetze (Saldenmechanik). Wo ist hier die gesellschaftliche Wertschöpfung?

Die Frauenkirche in Dresden wurde im Zuge einer Krise des Kapitalismus zerstört und durch seine Kraft wieder aufgebaut – welch ein Symbol seiner heutigen Widersprüchlichkeit. Und natürlich steht diese Kirche heute als Mahnmal für den millionenfachen Tod und das Leid, das die Eskalation kapitalistischer Krisen über die Menschen bringt.
Weiterlesen „„Junker Jörg“ und die Frauenkirche – willkommen im Reformationsjahr 2013“

Begriffsvisualisierung „Zahlungsgleichschritt“


Aus dem Wikipedia-Eintrag „Saldenmechanik“:

„Beispielsweise erscheint es aus einzelwirtschaftlichem Erleben absolut logisch, dass steigende Gesamtausgaben einer Volkswirtschaft mit einem erhöhten Zahlungsmittelbedarf im Sinne der Quantitätstheorie einhergehen. Aus saldenmechanischer Sicht erkennt man mit Beachtung der Gegenbuchung, dass wachsende Ausgaben gesamtwirtschaftlich auch wachsende Einnahmen bedeuten, es z. B. bei Zahlungsgleichschritt gar keine Korrelation zwischen Gesamtumsätzen und Zahlungsmittelbedarf gibt.“

Saldenmechanik nun endlich bei Wikipedia


Ich danke herzlich Wolfgang Waldner, der dieses schon so lange ausstehende Projekt federführend geleitet hat. Weiterhin danke ich ihm auch für die Möglichkeit, dass ich daran ein klein wenig mitwirken durfte.

Saldenmechanik bei Wikipedia

Das Buch hier bei uns im Shop kaufen – danke für die damit mögliche Unterstützung unserer Arbeit!

2 + 2 = 4…Wolfgang Stützel hat es lange vor uns erkannt


Beitrag war original vom 17.Mai 2010

Saldenmechanik Seite 1/2/3 – Wolfgang Stützel 1958

..wird aber leider manchmal übersehen, dass es neben Zusammenhängen, die vom menschlichen Verhalten abhängen, und häufig auch als Zwischenglieder solcher Zusammenhänge, viele Größenbeziehungen in der Wirtschaft gibt, über die sich streng Allgemeingültiges aussagen lässt…
Es geht freilich bei diesen Zusammenhängen häufig um recht primitive Dinge.

So besteht zwischen der Wirtschaftstätigkeit des Herrn Schulze und der Tätigkeit aller übrigen Mitglieder der Weltwirtschaft außer zahllosen anderen Beziehungen auch noch der primitive Zusammenhang, dass stets, sooft Herr Schulze mehr verkauft und einnimmt als er selbst kauft und ausgibt, die „übrige Weltwirtschaft“ im gleichen Zeitraum einen gleichgroßen Überschuss Ihrer Käufe über Ihre gleichzeitigen Verkäufe haben wird, da offensichtlich jeder Verkaufsakt für den Partner einen Kaufakt darstellt. Man braucht, um derartige Zusammenhänge darzustellen, keine höhere Mathematik, es genügt, im Bewusstsein zu halten, dass eben auf dieser Erde stets 2 + 2 = 4 bleibt.

Man könnte vermuten, dass solche arithmetischen Zusammenhänge….stets so primitiv und so selbstverständlich sind….muss man leider feststellen, dass gerade diese primitiven Zusammenhänge vielfach nicht beachtet werden.

Buch nun wieder versandkostenfrei auf freie Rechnung lieferbar

Arbeitsmarktgleichgewicht in Abhängigkeit vom Sozialsystem


Beitrag war original vom 28 Juni 2010
Michael Hönnig

Die neoklassische Theorie der Volkswirtschaftslehre geht davon aus, dass der Arbeitsmarkt wie der Gütermarkt funktioniert und es insbesondere immer genau einen Gleichgewichtszustand gibt. Schon Keynes führte zwar die Nominallohnstarrheit ein, was nach heutiger Interpretation zu Verzögerungen bei der Marktgleichgewichtsfindung führt, und zeigte auf, dass bedingt durch unser Geldsystem eine strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht, behielt aber den wesentlichen Zusammenhang zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage bei. Dieser Artikel zeigt, dass das Vorhandensein eines Gleichgewichtszustands aber abhängig vom Sozialsystem ist und dabei ein bedingungsloses Grundeinkommen den Arbeitsmarkt dem neoklassischen Markt am nächsten bringt.

Weiterlesen „Arbeitsmarktgleichgewicht in Abhängigkeit vom Sozialsystem“

WARUM löst ein kleines Grundeinkommen so viele große Probleme? Das steuernde Grundeinkommen(SGE) als Generalansatz für einen nachhaltigen Kapitalismus


Direktlink zu diesem Beitrag – www.steuerndes-grundeinkommen.de

Guthabenbremse + steuerndes Grundeinkommen = nachhaltiger Kapitalismus

Der Global Change 2009 e.V. tritt für ein steuerndes Grundeinkommen (SGE) ein. Ein Grundeinkommen das mithilft, gestörte Märkte in Ordnung zu bringen, die Wertschöpfung dadurch ökologisch und ökonomisch effizient zu gestalten und vor allem die Marktziele auf den Nutzen aller Menschen auszurichten – Volkswirtschaft im Wortsinn. Seine Steuerwirkung entfaltet das SGE durch die Besteuerung der „Baustellen des Kapitalismus“, seiner natürlichen und systemischen Störungen, Externalitäten  und Rationalitätenfallen.

7 auf einen Streich – was ein gut konstruiertes Grundeinkommen leisten könnte:

1. Staatsversagen beim „bedingten Geldausgeben“ wird behoben – fehlallokationsarme Rückzahlung der nötigen Lenkungssteuern
2. Abschaffung der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit durch einen völlig freien Arbeitsmarkt
3. Markt-Lösungen der ökologischen Frage – Grundeinkommen aus Ressourcenbesteuerung
4. Sozial statt sozialistisch – Abschaffung der Sozialbürokratie, freie Lebensplanung
5. Faire Leistungsbewertung – wer arbeitet, hat immer Leistungseinkünfte + Grundeinkommen
6. Mittel gegen wachsende „Marktvermachtung“ – Auf der Zahlungsseite Starthilfe für neue, innovative Unternehmer
und auf der Einnahmenseite durch Steuer auf Vermögenskonzentration.
7. Ein bedarfsweiser Grundeinkommenszuschlag könnte das wegen der bargeldbedingten Nullzinsgrenze fehlende antideflationäre Steuerelement der Geldpolitik werden.
– siehe dazu Werkzeug B der gesamtwirtschaftlichen Monetative.

