Zeit: Negative Nominalzinsen nicht ausschließen!


Auch die Zeit spricht mittlerweile von einem Konstruktionsfehler unseres Finanzsystems. Desweiteren wird man sich darüber bewußt, dass es keine untere Grenze für Zentralbankzinsen geben muss. Wenn es kein Bargeld gäbe, wäre dies technisch überhaupt kein Problem. Dazu wird vorgeschlagen, kein Bargeld mehr herauszugeben und das Vorhandene weitestgehend einzusammeln, sowie auf größere Scheine Ablaufdaten einzutragen. Der Autor geht auch auf die Nachfragelücke, die er als Outputlücke bezeichnet ein, die nun unbedingt wieder geschlossen werden muss – mittels Negativzinsen.

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Merkur-Online: Forderung nach stabilem Geldsystem


Dr. Kremer, studierter Mathematiker weist in einem Modell nach, dass unser Zinssystem auf immer schnellerem Wachstum basiert und dass durch die wachsenden Zinslasten eine zweite Unsichtbare Hand entstünde, die das Volksvermögen von Arm zu Reich umverteilt. Er betrachtet das von Silvio Gesell vorgeschlagene Modell, das mittels einer Umlaufgebühr und einer allgemeinen Zinssenkung auf Null die Verarmung aufhalten könnte, als mögliche Lösung und fordert ein stabiles Geldsystem für Europa.

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Die FAZ schreibt: Der Kapitalismus ist ein Kettenbrief


Die FAZ hat sich einer Beschreibung unseres geisteskranken Wirtschaftssystems gewidmet und kommt zu dem Schluss, dass es sich dabei um einen Kettenbrief handelt, bei der letztlich der Staat als Neuschuldner in die Bresche springen muss. Herr Strobl bietet einen interessanten Ausflug in die Geschichte, zu Keynes & Co., und kommt dabei zur zwingend notwendigen Schaffung von Investionsanreizen.

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Vorschlag Ankündigungstext für Filmvorführungen


Global Change 2009 – ein Film der Hoffnung macht!

Wie können wir die Finanz- und Wirtschaftkrise dauerhaft beenden?

Ist die explodierende Staatsverschuldung noch zu stoppen?

Wie können wir die Verluste der Finanzkrise wieder rückgängig machen?

Wie können wir unsere sozialen Probleme lösen?

Ist unsere Gesellschaftsform nicht auch moralisch am Ende?

Wo liegen die Antworten auf die ökologischen Herausforderungen?

Und wie bekommt man das alles unter einen Hut?

Der Film Global Change 2009 hat den Anspruch aus der Analyse der aktuellen Problemstellung heraus Denkanstöße für ein Komplettkonzept zu liefern!

Wir laden Sie ein zur Filmvorführung (ca.45 min) mit anschließender Diskussion

WANN

WO

Was sie über Geld wissen sollten oder „Alles wird gut – mit gutem Geld!“


Geld wird von den Menschen über seine Funktionalität definiert. Aber was ist Geld heute eigentlich „stofflich“? Diese Frage kann kaum jemand richtig beantworten. Dabei ist die Antwort so einfach wie spannend:

Geld ist ein Anspruch auf die spätere Leistung Dritter. Also muss dem Geldbesitzer auch eine spätere Leistung durch Dritte geschuldet werden!

Unser Geld ist also zwangsläufig die Schuld anderer Leute.

Geld, das keine Leistung Dritter schuldet, wäre völlig wertlos! Unser Geld entsteht deshalb auch exakt in dem Moment, wenn ein Kredit aufgenommen wird und damit ein Dritter eine Versprechen auf spätere Leistung abgibt!

Ich beschreibe hier schon mal siegesgewiss den künftigen Ideal – Zustand:

gutes Geld = gute Schulden!

Kredit (ein Leistungsversprechen) und damit das Geld (ein Leistungsanspruch) ist durch das vollstreckbare Eigentum des Kreditnehmers abgesichert. Hier sieht man auch den Staat als erforderliches Vollstreckungsinstrument für das Geld. Er wird für die Vollstreckbarkeit der Schulden in das Eigentum des Schuldners gebraucht. Ohne die Vollstreckbarkeit müsste der Schuldner nicht leisten und das Geld wäre wieder der Gefahr ausgesetzt, wertlos zu werden.

Und dann braucht es natürlich noch Banken, welche die 100%ige Vollstreckbarkeit der Geldforderung (Kreditwürdigkeit) der Schuldner verantwortlich prüfen und das Geldwesen auch durch die Verwaltung der Leistungsansprüche (Guthaben) und Leistungsversprechen (Kredite) praktisch organisieren.

