Stützel räumt bei unendlichen Diskussionen auf – heute Kredittheorie


Wolfgang Stützel erklärt die unendliche Diskussion zwischen orthodoxer und moderner Kredittheorie in der Volkswirtschaftlichen Saldenmechanik auf Seite 214. Es geht also um die Frage, ob denn erst die Einlagen sind und dann der Kredit oder umgekehrt. Grundlage der Mißverständnisse ist einfach die fehlende klare Festlegungen bezüglich des Diskussionsrahmens. Spricht man vom Partialsatz(einzelne Bank) oder vom Globalsatz (Summe aller Banken incl. Zentralbank)?

Partialsatz:
Bei jeder einzelnen Bank ist es möglich, dass erst die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken(Bankeinlagen,Pfandbriefumlauf, Umlauf eigener Akzepte außerhalb des bankensystems, Umlauf eigener Banknoten außerhalb des Bankensystems) zunehmen
ehe die Ausleihungen an Nichtbanken zunehmen.

Anmerkung von mir:
Meint, es wird zuerst eingezahlt und damit eine Einlage erzeugt und dann Kredit vergeben. Und dieses Vorgehen wird zum Erhalten der Liquidität einer kleinen Bank auch sehr sinnvoll sein. Aber auch nach der zeitlich vorlaufenden Einlage wird ja bei der Kreditvergabe eine Zahlungsmittelschöpfung betrieben. Es existiert ja dann die Einlage des Einzahlers und die Einlage, welche der Buchungssatz „Forderungen an Sichtguthaben“ geschaffen hat. Weswegen für die Summe aller Banken gilt:

Globalsatz: Bei der Gesamtheit aller Banken steigt die Summe aller Einlagen(einschließlich
Umlauf eigener Pfandbriefe, Akzepte, Banknoten) stets genau in gleichem Maße wie die Summe aller Ausleihungen.

Die orthodoxe Kredittheorie betrifft also den Partialsatz, die moderne Kredittheorie den Globalsatz.

Hurra, Wolfgang Stützel Volkswirtschaftliche Saldenmechanik wieder lieferbar


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