SGE – Höhe in etwa Hartz4 – WARUM?
Eines der wichtigsten Argumente gegen ein Grundeinkommen ist die Schwierigkeit, z. B. 1500 Euro im Monat für jedermann „einfach mal so“ zu finanzieren. Die teilweise vorgeschlagene Finanzierung durch bis zu 50 % MwSt. lässt auch so einen „linke Tasche / rechte Tasche“-Effekt für ein Grundeinkommen vermuten. Wenn die wirtschaftliche Marktmacht jedoch begrenzt und besteuert wird, dann ist für die „Augenhöhe im fairen Markt“ auch nur ein kleines Grundeinkommen erforderlich, das sich aus der ohnehin erforderlichen Besteuerung der Marktstörungen und dem Wegfall bedingter Sozialleistungen auch gut finanzieren lässt.

„Wer wird denn da noch arbeiten?“

Ein solches, nach unserem Vorschlag eher bescheidenes Grundeinkommen würde das gesellschaftliche Leistungsangebot auch eher erhöhen statt senken. Wer nicht arbeiten will, bekommt auch heute schon Sozialleistungen in ähnlicher Höhe. Aber da zuverdientes Einkommen beim BGE nicht angerechnet wird, gibt es keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit bei Marktwert < Sozialleistungen mehr. Gerade das Angebot an einfacher Arbeit wird ebenso steigen wie dasjenige an unbezahlter gesellschaftlicher Leistungserbringung. Ein solches Grundeinkommen beseitigt die gravierende Marktstörung der Mindestpreise (faktische Mindestlöhne) im Arbeitsmarkt, ohne in die Verelendungsfalle des Manchester-Kapitalismus zu laufen.

ähnliche Gedanken eines Wissenschaftlers aus Österreich

Weihnachtsmail vom „Kartellanwalt“


Ich finde das erweiterte Zitat von A.Smith sehr interessant, es braucht intelligentere Wege gegen Marktvermachtung als Kartellbehörden. Zum Beispiel Grundeinkommen plus totale Vertragsfreiheit. Bedeutet, fast alle sind sind Unternehmer und unterlaufen Preisabsprachen ohne ins Dumping zu verfallen, da das BGE den Angebotszwang nicht abschafft, aber begrenzt.

„Liebe Leser,

herzlichen Dank, dass Sie uns auch im abgelaufenen Jahr vielfältig Ihre Aufmerksamkeit geschenkt und uns bei unseren Bemühungen unterstützt haben. Weil Adam Smith so oft zur Rechtfertigung der Einführung des Kartellrechts mit den nachfolgenden Worten zitiert wird,

„Leute derselben Branche treffen sich ab und an, sei es bei Hochzeiten oder bei sonstigen Veranstaltungen – aber ihre Konversation endet immer in einer Verschwörung gegen ihre Kundschaft oder in Verabredungen, um die Preise zu erhöhen,“

sei es hier und heute erlaubt, auch noch den unmittelbar darauf folgenden, vielfach unbekannten Satz aus seinem Buch „Wohlstand der Nationen“ (Buch I, Kapitel X, Teil 2 ) zu zitieren und zu verbreiten:

„Es ist jedoch unmöglich, solche Zusammentreffen zu verhindern, weder mittels durchsetzbarer Gesetze, noch wären solche Gesetze mit den Grund­sätzen von Freiheit und Gerechtigkeit vereinbar.“

Weiterlesen „Weihnachtsmail vom „Kartellanwalt““

FAQ zur Guthabenkrise


Warum endet die Schuldenkrise erst, wenn wir sie (kollektiv) Guthabenkrise nennen?

Weil wir dann, wie wir noch sehen werden, über die Ursache der Probleme (private Geldvermögensbildung) reden und nicht mehr über die Erscheinungsform (staatliche Verschuldung). Wenn die Ursache klar und diskutabel wird, müssen wir nur noch diskutieren, welche der vielen Möglichkeiten zur Abhilfe wir denn auswählen wollen – siehe hier: Wie wollen wir sparen?

Aber die Ursache der Verschuldung ist doch, dass Private oder Staaten mehr ausgeben als einnehmen?

Dies ist eine einzelwirtschaftliche Betrachtung – für die Volkswirtschaft als Ganzes gelten andere Zusammenhänge. Für die Volkswirtschaften gilt in Summe:

Schulden = Guthaben
Schuldenwachstum = Guthabenwachstum.

Ja, die Guthaben wachsen halt, weil so viele unsolide Menschen oder Staaten sich verschulden wollen – oder?

Wenn der Antrieb der Entwicklung die „Verschulder“ wären, müsste das Angebot an realen Gütern und Leistungen knapp sein. Dann würden die „Verguthaber“ durch von den  „Verschuldern“ verursachten Angebotsmangel zum Nachfrageverzicht genötigt. Dies nennt man auch einen Verkäufermarkt. Ich kenne dies aus der früheren DDR. Den Lieblingsspruch der HO-Verkäuferin „Ham wer nich, kommt och nich“ habe ich aber nun schon über 20 Jahre nicht mehr gehört. Es ist im Kapitalismus in fast allen Märkten genau umgekehrt: Nicht das Angebot ist knapp, sondern die Nachfrage. Diese sogenannten Käufermärkte sind auch der eigentliche Segen des Kapitalismus. Allerdings muss man dann aber auch auf Angebotstheorie zu seiner Modellierung verzichten.

Nun, dann müssen die (Staats-)Schuldner jetzt sparen, die Schuldenbremse ist ja dann auch eine Guthabenbremse?

Auf den ersten Blick ist das richtig, denn Ausgabekürzungen der einen sind die Einnahmekürzungen der anderen. Wenn die Einkommen und damit die Einnahmen sinken, können auch weniger Einnahmeüberschüsse (Geldvermögensaufbau) gebildet werden. Irgendwo bei einer Einkommensschrumpfung auf 30-60 % der heutigen Wirtschaftsleistung würden z. B. die Staaten tatsächlich mehr einnehmen als ausgeben. Zuvor sind aber leider das Finanzsystem (wegen massenhaften Kreditausfalls) und ein Großteil der Betriebe insolvent. Auch explodiert die Arbeitslosigkeit, und die Demokratie wird infrage gestellt. Deutschland hat diese Nummer zwischen 1929 und 1932 durchgezogen: Volkseinkommen minus 40 %, gigantische Arbeitslosigkeit, Absturz der Mittelschicht, dann wählte man Hitler und den Krieg …

Und wo liegen dann die friedlichen Alternativen zur wachsenden (Staats-)Verschuldung?

Man sollte entweder direkt auf die privaten Pläne zur Geldvermögensbildung einwirken oder die Staatsverschuldung „schmerzfrei“ = zinslos stellen. Beispielsweise könnte man Geldvermögensbildung via private Altersvorsorge sanktionieren und die Umlagerente fördern. Oder die Risiken der Geldvermögensbildung nicht mit Staatsgarantien vergesellschaften – hier mehr Optionen.

Also das Gegenteil der gewählten Politik der letzten Jahre?

