Wie wird man reich?


von Erika Reglin-Hormann

Der Wert des Geldes. Und warum wir ein Grundeinkommen brauchen.

Geld haben wollen wir alle. Warum eigentlich? Wofür wird Geld verwendet?

Das Geld, das wir in einer Fremdversorgungsgesellschaft erwirtschaften, wird für Miete, Lebensmittel und die grundlegendsten Bedürfnisse ausgegeben. Alle, die dann noch einen Überschuss haben, geben dieses Geld aus, um sich etwas zu gönnen: den nächsten Urlaub, das Auto, den Computer, Bücher, Kulturgüter, Freizeitvergnügen. Wer dann immer noch etwas übrig hat, überlegt sich vielleicht, dieses Geld in die eigene Zukunft zu investieren oder in die Zukunft der Kinder.

Schwierig wird es dann, wenn wir Geld ausgeben, das wir eigentlich nicht haben. Weiterlesen „Wie wird man reich?“

Volle Beschäftigung voraus!


Von Erika Reglin-Hormann, 28. März 2010

Die Vollbeschäftigung – das Schlagwort der Politik in diesem Jahrtausend

Unser Land beherbergt 82 Millionen Bundesbürger. Die Zahl der Vollbeschäftigten – also derer, die in einem sozialversicherungspflichigen Beschäftigungsverhältnis stehen – liegt bei rund 27 Millionen. Zweiundachtzig minus siebenundzwanzig macht fünfundfünfzig. 55 Millionen Menschen in diesem Land existieren also jenseits der definierten Vollbeschäftigung.

Wie machen die das? Weiterlesen „Volle Beschäftigung voraus!“

Versuchsobjekt Mensch


von Erika Reglin-Hormann

Wie wirkt ein bedingungsloses Grundeinkommen auf das Verhalten des Menschen?

Bei uns in Deutschland ist man schnell bei der Hand, ein BGE als Ursache für ein künftiges Abhängen in der sozialen Hängematte zu prognostizieren. Anscheinend glaubt man, große Bevölkerungsteile hätten dann nichts Besseres zu tun, als sich auf dem Geld auszuruhen und frech jede Arbeit zu verweigern. Nebenbei gefragt: Wo kommt so so eine Verweigerungshaltung eigentlich her?

Hierzu greifen die Medien gern auf öffentlichkeitswirksame Beispiele der deutschen Arbeitslosenszene zurück: Henrico Frank und Arno Dübel; der eine gilt als der berühmteste, der andere als der frechste Arbeitslose. Zuhause vor den Bildschirmen bildet sich eine entrüstete Menge, die nicht fassen kann, was bei uns im Land los ist. Und solchen Leuten auch noch ein Grundeinkommen schenken? Nein, Danke, sagen da viele.

Nur: Sich selbst um etwas zu bringen, weil man es anderen nicht gönnt: das ist schon etwas seltsam.

Dass beide Herren auch nichts anderes sind, als Futter für die Einschaltquoten, möglicherweise mit Honorar geködert, um im Fernsehen als stereotype Nichtsnutze aufzutreten, ist der eigentliche Skandal. Es ist schwer, sich gegen diese Art der Meinungsmache zu wehren. Stattdessen blickt man – irgendwie auch genüsslich – auf diese schändlichen Beispiele deutschen Versagens und fragt sich, wer sich sonst noch am System gesund schmarotzt. Willkommen bei “Running Man”. Weiterlesen „Versuchsobjekt Mensch“

Grundeinkommen – das Streben nach Glück?


Von Erika Reglin-Hormann, 23. Februar 2010

Es war einmal eine Idee …

Wo kommt er eigentlich her, der Gedanke, dass alle Menschen vom Wohlstand profitieren sollten? Gibt es die Idee seit es die Geldwirtschaft gibt? Rührt diese Art der Anschauung aus dem Industriezeitalter? Oder geht alles noch viel weiter zurück in der Zeit? Wie und warum sind sie entstanden: die Sozialutopisten?

Wer nach Antworten sucht, wird in den Geschichtsbüchern fündig.

Anfangen kann man bei Aristoteles, wenn man beiseite lässt, dass er bestimmte gesellschaftliche Gruppen bei seinen Überlegungen diskriminierte. In der Definition von Glück bewertete der Philosoph Gelderwerb und Reichtum lediglich als „Mittel zum Zweck“ und nicht als übergeordnetes Ziel. Im Fehlen dieser Mittel, also „Reichtum, Freunde und Macht“ würde zwar das Glück getrübt, dies führte er jedoch darauf zurück, dass diese Art der Mittellosigkeit unter anderem zu Einsamkeit führt.

Womit in der heutigen Sprache nichts anderes gemeint ist, als dass ein zu geringes Einkommen Menschen ausgrenzt und wenig bis keine Teilhabe am gesellschaftlichen Prozess möglich ist.