Geldguthaben sind also mit Hilfe der Staatsmacht vollstreckbare Schulden Dritter, welche durch Banken zu universell nutzbaren Leistungsansprüchen gemacht werden!

Und was ist heute das Problem mit dem Geld?

Das man nie genug davon hat? Sicher – aber dies ist kein Problem, sondern der Grund, warum wir früh überhaupt noch aufstehen! :o) Spaß beiseite. Natürlich sind mittlerweile die Geldguthaben extrem ungleichmäßig verteilt. Dieses Thema hat auch mit den grundsätzlichen Problemen unseres Geldsystems zu tun. Dazu aber später mehr.

Unser Geldsystem hat ein richtig großes Problem, aus dem sich die weiteren Probleme dann ableiten:

Geld ist heute und schon seit allen Zeiten hortbar. Deshalb gibt es schon immer Krieg – und bald wieder, falls wir die Hortbarkeit des Geldes nicht abschaffen!

Monetäre Ersparnis erzwingt durch die Hortbarkeit des Bargelds monetäre Verschuldung. Wir haben deshalb heute ein System mit Zwangsschuldenwachstum in Höhe des Ersparniswachstums. Durch die Hortbarkeit des Bargeldes kann niemand den Sparer daran hindern, zur Unzeit zu sparen!

Es besteht derzeit marktwirtschaftlich gesehen keinerlei Nachfrage nach Sparguthaben. Aber der Preis des Geldes kann durch die Hortbarkeit des Bargeldes nicht tief genug fallen, um die Nachfrage nach Sparguthaben wieder in Einklang mit der Nachfrage nach Krediten zu bringen!

Kann die Verschuldung durch Leistungsversprechen (= Nachfrage) nicht mehr mit der Ersparnis gegen Leistungsanspruch (= Nachfrageverzicht) mithalten, kommt es logischerweise zu einer realwirtschaftlichen Nachfragelücke.

Dann können die Kreditraten mangels Einnahmen der Kreditnehmer immer weniger getilgt werden. Es kommt eine Abwärtsspirale aus platzenden Krediten, wachsender Einnahme- und Arbeitslosigkeit, sowie verschobenen Investitionen in Gang.

Sie können es sich aussuchen – es ist exakt die gleiche Aussage:

Wir haben entweder zuwenig Kredite oder zuviel Sparguthaben!

Neue Schulden oder weniger monetäre Sparguthaben braucht derzeit diese Welt! Das Spiel mit den neuen Schulden hat nur noch Verlierer – dazu gehören auch und vor allem die Sparer!

Schuldenwachstumszwang führt zwangsläufig zu Staatsschuldenwachstum! Staatsschulden sind aber nicht vollstreckbare Schulden eines nichts leistenden Schuldners! Dazu kommt die Fehlsteuerungskette staatlicher Ausgaben, welche die Wertschöpfung und Innovation zerstört, samt der dafür erforderlichen späteren Steuern!

Staatsschulden vernichten die Kaufkraft des Geldes und damit eben auch die Kaufkraft des Sparers. Sie wachsen aber in einem System des hortbaren Geldes zwangsläufig mit den monetären Sparvermögen mit!

Der gescheiterte Versuch, es statt Staatsschuldenwachstum mal mit Schuldnern schlechter Bonität (Subprime-Kredite) zu versuchen, wird gerade auf dem Staatsschuldenkonto im Soll verbucht!

Global Change 2009 fordert deshalb die Prinzipumkehr:

Nicht die Sparguthaben bestimmen dann die Kreditmenge, sondern der Kreditbedarf solventer privatwirtschaftlicher Schuldner bestimmt dann die monetären Sparguthaben!

Dies ist durch einen hortungsmonopolfreien Preis des Geldes marktwirtschaftlich zu lösen! Ja, wir wollen Sparer notfalls durch zeitweise Minuszinsen dazu bringen, ihre Sparguthaben teilweise in realwirtschaftliche Investitionen zu wandeln. Aber wir schaffen auch die Dauerinflation (ständiger Kaufkraftverlust des Geldes) zugunsten einer Dauerdeflation (ständige Kaufkraftsteigerung des Geldes) ab. Dies ist für den Sparer letztlich viel besser als die negativen Realzinsen heute, der drohende Totalverlust der Sparguthaben und der drohende (Bürger-)Krieg!

Wie im Film gezeigt: Lasst uns ein neues Spiel spielen – eines, das nur Gewinner hat!
Bitte weitersagen – Danke! Noch Fragen? – dann schreiben Sie uns doch bitte!

Global Change 2009 e.V.
Jörg Buschbeck
jb@global-change-2009.de