Deswegen: Nennt es Guthabenkrise, und alles wird gut …

Wie können wir gemeinsam die „Wiederholung der Geschichte“ vermeiden?

Klären Sie bitte andere Menschen zur Guthabenkrise auf!
Alles auf dieser Website ist ohne gegenseitige Rechtsansprüche kopierbar!
Bitte diese FAQ zur Guthabenkrise teilen und zu den Lösungsmöglichkeiten hier mitdiskutieren.

Auch sollten wir unsere Angebotstheoretiker nach Nordkorea (dort gilt Angebotstheorie) exportieren, und das gelegentliche Auslachen so einiger nackter VWL-Kaiser könnte auch nicht schaden. Bei der letzten friedlichen Revolution haben wir auch mit „Narren-Weglachen“ gute Erfahrungen gemacht. Eigentlich geht es um eine Reformation eines Glaubenssystems – diese Ketzerschrift ist eine Blasphemie gegen den Guthabengott. Ich bin mir auch klar darüber, dass hier religiöse Gefühle verletzt werden. Da die Guthabenreligion aber nicht offiziell anerkannt ist, hoffe ich, dafür straffrei zu bleiben.  🙂

„Euer Guthabengott ist der Schuldengott, und per Saldo ist er eine Null – es gibt Euren Geld-Gott nicht wirklich.“

Liebe Grüße, Junker Jörg  🙂

PS: Der Guthabengott ist nicht böse, nur wenn wir sein Alter Ego „Schuldengott“ zum Teufel wünschen, wird die Entwicklung schizophren.

Herzlich willkommen auf Guthabenkrise.de


Bild
Dies ist die neue Info-Seite des Global-Change-2009.e.V. und weiterer Gastautoren. Die Inhalte des alten Blogs http://www.global-change-2009.de wurden importiert. Der Auftritt soll hier übersichtlicher und moderner werden. 

Einen guten Start in 2013 wünscht Euch 

Vereinsvorstand Jörg Buschbeck 
PS
Den Erstkommentar muss ich nun wieder von Hand freischalten, danach geht es mit dem gleichen Login automatisch.

Bargeldabschaffung wird zu einem Thema


Es war ja mal ein Grundanliegen unseres Vereins, die Chancen der Bargeldabschaffung zu benennen. In unserem Film, der am Rande des G20 2009 in London uraufgeführt wurde, wurde die Abschaffung des Bargeldes im Zuge eines Bankenruns vorgeschlagen. Nun wird Bargeldabschaffung in Spanien, Schweden und Italien immer mehr zum Thema, angeblich wegen Steuerhinterziehung und Kriminalität. Ich denke aber, dass schon einige Leute auch das eigentliche Bargeldproblem verstanden haben.

Bargeld muss abgeschafft werden – bei Mittelstandsnachrichten

Heute haben wir aber „magenfreundlichere“ Ideen, eine Bargeldabschaffung ist nicht mehr nötig, um die Guthabenkrise zu beenden.

tolle Replik von @moneymind auf Stadermann bei Amazon


Dabei hätte doch der von Grund auf richtige, weil wirtschaftspraktische Realität an der Wurzel fassende Ansatz einer eigentumsfundierten „Nominalökonomik“ doch das Potential, endlich einmal ernst zu machen mit Wilhelm Lautenbachs Ratschlag, „bist Du Volkswirt, beachte stets des anderen Gegenbuchung“: nicht nur das Keyne’sche Sparparadoxon und das (kürzlich von Ch. Bruun in einem auch online verfügbaren Aufsatz mit dem Titel „The Paradox of Monetary Profits“ wunderbar analysierte) Marx’sche Profitparadoxon, sondern sämtliche „Paradoxa der Geld- und Konkurrenzwirtschaft“ (Wolfgang Stützel) inclusive der Paradoxa des Arbeitsmarkts hätten sinnvoll in einen gemeinsamen Rahmen gestellt und im Zusammenhang analysiert und in ihren Konsequenzen für Wirtschaftspolitik ausgeleuchtet werden können.

Weiterlesen „tolle Replik von @moneymind auf Stadermann bei Amazon“

Wie wollen wir sparen? Ein Aufruf zur gesellschaftlichen Diskussion


Liebe deutsche Mitbürger(innen),

2012 wollte die Kanzlerin mit den Bürgern über Grundsatzfragen in den Dialog treten. „Wie wollen wir zusammenleben?“, „Wovon wollen wir leben?“, „Wie wollen wir lernen?“ waren die Überschriften. Ein Thema wäre aber wohl eine eigene Überschrift wert gewesen:

„Wie wollen wir sparen?“

Nun ist „sparen“ ein sehr mehrdeutiges Wort. Wir meinen es in dem Sinne, wie wir mit unserem Einkommensanteil umgehen, den wir nicht verkonsumieren können oder wollen. Zu dieser Frage gibt es bisher kaum eine Diskussion. Wir werden nachfolgend begründen, warum dies eine Kernfrage zur Erhaltung von Frieden und Wohlstand ist. Diese Frage ist nämlich mit einem anderen drängenden Problem unmittelbar verbunden: der wachsenden Staatsverschuldung in Deutschland und fast allen entwickelten Industrieländern der Welt. Die folgenden trivialarithmetischen Verknüpfungen wird kaum ein Volkswirt ernsthaft bestreiten. Nur leider werden sie von den Ökonomen nicht in der gebotenen Klarheit in die Diskussion zur „Staatsschuldenkrise“ eingebracht. Bitte helfen Sie mit, dieses Wissen als Grundlage einer aufgeklärten gesellschaftlichen Diskussion zu verbreiten:

Globale Staatsverschuldung = globale private Geldvermögen
Weiterlesen „Wie wollen wir sparen? Ein Aufruf zur gesellschaftlichen Diskussion“

Exportsteuer gegen schädliche Exportüberschüsse, logisch – aber nicht neu…


Gegen die Stimmen der Freien Demokraten erlegten die Koalitionspartner den Exporteuren bis zum 31. März 1970 vier Prozent Steuer für alle Warenlieferungen über die Grenzen auf. Hingegen sollen die Importeure künftig durch einen vierprozentigen Nachlaß bei der Mehrwertsteuer subventioniert werden. Damit soll der westdeutsche Exportüberschuß von zuletzt 15 Milliarden Mark jährlich vermindert werden.

der Spiegel berichtete über „heulende“ Lobbyisten, die waren wohl damals noch nicht an der Macht?

Die Kreditsteuer gab es wohl damals auch schon mal….wusste ich aber alles nicht, als ich diese logischen Steuerelemente neu erfunden habe.