Das Genussleben, reduziert allein auf die Befriedigung von Begierden, lehnte Aristoteles im Hinblick auf die Glücksdefiniton ab, wenngleich „äußere oder körperliche Güter“ für ihn notwendige oder hilfreiche Bedingungen darstellten, um glücklich zu werden.

Auch hier lässt sich eine Parallele in die Gegenwart ziehen, bedenkt man den Aspekt des zügellosen Konsums in einer Überflussgesellschaft (siehe auch Erich Fromm). Die bestimmte Begierden befriedigt, doch kein endgültiges Ziel oder kein „jetzt ist genug“ zur Verfügung stellt. Weiterlesen „Grundeinkommen – das Streben nach Glück?“

Grundeinkommen: Blogging Spezial


Willkommen in der Kategorie „Grundeinkommen“. Hier veröffentlichen wir in regelmäßigen Abständen Beiträge zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) u. a. in Kooperation mit einer freien Autorin, Erika Reglin-Hormann. Sie betreibt einen spezialisierten Blog rund ums Thema mit dem Untertitel “welcome the future“.

Da ein BGE signifikant mit Themen aus den Bereichen Arbeit, Wirtschaft, Soziales, Kultur, Wissenschaft, Geschichte und auch Philosophie verknüpft ist, bietet es jede Menge Diskussionstoff und Denkfutter. Wie könnte ein Global Change mit einem Grundeinkommen aussehen? Dem wollen wir uns etwas kontinuierlicher widmen.

Schafft die „Stütze“ ab – nicht die „Gestützten“


Spiegelfechter – Schafft die Arbeitslosenversicherung ab!
geschrieben am 19. Februar 2010 von Frank Thomas

Schafft die Arbeitslosenversicherung ab, aber nicht die Arbeitslosen – zum Wohle der Arbeitslosen! Guido Westerwelle, Roland Koch, Ursula von der Leyen, Thilo Sarrazin und andere große Geister sind von Arbeitslosen genervt, weil diese mehr Zeit haben. Zeit zum Denken zum Beispiel, zum Neudenken von Begriffen, zum Beispiel dem Arbeitsbegriff oder was sie tun würden, wenn für ihr Einkommen gesorgt würde – ohne Bürokratie, ohne Schikane und ohne dass bevormundende Geister ihnen vorbeten, welche “Maßnahme” für sie die richtige sei.

Jene großen Geister scheinen vorwärts gehen zu wollen, während sie nach hinten sehen. Technologischer Fortschritt ja, rufen diese Jecken und äußern sich reaktionär gegenüber sozialem Wachstum: “Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit”, giftet Westerwelle. Könnte dieses populistische Blöken denn nicht ein Automat übernehmen? Dann hätten die großen Geister mehr Zeit zum Denken

weiter im Spiegelfechter-Blog

Umsteuern mit Energiesteuern – aber bitte mit Gewinn für Sie!


Global Change ist für die Besteuerung von Energie- und Naturverbrauch – daraus soll ein Teil des Grundeinkommens finanziert werden – was Akzeptanz für dieses Instrument schafft.

z.B. 150 Euro/Monat zahlen – 400 Euro/Monat (Anteil von Industrie,Gewerbe,Verschwendern) zurückbekommen!

folgender Text stammt von der Initiative:
Umsteuern mit Energiesteuern
Marktinstrumente für Arbeit und Umwelt

Den Tanker umsteuern!
„Der entscheidende Fehler der traditionellen Ökonomie (liberaler und sozialistischer Prägung!) ist die Ausserachtlassung der Energie als Produktionsfaktor.“
Hans C. Binswanger und Elmar Ledergeber 1974 [1]

Die Vorschläge zur Lösung der durch die Finanzkrise ausgelösten Wirtschaftskrise haben bei aller Gegensätzlichkeit ein gemeinsames Ziel: die Wirtschaft wieder „auf Wachstumskurs“ zu bringen. Als wäre Wirtschaftswachstum eine Richtungsentscheidung…
Zur Erinnerung: In den 90er Jahren wurde das Bild vom fehlgesteuerten Tanker Marktwirtschaft geprägt. Arbeit wird mit Steuern und Sozialabgaben sinnlos verteuert, ökologische und soziale Folgeschäden der Wirtschaft werden dagegen auf die Allgemeinheit abgeschoben. Das Konzept der Ökologisch-Sozialen Steuerreform – Lohnnebenkosten senken, Steuern auf Umweltverbrauch einführen – schien ein Erfolgsmodell zu werden. Leider hat sich die alte Politik durchgesetzt: Ballast abwerfen scheint leichter zu sein, als die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für den Markt zu verändern.

weiter bei der Initiative