Sparen- Fluch oder Segen? (Prof. Johannes Schmidt)


Anmerkungen zu einem alten Problem aus Sicht der Saldenmechanik
Johannes Schmidt

Abstract: Die Diskussion über gesamtwirtschaftliche Fragestellungen
leidet an einem schwerwiegenden Mangel: Den meisten Teilnehmern
dieser Diskussion ist das Konzept der Saldenmechanik und dessen Tragweite
kaum noch präsent. Der Aufsatz stellt das Konzept der Saldenmechanik
vor und zeigt seine Bedeutung für wirtschaftspolitische Fragen
auf. Insbesondere wird der Begriff des „Sparens“ genauer ausgeleuchtet
und – u.a. am Beispiel der Reform der Rentenversicherung – gezeigt,
dass seine unpräzise Verwendung manche wirtschaftspolitische Schlussfolgerung
relativiert oder entwertet.

sparen-fluch-oder-segen.pdf

Energie statt Arbeit besteuern!


Geleitet von den vorherrschenden Wirtschaftsmodellen wird die Politik vom Gestalter zum Krisenmanager: Überschuldete öffentliche Haushalte, Finanz- und Wirtschaftskrisen, wachsende Arbeitslosigkeit in vielen Krisenregionen, drohende Klimaveränderungen. Unser Steuersystem hat maßgeblichen Anteil an diesen Fehlentwicklungen: Arbeit wird mit Steuern und Sozialabgaben sinnlos verteuert, ökologische und soziale Folgeschäden der Wirtschaft werden dagegen auf die Allgemeinheit abgeschoben. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel:

Verschiebung der Steuerlast von Arbeit zu Energie!

Es zittern die morschen Konten (Lied der Horter-Jugend)


1. Es zittern die morschen Konten
Der Welt vor dem Horter – Krieg,
Wir haben mit der Logik gebrochen,
Für uns war’s ein großer Sieg.
Refrain:
Wir werden weiter exportieren
Wenn alles in Scherben fällt,
Denn heute da „retten“ wir Europa
Und morgen die ganze Welt.

Weiterlesen „Es zittern die morschen Konten (Lied der Horter-Jugend)“

der monetäre Idiotentest – hoffentlich demnächst in Ihrem Parlament


danke@Kommentator des Jahres 2012 – Stützel-Schüler Welehamm

Bei Stützel flog man hochkant durch die mündliche Prüfung, wenn man auf die Frage: “Wie groß ist das Geldvermögen in der Welt” nicht wie aus der Pistole geschossen antwortete:

Null

Wer da zuckte, hat bewiesen, dass er unser Geldsystem nicht verstanden hat. Leider scheinen die “Durchgefallenen” vorzugsweise in der deutschen Wirtschaft und Politik untergekommen zu sein. Anders kann ich mir manche idiotischen Kommentare zur “Schuldenkrise”, die eigentlich auch eine “Geldvermögenskrise” ist, nicht erklären. Wer Staatsschulden abbauen will, der muss auch erklären, bei wem er das Geldvermögen abbauen will. Alles andere ist unredlich.

It’s the economist, stupid


„Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen haben die Ökonomen, in Deutschland insbesondere, ein gespaltenes Verhältnis zu ihren eigenen logischen Grundlagen. “

Heiner Flassbeck im Jahr 2000 – und nichts ist heute besser….weil die unlogischen VWLer weiter nicht ausgelacht werden….

„Einen Mathematiker, der sich in seinen Ausführungen immer eilfertig von den Grundrechenarten
distanzierte, würde die Disziplin rasch zum Schweigen bringen. Einen Physiker, der bei
seinen Ableitungen beiläufig die Newtonschen Gesetze „wiederlegte“ oder schlicht ignorierte,
würden die Fachkollegen sicher in Minuten demontieren. Anders in der Ökonomie: Es ist
geradezu tugendhaft, wenn man sich von „Identitäten“ und „Saldenmechanik“ distanziert,
ganz gleich, wie oft man dabei gegen die reine Logik verstößt. Der Einwurf, eine Aussage
baue auf „Saldenmechanik“, gilt in bestimmten Kreisen als eines der stärksten
Gegenargumenten überhaupt1. Das ist so, als sagte man einem Physiker, seine Aussage sei
„zu logisch“ und könne schon deswegen keinen Bestand haben. Wenn die Zusammenhänge
etwas verwaschen sind, wenn die letzten und wenigen harten Säulen des ökonomischen
Denkens geschleift oder gar gestürzt sind, fühlt sich der moderne Ökonom – wiederum vor
allem in Deutschland – am wohlsten.“

neuer Artikel in Grundlagenbeiträge – Wolfgang Waldners „VWL-Schwindel“


Ein kurzer Verriss der Volkswirtschaftslehre
Vor einem Studium der VWL möchte ich eindringlich warnen, wenn es Ihnen nicht das größte Vergnügen bereitet, sich indoktrinieren zu lassen. Die völlig falsche Darstellung der makroökonomischen Zusammenhänge ist nämlich seit Ricardo und Say der einzige Zweck der Volkswirtschaftslehre. Eine wissenschaftliche Diskussion und Kritik dieser falschen Modell-Darstellungen ist nicht möglich, weil die mächtigen wie zahlungskräftigen Interessen der Krisenprofiteure diese Diskussion mit allen Mitteln verhindern. Wer innerhalb des Wissenschaftsbetriebs die Irrlehren der VWL anzweifeln würde, würde sofort erledigt wie ein Atheist auf einem Lehrstuhl der Theologie, nur mit den schmutzigeren Mitteln der Finanzoligarchen, die von den Krisen profitieren, zu deren Verschärfung die VWL-Professoren ihren Studenten absurde ökonomische Theorien lehren müssen.

Das schockierende Erlebnis von Wirtschaftskrisen, bankrottierenden Unternehmen und der Verelendung von Abermillionen lohnabhängiger Arbeiter und ihrer Familien wurde meist der Anlass für die Beschäftigung mit makroökonomischen Zusammenhängen. Die Aufgabe der Ökonomen war es daher seit David Ricardo und Jean Baptiste Say, allein schon die Möglichkeit von Absatzkrisen generell zu leugnen und vor allem die gezielte Verursachung der Krisen durch die Geldpolitik zu verbergen. Am Ende dieses Essays über die Volkswirtschaftslehre sollen Sie kurz und knapp die ganzen Verwirrspiele und Trugschlüsse der VWL seit Ricardo und Say kennengelernt und durchschaut haben. Nehmen Sie sich die Zeit für die unterhaltsame Lektüre und ersparen Sie sich damit ein VWL-Studium.

weiter hier

Wolfgang Stützel – ein alter Zeit Beitrag


Er ist irgendwie anders als die anderen Professoren hier “ „Man muß ihn schon vom ersten Semester an hören, wenn man bei ihm Examen machen will, denn er ist sehr eigenwillig „Er hat ein umfassendes Wissen und ist sicher alles andere als ein Fachidiot. Bloß hat er eine eigenartige Terminologie. Man muß seihe Sprache sprechen “ „Stützel hört sich gern reden, ist sehr eigenwillig, aber irgendwie genialisch. Er hat den Vorteil, daß bei ihm nur verhältnismäßig wenige hören, denn er ist schwierig “ „Er ist ein Konservativer; aber liberal. Er läßt auch andere Meinungen gelten. Eine Ausnahme mächt er insofern, als er ab und zu mit uns saufen geht“

Link

Im Anschluß daran übernahm er 1953 die, stellvertretende Leitung der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Bank AG in Berlin. Kein Zweifel, daß die Jahre bei der Berliner Bank (bis Ende 1956) Stützeis eigentliche Lehrjahre waren und in ihm die Interessen weckten und förderten, die heute für seine Forschungsund Lehrtätigkeit charakteristisch sind. Wie er es schaffte, neben seiner Tätigkeit in der Bank eine Habilitationsschrift („Volkswirtschaftliche Saldenmechanik, ein Beitrag zur Geldtheorie“) anzufertigen, wissen die Götter.

Merkel in China, soll man lachen oder heulen?


Merkel war in China und hat um GeldDING für Europa gebeten. Die Menschenrechte durften deshalb nicht so sehr angesprochen werden.

Soll man lachen oder heulen über so viel ökonomische Unwissenheit?

Es gibt kein Geldding, Forderungen gegen den Steuerzahler kann die EZB selber einbuchen, dazu müssen wir nicht vor dem Chineser kuschen!

Staatsschulden = „Forderung gegen Steuerzahler“

Staatsschulden sind bisher zu wenig erhobene Steuern bei Inländern. Schon aus diesem Grund sollten Staatsschulden nicht länger verbrieft in der Welt herumgereicht, sondern national sauber verbucht und getilgt werden. Die Monetative hat durch ihre Steuerelemente alle Möglichkeiten dazu, diese Aufgabe korrekt zu erledigen. Die Monetative verbucht diese Staatsschulden aktiv als „Forderung gegen Steuerzahler“ mit Passivierung als Guthabenkonto des Staates bei der Zentralbank. Wir schauen uns dazu die Bilanz der Monetative mit den 2 wichtigsten Bilanzpositionen an:

Aktivseite _______________________________Passivseite
„Forderungen gegen Steuerzahler“ ________„Guthabenkonto des Staates“
„Forderungen gegen Banken“ ____________„ZB-Guthaben der Banken“

Der Staat hat also nun seine Konten direkt bei der Monetative, die ihn mit Auslaufen der verzinslichen Staatsanleihen und im Fall der zeitweisen Anwendung von Werkzeug B nun zinslos mit dem Buchungssatz „Forderung gegen Steuerzahler an Guthabenkonto Staat“ finanziert. Zinsen auf Staatsschulden sind nun ein Auslaufmodell. Gleichzeitig laufen aber auch ständig die Einnahmen der Kreditsteuer (Werkzeug A). Übersteigt der Guthabenstand auf dem Staatskonto den staatlichen Liquiditätsbedarf, wird die überschüssige Liquidität zur Bilanzverkürzung wieder ausgebucht.

wenn Sie es auch nicht liest…

Dialog für Deutschland – wie zu erwarten eine Nullnummer


wir brauchen keine Saldenmechanik, wir Schildbürger äh Schuldbürger haben doch eine Schuldenbremse. Damit kann man die Schulden in Säcken aus dem Rathaus tragen. 🙂 😦

Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,

herzlichen Dank für Ihre aktive Mitwirkung am Dialog über Deutschlands Zukunft. Die Bundeskanzlerin hat mich gebeten, Ihnen zu schreiben.

Zu Ihren Vorschlägen darf ich folgende grundsätzliche Informationen geben:

Die Staatsverschuldung muss kontinuierlich zurückgeführt werden. Seit dem 1. Januar 2011 gilt daher die neue Schuldenregel des Artikels 109 Grundgesetz, der im Rahmen der Föderalismuskommission II reformiert wurde. Danach müssen Bund und Länder einen im Grundsatz ausgeglichenen Haushalt aufweisen. Zur Bestimmung der maximal zulässigen Nettokreditaufnahme ist neben der Bereinigung um den Saldo der finanziellen Transaktionen auch eine Konjunkturbereinigung der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben durchzuführen, um eine ebenso in wirtschaftlich guten wie in wirtschaftlich schlechten Zeiten konjunkturgerechte, symmetrisch reagierende Finanzpolitik zu gewährleisten. Dies erfolgt durch eine explizite Berücksichtigung der konjunkturellen Einflüsse auf die öffentlichen Haushalte mit Hilfe einer Konjunkturkomponente, die die zulässige Obergrenze für die Nettokreditaufnahme in konjunkturell schlechten Zeiten erweitert und in konjunkturell guten Zeiten einschränkt. Die Berechnungsergebnisse und Datengrundlagen der Bundesregierung hierzu werden im Internetportal des Bundesministeriums der Finanzen regelmäßig zeitnah zu den gesamtwirtschaftlichen Vorausschätzungen – in der Regel zum Ende der Monate Januar, April und Oktober – veröffentlicht. Weiterlesen „Dialog für Deutschland – wie zu erwarten eine Nullnummer“

Schluss mit der Staatsschuldenphobie – Vorträge von Prof. Helmedag sehr empfehlenswert


Staatsschulden sind ganz schlecht, so hören wir es immer wieder. Deswegen verschuldet Deutschland lieber das Ausland, statt selbst Staatsschulden für seine Geldsparer zu machen. Mit dem Exportüberschuss exportieren wir auch unsere Staatsverschuldung, die wir für unsere Geldsparer eigentlich machen müssten. Dies ging eine Weile ganz gut, aber neuerdings müssen wir die exportierte Staatsverschuldung eben selber „retten“.

Geld weg, Ware weg – dumm, dümmer, Exportüberschüsse.

Nun erreicht diese Problematik immer mehr den Mainstream, nur wird über die Konsequenzen (noch) nicht ernsthaft diskutiert – dabei sind diese glasklar:
Entweder wir sanktionieren das Geld-Sparen der Bürger oder wir machen unseren Frieden mit deutschen Staatsschulden. Einen tollen Vortrag zum Thema macht Prof. Fritz Helmedag von der TU Chemnitz. Ich war im März diesen Jahres bei einem Vortrag in Annaberg „Staatsschulden als permanente Einnahmequelle“ und habe nun einiges inhaltliche dieses Vortrag als Pdf gefunden. Der Mann gehört zu den wenigen Ökonomen, die bei Geldfragen nüchtern logisch = saldenmechanisch denken können und gleichzeitig aber eine hohe rethorische Qualität haben, einfach brillant! Ich hoffe, wir hören in der kommenden Eskalation fehlenden gesamtwirtschaftlichen Denkens noch viel mehr von ihm.

Bundesbankzahlen 2011 – Deutsche sparen weiter über ihre Verhältnisse und verschulden den Rest der Welt


Seite 17 – Finanzierungssalden!

statso_4_ergebnisse_der_gesamtwirtschaftlichen_finanzierungsrechnung_fuer_deutschland

Trotzdem zeigen sich in den Bundesbankzahlen erste Zeichen der Besserung. Die Guthabenkrise verunsichert die Horter, es wird wieder mehr in Sachwerte investiert. Statt um 249 Mrd. € wie in 2010 wurden die privaten Geldvermögen nur noch um 160 Mrd.€ ausgeweitet. Deshalb sank die StaatsNEUverschuldung von 114 Mrd. € im Vorjahr auf nur 25 Mrd.€ in 2011. Da ist aber sicherlich die Staatsverschuldung aus noch abzuschreibenden Forderungen  an das Ausland noch nicht enthalten, was die unverantwortliche Fortsetzung der deutschen Exportüberschüsse auf hohem Niveau in den Mittelpunkt der Kritik rückt.

Zum 100. Geburtstag Milton Friedmans


Gastbeitrag von Michael Hönnig

100 Jahre wäre er gestern geworden: Milton Friedman, der Gegenspieler John Maynard Keynes. Wollte (vereinfacht dargestellt) Keynes antizyklische Fiskalpolitik, so sprach sich Friedman dafür aus, dass der Staat sich aus den Märkten heraushalten sollte.

Ich denke, Friedman hatte Recht darin, dass der größte Wohlstand entsteht, wenn der Staat sich aus der freien Marktpreisbildung heraushält. Was aber auch Friedman nicht bedachte: Auch durch die Zentralbankgesetzgebung staatlich verordnet wertstabiles Geld ist schon ein Eingriff in die freie Marktpreisbildung. Zu Zeiten, in denen selbst bei Nullzins mehr Kapital in die Zukunft transferiert (gespart) werden soll als aus der Zukunft in die Gegenwart (Verschuldung) können die Sparer einfach auf das Geld selbst ausweichen, statt im engeren Sinne investieren zu müssen. Diesem indirekten Eingriff des Staates wollte Keynes mit seiner antizyklischen Fiskalpolitik, entgegen wirken: Fragen der private und der Unternehmenssektor nicht mehr genug Kredit nach, dann müsse dies eben der Staat tun, um das Angebot an Kredit aufzunehmen.

Weiterlesen „Zum 100. Geburtstag Milton Friedmans“

Die herrschende Dummheit ist stets auch die Dummheit der Herrschenden


Frei nach Marx: “Die herrschende Dummheit ist stets auch die Dummheit der Herrschenden.”, so schreibt der Philosoph Michael Schmidt-Salomon in seinem Vorwort auch noch:

“Die größte Bedrohung der Menschheit geht nicht von Erdbeben und Tsunamis aus, auch nicht von skrupellosen Politikern, raffgieriegen Managern und finsteren Verschwörern, sondern von einer einzigartigen, weltumspannenden, alle Dimensionen sprengenden RIESENBLÖDHEIT! Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.”

Link zu „Faszination Mensch“

Hört ihr Narren, was der Werner spricht…eh alles zerbricht (Freitag)


Bei dieser Ausgangslage müsste man eigentlich ernsthaft über einen (teilweisen) Schuldenerlass diskutieren. Mit Ausnahme Griechenlands ist davon aber nicht die Rede. Das äußerst dünn kapitalisierte Finanzsystem würde einen Schuldenerlass aber kaum überstehen. Andererseits wäre eine Rückzahlung der Schulden nur möglich, wenn das Schuldnerland viel mehr exportiert und viel weniger importiert. Dies setzt jedoch voraus, dass die Gläubiger ihrerseits Leistungsbilanzdefizite zulassen. Doch diese Diskussion hat Deutschland von Anfang an nachhaltig unterdrückt. Das Land will Exportweltmeister bleiben und weiterhin Guthaben anhäufen, die aber – bitte schön – werthaltig bleiben sollen.

Link zum Beitrag im „Freitag“ – Kauft Euch glücklich

Wer aus der Geschichte nichts lernt, muss Sie wiederholen (Dr. Paul. C. Martin)


2 Zitate aus dem wiesaussieht blog von @Systemfrager

Systemfrager Juli 13, 2012 um 13:23
Alles, was sie seit etwas zwanzig Jahren treiben, ist von zwei fixen und absurden Ideen beherrscht: Druck auf die Arbeiter und Export. Drücken, drücken: Die Löhne, die Sozialversicherung, das Selbstbewußtsein – drücken, drücken! Und dabei merken diese Dummköpfe nicht, was sie da zerstören. Sie zerstören sich den gesamten inneren Absatzmarkt. Sie haben Dreistigkeit, unter diesen Verhältnissen noch Vertrauen“ zu fordern, dieselben Männer, die das Unglück verschuldet haben. Und keiner tritt ab, nur die Gruppierung ändert sich ein wenig.

Kurt Tucholsky, DIE HERREN WIRTSCHAFTSFÜHRER, 18.8.1931

Die Förderung der sog. „Exportindustrien“ war deshalb in Deutschland nicht selten ein Fehlschlag.

Walter Eucken, Unser Zeitalter der Misserfolge, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1951

2005 – ein Mailwechsel mit einem „NATIONALökonom“


Ich finde es unerträglich, wie ein geistiger Vater der unsäglichen deutschen Exportüberschüsse = Verschuldung der Anderen, erst die Targetsalden der Bundesbank „entdeckt“ und sich jetzt auch noch als „Rebell“ aufführt. Da werden „völlig schmerzfrei“ die Folgen der eigenen Politikberatung beklagt.

Ich habe Hans Werner Sinn vor über 7 Jahren geschrieben, empört über sein Werk „Basarökonomie“. Ein Buch, in dem er dem deutschen Michel wieder mal erklärt hat, dass er eigentlich zu teuer ist. Ich hatte nach Lektüre wieder mal einen Begriff erfunden:

Deflationspolitik – nachgegoogelt gab es den aber schon, für die Politik Brünings vor der Machtergreifung…

gesendet: Samstag, 19. März 2005 14:11
An: SINN
Betreff: Deflationspolitik

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hans-Werner Sinn,

….
Ihre Vorschläge zu Lohnsenkungen sind nichts anderes als die Befürwortung von Deflationspolitik. Dies ist sicher kein soziales Problem – müssen sich die Leute halt einschränken – es ist der Weg in die politische und wirtschaftliche Katastrophe. Wir träumen den „Wachstumstraum“ und erwachen in einer Welt in der jeder alles zu verlieren hat.

bitte geben Sie das Wort „Deflationspolitik“ mal bei google ein und klicken auf den ersten Link.

Mit freundlichen Grüßen aus dem bereits NPD-verseuchten Sachsen

Jörg Buschbeck
Vorstandsvorsitzender BUSO Bund Solardach eG

Sehr geehrter Herr Buschbeck,
die Dinge sind nicht so, wie Sie denken. Deutschland leidet bereits unter massivem Deflationsdruck. Da sich dieser Druck nicht in fallenden Löhnen und Preisen entladen kann, gibt es die Massenarbeitslosigkeit. Eine Deflation per se ist nicht das Problem, sondern ein Teil der Lösung desselben. So hat auch die Deflation in der Weltwirtschaftskrise nicht die Krise geschaffen, sondern mitgeholfen, sie zu beseitigen. Die deutsche Arbeit wurde nämlich wieder wettbewerbsfähiger. (Borchardt) Es ist ähnlich wie beim Fieber. Das Fieber ist keine Krankheit, sondern die Abwehrreaktion des Körpers gegen eine Krankheit, die den Stoffwechsel beschleunigt. Zum Glück inflationieren die anderen europäischen Länder derzeit, so dass wir real deflationieren können, indem wir mit unseren Preissteigerungen hinter jenen der anderen hinterher bleiben. Das lindert das Problem. Noch rascher käme die Linderung, wenn alle Preise und Löhne bei uns zurückgingen. Wir hätten dann eine reale Abwertung, die wir über eine offene Abwertung wegen den Euro nicht mehr hinbekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hans-Werner Sinn

Merkel und ihr Horter-Volk auf dem Höhepunkt des Realitätsverlustes


Eine gesamtschuldnerische Haftung in Europa wird es nicht geben,”solange ich lebe”

Hallo Frau Bundeskanzlerin, SIE haben doch schon Ende 2008 für alle Schulden dieser Welt garantiert, als Sie die Garantie für die deutschen Sparguthaben abgegeben haben?

Unsere Guthaben = Schulden der Anderen – wann wird Ihnen dies BEWUSST? Sie haben schon 2008 die Vergesellschaftung aller europäischen Schuldenrisiken garantiert, tun Sie sich aber bitte jetzt nichts an. 🙂

Graeber – das Märchen vom Tauschhandel(n-tv)


mein Reden – siehe “ Der große Irrtum Tauschwirtschaft:

Das Märchen vom Tauschhandel

Adam Smith gründete nicht nur die Ökonomie, sondern auch den Mythos.
(Foto: Samira Lazarovic)
Als Grund für diesen Irrtum sieht Graeber, der sich selbst als anarchistisch-links einordnet, das, was er den „Gründungsmythos der Wirtschaftswissenschaften“ nennt: Für Ökonomen beginne die Geschichte des Geldes immer mit einer Fantasievorstellung von einer Welt mit Tauschhandel. Adam Smith habe 1776 diese Geschichte vom Tausch von Fisch gegen Weizen erzählt und damit die Disziplin der Wirtschaftswissenschaften begründet. Anthropologen hätten jedoch festgestellt, dass die Menschen nie wirklich direkten Tauschhandel miteinander getrieben haben. Kreditsysteme, also das, was wir heute als virtuelles Geld bezeichnen würden, habe es dagegen schon in Mesopotamien gegeben.

Aber warum hat keiner der Ökonomen diesen Fehler festgestellt, warum waren dazu die Anthropologen nötig? „Die Anthropologen haben es immer wieder erklärt und die Ökonomen haben nicht zugehört – sie hielten an ihrem Gründungsmythos fest.“ Und so sei die Geschichte des Geldes nicht nur falsch, sondern quasi rückwärts erzählt worden: erst der Tauschhandel, dann Geld als vereinfachendes Handelsmittel, dann der Kredit. „Aber der Kredit war vor dem Münzgeld da“. Und dieser Kredit gründete auf einen Vertrauensvorschuss. „Dieses Vertrauen und alle anderen menschlichen Beziehungen untereinander wurden in den ökonomischen Modellen ausgeblendet, damit sie besser in die mathematischen Formeln passten.“

kommt mit dem anlaufenden Bankenrun die globale Wende?


Die beginnende deflationäre Depression ruiniert zwangsläufig das Banken- und Versicherungs-System. Wird der Vertrauensverlust zu groß, räumen die Sparer ab…in Griechenland schon intensiv, in Spanien geht es auch los.

Ja, Bargeldabschaffung ist nicht populär – aber besser als Krieg! Es war eine Gründungsidee unseres Vereins, die Chancen des Bankenruns zu kommunizieren.

Mittlerweile haben wir natürlich auch ausgefeiltere Konzepte, welche auch mit hortbarem Bargeld funktionieren…aber ohne Eskalation läuft auch da wohl nichts.

Querschuss – Blattschuss …“im Zuge der erzielten Maximierung der volkswirtschaftlichen Schäden“


„Der griechische Aktienleitindex ATHEX markierte auch heute wieder im Zuge der erzielten Maximierung der volkswirtschaftlichen Schäden ein frisches 20-Jahrestief.“

Auch wenn die Börse natürlich recht unwichtig ist, die Formulierung bringt es für die Lage auf den Punkt. Der Querschüsse – Blog ist immer lesenswert und einer der wenigen Depressions-Mahner zwischen den ganzen Inflationsneurotiker-Blogs. Eine deutsche Inflationsneurose, welcher eine wichtige Rolle bei der „erfolgreichen Schadensmaximierung“ zukommt.

Aus Staatsschulden werden Staatsguthaben, Super-Buschi rettet die Welt aus der Schuldenkrise


Wissen Sie was ein Nerd ist? Da gibt es jetzt ein schönes Buch zu, u.a. sind Nerd’s dadurch gekennzeichnet, dass Sie eine Brille tragen, Störungen im Bereich der emotionalen Intelligenz aufweisen und bestehende Dinge einfach für neue Zwecke umstricken.

Nun kenne ich also endlich den Fachbegriff für meine Abartigkeiten, zuletzt haben wir ja hier lesen dürfen, dass man selbst aus der Bundesbank noch „was gescheites“ basteln könnte. Da den meisten Menschen heutzutage aber längere Sach-Gedankengänge ohne Menschenbezug nicht mehr zuzumuten sind, machen wir heute mal einen schönen kurzen Rettungsplan. Auch aus den bösen, bösen Staatsschulden lässt sich noch was schönes machen….wir machen Staatsguthaben draus.

Wie macht man aber aus Staatsschulden nun Staatsguthaben?

Man benennt Sie um und begründet dies sauber.

Also nennen wir z.B. ab 01.06.2012 die Staatsschulden einfach Staatsguthaben und begründen wie folgt:

Positive Geldvermögen sind Forderungen gegen Dritte, Forderungen gegen Banken nennen wir Guthaben. Wir wären völlig empört, würde jemand diese Guthaben unsere Schulden nennen.

Staatsschulden sind offene Forderungen gegen Steuerzahler, also sind es
in Wirklichkeit Staatsguthaben und sollten auch so genannt und gebucht werden.

Der Name passt auch viel besser auf die Identität von privaten Geldvermögen und dem, was wir bisher Staatsschulden genannt haben und nun Staatsguthaben nennen.

Nun wachsen die Privatguthaben mit den Staatsguthaben, die Welt ist wieder schön, dank einer einfachen Umbenennung.

Depression ahoi – Kreditvergabe in Europa bricht extrem ein


Die Kreditnachfrage der europäischen Unternehmen sank im ersten Quartal 2012 um 30%. Die Kreditnachfrage der Verbraucher sank um 26%, die Kreditnachfrage der Häuslebauer gar um 43%.

Horrorzahlen von der EZB

Wer sich jetzt als in Ökonomiefragen typischerweise bildungsferner Deutscher freut, dass nun die bösen Schulden verschwinden, der hat sich einfach zu früh gefreut. Schulden verschwinden so nicht, nur die Zahlungsmittel/Liquidität sie zu tilgen.

Eine Mega-Pleitewelle und eine explodierende Staatsverschuldung ist in Europa unterwegs!

Wir bekommen jetzt die Quittung für die ökonomische Bildungsferne von Volk und Führung – es ist die Dummheit der Deutschen in Globalsatzfragen, welche Europa an den Abgrund bringt. Erst haben Sie die Verschuldung der Anderen via Exportüberschüsse gefördert und dann eine Politik gemacht, welche das Bezahlen der Schulden verunmöglicht. Alles für die Horter, alles für die Katz!

Zur Dramatik und Logik der Situation dieser Beitrag

Anfrage an Sender Jerewan: „Woran erkenne ich echte Internet-Geldsystem-Experten?“


Antwort:
Sie müssen in einem Atemzug, das staatliche Geldmonopol der Zentralbank und die Bankengeldschöpfung der Geschäftsbanken beklagen können. Superexperten schwadronieren dann noch über staatsfreies Marktgeld, warten aber auf den Staat mit seiner Einführung.

Sparen ist doch immer gut, oder nicht?


Gastbeitrag von Michael Hönnig

In jeder Diskussion um die Wirtschaftslage der EU und Deutschlands ist es zu hören: Wir müssen sparen. Oder auch: Die (PIIGS) müssen sparen. Bei vielen Menschen kommt das auch gut an, ist doch Sparen auch für Privathaushalte der einzige Weg zum Wohlstand. Dass es für Staaten nicht gelten sollte, ist schwer verständlich. Wo liegen also die Unterschiede?

[Vorab: In diesem Artikel soll „sparen“ als „weniger ausgeben als zuvor“ definiert sein. Das ist zwar noch nicht wirklich sparen im eigentlichen Sinne, sondern eher „einsparen“ (weglassen von Ausgaben), aber passt am ehesten zu der Wortbedeutung, wenn „sparen“ auf Staaten angewendet wird.]

Spart ein Privathaushalt, dann hat dies nur geringe Auswirkungen auf seine Einnahmen. Allenfalls könnte eine zu lange ausbleibende Weiterbildung die berufliche Situation verschlechtern. Weiterbildungsausgaben haben jedoch in den meisten privaten Haushalten eher geringe Anteile, so dass es viel größere Sparpotentiale gibt, z.B. Urlaubsreisen und andere Vergnügungen. Spart ein Privathaushalt, so kann er also tatsächlich Vermögen aufbauen oder Schulden abbauen. Weiterlesen „Sparen ist doch immer gut, oder nicht?“

Der kollektive „Buddenbrooks-Effekt“ – die Mittelschicht, der Neo-Narzissmus und das Geld


Ch. Deutschmann – Max-Plank Institut für Gesellschaftsforschung – 2008!!!

daraus:
So wird das Geld zum Vehikel einer narzisstischen Selbstüberhöhung nach dem Motto: Was mein Geld kann, das kann und bin ich. Dem Vermögensbesitzer erscheint sein Geld als eine natürliche Erweiterung und Verlängerung seines Ego.

und

Mein Fazit lautet: Wir haben es mit einem in hohem Grade selbstwidersprüchlichen Handeln der Vermögensbesitzer zu tun, nicht nur der Superreichen, sondern auch der zahlreichen Anleger in der Mittelschicht. Die Anleger glauben, ein Naturrecht auf Gewinne zu haben. Sie geben sich der egozentrischen Illusion absoluten Reichtums hin, während sie mit ihrem faktischen Handeln beziehungsweise mit den kollektiven Folgen dieses Handelns die Bedingungen für die Produktion realen Reichtums zerstören.

Der heutige Finanzmarkt-Kapitalismus hat Eigentum und unternehmerische Tätigkeit in einem historisch beispiellosen Maß entkoppelt. Millionen von Aktien- und Fondsanteilbesitzer erwarten „Erträge“ auf ihr Geld, ohne sich die geringsten Gedanken darüber zu machen, wo die Schuldner herkommen sollen und ohne selbst ein unternehmerisches Risiko zu übernehmen. Das hohe Lied der unternehmerischen Tugenden Deutschmann: Der kollektive „Buddenbrooks-Effekt“ 19

Inflation ist schlecht, fallende Preise wären doch besser, oder?


Gastbeitrag Michael Hönnig

Gerade in Deutschland ist die Angst vor Inflation sehr verbreitet. Für breite Schichten der Bevölkerung bedeutet Inflation steigende Preise ohne dass die Löhne damit mithalten. Wenn schon die Löhne nicht steigen, dann wünscht Otto Normalverbraucher sich lieber fallende Preise.

Für Ökonomen ist Inflation jedoch zunächst einmal ein steigendes Preisniveau, und dazu gehören alle Preise, auch die Preise für Arbeit, also die Löhne. In den letzten ca. 20 Jahren steigen allerdings die Löhne faktisch nicht im Gleichtakt mit den Verbraucherpreisen, sondern langsamer. Praktisch bedeutet dies Reallohneinbußen. Inflation bedeutet außerdem auch, dass der Realzins des Bargeldes negativ ist, auch die immer darüber liegenden Anlagezinsen müssen damit nicht mehr unbedingt positiv sein, zumindest nicht real gesehen. Nullwachstum oder auch eine kurzfristig schrumpfende Wirtschaft wäre damit durch den Zins grundsätzlich abbildbar.

Das Gegenteil von Inflation wäre Deflation: Für Ökonomen bedeutet dies ein fallendes Preisniveau, das außerdem immense Risiken einer großen Wirtschaftskrise birgt, wie die Geschichte um 1930 in Europa, den USA und vielen anderen Ländern gezeigt hat und wie es auch heutzutage gängige Lehrmeinung ist. Deflation bedeutet aber auch, dass der Realzins des Bargeldes positiv ist und die immer darüber liegenden realen Anlagezinsen damit auf jeden Fall größer sind. Nullwachstum, ja sogar schwaches Wirtschaftswachstum geschweige denn schrumpfende Wirtschaftsleistung wären bei Deflation vom Zins nicht abbildbar! Die Krise müsste sich unweigerlich verstärken.

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